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sabine
Neu hier

Angemeldet: 17.12.2005
Beiträge: 4
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Verfasst am:
17.12.2005, 10:26 |
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Hallo!
Auch wir wollen uns eine Photovoltaikanlage aufs Dach montieren lassen und wissen im Moment überhaupt nicht mehr, was und wie. Jeder erzählt uns etwas anderes . Über Module etc. habe ich hier ja mittlerweile viel gefunden. Was uns jetzt noch Kopfzerbrechen bereitet ist folgendes:
ein Anbieter will uns die Module so verkaufen, dass (bis auf einen Teil in der Mitte wegen Schornstein und Gaube) das Dach vollständig bedeckt ist, also sowohl oben als auch an den Seiten direkt bis zum Rand abgedeckt ist. Auch unten zur Regenrinne hin ist nur wenig Ziegel zu sehen. Argument: Das geht mit den Modulen gut aus und würde keinen Nachteil bedeuten.
Ein anderer Anbieter rät uns deutlich davon ab, er meint es müssen sowohl oben als auch an den Seiten mindestens 1 Ziegel zu sehen sein, sonst könnten wir Schwierigkeiten mit dem Wind bekommen und unten auch mindestens genausoviel, da wir sonst Schwierigkeiten mit dem Ablauf bekommen.
(Unser Dach hat eine Neigung von 35°, die Module würden direkt daraufgelegt.)
Was meint Ihr dazu?
Ich hoffe, es kann mir hier jemand helfen.
Danke!
Sabine |
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Google-Werbung
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Verfasst am:
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Walter
Forumsinventar


Info: Berater
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2184
Wohnort: Regen
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Verfasst am:
17.12.2005, 12:58 |
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Also der Wind ist kein Argument, die Module sind fest mit dem Gestell und Dach verbunden.
Wenn du in einer schneereichen Gegend wohnst, ist es sogar besser die Module weit unten anzusetzen. Der dachziegel würde das abrutschen des Schnee's verhindern. Man sollte aber nicht zu weit runtergehen, sonst rinnt das Wasser bei Sturm über die Regenrinne. Wie immer im Leben ist zuwenig und zuviel des Narrens Ziel wie ein altes Sprichwort sagt.
In der Tat ist es manchmal aber auch schwierig den optimalen Abstand zu erreichen. Die Modulgröße kann da schon ein Wort mitspielen, dann muß man halt auch einen Kompromiss eingehen. |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
Versuche nie andere, sondern dich selbst zu übertreffen.
Der Solarlog Shop auf www.solarlog.sonnenertrag.de
www.sonnenertrag.de --- das Info und Ertragsportal
www.sonnenertrag.eu --- unsere internationale Datenbank |
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bont11
Stammmitglied

Angemeldet: 17.08.2005
Beiträge: 102
Wohnort: 316xx
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Verfasst am:
17.12.2005, 13:12 |
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Hallo Sabine,
auch ich habe mein Dach komplett mit Modulen belegt.
Siehe hier: www.ist-schaumburg.homepage.t-online.de/solarlog
Die ersten Stürme und den ersten Schnee habe ich auch überstanden, ohne Probleme.
Wenn es mit den Modulen so eben gut hinkommt, spricht nichts dagenen.
Gruß
Jürgen |
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ariba
Forumsinventar

Angemeldet: 31.10.2005
Beiträge: 754
Wohnort: Mallorca
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Verfasst am:
17.12.2005, 19:01 |
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| Walter hat Folgendes geschrieben: |
Also der Wind ist kein Argument, die Module sind fest mit dem Gestell und Dach verbunden.
Wenn du in einer schneereichen Gegend wohnst, ist es sogar besser die Module weit unten anzusetzen. Der dachziegel würde das abrutschen des Schnee's verhindern. Man sollte aber nicht zu weit runtergehen, sonst rinnt das Wasser bei Sturm über die Regenrinne. |
Dem kann ich auch nur zustimmen, so wird auch von uns in der Regel montiert, aber die Ausnahme bestätigt die Regel.
sonnige Grüße
Jürgen |
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sabine
Neu hier

