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 Teil 1 bis 8 CO2-Fragen, Fragmente, Ansichten und Versuche.. Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 30.12.2006, 21:02 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
*************************

http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


CO2-Fragen, Fragmente, Ansichten und die Versuche Antworten zu finden...

Vorwort

In den letzten Tagen hatte ich sehr viel Zeit, auch um den einen oder anderen Beitrag in den verschiedenen Foren erneut zu lesen und um über die Inhalte nachzudenken. Danach wollte ich verschiedene meiner Beiträge editieren bzw. ganz löschen, weil sie so richtig mit Photovoltaik nichts zu tun haben und ich zu den speziellen Problemen kaum etwas beitragen kann.

Sinnvoller scheint mir aber, diese dann und wann mit neuen Beiträgen einfach zu ergänzen, in dem ich auf den Nachlass von Doris zurückgreife. Sie hat mir unter anderem eine Sammlung hinterlassen mit mindestens 100 Fragenkomplexen zu allen möglichen Themen und noch etwa 600 MB Text dazu. Ich habe bis jetzt alles nur mal grob sichten können – an alles lesen ist nicht zu denken.

Unter anderem gibt es da Argumente zu Klima und CO2 und zum Für und Wider zu PV, zu regenerativen Energien und zur Kernkraft im Allgemeinen, und zum gesellschaftlichen Umgang mit diesen Themen überhaupt, die ich in der von ihr ermittelten Konstellation noch nicht mal geträumt habe. Natürlich dürften auch ihre Ansichten nicht unumstritten sein. Zu mehr Klarheit sollten sie allemal verhelfen.
Doris hatte offenbar erkannt, dass es keine Konformität gibt zwischen den Inhalten der CO2-Propaganda in den Medien, dem Verhalten der Politiker, den Erkenntnissen der Wissenschaft, den Handlungen der Wirtschaft und der äußerst kritischen Situation, in der die Menschheit sich befindet, nachdem sie den Konsens mit der Natur aufgekündigt hat.

Mir geht nun im Kopf herum, ob überhaupt, in welcher Form und an welcher Stelle ich diese Gedankenwelt hier darlegen sollte. Zumal der fragmentarischen Charakter ihrer Notizen als Erinnerungshilfe für sie selbst diente, vielleicht für spätere Beiträge - sicherlich auch für dieses Forum hier.
Ich habe mir deshalb eine Auswahl und die Bearbeitung erlaubt und dort wo es passte manchmal mit aktuellen Bezügen ergänzt. Für einen Beitrag ist es aber zuviel Text und zuviel Inhalt. Es gibt deshalb drei oder vier Teile. Der erste heute, die anderen in den nächsten Tagen und Wochen

Soviel vorab. Vom Ergebnis bin ich nicht überrascht, aber von den verbleibenden Optionen schon.
Es ist schon was dran, an den Sprichwörtern. Auch mit dem hier:
Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht…



CO2 - Fragen ohne Ende und die Versuche Antworten zu finden…

Teil 1


Welche Folgen hätten das Abschmelzen des Nordpols auf Grund zunehmender Umwelttemperatur?
Wäre das gut oder schlecht?

Man schaue sich das Nordpolgebiet auf der Landkarte an.
Unter dem Nordpol befinden sich in relativ geringer Tiefe große bis sehr große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Wenn das Eis taut, kommt man da gut ran und schon gibt es wieder ein Problem weniger und Öl und Gas mehr. Doch davon ist nicht die Rede in den Medien. Warum wohl nicht? Norwegische und russischen Multis bauen schon mal in aller Stille und jenseits des Polarkreises große Bohrplattformen, Verladestationen und Gasverflüssigungsanlagen. Für die großen Tanker stört eigentlich nur das Packeis. Und der Nordpol ist bis auf die paar Eisbären rundherum (vorläufig noch) so schön friedlich. Die Eisbären können doch in den Zoo und schon sind sie nicht mehr vom Aussterben bedroht. Ich bin sicher, das es nicht mehr lange dauert wird , bis sich dafür jemand stark macht….
für die Bären…

Aus der Schule wissen wir noch, das Wasser bei 4°C seine höchste Dichte hat und sich in fester Form als Eis darstellt. Wenn also das gesamte Packeis am Nordpol abtaut, müsste doch folglich der Wasserstand der Ozeane zurückgehen, weil Wasser mit zunehmender Temperatur eine abnehmende Dichte hat und nur ein Siebtel des oberhalb der Wasserfläche befindlichen Eisvolumens für einen Anstieg des Meerespegels in Frage käme. Da kommt am Ende beim schlechtesten Szenario NULL raus.
Selbst die Menge des Grönlandeises ändert nichts Wesentliches an diesen Verhältnissen, weil mit zunehmender Temperatur auch die Verdunstung zunimmt und mit abnehmendem Druck auf den Erdmantel tektonische Auswirkungen nicht nur auf dem Festland zu erwarten sind. Vielleicht müsste man auch die Zentrifugalkräfte der Erde einbeziehen und die Meeresströmungen, die beim maritimen Packeis zur Schollenbildung führen. Da wirkt doch noch viel mehr zusammen, als die leidige Temperaturerhöhung.

Saufen unsere Küsten nun ab oder nicht?
Wieviel Jahre oder Jahrzehnte, Jahrhunderte usw. würde dieser Abschmelzprozess des Festlandeises wohl dauern?
Hört er zwischendurch auf?
Kehrt er sich wieder um?
Wann müssen wir anfangen die Deiche zu erhöhen oder neue zu bauen?


Kommentar D.C.
Hier http://news.independent.co.uk/environment/article2099971.ece vom 24.12.2006 steht, dass der Meeresspiegel gestiegen ist und die Insel im Gangesdelta unter Wasser liegt. Ohne weiteres wird hier auf die Meerespiegelerhöhung durch die allgemeine Erderwärmung abgestellt und andere Faktoren wie Wind, Springflut, Seebeben, Tsunami und andere Möglichkeiten werden nicht mal gedacht. Und wie kommt es, dass dieser Anstieg so lokal begrenzt erfolgte. Ob der Independent das tatsächlich so genau weiß?

….
Wegen des abtauenden Nordpols und zunehmender „Verdünnung“ des Salzgehaltes ist mit der Störung der Funktion des Golfstromes zu rechnen. In der Folge sollte doch die durchschnittliche Temperatur in den nördlichen Breiten eher abnehmen!
Was aber hat in Bezug auf CO2 das höhere Gewicht oder gibt es gar einen Temperaturausgleich?
Warum äußern sich nur Institute und Forschungseinrichtungen, die vom Sponsoring abhängig oder industrienahe Stiftungen sind. Warum sind die Darstellungen und Argumente der freien Wissenschaftler und von Unis so selten? Darf daraus abgeleitet werden, dass das geltende CO2-Klima-Konstrukt nicht sehr seriös sein kann oder andere Ansichten nicht zugelassen werden?

Kommentar D.C.
In meinem Urlaub bekam ich per Zufall eine ausländische Zeitung die Finger. Am 24.12.2006 berichtete der britische Observer über die bevorstehende Veröffentlichung eines Berichts des "Intergovernmental Panel on Climate Change". Der IPCC ist ein Regierungsübergreifender Auschuß der sich mit der Klimaveränderung beschäftigt. In diesem Bericht der IPCC soll stehen, wenn er nicht durch "nationaler Interessen" einiger Länder entsprechend "entschärft" wird – , dass die Wissenschaftler sich außer stande sehen, eine Obergrenze der zu erwartenden weltweiten Erwärmung anzugeben. Die globale Erwärmung könne noch weitaus stärker ausfallen, als bisher erwartet. Als Gefahren hierdurch werden beispielsweise das vollständige Abtauen der Eisschicht über Grönland und der Abriss des Golfstroms – was eine drastische Abkühlung Europas nach sich zöge, für mögliche und wahrscheinlich gehalten.

Meine Englischkenntnisse sind nicht so gut und ich glaubte an Fehler in meiner Übersetzung. Freunde haben es dann noch mal versucht. Es steht dort wirklich geschrieben, dass die Wissenschaftler zugeben, dass sie zu einer gültigen Aussage nicht in der Lage sind! Auf welcher Grundlage kann sich nun jedes Land, je nach Interessenlage den oder die Klimaberichte in die gewünschte Richtung biegen? Ist das Klimaproblem plötzlich ein lokales oder welchen Interessen wird gedient? Bin ich bescheuert oder war der Rezensent besoffen - die Folgen dieser Unwissenheit - Scharlatanerie und Betrugsabsicht – sind eigentlich sind nicht klarer darzustellen? Hoffentlich wird der nicht vor ein Auto gestolpert. Man lese auch: Die Erderwärmung bedeutet klimatische Abkühlung.
...

D.C.


Zuletzt bearbeitet von Don Carlos am 28.01.2007, 11:13, insgesamt 11-mal bearbeitet
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Verfasst am: Nach oben

Don Carlos
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 11:19 Nach oben

Link zum Nachlesen und Übersetzen

http://observer.guardian.co.uk/magazine/story/0,,1977183,00.html

Robin McKie
Sunday December 24, 2006
The Observer

This is the moment when the world seems to get the message at last: climate change is serious and unavoidable. A draft version of the next report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) is published, to worldwide consternation. It reveals that scientists are no longer able to put reliable upper limits on man-made heating of the atmosphere. Global warming - driven by industrial carbon emissions - could end up being far worse than previously predicted.
It remains to be seen if this gloom is maintained in the final version of the IPCC report, which is due out early next year. Drawn together from research collated over the past five years, it promises to be a thorough affair, if nothing else. On the other hand, the original draft document has since been presented to national governments and is now being modified to accommodate individual views.
What the Americans might add is intriguing, to say the least. Nevertheless, the report is still likely to contain enough to demonstrate just how worrying are our prospects for surviving the century. The collapse of the Greenland ice sheet and disruption of the Gulf Stream ocean current are two very real threats that could cause mayhem long before the year 2100.
The fact that the world woke up to the threat of climate change in 2006 was not reflected in political action, of course. The Nairobi talks on implementing carbon emission controls after 2012, when the Kyoto Protocol expires, were feeble, producing little that was encouraging...
D.C.
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 23:08 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
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http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


2. Teil

Wieso ist CO2 eigentlich ein „Treibhausgas“


....
Im Deutschen Duden ist dieses Wort unbekannt.
In Treibhäusern findet CO2-Gas keine Verwendung.
Anders als Karbid zum Röten der Tomaten. Auch dieses Azetylen ist kein Treibhausgas.
Was soll also durch die Verwendung dieser Wortkonstruktion in die Köpfen der Menschen bewirkt werden?

Ich glaube, dies ist eine Wortkreation zum Zwecke der Verwirrung.
Auch eine Treibhaus-„Atmosphäre“ gibt es im Duden nicht.
Es gibt im Treibhaus keinen Unterschied zur der Atmosphäre rund um den Erdball und auch keine besondere CO2-Konzentration.
O.k. - kann in einem Raumschiff anders sein. Und damals, bei dem Biosphäre-2-Experiment auch (geschlossenes Systeme). Aber auf der Erde zieht es ganz gewaltig – horizontal und auch vertikal und das sollte normalerweise eine gute Durchmischung ergeben.

