... nur der Vollständigkeit halber:
Die Wissenschaftler vom IFM Geomar haben laut IDW-Informationsdienst bei der Expedition zu dem besagten Ort in der Nordsee jedenfalls keine genaue Mengenbestimmung vorgenommen.
http://idw-online.de/pages/de/news182450 Im Interview
http://www.welt.de/wissenschaft/article871371/Gefaehrliches_Gas_stroemt_aus_der_Nordsee.html schätzt der Leiter dieser Expedition,
Dr. Olaf Pfannkuche vom Institut für Meeresforschung
„Momentan entweichen circa 1000 Liter Gas pro Sekunde aus dem Bohrloch“
Zu verifizieren hier: Dr. Olaf Pfannkuche, Tel. 0431 600 2113,
opfannkuche@ifm-geomar.de „cirka 1.000 Liter Gas pro Sekunde“ sind 60.000 Liter pro Minute oder 3.600.000 Liter pro Stunde.
Betatester hat geschrieben:…Seit 1990 fließen stündlich ca. 11. Mio. Liter Methan aus dem Gasrohr...
.
Ich komme auf etwa ein Drittel.
1.000 Liter sind bekanntlich 1 m³.
Methan hat lt. Wikipedia als Gas eine Dichte von 0,72 kg/m³. Pro Tag kämen nach der o. g. Schätzung ca. 86.000 m³ * 0,72 kg = 61.920 kg aus den Quellen oder rund 62 t.
Seit fast 20 Jahren oder 20 * 365 = 7.300 Tagen sprudelt das Gas an dieser Stelle aus dem Meersboden.
Daraus ergibt sich eine Methanmenge von 452.600 Tonnen. Gerundet 500.000 t.
Wenn man unterstellt, dass zum Zeitpunkt des Blowout schon mal die gleiche Menge durch diese Blase entwichen sein könnte, also insgesamt 1.000.000 Tonnen = 1 Mio. Tonnen Methan, ist das auch eine ganze Menge Gas. Doch Dr. Pfannkuche stellte fest
„Etwa ein Drittel der Gasmenge gelangt bis zur Oberfläche. Zwei Drittel lösen sich im Meerwasser beziehungsweise werden von Bakterien oxidiert.“
Bleiben also ungefähr 330.000 Tonnen übrig.
Betatester hat geschrieben: … Das sind bis jetzt ca. 4,3 Mio. Tonnen Methan
330.000 t versus 4.300.000 t - da fehlen nur noch knapp 4 MillionenSoviel zu den Zahlen.
Ein Gasrohr haben die Wissenschaftler allerdings nicht gesehen - nur einen Krater in der Nähe des Bohrloches und eine ganze Reihe von Quellen.
… Der Krater ist in zwei, etwa sechs Meter breite Teilbecken gegliedert, deren Böden mit Muschelresten und Steinen übersät sind. Das Gas strömt zurzeit mit unterschiedlicher Stärke aus zehn Quellen aus…
In welcher Beziehung der englische Explorer Mobil North Sea Limited, der seinerzeit den "Blowout" zu verantworten hatte, zu Exxon/Esso steht oder stand, ist nicht so klar.
Exxon war auf jeden Fall nicht der Verursacher und Mobil North Sea Limited bohrte im Auftrag der britischen Regierung. Letztere nahm schließlich den Auftrag zurück.
Nichts für ungut.
Die 4,3 Millionen Tonnen werden schon stimmen.
Schließlich kam das so in den Medien. Und die bürgen für jedwede Wahrheit und verbreiten ebendiese und nichts anderes...
Dennoch würde mich die Quelle dieser Daten brennend interessieren.
Außerdem kann 23 % der deutschen Bevölkerung sowieso nicht lesen und nicht schreiben.
Die restlichen 56 % können nicht rechnen.
Und dass fällt niemand mehr auf ...
Und schließlich kann auch sein, dass wir hier völlig unterschiedliche Ereignisse betrachten...
Alles Gute
D.C.