Angemeldet: 17.12.2005
Beiträge: 4
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Verfasst am:
17.12.2005, 20:30 |
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Hallo!
Danke Euch für die schnellen Antworten. Da bin ich zumindest in der Hinsicht mal beruhigt. Heute ist auch noch ein weiteres Angebot eingetroffen, da werden wir morgen mal Blätter wälzen und Angebote vergleichen!
Viele Grüße
Sabine |
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silver_man
Stammmitglied

Angemeldet: 06.10.2005
Beiträge: 59
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Verfasst am:
25.12.2005, 15:46 |
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allo sabine,
in der pv gibt es eine richtlinie die besagt, das man zum dachrand 30 cm einhalten soll. die din 1055 stellt ein richtwerk dafür dar.....ärgerlich ist es immer wieder, wenn 10 cm firstlänge oder ortganglänge fehlen und dafür eine reihe wenige module aufs dach passen  |
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Ludwig_XIV
Stammmitglied

Angemeldet: 06.02.2006
Beiträge: 43
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Verfasst am:
09.02.2006, 13:57 |
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Dies kann man pauschal nicht beantworten, da dies stark abhängig von dem gewählten Montagesystem und der Anzahl der Dachbefestigungspunkte abhängig ist.
Es gibt Hersteller, die die Statiknorm nicht auf die leichte Schulter nehmen und hier die nötigen Sicherheiten mit einbauen. Teilweise kann es sein, das ein Randabstand von 1m (!) gewählt werden sollte oder aber die Anzahl der Befestigungspunkte erhöht werden.
Desweiteren sollte nach unten genügend Abstand gewählt werden, da ansonsten die Regenrinne für die Füße ist.  |
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Hubsi
Vielschreiber


Angemeldet: 08.01.2006
Beiträge: 218
Wohnort: Baden-Württ.-Oberschwaben-Federsee
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Verfasst am:
09.02.2006, 15:24 |
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Hallo Sabine
Im September 2004 habe ich unsere 15 kWp Anlage auf unserem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude in Betrieb genommen. Die Höhe bis zur Dachrinne ist ca. 10m. Um die gesamte Anlage habe ich bis zum Dachrand einen Dachziegel Abstand. Wir haben uns riesig gefreut und meinten die Anlage optimal montiert zu haben. Der Abstand des Gebäudes bis zur Durchfahrtsstraße ist so ca. 4m. Dann kam der erste Schnee, der Pulverschnee rutschte noch ganz sachte vom Dach auf den Gehweg und war nicht gefährlich. Dann kam nasser Schnee und Frost, der ca. 15 - 20 cm hohe Schnee ist dann auf den Modulen festgefroren. Wir waren gespannt was jetzt kommen wird und meinten der Schnee rutsche auch so sachte runter. Aber weit gefehlt. Als der Schnee zu rutschen anfing, rissen sich immer so ca. 4 - 5 m² große Schneeplatten los und schossen mit Schwung über die Dachrinne hinweg und stürtzten mit lautem Krach mitten auf die vielbefahrene Straße. Es war sehr gefährlich und dauerte so ca. 3 Stunden bis kein Schnee mehr auf den Modulen lag. Nirgends lag mehr Schnee nur noch vor unserer Scheuer auf der Straße - es war sehr gefährlich, wir hatten Glück daß nichts passiert ist - es mußte schnell gehandelt werden. Mit einer Hebebühne haben wir dann nachträglich ein 30cm hohes, speziel angefertigtes Schneefanggitter montiert - die Gefahr war behoben. Leider konnte das Gitter nur noch zwischen Dachrinne und letzter Platte montiert werden, eine andere Möglichkeit gab es nicht mehr. Dadurch habe ich jetzt vom Herbst bis zum Frühjahr fast den ganzen Tag auf der untersten Modulreihe etwas Schatten vom Schneefangitter und natürlich dadurch auch 2005 bei 15 kWp - ca. 500 kWh weniger "Ertrag". Mir wäre es lieber gewesen unten über der Dachrinne 2 oder 3 Dachziegel Platz zu haben und das Schneefanggitter würde keinen Schatten auf die Module werfen. Mich hat niemand darauf hingewiesen deshalb schreibe ich das hier so ausführlich damit Andere die zur Zeit eine Anlage planen auch diesen Aspekt des rutschenden Schnees beachten. Jeder muß selber entscheiden ob der rutschende Schnee gefährlich ist oder nicht. Allerdings geht bei mir Sicherheit vor Ertrag. Ich bin aber trotzdem mit meiner Anlage sehr zufrieden und habe 2005 pro kWp 970 kWh "Sonnenstrom" geerntet.
Grüße aus Oberschwaben, wo gerade ein Schneesturm tobt
Hubsi
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_________________ PVI - 15 kWp - 120 Kyocera Module - 3 Fronius WR - ans Netz Sept. 2004
PVII - 7 kWp - 44 IBC (Sharp) Module - 2 SB 3300TL WR - ans Netz Januar 2006 |
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Hubsi
Vielschreiber