Was ist CO2 eigentlich.
Es ist das Oxid, welches bei der Verbrennung von Kohlenstoff entsteht. Klar.
Es ist gasförmig und unsichtbar und hat als dreiatomiges Gas die Eigenschaft, langwellige Strahlung zu absorbieren. Maßgebend für die Wellenlänge der Strahlung ist die Oberflächentemperatur von Körpern. Alle Körper strahlen. Teilweise auch Gase, so wie CO2. Hohe Temperaturen bewirken kurzwellige Strahlung, z. B. von der Sonne. Die eintreffende kurzwellige Strahlung der Sonne wird durch CO2 nicht bzw. wenig absorbiert. Sie trifft auf den Erdboden. Dort wird diese Strahlung absorbiert und als langwellige Strahlung emittiert. CO2 soll diese Energie absorbieren können und die langwellige Strahlung einfach nicht passieren lassen, anders, wie dies für N2 und O2 zutrifft. Folge ist eine Erwärmung analog in einem geschlossenen Treibhaus. So.
Na aber. Was soll den das! Das weiß doch inzwischen fast jedes Kind, was gerne in der Schule geht und nicht täglich die Lehrerin drangsaliert!
Das bezeichnet man aber als Treibhaus-EFFEKT!

Mit Effekten lässt sich’s gut haschen. Wir brauen für die Medien aber etwas anders, unangreifbar-greifbares – einen Täter, besser noch einen Übeltäter. Ein multimediales TreibhausGAS ist DIE Lösung!

...
Nun gibt es noch eine Reihe andere Gase, die den gleichen Effekt mehr oder weniger stark hervorrufen. Zum Beispiel Wasserdampf oder Methan (CH4). Methan ist im Erdgas zu 85% bis 99 % enthalten und auch in den „Abgasen“ von 5 bis 8 Milliarden Menschen und unzähligen Tieren und in Mooren, Mülldeponien, Biogasanlagen, - Fäulnis überall, wo man nur hinguckt…
Und bei der Verbrennung von CH4 wird doch nicht schon wieder Wasserdampf und CO2 entstehen wollen? Nicht das wir nach einem irgendwann gelösten CO2Problem ein neues CH4Problem kriegen! Oder laufen wir gar dem falschen Zug hinterher?


Wie sieht das Spektrum aus, was vom CO2 absorbiert wird, wie das vom CH4 und das von allen anderen Gasen und wie ist die Verteilung der absorbierten Wärmemengen?
Was passiert mit der absorbierten Wärmemenge bei fehlender Sonneneinstrahlung oder bei Nacht?
Lassen sich diese Anteile überhaupt quantifizieren?
Wie sieht die CO2 Verteilung in der Atmosphäre über die Höhe aus oder gibt es einen CO2-Gürtel um die Erde, der die Funktion ähnlich der Glasscheibe im Treibhaus übernimmt?
Wie ist der „Treibhauseffekt“ modelliert und verifiziert (Labor)?
Hochrechnungen sind keine Bilanz. Wie sieht die verifizierte und validierte CO2-„Bilanz“ der Erde aus?


Kommentar D.C.
Trotz der fehlenden Antworten, werden von den Administrationen weltweit gigantische politische Umweltziele propagiert und großartige aus Steuergeldern finanzierte Maßnahmen induziert, die von der Energiewirtschaft dankend angenommen werden. Im Gegenzug rufen die Kirchen zum Kampf gegen die Armut auf und Angehörige der GWBAdministration zum Schutz der Eisbären am Nordpol…
Zur Erinnerung: Bis zum EEG und noch länger wollten Energieversorger die regenerativen Energien nicht in ihren Netzen sehen. Heute bauen und betreiben sie die Anlagen selber. Ein Schelm, wer da anderes vermutet, als die urplötzliche Entdeckung des Sinns regenerativer Energieerzeugung. Zumal die Selben äußerst emsig weiterhin Landschaften „umgestalten“ wollen, deren Kohle sich in den nächsten 50 Jahren betriebswirtschaftlich vorteilhaft verheizen lässt.


„…Rund ein Drittel der fast 10 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2), die der Atmosphäre durch menschliche Aktivitäten jährlich zugeführt werden, verschwinden, ohne das klar wäre wohin… Seit langem stehen Wissenschaftler, die den globalen Kohlenstoffkreislauf erforschen, vor einem Rätsel..“ Siehe Spektrum der Wissenschaft, Juli 1992, Seite 28.:
Oha! Wie das denn. Schon wieder ein Rätsel?
Eine Antwort findet u. a. man dort: http://www.spektrumverlag.de/artikel/821161
„… Neueste Untersuchungen am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven haben nun ergeben, dass ein steigender CO2-Gehalt der irdischen Lufthülle und damit des ozeanischen Oberflächenwassers das Algenwachstum fördert...“ ....


Kommentar D.C.
Der Artikel ist von 1992. Man stelle sich vor: Ein Drittel vom CO2 verschwindet plötzlich … einfach so. Aber diese Erkenntnisse scheinen inzwischen überholt zu sein und verschwinden ebenso, wie das CO2. Wen stören diese Tatsachen, so dass davon nicht mehr die Rede ist? Die Algen und das Plankton wachsen aber trotzdem immer weiter und schaffen so immer neue Löcher in der „CO2-Bilanz“…

D.C.


Zuletzt bearbeitet von Don Carlos am 03.01.2007, 23:23, insgesamt 3-mal bearbeitet
Don Carlos
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Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 23:09 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
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http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html

3. Teil

CO2 und der eisgekühlte Bohrer

Was sagen eigentlich die arktischen Bohrkerne zum historischen Temperaturverlauf in der erdgeschichtlichen Entwicklung aus?
Das „unabhängige“ Magazin -Der Spiegel- behauptet hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,386717,00.html
- …dass die CO2-Konzentration seit 650.000 Jahren nicht mehr so hoch war wie heute, weil noch nie so viel Kohlendioxid in der Atmosphäre war.
- Dies sei das Ergebnis einer neuen Eiskernbohrung.
- Das sind 250.000 Jahre mehr als beim bislang ältesten Bohrkern "Vostok".
- CO2 und Methan beeinflussen direkt das Klima.
- Der heutige CO2-Wert von 380 ppm (parts per million) liegt 27 Prozent über dem Stand der letzten 650.000 Jahre.
Aber was wird damit wirklich bewiesen?


Kurzanalyse D.C.
Der erste zitierte Satz beinhaltet eine Tatsachendarstellung.
Im Satz 2, dem ersten 7-Buchstaben-Satz, wird wahrheitswidrig auf DAS Ergebnis, also auf das einzige quasi herauszustellendes Merkmal abgestellt und weit wichtigere Ergebnisse dieser Bohrung einfach ausblendet. Der vierte Satz, kurz, prägnant und einprägsam hat es in sich. Das CO2 und Methan das Klima „DIREKT“ beeinflussen, ist eine Binsenweisheit und unbewiesene Spekulation.
Bei sehr groben Vereinfachungen, wie vorliegend, muss das Ergebnis nicht falsch sein. Aber es ist Bezug auf Schlussfolgerungen nicht mehr differenzierbar. DIREKT wird also gedacht und wegen der Erkenntnis aus Satz 2 ebenso verinnerlicht. Dies zuerreichen, ist es ebenfalls ein 7-Buchstaben-Satz (man vergleiche andere Zeitungen!). Erläuternde Nebensätze für die getroffenen Aussagen fehlen wiederum. Der Leser kann nicht merken, dass er einer gezielten Desinformation aufgesessen ist. Er macht seine Wahrheit an der Klarheit der Aussagen fest und auch an der Seriosität des Magazins. Er kommt also nicht auf die Idee einer Nachfrage oder Nachprüfung. Der Meinungsbildungsprozess ist abgeschlossen.
Nachfolgende Textpassagen sind Beiwerk und spielen für die CO2-Aussage keine Rolle mehr.

...
„…Die Kopplung zwischen Temperatur und Kohlendioxid- beziehungsweise Methan-Konzentration in der Vergangenheit ist erstaunlich konstant", stellte Hubertus Fischer vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung fest. "Erst durch den Einfluss des Menschen in den letzten Jahrhunderten wurden atmosphärische Treibhausgase über ihre natürlichen Grenzen hinaus erhöht.…“
Das ist unbestritten. Nur hatte Herr Fischer in seinem ersten Satz etwas anderes gemeint. Es wird durch die Bohrkerne nämlich nachgewiesen, dass sich Zyklen mit starker Amplitude des CO2-Gehaltes mit großer Regelmäßigkeit alle 100.000 bis 130.000 Jahre abwechseln und Unterzyklen mit geringerem Maximalwert von etwa 10.000 bis 13.000 Jahre haben, die wiederum von Unterzyklen geteilt werden. Und diese Zyklen sind „erstaunlich konstant“ in ihrer Abfolge!

Interessant ist die Grafik in der Dissertation http://www.diss.fu-berlin.de/2005/60/zyklus.PDF
auf Seite 69, linke Abbildung, Vostok-Kurven, CO2 und Temperaturentwicklung über die Zeit.
Da sieht man und schon auf den ersten Blick, das CO2 und Temperatur außergewöhnlich gut korrelieren.



Image

Link: http://img143.imageshack.us/img143/7500/co2temperaturesui2.jpg

.... Gilt der Übeltäter CO2 damit als ausgemacht? Für den Spiegel und die Medien jedenfalls sieht das so aus. Aber bekanntlich schreibt einer vom anderen ab. Da passieren schon mal Fehler oder es gibt Lücken. Ist es ist als Beweis schon ausreichend, wenn alle dasselbe (ab-)schreiben und verbreiten?

... Das Auftreten von regelmäßigen zyklischen Spitzen weißt jedoch eindeutig darauf hin, das mindestens ein weiterer Faktor, wenn nicht sogar mehrere diese Zyklen überlagern und beeinflussen.
Und genau diese weiteren Einflüsse sind noch nirgends beschrieben!

... Eine genauere Analyse hat Herr Dr. Manfred Mudelsee hier veröffentlicht:
http://www.uni-leipzig.de/~meteo/MUDELSEE/publ/pdf/lag.pdf S.588 Fig. 6
Danach kam laut Vostok-Bohrkern die CO2-Erhöhung immer (!) erst 1.000 bis 1.300 Jahre NACH dem Temperaturanstieg und das Abtauen der Gletscher begann nochmals über 2.000 Jahre später! Der Schluss liegt Nahe, dass die derzeitige Erhöhung der Temperatur keinesfalls primär mit der durch derzeitigen menschlichen Wirken verursachten CO2-Emission zu tun haben kann! Wenn es eine Aktion für Erhöhung der Durchschnittstemperatur durch CO2 und das Abtauen der Gletscher gibt, muss diese vor reichlichen eintausend bzw. dreitausend Jahren gelegen haben, bzw. immer im gleichen Zyklus VOR der Temperaturerhöhung....

.... Auf Grundlage und im Ergebnis der Bohrkernanalyse ist bei kritischer Betrachtung die Grundthese „CO2verursachtaktuelleTemperaturerhöhung“ nicht tragfähig und muss verworfen oder mindestens aber relativiert werden.
Laut Bohrkernanalyse muss umgekehrt eine Temperaturerhöhung als Folge der vom Menschen aktuell verursachten CO2-Zunahme in der Atmosphäre irgendwann in der Zukunft liegen. Sie ist also nicht beweisbar. Das sie dann erhebliche Auswirkungen haben wird, ist nach der beschleunigten Zunahme des atmosphärischen CO2-Höchstwertes zwar sehr gut möglich, aber nur dann zwingende Folge, wenn er Mensch so weitermacht wie bisher. Der Verlauf der Übergänge zwischen den Phasen ist ebenso wenig geklärt....


Kommentar D.C.
Das vom Spiegel erzeugte Gesamtbild ist so unscharf und wie verzerrt. Die wichtigsten Ergebnisse der Bohrungen werden nicht dargestellt. Gelogen wurde nicht. Die Wahrheit ist es aber auch nicht, weil die wesentlichen Teile fehlen. Der Artikel suggeriert vielmehr die stetige CO2-Zunahme seit 650.000 Jahren und unterstellt die zeitgleiche Kopplung von zunehmender CO2-Konzentration und Temperaturerhöhung und dient so der Zementierung der zu bildenden Meinung.
Eine Menge 360 ppm sind im Gehirn mit einer Vergleichsmöglichkeit oder einem Bezugspunkt nicht sofort greifbar und vorstellbar. 27% aber schon. Denn sie ist als 27 vom 100, als reichliches Viertel schon seit der Kindheit mit verhältnismäßig „viel“ bzw. „hoch“ eingeprägt und wird dann auch so empfunden.

Hier
steht mit Bezug auf die gleiche Quelle nur 23 %. Ein Delta von 4 %! Druckfehler? Schon möglich.
Auch wenn hier ein anderer CO2-Wert vom gleichen Bohrkern beiliegt, spielt der reine Zahlenwert keine Rolle mehr.
Man möge beide Artikel mal unter diesen Aspekten lesen und dabei seine Emotionen beobachten.

...
Sind die Ergebnisse der Bohrkernanalysen von der Südhalbkugel mit den geringen Landmassen ohne weiteres auf die Nordhalbkugel mit ihrem überwiegenden Festlandanteil übertragbar?
Wenn an der CO2-Sache etwas zweifelhaft ist, woher soll denn dann der tatsächliche vorhandene Zuwachs in der Atmosphäre kommen?
Es sollte also noch andere und weitere wichtige oder weit wichtigere Ursachen geben!
Wenn die Ursachen für den CO2-Anstieg schon 2.000 Jahre zurückliegen, was haben die Menschen auf und mit der Erde in den Jahren um den Beginn der Zeitrechnung und in den ersten Jahrhunderten danach angestellt, was Einfluss auf das heutige Klima haben könnte?

...



D.C


Zuletzt bearbeitet von Don Carlos am 04.01.2007, 00:51, insgesamt einmal bearbeitet
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 00:43 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
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http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


Teil 4

Hat CO2 die Sauriere gekillt?

Im Jahre 1998 gab es auch diese Aussage: „… Die Analyse eines antarktischen Eisbohrkerns weist auf eine plötzliche weltweite Klimaerwärmung vor etwa 12.500 Jahren hin - ein Ereignis, von dem bisher angenommen wurde, dass es vor allem das Klima der nördlichen Hemisphäre beeinflusst hat…

Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Temperaturen in der Antarktis vom Ende des Jüngerem Dryas bis zum Beginn des Holozän vor etwa 12.500 Jahren in einem Zeitraum von 50 Jahren um etwa 11 Grad Celsius anstiegen.
Der größten Teil des Anstiegs erfolgte in einigen großen Sprüngen, die weniger als ein Jahrzehnt dauerten…“
Steht jedenfalls hier zu lesen: http://www.wissenschaft-online.de/sixcms/detail.php?id=341550

Ein ähnliches Temperatur- und Wetterchaos hatten wir also vor kurzem schon mal, allerdings weitaus heftiger.
Mit einiger Sicherheit ist jedoch anzunehmen, dass der menschliche Einfluss auf das Klima zu jener Zeit doch noch sehr, sehr mäßig war.
Was hatte diesen Peak ausgelöst und war es der der einzige oder war es einer von vielen?

Wenn man die erdgeschichtliche Temperaturentwicklung verfolgt, gab es immer Durchschnittstemperaturschwankungen von plus/minus 5 bis 6°C in den letzten 500 Millionen Jahren. Der Durchschnitt glättet bekanntlich die Amplituden beider Richtungen mit zunehmender Zeitfolge. Und man bedenke, dass wir bis zum Beginn des Holozäns die längste erdgeschichtliche Kaltzeit hinter uns haben!
Es kann wohl kaum jemand geben, der ernsthaft behaupten will, dass diese Kaltzeit niemals mehr zu Ende gehen wird! Ist die Situation der Erdgeschichte mit dem Ansteigen der Temperaturen der heutigen nicht viel ähnlicher? Weiß vielleicht jemand, was ursächlich diese Temperaturänderungen ausgelöst hat. Natürlich nicht. Es gibt nicht mal brauchbare Thesen und wären die noch so weit hergeholt, sondern nur heiße Spekulationen!

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der/die Auslöser sowohl auf der Erde selber und in ihrem Inneren (Waldbrände, Vulkane, usw.), wie auch außerhalb (z. B. Sonne, Meteoriten/Kometen, Magnetfeldumpolungen, Achsenänderungen, grüne Männchen usw.) zu suchen sein könnten. Intergalaktische Einflüsse nicht ausgeschlossen.


Einfügung D.C.
Image


Link: http://img80.imageshack.us/img80/3951/globaltempsp9.jpg

Holozän ist auf der X-Achse das kleine Stück zwischen letztem Teilstrich und dem Ende.
Dieses Stückchen repräsentiert die letzten 10.000 Jahre.


Keine Frage, dass diese erdgeschichtliche Komponente auf die weitere Entwicklung der Menschheit und auf das Überleben der heutigen Zivilisation nicht ohne Auswirkungen bleiben kann. Die Sauriere haben das vor uns zu spüren bekommen, nur umgekehrt. Denen wurde es zu kalt.
Vielleicht haben wir sie nur deshalb nicht mehr angetroffen, weil sie dieses (Umwelt-)Problem nicht lösen konnten. Und sie hatten mindestens noch ein anderes Problem – mit Abnahme des CO2 in der Atmosphäre wurde das Futter knapp.…
...
Der Mensch und die gesamte Gruppe der Säugetiere sind für relativ niedrige Durchschnittstemperaturen ausgelegt. Mit Temperaturschwankungen kommen sie dagegen ganz gut klar. Die Evolution des Menschen dauert wahrscheinlich zu lange, dass er auch dauerhaft bei höheren Temperaturen überleben kann. Erdgeschichtlich gab es aber überwiegend höhere Temperaturen.
Demnach könnten Käfer und Schaben und die Fische in der Tiefsee die Erben der Menschheit werden. Und für den Bau neuer Pyramiden als Zeichen einer im Untergang befindlichen Zivilisation sollte man schon mal anfangen die Pläne zu erstellen…. Und da waren noch die südamerikanischen Hochkulturen, deren Untergang wahrscheinlich auch durch klimatisch bedingte Phänomene und deren Folgen ausgelöst wurde. Man sollte vielleicht mal dort nachgucken.

…Von dieser Warte sind die Aussichten eher nicht so gut.
Tröstlich ist, dass bis zum Punkt Zero noch ein gutes Stück Weg ist und das für etliche Generationen. Man kann also durchaus auf einen Erkenntnisgewinn in Bezug auf Terraforming bauen.
Voraussetzung ist jedoch, dass sich die Menschheit nicht schon vorher gegenseitig die Köpfe einschlägt und sich endlich den multimedialen Kleister aus den Augen wischt, der sie dazu zwingt, die Dinge so zu sehen, wie sie gesehen werden sollen – sorgfältig ausgewählt, gefiltert und geglättet, aber ebenso wirksam, wie bestimmte Psychodrogen….

Wir sind Menschen mit der Fähigkeit zum Sehen und zum Denken. Über das Sehen werden Urreflexe mit Erfahrungen kombiniert. Das ist sehr sinnvoll eingerichtet, denn wir müssen um zu überleben, etwas nachmachen können und sind in der Lage zu handeln - überlegt zu handeln.
Wenn wir geboren werden und die Augen öffnen, beginnt dieser Prozess. Er heißt LERNEN.
Wir haben in den letzten fünfzig, sechzig Jahren verlernt zu sehen und haben unseren Blick für das Ganze etwas verloren. Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, hat die wichtigeren Dinge des Lebens etwas aus dem Fokus gedrängelt... Hat ganz prima funktioniert diese Masche...
Vielleicht sollten wir also beginnen, die Welt wieder in ihrer Einheit von Schönheit und Scheußlichkeit, von Werden und Vergehen als Wirklichkeit wahrzunehmen, ohne dabei in Euphorie oder in Panik zu verfallen oder uns abzuwenden.

Manche Menschen merken nicht mehr, dass ihnen das eigene kritische Denken abgenommen und abgewöhnt wurde. Sie sind nun einfach glücklich in ihrem Wahn. Ohne den geringsten Zweifel daran, dass sie einer zufälligen oder absichtlichen Täuschung unterliegen könnten, gehen sie damit den Rattenfängern und deren Predigern auf den Leim. Sie vertrauen ihnen blind, nicht ahnend, welche Arroganz und Menschenverachtung sich hinter der Fassade ihres zur Schau gestellten Verantwortungsbewusstseins und der von ihnen präsentierten Selbstlosigkeit verbirgt.
Derweil diese sich die Taschen voll stopfen, tanzen die Menschen nach deren Flöte und jauchzen und frohlocken....



Kommentar D.C.
O.T. - EINE Antwort aus der Verhaltensforschung:
Die Masse der Menschen orientiert sich mangels (preiswerter) Alternativen zunehmend und immer häufiger an den und bunt und bildhaft dargestellten „Heldentaten“ in den Schlagzeilen der Zeitungen und Magazine und den aktiven oder interaktiven Computeranimationen (e-Learning, Werbung, Computerspiele, …) und macht sich deren Inhalte nach und nach in Ausdruck und Verhalten zu eigen.
Diese Art der Wissensaufnahme hat mit „Lernen“ nichts zu tun. Sie ist vielmehr unreflektierter Erwerb von Informationen oder besser: Manipulation nach streng vorgegebenem Schema und quer durch alle Altersgruppen. Sie ähnelt somit eher einer Impfung.
Anders als beim traditionellen Erwerb von Kenntnissen und Erkenntnissen, wird besonders bei den jungen Menschen gewollt oder ungewollt verhindert, ein offenes, kritisches Denken zu entwickeln. Ebenso wird der mit zunehmender Gehirnaktivität einhergehende Lustfaktor eines erfolgreichen Erkenntnisgewinns gedämpft....