Angemeldet: 08.01.2006
Beiträge: 218
Wohnort: Baden-Württ.-Oberschwaben-Federsee
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Verfasst am:
10.02.2006, 11:43 |
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Nachtrag zu Schneefanggitter - Schatten
Die 500 kWh weniger Ertrag (2005) bei meiner Anlage mit 15 kWp, kommen natürlich nicht nur durch den Schatten des Schneefanggitters, sondern auch dadurch, daß durch das Schneefanggitter der Schnee jetzt viel länger auf den Modulen liegen bleibt. Muß das noch genauer beobachten. Aber so ist es halt im Leben, so wie man hier im Forum liest steigen manche tollkühnen Männer hoch aufs Dach und befreien die Module vom Schnee, ich mußte mit der Hebebühne hoch und Schneefanggitter anbringen damit der herabstürzende Schnee keine Schäden (Unfälle) verursacht.
Aber das nächste Frühjahr, der nächste Sommer kommen bestimmt mit hoffentlich viel
Gruß Hubsi |
_________________ PVI - 15 kWp - 120 Kyocera Module - 3 Fronius WR - ans Netz Sept. 2004
PVII - 7 kWp - 44 IBC (Sharp) Module - 2 SB 3300TL WR - ans Netz Januar 2006 |
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Pete0711
Neu hier

Angemeldet: 21.06.2006
Beiträge: 8
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Verfasst am:
07.08.2006, 21:07 |
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1m Randabstand sollten es sein.
Nur als kleiner Tip  |
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 5047
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
07.08.2006, 21:16 |
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Woher diese Informationen?
Der Tom |
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blabla
Forumsinventar


Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach
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Verfasst am:
08.08.2006, 08:58 |
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| silver_man hat Folgendes geschrieben: |
| in der pv gibt es eine richtlinie die besagt, das man zum dachrand 30 cm einhalten soll. die din 1055 stellt ein richtwerk dafür dar |
Du hast nicht zufällig einen Auszug aus dieser DIN?
@ Topic
Auf unserem Dach haben wir auch bis zum Rand gebaut, wobei ich auch kein Problem sehe, aber ich hab auch schon Anlagen gesehen, da sahen die Module über den Fürst hinaus, was meines Wissens nicht gut ging
Nach unten zur Dachrinne sollte man ebensowenig voll ausbauen. Da braucht mir keiner erzählen, dass das Wasser es noch in die Dachrinne schafft, wenn es da mal ein kleines Gewitter hat. Wir haben einen Abstand von 1 Dachplatte, was sich mitlerweile auch als Grenze herausgestellt hat |
_________________ 2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp
WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180° |
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germanfarmer
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 12.03.2006
Beiträge: 1143
Wohnort: Südniedersachsen
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Verfasst am:
08.08.2006, 09:07 |
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Hallo,
bei mir ist oben und unten vom Dach etwa eine halbe Dachziegel sichtbar, das entspricht bei den Magnum-Pfannen ca. 20cm.
Bei mir ist ein Kreuzschinenmontagesystem verwendet worden und der Solateur meinte das wäre gut so, wie er das gemacht hat
Bisher, seit April; ist auch kein Problem aufgetreten, hoffe das bleibt auch so !
Wonach richtet sich also der einzuhaltende Mindestabstand ??
Gruß
germanfarmer der durch die Komplette Ausnutzung der Dachfläche seine Anlage im Herbst noch auf gut 40kWp vergrößern kann, möchte und wird.  |
_________________ Module: "Schüco S130-SP" und "Schüco S175-SP-3".
Wechselrichter von SMA der Typen: "SB 5000TL HC MS", "SMC 7000TL" und "SB 3300".
Datenlogger: "Sunny Boy Control". |
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Flachdach
Neu hier