Dieser Ansatz trägt offensicht der in Deutschland anzuwendenden Ausbildungs- und Lernmethodik Rechnung. Er funktioniert zunehmend besser, wie an den Pisaergebnissen abzulesen und hier und hier bewiesen wird.

Der hier noch. Aus einer Diskussionsrunde mit Schülern der 8. Klasse einer Hauptschule in Berlin im Zusammenhang mit Beratungen zur Berufswahl:
"Lernen ist doof. Doofsein ist cool. Es verhindert Muskelkater im Kopf und führt ohne Umweg zu leistungslosem Einkommen…. "

Nein, dass sind nicht die Kinder unserer Kinder? Meine jedenfalls nicht! Das sind die von den anderen....
Nur gut, dass diese Einstellung zum Lernen und zum Leben extreme Ausnahmen darstellen... Das hat mit CO2 nichts zu tun.
Ist O.T.

D.C.


Zuletzt bearbeitet von Don Carlos am 09.01.2007, 03:03, insgesamt einmal bearbeitet
Don Carlos
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Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 03:03 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
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http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


Teil 5

Die Gefahr aus der Photosynthese

Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten. (1. Buch Mose 3,24)

Ist „Baum des Lebens“ möglicher Weise als Metapher für „WALD“ vorstellbar?
Bewachen die Cherub nur, und beobachten, und warten, weil sie WISSEN was passieren wird und abwarten können, um schließlich unsere Überreste zusammen zu fegen.
Oder haben wir es wirklich geschafft, die Cherub auszutricksen?, weil der Schutz der Bäume und Wälder nicht notwendig, weil selbstregulierend ist?

In den Mythologien und Religionen der Erde, in Märchen und Geschichten der Menschen kommt den Bäumen und Wäldern schon immer besondere Bedeutung zu. Und es gibt noch ein paar Menschen auf dieser Erde, die die Bäume als ihre Vorfahren aus legendärem Traumland noch heute verehren – die Aborigines, die Ureinwohner Australiens.

Der anthropogene Einfluss auf das Klima wird heute kaum mehr bestritten. Aber gab es schon vor der Industrialisierung im 19ten Jahrhundert Auswirkungen des menschlichen Handelns, die stark genug waren, im globalen Klima ihre Spuren zu hinterlassen?

Ja, diese Spuren gibt es.

Überall weisen mumifizierte Reste von Baumstämmen darauf hin:
DA WAR MAL WALD!

Wie hat Tacitus vor knapp 2.000 Jahren in seiner „Germania“ die europäischen Landschaften beschrieben? Vielleicht so:
…Von Norden bis Süden nur Wald. Im Osten der mit Nadeln im Westen der mit Blättern –. Dazwischen der Limes. Schaurig und gefährlich (für die Römer)…
Vor den dichten germanischen Wäldern hatten die Römer mächtig Dampf und höchstwahrscheinlich schreckte sie der dichte Nadelwald noch ärger, als der Laubwald. Deshalb ließen sie sich dann lieber im Teutoburger Wald auf ihr entscheidendes Gemetzel ein....
Diese Wälder entstanden vor etwa 5000 Jahren. Es war aber auch die Zeit, als der Mensch in unseren Breiten gezwungen war, viele Waldgebiete zu verlassen, weil er als Jäger und Sammler darin nicht mehr genügend Nahrung fand. Um nicht zu verhungern, musste er sich zum Landwirt entwickeln. Brandrodung war das Mittel der Wahl um nun Ackerbau treiben zu können – solange es das Klima zuließ.
Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass die Goten nicht zu Hause blieben, in ihrem im Skandinavischen Raum. Sie zankten sich lieber mit allen möglichen Völkerstämmen bis zur Donau und bis zum Schwarzen Meer herum. Die Westgoten hießen auch Tervingi. Terwingen bedeutet „Waldleute“.
Was war da los mit ihrem Wald, dass sie gehen „mussten“?
Und was war damals passiert mit den Wäldern in Griechenland, in der Türkei in weiten Gebieten der nördlichen und südlichen Sahara, in Russland, in China, in Kanada, in Südamerika…
Allein die heutige Fläche Sachsens war vor reichlichen 1000 Jahren zu 95% bewaldet.

Die europäische Waldfläche ist nach jahrhundertelanger Übernutzung und Rodung zerstückelt und von Siedlungen und Verkehrsverbindungen zerschnitten. In weiten Landstrichen ist überhaupt kein Wald mehr vorhanden. Nur in einigen, klimatisch oder siedlungsgeschichtlich weniger begünstigten Teilen Europas sind größere, einigermaßen zusammenhängende Waldgebiete erhalten geblieben, so in Nordskandinavien, in den Karpaten, am Balkan und in den Alpen. Das ist alles.

Warum nannten die Wikinger Grönland wahrheitsgemäß „grünes Land“. Als sie nach 970 nach Grönland kamen, war es dort noch wärmer und das Land bewachsener. Da konnte man Weizen anbauen und intensiv Rinderzucht betreiben, weil Grönland vor etwa eintausend Jahren grün und eben nicht so vereist war, wie heute.
Das Holz für die Häuser musste irgendwo herkommen und das Feuerholz auch. Das in den nächsten 100 Generationen immer näher kommende Eis ließ den grönländischen Wikingern genug Zeit, um in aller Seelenruhe mit ihren scharfen Waffen und mit Kind und Kegel und Katze und Hund via Labrador nach Amerika zu verlassen. Das Holz war ihnen schon lange ausgegangen. Mit ihren Schiffen holten sie es von dort, wo sie nun hin gingen.
Und als es um 1450 dann richtig kalt wurde und das Packeis kam, waren sie schon weggezogen…

Die Mayas hatten zu der Zeit, als die Wikinger in Grönland ihr Wesen umtrieben auch schon riesige Probleme. Bereits im 9. Jh. kommt es zu einem rapiden Bevölkerungsverlust in der gesamten Zentralregion Yukatans. Es gibt eine Reihe von Erklärungsversuchen, die sich auf ökologischen Erklärungsmodellen sich auf das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt konzentrieren. Dieses Verhältnis schien sich deutlich verschlechtert zu haben; einer stark gewachsenen Bevölkerung stand eine begrenzte Ackerbaufläche mit z.T. nur geringwertigen Böden gegenüber, die - trotz Bewässerung - offenbar hauptsächlich im traditionellen und flächenintensiv bearbeitet wurde. Für Wald war da kein Platz mehr. Die nicht-ökologischen Erklärungsmodelle umfassen Erklärungsansätze der unterschiedlichsten Art. Die Vermutung, dass auch Klimaschwankungen und insbesondere Dürren für den Untergang der Hochkultur verantwortlich gewesen seien, hat inzwischen durch den Nachweis verminderter Niederschläge im 9. und 10. Jh. Auftrieb erhalten.
Ähnliche Probleme sollte es auch in Europa gegeben haben. Man erinnere sich an die Zeiten der Völkerwanderungen. Grund dafür sind gewöhnlich verschlechterte Lebensbedingungen. Nach den geltenden Theorien (Ravenstein, 1855, The Laws of Migratio). Klimatische Veränderungen, die zu Dürren oder Überschwemmungen führen, können ebenso Wanderbewegungen auslösen wie politische Ereignisse, Seuchen oder Übervölkerung. Kommen mehrere Ursachen zusammen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Abwanderung von großen Menschengruppen.


Die wohl größte Katastrophe der vorindustriellen Menschheit war die Entvölkerung Amerikas. Der überwiegende Teil der einheimischen Bevölkerung Amerikas wurde durch Krankheiten, die mit den Eroberern aus der Alten Welt kamen, dahingerafft. Vor allem die Ackerbaukulturen zerfielen und ihr Kulturland wurde vom Wald zurückerobert. Dabei wurde innerhalb weniger Jahrzehnte atmosphärisches CO2 in bedeutenden Mengen gebunden. Eisbohrkerne zeigen eine signifikante Abnahme der CO2 Konzentration um bis zu 8 ppm im 16. Jahrhundert.

Vor cirka 500 Jahren kamen die Portugiesen in Südamerika an. Als eine ihrer ersten Handlungen fällten die portugiesischen Seeleute einen Baum. Sie bauten ein Kreuz daraus und feierten eine Messe, mit der sie das Land und seinen Wald in Besitz nahmen.
Zu jener Zeit bedeckte der Atlantikwald wohl an die 1,4 Millionen Quadratkilometer. Das ist rund ein Fünftel der Fläche des heutigen Amazonaswaldes.
Vom einstigen Wald sind nur noch sieben bis acht Prozent übrig - zum größten Teil isolierte Parzellen, von denen manche nicht einmal drei Hektar messen.
Ähnlich in Panama. Dort wurde beim Bau des Kanals links und rechts des Wasserweges Wald gerodet. Panama hatte danach keinen Urwald mehr…



Was nun ist zwischen 1950 und heute passiert?
Dieses Diagramm sollte man sich mal sehr genau ansehen und sich die knapp 2,5 Mrd. Tonnen CO2 merken, vor allem WO deren Quelle ist!


Image

Abb. 1: Kohlendioxidemissionen aus Landnutzungsänderungen
[Quelle: umgezeichnet nach Houghton, 2002]
http://www.bgr.bund.de/cln_029/nn_457814/DE/Themen/Klimaentwicklung/Bilder/co2__landnutzung1850__2000__g.html

Kommentar D.C.
Es gibt in der heutigen Zeit selbstredend keine Waldvernichtung mehr. Dieser Begriff wird heute amtlich mit „Landnutzungsänderung" beschrieben.
Diese Nutzungsänderung führt statistisch zu einer fiktiven Emissionsmenge von CO2, vergleichbar Kohle, Öl usw.
Tatsächlich ist aber die fehlende Funktion der vernichteten Wälder als Reemmissionsfaktor hier nicht einbezogen, die im Gegensatz zu Kohle und Öl zur Verminderung von CO2 durch Photosynfhese führt. Die fehlenden Reimmissionsdaten sind nicht null, sondern müssen mit wachsender Tendenz negativ zu nehmen und diesen CO2-Anteil über die Jahre signifikant erhöhen!



Hier ist zu erkennen, dass in der Gesamtbilanz der anthropogenen Emissionen die geringeren Zuwächse aus der Energiegewinnung allerdings bis 1990 durch verstärkte Emissionen aus den Landnutzungsänderungen kompensiert werden.

Image

Abb. 2: Kohlendioxidemissionen aus der Energiegewinnung, der Zementproduktion und den Landnutzungsänderungen
[Quelle: BGR Emissionsdatenbank, ergänzt durch Daten aus Houghton, 2002]
http://www.bgr.bund.de/cln_029/nn_457814/DE/Themen/Klimaentwicklung/Bilder/co2__emiss1850__2000__g.html


Wie würde das Ergebnis aussehen, wenn von dem Anteil Brandrodung/Landnutzungsänderung nur 50% eingerechnet und die anderen 50% als Bestandswald mit CO2-regulierender Funktion existieren würde?
Genauso drängt sich die Frage auf, was wohl mit CO2 und Klima passiert, wenn der seit nunmehr 2.000 Jahren anhaltende Frevel beendet wird?

Ich erinnere mich, diese Frage haben wir schon auf der Penne heiß diskutiert. Da war u. a. vom Regulierungsmechanismus der tropischen Regenwälder und der Meere für die Atmosphäre und das Erdklima die Rede.

Eine solche Antwort scheint aber heutzutage im Zusammenhang mit CO2 zu simpel zu sein.
Im 21. Jahrhundert ist alles etwas anders. Ist ja klar, wir brauchen Holz, den Regenwald und den Wald ganz zuerst und überhaupt als Rohstofflieferanten. Für Hackschnitzel reicht er immer. Laut Holzindustrie haben wir zum Kahlschlag und zur Monokultur keine nennenswerte Alternative, außer wir ernten soviel, wie nachwächst oder nachgepflanzt wird. Diese Alternative ist sehr teuer und nicht lohnend, weil sie mehr kostet, als sie einbringt – also betriebswirtschaftlicher Unfug ist.
Ich bin mir sicher, dass sich diese Denkweise und dieses Verhalten sich langfristig noch rächen werden.




Kommentar D.C.
Unter Berücksichtigung dieser historischen Vorgänge ergibt sich nahezu automatisch die Frage, ob die fehlenden Reemissionskapazitäten der Wälder für den CO2-Effekt: nicht genauso relevant sind, wie die zunehmende Versiegelung des Bodens durch Straßen und Städtebau, die Zementproduktion und die zunehmende Verbrennung fossiler Rohstoffe Kohle, Öl, Erdgas?
Die These muss doch zulässig sein, dass der Vernichtung der Waldflächen seit mindestens 1.000 Jahren durch ungebremste Abholzung, Brandrodung und Brandstiftung der (Ur-)Wälder weltweit und besonders in Asien, Afrika, Südeuropa und Amerika, für den CO2-Gehalt in der Atmosphäre eine große Rolle zukommt, wenn von anthropogene Einflüsse der atmosphärischen CO2-Konzentration die Rede ist.

… Versuche, die Aufforstung von Nutzholz auf abgeholzten oder brachliegenden Flächen privat zu organisieren und tatsächlich zu beginnen und auszuweiten, erfahren kaum Förderung und werden eher belächelt. Die FAO kann nachweisen, was seit 1948 aus den Wäldern geworden ist…
…Aber diese Maßnahmen sind nur ein leiser Hauch, zu dem notwendigen starken Orkan… Aber sie funktionieren schon in ein paar Ländern. Wirtschaftlich sind diese Länder eher unbedeutend: u. a. Panama, Bulgarien, Ungarn und noch weitere.


Sie sind diesbezüglich nicht förderungswürdig und wahrscheinlich „CO2-Schuldner“ . (Kurios: Schuldner sein bedeutete bisher, irgendeine Leistung gegenüber einem Gläubiger nicht erbracht zu haben. Hat also das jeweilige Land nun zuwenig CO2 erzeugt? Und wieso ist es verantwortlich für die CO2-Erzeugung der hochentwickelten Industrieländer, von denen es die Erlaubnis braucht, auch mal CO2 zu emittieren? CO2-Erlaubnis = CO2-Zertifikat. Welche Länder sind also CO2-Gläubiger! Allein die Umkehrung des Schuldnerbegriffes beinhaltet in sich schon eine gewisse Perversität. )
Ein Baum kostet ca. 30 Euro bis er erntereif ist. 1 Million Bäume kosten 30 Millionen Euro. Stimmt, ist viel Geld.
Was haben gleich die Kriege allein um das Öl bis heute gekostet?

Es ist halt ein Traum.
Josephine Baker sagte mal: Wir können alle unsere Träume verwirklichen. Wir müssen nur aufwachen und beginnen…
Nun, es ist noch Zeit, sehr viel Zeit – schlafen wir also weiter…


…Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten. (1. Buch Mose 3,24)


Eine leere Drohung?
Oder eine eindringliche Mahnung vor den Folgen?
Wie jeder mag.

D.C.
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 28.01.2007, 09:17 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
*****************************

http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


Teil 6

Fragmente zur politischen Klimaforschung
Hier: Der klimonetäre Effekt und weitere...


Man läuft sehr schnell Gefahr in der heutigen schnelllebigen Zeit der einen oder anderen Lobby zum Munde zureden.
Die persönliche Kritikfähigkeit wird durch eine oberflächliche Betrachtung vorsortierter und/oder reduzierter Menge von verfügbaren Informationen eingeengt und eingeschränkt.
Auf dieser Basis wird die Wertung der Ursachen und Zusammenhänge zwangsläufig früher oder später von der realen auf die emotionale Ebene verlagert oder besser gesagt manipuliert. Auf dieser Ebene können aber nur Wirkungen wahrgenommen werden, die Ursachen werden ausgeblendet.
Hier gibt es dann eine Art Sperre die jegliche Umkehr zur rationalen Betrachtungsweise verhindert.
Die Meinung ist gefestigt.
Von allen neuen Argumenten, werden nur noch die ausgefiltert, die in das entsprechende Raster passen. Alle anderen werden verworfen und zurückgewiesen. Auch dann, wenn sie als wahrscheinlicher empfunden werden.
Auf dieser Ebene befindet sich auch das Gefühl des Gesichtsverlustes, des Verlustes von Anerkennung und Reputation.

Dieses Gefühl hatte ich, als ich diesen Artikel am 11. Januar 2007 in der Financial Times Deutschland las.

„… Große US-Konzerne haben mitunter eine ganz eigene Sicht auf die Welt, wenn es um die Verteidigung ihrer finanziellen Interessen gibt. Rauchen ist gesund, das Ozonloch existiert nicht, und die globale Erwärmung ist eine Erfindung linker Medien. Die ersten beiden "Wahrheiten" sind auch in den USA längst widerlegt. Für die Klimaerwärmung gilt das nicht: ….
Ein renommierter Wissenschaftsverband in den USA, die "Union of Concerned Scientists" (UCS) mit 200.000 Mitgliedern, konnte nachweisen, dass das Unternehmen Exxon Mobil (hierzulande als Esso bekannt) über Jahre mit einer ausgeklügelten Strategie und 16 Mio. Dollars dafür gesorgt hat, dass wissenschaftliche Erkenntnisse verschleiert, Politiker, Medien und die Öffentlichkeit manipuliert und Maßnahmen zur Eindämmung von Emissionen verhindert wurden.
Fest in der Hand der Klimawandel-Skeptiker sind in Deutschland auch Webseiten, die Unterrichtsmaterial für Lehrer bereit stellen. Auf www.schulphysik.de oder www.biokurs.de finden sich neben seriösen Angeboten reihenweise Artikel, die einen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und menschlichem Verhalten bestreiten ("Es ist die Sonne und nicht der Mensch"). Seriöse Wissenschaftler wie der Paläoklimatologe Rahmstorf von der Universität Potsdam haben die - absichtlichen oder unabsichtlichen - methodischen Fehler in den jeweiligen Publikationen längst nachgewiesen. An der Öffentlichkeitswirksamkeit der Seiten ändert das nichts. "Die Skeptiker haben das Schulmaterial im Netz fest in ihrer Hand", konstatiert der Forscher. Argumentativ versorgt würden die deutschen Skeptiker in der Regel aus den USA - in erster Linie vom Klimawandelgegner Fred Singer. Singer, ein Astrophysiker, hat übrigens für mehrere Institutionen gearbeitet, die von Exxon finanziert werden. „


Wow. Das war starker Tobak.
Ich war zunächst tatsächlich geneigt, die vorhergehenden Teile dieses Threads zu löschen. Als freiwilligen Handlanger für Interessen Dritter bin ich nicht so sehr geeignet.
Sicherheitshalber habe ich mir noch mal die letzten Kontoauszüge angeguckt. Aber ich musste feststellen, an den roten Zahlen hat sich nicht so sehr viel geändert. Also bin ich auch nicht rein zufällig auf die Gehaltsliste der einen oder anderen Lobby geraten.
Immerhin war die Zielgruppe erkennbar. Und wer www.schulphysik.de und www.biokurs.de kennt, weiß auch warum.

Nur, kann man wirklich glauben, dass sich die Union of Concerned Scientists nur aus Mitgliedsbeiträgen finanziert?
Oder brauchen die etwa keine Lobby und keine Sponsoren und keine Stiftungen. Forschen die auf eigene Kosten und Rechnung?
Man muss sich immer Gedanken darüber machen, wer von sowas profitieren könnte.
Vielleicht wird hier ja vom ganz anderen Ende "manipuliert" [/Verschwörungstheorie off].

Also Exxon hat erstmal den schwarzen Peter, nachdem andere Ölfirmen wie Shell, Texaco und BP zu dieser Zeit bereits Konsequenzen gezogen hatten. Sie waren 1997 aus der "Global Climate Coalition", einer Lobbyvereinigung gegen die sich verdichtenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel, ausgestiegen und änderten ihre Haltung zum Klimawandel: Millionen wurden in die Erforschung neuer Energiequellen investiert, Programme zur Eindämmung von Emissionen aufgelegt. Die Scheinheiligkeit dieser Unternehmung ist nicht zu übertreffen. Dazu lese man hier diesen auch 1997 erschienen Artikel.

1997? Da war doch was. Richtig. 11.12.1997:
Klima-Protokoll von Kyoto.
Ein paar
Episoden
gefällig?

Zitate von da: „…Die Beschlüsse gehen eben ans Eingemachte.
Und: Klimaschutz kann nicht von ein paar Ländern im Alleingang betrieben werden - es müssen möglichst alle mitmachen. …“
„Die Voraussetzungen für einen Erfolg waren in Kyoto aber schon dadurch gut, dass in wichtigen Ländern, allen voran in den USA mit Bill Clinton und Al Gore, Klima bewusste Regierungen an der Macht waren.“…

Klimabewusste „Regierungen“?
Allen voran die USA?
Komisch - die machen doch garnicht mit!!!

Zitate von ebenda: „…Der Druck für ein Ergebnis in Kyoto war so groß, dass sich viele Länder so stark bewegt haben, dass sie danach bereut haben, wieviel sie nachgegeben haben."