Angemeldet: 31.07.2006
Beiträge: 8
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Verfasst am:
07.09.2006, 23:48 |
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Hallo zusammen.
Erinnert euch an die Fernsehbilder mit abgedeckten Dächern nach heftigen Winden /Stürmen. Und die treten immer häufiger auf
Kaum jemand wird damit gerechnet haben, daß ihm das widerfährt.
Wind benötigt kein großes Loch um eine ausreichende Angriffsfläche zu nutzen.
Der Abstand vom Rand ist notwendig, da dort deutlich erhöhte Windgeschwindigkeiten zumindest auf der windzugekehrten Seite auftreten können.
Da sollte dann besser nicht auf die Kenntnis des Sachverhaltes gepfiffen werden, wenn im Schadensfall nicht nur die eigene Anlage futsch ist, sondern zusätzlicher Schaden bei Passanten und Nachbarn ggf aufgetreten sein wird. |
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Alexander Haelbich
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 18.07.2006
Beiträge: 472
Wohnort: München
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Verfasst am:
08.09.2006, 11:13 |
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Hallo,
es scheint ja einige Unklarheiten zum Thema Randabstand und Statik zu geben, hoffe ich kann ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Es gibt keine technische Norm, Richtlinie oder Gesetz welches speziell Randabstände für Photovoltaikanlage vorgibt. Entscheidender Gesichtspunkt für die Monatge ist neben Dingen der elektrischen Anlagenkonfiguration, Kosten und Optik, die Statik und Sicherheit. Grundlage für jede statische Berechnung ist die DIN 1055 (auch hier gibt es kein spezielles Kapitel welches sich mit PV beschäftigt). JEDE! Installation muß dieser DIN genügen, tut Sie es nicht und kommt es zum Schadensfall ist das grob Fahrlässig. Schlimmstenfalls wird ein Passant von herabfallenden Modulen erschlagen oder erliegt einem Stromschlag. Jeder kann sich denken das das auch unangenehme Konsequenzen für den verantwortlichen Planer, Monteur und Betreiber hat. Siehe hierzu StGB § 222, Fahrlässige Tötung: "Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."
In technischer Hinsicht muß deshalb zuerst die Tragfähigkeit des Montageplatzes abgeklärt werden. Trägt das Dach die zusätzliche Last (was fast immer der Fall ist, Ausnahmen bilden eigentlich nur Flachdächer wenn die Anlage beschwert werden muß) der Konstruktion und Module wird als nächstes die Windlast genauer betrachtet. Diese wirkt sowohl als Sog als auch Drucklast auf die Konstruktion. In der ungestörten Fläche im inneren ist die Belastung durch Wind sehr viel geringer als an den Randflächen. Aus statischer Sicht sind deshalb Sicherheitsabstände zu Ortgang, First und Traufe beim Schrägdach und beim Flachdach zu den Rändern tunlichst einzuhalten. Wie groß dieser Sicherheitsabstand ausfallen muß hängt ab von der Konstruktion, den statischen Gegebenheiten des Montageplatzes, des Montageortes, der Höhe und Ausrichtung!
Ist man sich als Laie (auch Elektriker sind in Sachen Statik Laien) nicht sicher ob der Abstand ausreicht zieht man den Profi zu rate. Wer es selbst nachschlagen will: DIN 1055 Lastannahmen für Bauten, besonders T4 Verkehrslasten, Windlasten bei nicht schwingungsanfälligen Bauwerken und T5 Verkehrslasten, Schneelasten und Eislasten mit Anhängen. Brauchbar ist auch EC 1 T2-4.
Ein paar Faustwerte: Niemals Module über Ortgang, First oder Traufe überstehen lassen und wenn es nur ein cm ist. Die Montagesysteme sind dafür nicht ausgelegt. Abstand zu den Rändern ist primär abhängig von der Bauwerkshöhe, Standort, Hauptwindrichtung und der Konstruktion selbst. Im Zweifelsfall lieber mehr als zu wenig.
Abstände von 4 Metern und mehr oder auch nur 0,5 Metern sind durchaus möglich bei Flachdächern, pauschal zu sagen so viel und es passt das geht nicht.
Grüße Alex |
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