"Es kam am Schluss sogar zu solchen Situationen, dass die EU-Verhandlungsleitung für einen kurzen Moment auf der Toilette gewesen ist, und dann ein Punkt, wo die EU die ganze Zeit blockiert hat, weil sie den nicht drin haben wollte, durchgehämmert worden ist in dieser Zeit - und danach der Verhandlungsleiter gesagt hat: 'Jetzt tut's uns leid, Sie hätten vorhin die Hand heben müssen, der Hammer ist gefallen!


Ähm, wie können „Länder“ bereuen und nachgeben?
Druck kommt nicht von alleine!
Also, wer hat tatsächlich Druck gemacht? Wessen Strategie war es?
(Zitat ebendort): „… die Verhandler so müde zu verhandeln, dass sie so mürbe sind, dass sie am Schluss dann bestimmte Kompromisse, die sie sonst nicht mittragen würden, dann auch mittragen…“
Welchem übergeordneten Szenario wurde hier gefolgt?
Schon auffällig, dass genau diese drei VOR der Kyotokonferenz eine neue Cashcow für die Zukunft ausgemacht hatten: Die Umwelttechnologien. Strategisch exellent gelöst!
Im Rahmen der Globalisierung ergibt sich ein gigantischer Markt!

Und Exxon?
Exxon ist ein amerikanisches Unternehmen und steht bekanntlich für Öl, das weiß jeder, der Esso kennt.
Öl ist das wirtschaftliche Blut einer jeden gesellschaftlichen Produktionsweise und es ist wahrscheinlich nicht unendlich verfügbar.
Und für den größten Ölverbraucher der Welt, die USA ist dies das Problem der Probleme, welches vorrangig gelöst werden muss.

Die Frage nach dem warum beantwortet Zbigniew Brzezinski in
"Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft."
Verlag: Fischer (Tb.) 1997, Frankfurt;ISBN-10: 3596143586
Brzezinski war mehrmals Sicherheitsberater der US-Regierung, und ist auch heute noch eine wichtige Persönlichkeit im Hintergrunde der jeweiligen Regierung. Brzezinski betont immer wieder das der eurasische Kontinent das Zentrum der Welt darstellt, und die USA danach trachten müssen in dieser Region gegenüber China, Russland, dem Iran etc. nur ja nicht an Boden zu verlieren. Unter diesem Gesichtspunkte erscheinen die Kriege im Irak und Afghanistan strategisch viel sinnvoller als die meisten offiziellen Politikerstatements dies vermuten lassen. )

Es geht um die Schaffung eines stabilen, weltumspannenden Systems unter amerikanischer Vorherrschaft in den Bereichen Militär, Forschung, Wirtschaft und Kultur. Für Brzezinski wäre jede Alternative ein Garant des Chaos.

Diese Aufgabe hatte bis gestern Vorrang und dürfte nach dem voraussehbaren Ergebnis in Bezug auf den Iran und Russland als gelöst zu betrachten sein. Heute kann es sich Exxon leisten, in die Richtung zu gucken, wo BP, Shell und die anderen schon Pionierarbeit geleistet haben, ohne die gleichen Fehler zu machen. Aber die sind nicht anders, nur die Fassade. Denn sie unterliegen den gleichen ökonomischen Zwängen und gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten.

Zur Erinnerung: Wer die wirtschaftliche Macht hat, hat die politische Macht. Regierungen sind die Exponenten der jeweiligen Wirtschaftslobby. Die Kapelle spielt für den, der zahlt. Demokratie ist der dicke Mantel unter dem sich von unsichtbar außen die tatsächlichen Vorgänge abspielen. Notwendig ist es den Schein zu wahren.
Nun kann man in den entwickelten Gesellschaften nicht dauerhaft überall den Deckel drauf halten, wenn man seine Macht und seinen Einfluss nicht riskieren will. Also muss der Dampf raus, auch wenn die Suppe schon kocht.
„Um Risiken handhaben zu können, muss man den Leuten Angst machen.“ (Lord Giddens, Tony Blairs Vordenker).
Der Rest ist dann leicht und einfach handhabar.

In Europa zum Beispiel wird unter der Führung des „frei gewählten europäischen Parlaments“ und ihrer ebenso „unabhängigen“ Kommissäre verfügt, wer, wie viel, wie oft und wie lange die Luft verpesten darf.
Noch mal: Es werden von Beamten „Verschmutzungsrechte“ für die uns umgebene Luft VERSCHENKT.
An wen?

An sich ist der Begriff schon eine Perversität in sich:
„Das Recht unser aller Umwelt zu verschmutzen“
wird von Menschen erteilt, die von der Mehrheit der anderen Menschen dazu nicht bevollmächtigt wurden! Jedenfalls von mir nicht!
Hier steht: Die Industrie kriegt die Verschmutzungsrechte kostenlos. Und dieses Recht wird an einer „Verschmutzungsbörse“ gegen Geld handelbar gemacht. Was soll dann dieses Kino, wen z, B. die Stromversorger den Klimaschutz ignorieren können.

Salonfähig heißt dieses Vehikel CO2-Zertifikat.
Nein mit Geldvermehrung oder Profitmaximierung hat das nichts zu tun. Wirklich nicht.
Es dient allein der CO2-Reduzierung und für dieses here Ziel wurde dieses Instrument geschaffen.
Jawoll!

Vielleicht werden die Menschen erst munter, wenn das -Gesetz über den privaten Luftabnahmetarif- durch den Bundesstag verabschiedet wurde und keine Satire mehr ist.

http://www.capital.de/unternehmen/100003174.html :
"... Die Konzerne kassierten allein 2005, im ersten Handelsjahr, rund fünf Milliarden Euro - von den deutschen Verbrauchern, die für den Emissionshandel derzeit rund 2,3 Cent pro Kilowattstunde zahlen müssen. Die Belastung ist sogar zehn Prozent höher als die Ökosteuer.

Für die Stromriesen fallen diese Windfall Profits buchstäblich vom Himmel: Obwohl sie die Handelsscheine von der Bundesregierung kostenlos erhalten haben, verbuchen die Konzerne sie als Teil ihrer Erzeugungskosten - und geben sie an ihre Kunden weiter, zum Börsenpreis von derzeit 27 Euro pro Tonne CO2..."

Na das hat doch was. Weiter so. Aus dem Klima ist noch viel mehr rauszuholen...

Professor Schulze Soziologe aus Bamberg meint: „… Viel bestürzender als der unbestreitbare Klimawandel ist die Dauerhaftigkeit der menschlichen Neigung, zu glauben, was alle glauben, Aposteln zu vertrauen und keine Gegenargumente mehr hören zu wollen. Was wir in den letzten zehn Jahren in der Klimadebatte erlebt haben, war die Geburt einer konstruierten Gewissheit von großer Suggestivkraft. Ihr Erfolg hat nicht zuletzt mit ihrer eingängigen Erzählbarkeit und Dramatisierbarkeit zu tun, aus der zunächst die Medien Schlagzeilen machten und dann die Politiker Programme….“

Und bei Schopenhauer ist zu lesen: „Es gibt keine noch so absurde Meinung, die die Menschen nicht leicht zu der ihrigen machten, sobald man es dahin gebracht hat, sie zu überreden, dass solche allgemein angenommen sei.“

Diesen Ansichten schließe ich mich voll umfänglich an.

Es gibt noch viele Fragen, die hinter Klima und CO2 versteckt werden.
Was bleibt offen? Wer das ganze bezahlt sollte soweit klar sein.
Wer sind die Kassierer? Ach ja, war auch schon beantwortet.?


D.C.
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 20:50 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
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http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


Teil 7

UNO schlägt Alarm - Klima-Apokalypse naht

Mir fällt zu dem Titel für den nun definitiv durch die UNO angekündigten Weltuntergang keine Steigerung mehr ein.
Deshalb habe ich Überschrift geklaut von: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,463865,00.html

Am 2. Februar im Jahre 2007 ist ein Ereignis verzeichnet, nach dem sich die Entwicklung des Klimas auf der Erde zu richten hat.
„…In Paris wurde der UNO-Klimabericht des IPCC vorgestellt.
Der IPCC-Report von 2007 basiert auf Hunderten Modellrechnungen, ausgefeilten Computermodellen, zahllosen Studien und Messreihen. 450 Hauptautoren liefern die bisher genaueste Beschreibung dessen, was die Temperatur der Atmosphäre etwa seit dem Jahr 1800 in die Höhe treibt. An dieser vierten Studie des IPCC haben 2500 Experten sechs Jahre gearbeitet. …“


Die Ergebnisse sind hier zusammengefasst.
Man beachte die äußerst vorsichtigen Formulierungen!

“… IPCC-Wissenschaftlerin Susan Solomon ließ keinen Zweifel daran, wer für den Klimawandel verantwortlich ist. "Wir können jetzt mit großer Sicherheit sagen, dass die Aktivität der Menschheit zur Erwärmung beigetragen hat." Dies sei die einhellige Meinung aller beteiligten Forscher. Schon die bisher real beobachtete Erwärmung der Erde sei "beispiellos"...

Nun, das stellte auch bisher niemand in Frage. Klar, wir leben in der Zeit mit der weltweit höchsten industriellen Produktion, mit der höchsten Verschwendung natürlicher Ressourcen, den höchsten CO2-Emissionen und den höchsten Profiten.
Das das nicht folgenlos bleiben kann, bedurfte nicht der 4. Analyse des IPCC.

Allerdings - mit der Verwendung des Substantivs „Menschheit“ in diesem Zusammenhang habe ich so meine Probleme.
In den vorhergehenden Teilen dieses Threads ist schon zum Ausdruck gekommen, welche Umstände zum anthropogenen Anteil der Klimabeeinflussung geführt haben und wie dieser sich definiert.
Zumindest für die letzten 100 Jahre wäre eine Differenzierung zweckmäßig und angebracht.

Wenn der Spiegel hier meint, dass die Apokalypse bevorsteht dann muss man auch in die richtige Richtung gucken und darf nicht zulassen, dass der gesamten Menschheit plötzlich eine kollektive Schuld an der Situation in die Schuhe geschoben wird.
Die tatsächlichen Urheber bilden nur den kleinsten Teil der Menschheit ab und sind leicht mit Namen und Adresse identifizierbar und haftbar zu machen. Sie können sich bequem hinter diesem unscharfen Begriff verstecken.


Der IPCC-Vorsitzende Rajendra sagte bei der Vorstellung des Berichtes in Paris, dass die Studie das Siegel der Akzeptanz aller Regierungen der Welt habe.
Vier Tage und vier Nächte lang haben Delegierte aus 130 Ländern um jedes Wort des IPCC-Berichts gerungen…
Immerhin ist interessant, dass zugegeben wird, dass die Politik den Klimabericht erneut beeinflusst und diverse Formulierungen verwässert hat. … . War auch schon bei Kyoto so.

So gut, so schön, aber das Problem: So wichtig der IPCC-Bericht auch ist – den liest keiner! Die Entscheidungsträger lesen bestenfalls die Zusammenfassung
und entscheiden so auf der Basis manipulierter wissenschaftlicher Fakten.
Dies sollte Folgen haben und vorzumerken sein!

Der IPCC-Report wird vorsichtshalber nicht als wissenschaftliches Werk bezeichnet, sondern ist eine „Studie“.
Aber das auch als Weltklimarat bezeichnete IPCC sollte doch umfassend, objektiv und ergebnisoffen die wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Informationen über den von Menschen verursachten Klimawandel bewerten.
Wie soll das gehen, wenn durch Regierungsvertreter über Ergebnisse und Formulierungen der Wissenschaftler wie auf einem orientalischen Basar ge- und verhandelt wird, bis sie politisch genehm sind?

Wie kann man nun ein aus politischen Gründen korrigiertes wissenschaftliches Ergebnis bewerten?
Mit äußerster Zurückhaltung ist es bestenfalls noch Prosa und gehörte eigentlich im Rundordner abgelegt. Es sei denn, dass damit Ziel gerichtet bestimmte Effekte erreicht werden sollen.
Aber darüber wäre noch weiter zu diskutieren.

Wiederholung:
Der IPCC-Vorsitzende Rajendra sagte bei der Vorstellung des Berichtes in Paris , dass die Studie das Siegel der Akzeptanz aller Regierungen der Welt habe.
Deshalb werde ich mich auch hüten, das Ergebnis dieses Reportes infrage zu stellen.
Das bleibt denen vorbehalten, die sich gerne den einen oder anderen Dollar dazu verdienen müssen.

Der hier hat keine Skrupel dies öffentlich zu tun.
Für Milliarden Gewinne, lässt sich kein Unternehmen von einer noch so illustren internationalen IPCC-Runde in die Suppe spucken.
Und ins Gewissen reden schon gar nicht. Profit und Gewissen sind wie Feuer und Wasser = unvereinbar!
Im Gegenteil – es sollten sich doch für ein paar Dollars die notwendige Anzahl von Wissenschaftler kaufen lassen, die die IPCC-Studie widerlegen können.
Das konservative US-Institut American Enterprise Institute (AEI) will für 10.000 Dollar (rund 7700 Euro) an jeden Wissenschaftler zahlen, der den Schlussfolgerungen des IPCC entgegentritt. Na und wenn das nicht reicht, wird’s wohl noch als Zugabe die eine oder andere Null hinten dran geben. Exxon ist ganz sicher nur einer der Finanziers …

Woher die finanziellen Mittel für die Auftragsforschungen der Institute und Stiftungen stammen, die dem IPCC zugearbeitet haben, ist schwieriger zu analysieren, da weder die WMO – (World Meteorological Organization) noch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) als Träger der IPCC irgendwelche Haushaltszahlen veröffentlichen.
Eines gilt jedoch als sicher: Alleine für ihre Reputation hätte kein Wissenschaftler auch nur einen Finger krumm gemacht. Profilierung in der Wirtschaft und die Abschöpfung von Forschungsgeldern gelingt heute nur dem, der kiloweise Veröffentlichungen nachweisen kann und auch die gewünschten Ergebnisse liefert. Alle anderen haben keine Chance!
Finanzielle Interessen stehen so über den wissenschaftlichen Ergebnissen – auch soviel sollte klar sein.

Interessant auch noch folgender Abschnitt :
[Zitat ebenda] „…Noch eine andere Sorge treibt manche Forscher um: Nachdem sie jahrelang von Politik und Öffentlichkeit ignoriert oder gar schikaniert wurden, könnten sie mit ihren Warnungen nun womöglich zu erfolgreich sein.
Es könne der Eindruck entstehen, man habe nunmehr genug über den Klimawandel in Erfahrung gebracht. "Die Europäische Union überlegt jetzt, die Finanzierung für die Klimaforschung zu senken", sagte Philip Jones, Klimaforscher an der University of East Anglia. "Weil man meint, alles zu wissen." …“.

Reizt diese Bemerkung nicht doch zur Schlusssfolgerung, dass das Ziel der erste Marketingetappe zur Erschließung eines riesigen Marktes – hier CO2-vermeidende Technologien und Techniken – erreicht wurde?

Das manager-magazin wird schon mal konkret und stellt fest:
„… Akribisch bereiten sie (die Finanzinstitute - D.C.) die verschiedenen, von Wissenschaftlern entwickelten Szenarien auf, um Implikationen des Klimawandels für die Investmentstrategie ihrer Kundschaft abzuleiten.
… Für Unternehmen ist der Klimawandel … voraussichtlich eine weitere mächtige Kraft, die unaufhaltsam das ökonomische Umfeld prägt" …

Aber
…Das Schlüsselrisiko bei der Beurteilung der Implikationen aus dem Klimawandel für die Aktien ist … das Handeln von Regierungen und Regulierungsbehörden.

Na also. Passt gut zusammen, mit der (versehentlichen oder absichtlichen) Äußerung des Herrn Umweltministers Gabriel:
[Zitat]: „ …Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte…, die komplette Politik der Bundesregierung auf diese Trends auszurichten. „Hier geht es nicht um Nischenmärkte und nicht um ein bisschen ,Wohlfühlökonomie‘ jenseits des harten Geschäfts", betonte Gabriel. „Es geht hier um viele Tausend Milliarden Euro und um die ökonomischen Leitmärkte, die das 21. Jahrhundert prägen werden."…“ (Aus der FTD vom 31.10.2006, Timm Krägenow)

manager-magazin : „… Die Citigroup hat bereits eine Liste derjenigen Aktien aufgestellt, die sie als Gewinner des Klimawandels sieht. Darunter sind gleich mehrere deutsche Vertreter der erneuerbaren Energien…“ und „ … überraschenderweise der Versorger RWE. „RWE emittiert zwar 90 Millionen Tonnen Kohlendioxid, was 10 Prozent des gesamten deutschen Ausstoßes entspricht", heißt es. Aber RWE profitiere von den hohen Windfall-Profits beim EU-Emissionshandel. Sie entstehen dadurch, dass die Emissionszertifikate an die am Handel beteiligten Anlagenbetreiber kostenlos verteilt wurden. Als zweiten Dax-Wert hebt die Citigroup Siemens heraus. Siemens sei stark im Atomkraftwerksbau und treibe die Kohlevergasungstechnologie voran.

Die Wirtschaftswoche vom 05.02.2007 stellt auf Seite 115 fest [Zitat]: … Der nicht mehr zu ignorierende Klimawandel wird dem Markt für erneuerbare Energien gewiss noch auf Jahrzehnte hohes Wachstum bescheren. … Klar scheint vielen aber auch, dass sich die ehrgeizigen Ziele zum Klimaschutz nicht ohne den verstärkten Einsatz der Kernenergie verwirklichen lassen. Anleger sollten sich heute schon fragen, wer am Ende die Nase vorn haben wird – Solarworld & Co. oder Multis wie Areva, GE, Siemens oder Shell…


[*Nachdenk* On]
Wird der sowieso stattfindende Klimawandel etwa als Vehikel benötigt, um der Ökonomie der kapitalistischen Gesellschaft einen neuen langfristigen Wachstumsimpuls zu verpassen?
Ist dies die Antwort auf die Kardinalfrage oder was mag man wohl sonst mit der IPCC-Studie bezwecken?
Haben deshalb … Vier Tage und vier Nächte lang … Delegierte aus 130 Ländern um jedes Wort des IPCC-Berichts gerungen… damit die Studie das Siegel der Akzeptanz aller Regierungen der Welt habe… ?


Die Frage nach den Ursachen und den Verursachern der Klimaveränderung auf der Erde und den Antworten des IPCC-Reports erscheinen aus dieser Sicht plötzlich in einem eigenartigen Licht.

Nein, die Kardinalfrage wird durch den IPCC-Report nicht beantwortet – sie spielt ja in Wirklichkeit keine Rolle. Oder doch: Cui bono?

Wie immer – meine Meinung.

D.C.
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 27.02.2006
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BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 22:10 Nach oben

Hinweis.
Die "blaugrün" hervorgehobenen Textstellen verweisen auf Links zu den Quellen.
D.C.
Don Carlos
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Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 14:39 Nach oben

Die Diskussion zu dem Thema bitte hier führen:
*****************************

http://www.photovoltaikforum.com/ftopic3790.html


Teil 8 und letzter Teil

Die Sonne,
der Holocaust
und die Störche


Doch. Es trauen sich noch Leute nach Vorne, die durchaus Beweise sehen, dass in Folge der extrem hohe Intensität der Sonnenenergie der letzten Jahrezehnte die Ursache für die globale Klimaerwärmung zu finden ist.

"Die Emissionen von Kohlendioxid wirken sich auf die Klimaerwärmung im Grunde genommen nicht aus", behauptet Chabibullo Abdussamatow, Leiter des Laboratoriums für Weltraumforschung des Pulkovo-Observatoriums bei St. Petersburg.

Die globale Klimaerwärmung, die in letzter Zeit beobachtet wird, führte der Experte NICHT auf die CO2-Emissionen zurück, die im Laufe des 20. Jahrhunderts registriert wurde. Es stellte sich heraus, dass es noch vor der Industrieepoche, bei fehlenden Industrieaktivitäten der Menschheit, beachtliche Schwankungen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre wie auch Perioden mit einer Klimaerwärmung gab.

Abdussamatov stellte fest: „…, dass selbst eine beachtliche Erhöhung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre nie vor einer Klimaerwärmung eintrat, sondern immer einer Erhöhung der Temperatur auf der Erde folgte. Das heißt, dass sich selbst eine starke Anhäufung von Kohlendioxid in der Atmosphäre praktisch nicht auf den Anstieg der Temperatur auf der Erde auswirkt."

Er kam damit zum gleichen Ergebnis wie Dr. Mundelsee (siehe auch Teil 3)

Abdussamatow widerlegte auch die Behauptung, dass Kohlendioxid für den so genannten Treibhauseffekt in der Atmosphäre sorge:
Die CO2-Schicht lasse die Sonnenstrahlung zur Erde durch und keine Infrarotstrahlen von der Erde in den erdnahen Raum zurück.
Die These, dass die Erdatmosphäre Treibhaus-Eigenschaften haben könnte, sei daher wissenschaftlich nicht fundiert.

Der Experte machte darauf aufmerksam, dass die oberen Schichten des Weltmeeres unerwartet für die Klimatologen jetzt eine immer niedrigere Temperatur aufweisen. Das zeuge davon, dass das globale Temperaturmaximum auf der Erde bereits seinen Höhepunkt hinter sich habe.

Laut Abdussamatows Prognose wird 2012-2015 statt der vorhergesagten globalen Erwärmung ein schrittweises Absinken der Temperaturen auf der Erde beginnen. Ein Minimum an Sonnenenergie sei gegen 2040 zu erwarten. Darauf trete voraussichtlich 2055-2060 ein Temperaturminimum auf der Erde ein.

Dieser Klimawandel könnte mit dem Temperaturrückgang in den Jahren 1645 bis 1715 in ganz Europa, Nordamerika und auf Grönland verglichen werden. Damals waren alle Kanäle in den Niederlanden zugefroren. Die Menschen hatten sich gezwungen gesehen, mehrere Siedlungen auf Grönland wegen der Vereisung zu verlassen. In London war sogar die Themse und in Paris die Seine zugefroren. .



Die Uni Bonn hat hier hat diesen Zusammenhang zwischen Astrophysik und Erdklima und das Wechselspiel zwischen Faktoren der Erde und der Sonne sehr anschaulich dargestellt:

Sonnenfleckenaktivität und Niederschlag auf der Nordhalbkugel
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Niederschlag (gestrichelte Linien, Abweichungen des Mittelwertes) an verschiedenen Wetterstationen gemessen, steht in Relation mit dem Sonnenfleckenzyklus (fette Linien, Sonnenfleckenzahl9 In Messungen zum Niederschlag sind Korrelationen, aber auch Antikorrelationen mit dem Sonnenfleckenzyklus zu sehen.
Erklärung: Wenn die Sonne aktiv ist, ändert sich die Wolkenbildung derart, dass Sturmtiefe nördlicher über die Nordhalbkugel ziehen. Dadurch bekommen gewisse Orte mehr aber andere weniger Niederschlag ab. Umgekehrt ist es bei ruhiger Sonne.

Quelle: http://www.astro.uni-bonn.de/%7Edeboer/pdm/sunandrain.gif


Schwankungen der Sonnenaktivität in den vergangenen 2 000 Jahren
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Über die vergangenen etwa 1700 Jahre ist die Aktivität der Sonne aus Dokumenten und Baumringen ableitbar. Aufgetragen ist die Aktivität im Jahr des Sonnenmaximums gegen das jeweilige Jahr (sogenannte Schove Zeitreihe).
Die Buchstaben deuten auf: Sp = Sporer Minimum, R = Renaissance Maximum, M = Maunder Minimum.
(Bild aus Komitov & Bonev, 2001, Astrophys.J. 554, L 119)

Erklärung: Die Aktivität der Sonne in der Vergangenheit kann aus vielen Informationen rekonstruiert werden, z.B. aus: Sonnenfleckenzahlen, beobachtet seit 1610; Nordlichterscheinungen (Sonnenflammen) aus historischen Texten; Produktion von 14C (kosmische Strahlung) aus Baumringen; und einigen weiteren Quellen.

Quelle: http://www.astro.uni-bonn.de/%7Edeboer/pdm/solactlevel.gif

Diese These lässt sich durch jahrhundertlange Beobachtungen veranschaulichen.
Zum Beispiel hier: http://www.wetter-zentrale.com/cgi-bin/wetterchronik/home.pl


Wechselspiel zwischen Faktoren der Erde und der Sonne
Image

Variation der Länge des Sonnenzyklus (dünne Kurve) zusammen mit der Änderung der mittleren Temperatur (dicke Kurve) der Erde.
Erstaunlicherweise folgt die Temperatur sehr genau der Zykluslänge.
Die Daten wurden zusammengestellt durch die dänischen Forschern Friis-Christensen & Lassen (1991). (Bild aus "The Manic Sun", Nigel Calder)

Quelle: http://www.astro.uni-bonn.de/%7Edeboer/pdm/socylengthsm.gif

Auf diese Erkenntnisse scheint sich auch Herr Abdussamatov zu stützen, wenn er meint:
Zitat: „… Dieser Zustand dürfte etwa 50 Jahre dauern. Erst zu Beginn des 22. Jahrhunderts wird sich die Temperatur auf der Erde wieder erhöhen." "Deshalb ist das Kyoto-Klimaschutzabkommen jetzt fehl am Platze. Sein Inkrafttreten hätte um mindestens 100 Jahre verschoben werden müssen, weil die Erdtemperatur auch ohne Einschränkung der Treibhausgas-Emissionen durch die Industrieländer zurückgehen wird", betonte der Wissenschaftler.

Mir sollten die Jahre um 2012 und 2015 und wenn ich auf meine Gesundheit achte, vielleicht noch ein paar Jährchen länger zur noch zur Verfügung stehen, damit Herr Abdussamatov Gelegenheit zur Verifizierung seiner Beweises hat.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch russische Forscher und Wissenschaftler sehr solide arbeiten und sich eher selten geirrt haben, weil ihnen bis noch vor wenigen Jahren bestimmte westlich geprägte Eigenschaften wie Profilierungssucht, Erhalt und Maximierung der Forschungsgelder usw. eher fremd waren. Heute kann das natürlich anders sein.



Was nun?
Wie soll man mit diesen Statements von ernst zu nehmender Wissenschaftlern umgehen?
Lehren unsere Universitäten Unfug?
Soll man besser überhaupt nicht mit dem Problem umgehen?
Soll man sich zu der Sache am besten ganz ruhig verhalten und die Schickeria der Wirtschaft und der Politik samt ihrer Strippenzieher, Grauen Eminenzen und Versallen einfach machen lassen?


Es ist kompliziert geworden, objektive Stimmen aus dem gesamten Themenkreis der Klimafragen herauszufiltern. Wissenschaftliche Ergebnisse haben inzwischen nur einen eingeschränkt Wert zu haben, wenn sie nicht vorher politisch abgeglichen und medial wirksam aufpoliert wurden, wie eben mit dem IPCC-Bericht geschehen (Siehe auch Teil 7).

Wer bestimmte Dinge hinterfragt, findet sich ganz schnell, in der Schublade derer wieder, die nicht mal mehr als Kritiker in der Sache bezeichnet werden, sondern pauschalisiert als Umweltgegner.

Weil sie von der mühsam abgestimmten politischen Meinung abweichen, dürfen sie inzwischen sogar als Klimaterroristen stigmatisiert werden, da sie im Generalverdacht stehen, Kostgänger der Exxons, der Autoindustrie, den Energieunternehmen oder anderen Umweltsündern zu sein. Na und Aussagen von solchen Leuten nimmt doch keiner mehr ernst.
Sie haben lächerlich zu sein und sind keinen Pfifferling wert.

Tut mir Leid für den Russen, auch wenn er Leiter des Laboratoriums für Weltraumforschung des Pulkovo-Observatoriums bei St. Petersburg ist. Die Medien haben da ganze Arbeit geleistet.

Aber das ist noch nicht alles. Mein Englisch ist zwar eher schlecht bis miserabel, aber das hier hat mich fast umgehauen:
Ernsthaft wird diskutiert, die Ablehnung eines Menschen gemachten Klimawandels mit der Leugnung des Holocaust zu vergleichen und die Verurteilung der Kritiker an internationalen Gerichtshöfen zu erzwingen.
Immerhin ist z. B. Mark Lynas in der Medienlandschaft und für die Meinungsbildung nicht nur in Australien keine unwichtige Stimme.
Zitat:

... I wonder what sentences judges might hand down at future international criminal tribunals on those who will be partially but directly responsible for millions of deaths from starvation, famine and disease in decades ahead. I put this in a similar moral category to Holocaust denial – except that this time the Holocaust is yet to come, and we still have time to avoid it. Those who try to ensure we don’t will one day have to answer for their crimes...



Es ist erkennbar –nicht nur hier im PV-Forum- das es eine richtige Welle gibt, in der Diskussionen über Ursache, Wirkung und daraus abzuleitenden Maßnahmen für ein alternatives Szenario (die Sonne ist es und nicht das CO2…) gar nicht mehr zulassen werden.

Die Menschen, die wegen anderer oder kritischer Sicht- oder Denkweisen dem Mainstream entgegenstehen, werden kriminalisiert und dämonisiert, weil inzwischen wie selbstverständlich davon auszugehen ist, dass der Mensch für alle möglichen Naturvorgänge verantwortlich gemacht werden muss.
Dies bedeutet aber nichts anderes als eine Vorabzensur, die nicht nur die „Klimaänderungsleugner“ trifft, sondern auch die Fragesteller oder Zweifler und die Kritiker und Wissenschaftler eingeschlossen.
Das dies einen abkühlenden Effekt auf jegliche freie Meinungsäußerung hat und damit eine reale Debatte verhindert, liegt auf der Hand.
Sie ist damit ähnlich totalitär, wie es unter umgekehrten Vorzeichen bei „Atomkraft? Nein Danke!“ zu vermerken ist.
Eine sachliche Diskussion wird auf diese Weise praktisch und faktisch für immer verunmöglicht.

Dies scheint gleichzeitig Methode und Ziel zu sein. Zwar wird zugegeben, und das geht selbst aus den IPCC-Berichten hervor, dass man genaueres eigentlich nicht weiß. Aber es ist mindestens unmoralisch und höchst schädlich dieses passend formatierte und von den Regierungen sanktionierte Evangelium in Frage zu stellen. Wer dennoch an diesem Tabu rührt, wird gerügt, wird ignoriert, weil:

- CO2 ist für die Menschheit schädlich…
- Die Rohstoffe, Nahrungsmittel und Wasser reichen nicht nur für uns…
- Der Mondflug fand nicht in Arizona statt…-
- …
- Die Erde ist eine Scheibe...

Weiter so.
Vorwärts immer – Rückwärts nimmer Exclamation
Ach nein, das hatte sich schon 1989 erledigt.

Spätestens wenn für jemand erkennbar wird, dass mit den angstmacherischen Prognosen das bisher fehlende Argument ersetzt werden soll, den Ausbau staatlicher Eingriffe in die marktwirtschaftlichen Prozesse zu ermöglichen und zu Gunsten planwirtschaftlicher Exesse außer Kraft zu setzen, wird demjenigen gar kräftig auf die Schreibfinger geklopft oder ihm das Maul gestopft, obwohl er im multimedialen Sumpf zwischen Computerspielen, Systempresse und elektronischen Medien sowieso keine Chance hätte.
Allerdings: Die Wahrheit ist absolut - Lügen kann man erkennen und widerlegen - wenn man will.

Das war es zu diesem Themenkreis von mir.
Wie immer – meine Meinung.
D.C.

Entschuldigung bitte, hatte ich fast vergessen:

DIE STÖRCHE:


In warmen Sommern mit lauen Nächten
gibt es viele Störche in Ostdeutschland und in Polen.
Und es gibt auch viele Babys in diesen Jahren.
Damit ist eines völlig klar:
Babys werden von Störchen gebracht!
Shocked

Jedenfalls korrelieren die Daten auf sehr hohem Niveau!
Wink
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 08:53 Nach oben

Berichtigung

Der Satz nach dem Zitat von Mark Lynas muss richtig heißen:

Es ist erkennbar –nicht nur hier im PV-Forum- das es eine richtige Welle gibt, in der Diskussionen über Ursache, Wirkung und daraus abzuleitenden Maßnahmen, für die ein alternatives Szenario (die Sonne ist es und nicht das CO2…) gar nicht mehr zugelassen werden würde.

D.C.
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