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Walter
Forumsinventar


Info: Berater
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2107
Wohnort: Regen
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Verfasst am:
29.05.2005, 18:49 |
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Ja gut, Wechselrichter am dachboden ist net optimal, geb ich zu.
Bei der Kalkulation zu deiner Anlagengröße, kannst du dieses Tool benutzen.
http://www.sma.de/download/downloadarea_solar_de_software.asp?produkt=GenAu
Den WR mit einem Lüfter kühlen, bringt ja nur dann was, wenn die Umgebungstemeratur niedriger ist, als die Temperatur des WR. Ansonsten wenn möglich wäre eine Verlegung in den Keller auch für die haltbarkeit deines WR am besten. Wenn nicht, evtl. einen Platz aussen suchen. |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
Versuche nie andere, sondern dich selbst zu übertreffen.
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Verfasst am:
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raabevadder
Gast
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Verfasst am:
10.06.2005, 17:15 |
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Hallo,
ich habe bei mir auf dem WR einen PC-Lüfter (tempgeregelt) mittig montiert.
Danach hatte ich 15 Grad weniger am Kühlkörper.
Bei einer Kühlkörpertemperatur von über 80 Grad bringt ein "kühlender" Wind
garantiert was ...
Gruß
Wolfgang |
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martini
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 22.05.2005
Beiträge: 70
Wohnort: Gunzenhausen
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Verfasst am:
11.07.2005, 00:43 |
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Hallo,
das was Wolfgang sagt, kann ich nur bestätigen. Habe mir auch so eine tolle Kühlung gebaut. Kosten ca 15 EUR. Platine zum Selberlöten bei z. B. Conrad + 4 PC-Lüfter (8 cm). Das Teil schaltet nun ab einer einstellbaren Temp. ein und versorgt dann die Lüfter mit Strom. Stromverbrauch: Im Standby : 1 Watt. Bei Kühlung sinds dann 12 Watt. Bei länger anhaltender hoher Leistung habe ich mir beim Befühlen vorher fast die Hand verbrannt. Jetzt sind die Kühlrippen im unteren Bereich beinahe kühl und oben nur noch mäßig warm. Mein Wechselrichter bricht zwar nicht ein, aber ich glaube, daß hohe Temperaturen auf Dauer trotzdem nicht gut für das Material sind. Andere Meinungen?
Jetzt habe ich aber eine grundsätzliche Frage, auf die ich bisher eigentlich keine Antwort habe:
Macht es nur anschlußtechnisch Sinn den Wechselrichter statt auf den Dachboden in den Keller zu stellen? Mein Schwiegervater ist Elektriker und meint: In diesem Fall müßte ich die Versorgungsleitung vom Dachboden zum Wechselrichter einfach ca. 20 m mit Gleichstrom versorgen. Da sei aber die Verlustleistung deutlich größer als über die selbe Leitung bei Wechselstrom. Kann das jemand bestätigen? Die Leistung, also die KW, die ich hinunterschicke ist ja die gleiche. Die Volt wären sogar noch höher, da meine Module zwischen 350 und 400 Volt erzeugen. Hat da irgendjemand Erfahrung mit der Praxis in der PV? Hier lesen doch bestimmt der eine oder andere Elektriker (gerne auch Elektroniker ) mit! Danke schon mal für eine Antwort.
Gruß
Martin |
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blabla
Forumsinventar


Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach
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Verfasst am:
11.07.2005, 10:36 |
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Ne Lüftersteuerung hab ich auch schon gebaut Die Bauteile des Wechselrichter sollten eigentlich auf diese Temperaturen ausgelegt sein, aber sie halten mit Sicherheit länger, wenn sie kühler sind.
Das mit dem Anschluss des Wechselrichters ist so eine Sache. So pauschal kann man das auf jeden Fall garnicht sagen, dazu hängen zu viele Faktoren mit drin. Zum Beispiel hat der Wechselrichter ja auch eine Verlustleistung, was den Strom in der Zuleitung wieder mindert. Dann spielen auch die verwendeten Querschnitte eine Rolle ...
Man kann aber sagen, dass bei gleichen Querschnitten und außer acht lassen der Verlustleistung des Wechselrichters man einen Vorteil mit Gleichspannung hat, sobald diese über 230V beträgt. |
_________________ 2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp
WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
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bifi01
Neu hier

Angemeldet: 15.07.2005
Beiträge: 8
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Verfasst am:
15.07.2005, 08:33 |
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Hallo, habe mit Interesse die Beiträge gelesen. Seit 1,5 Monaten bin ich ebenfalls stolzer Besitzer eine PV-Anlage. Da ich beruflich vorbelastet bin war es für mich nicht schwer mich mit der Technik auseinander zu setzen.
Jetzt möchte ich meine Erfahrungen und Überlegungen zu den hier beschriebenen "Fehlern" darlegen.
1. Erwärmung vom Wechselrichter -> Verluste:
das sich der Wechselrichter bei seinen max. Werten stark erwärmt steht bereits im Datenblatt, daher habe ich meinen WR im Keller montiert, da dort eine Temperatur von 20°C nicht überschritten wird. Weiterhin habe ich zwei 80er PC-Lüfter auf den Kühlkörpern mit Heißkleber montiert. Sie werden von einem Stecker-Schaltnetzteil mit 7,5V versorgt und nur von 9:00 bis 19:00 über eine Zeitschaltuhr versorgt. Die niedrige Spannung reicht vollkommen aus, da die Lüfter ja permanent im oben genannten Zeitraum laufen und daher die Kühlkörper immer auf niedriger Temperatur halten. Meine Vergleichsmessungen haben ergeben, dass sich durch die Lüfter eine Temperaturerhöhung von ca. 5° ergibt. Ohne Lüfter hatte ich ca. 25° Erhöhung gemessen. Es ist immer sinnvoll, den Wechselrichter an einen kühlen Ort zu montieren, damit die Kühlung gewährleistet ist. Dei Halbleiterbauteile halten auch höhere Temperaturen aus. Sie regeln erst ab ca. 100°C ihre Leistung runter. Kritischer sind die Kondensatoren. Sie sind zwar auch für höhere Temperaturen ausgelegt, trocken aber bei höheren Temperaturen schneller aus und versagen ihren Dienst.
2. hohe Temperaturen -> Leistungsverlust:
Wenn der WR auf dem Dachboden montiert ist und dort im Sommer hohe Temperaturen herrschen, wird er nicht optimal betrieben (siehe oben). Der Leistungsverlust einer PV-Anlage im Sommer liegt eigentlich weniger am Wechselrichter, sondern eher an der Aufheitzung der Module auf dem Dach. Aus den Datenblättern ist zu ersehen, dass bei höheren Temperaturen der Wirkungsgrad der Module nachlässt. Die Nenndaten sind bei 25°C angegeben. Sieht man sich die Diagramme bezüglich der Leistung über den Temperaturverlauf an, so ist zu erkennen, dass bei einer Temperatur von 50°C der Wirkungsgrad der Module schon leicht nur noch 80% betragen kann. 50°C ist nicht außergewöhnlich, da die Module ja in der Sonne liegen und durch die meist dunkle Farbgebung sich dementsrechend aufheitzen. Diesen Effekt habe ich bei meiner PV-Anlage leider auch feststellen müssen. Für die Datenerfassung habe ich den SunnyBeam von SMA. Er stellt sehr schön grafisch den Leistungsverlauf der Anlage dar. In den letzten Tagen war es sommerlich warm und die Leistungskurve kam gerade auf ca. 3000Wp. Dies entsricht etwa 84% meiner Anlage. Bei "schlechtem" Wetter mit sonnigen Abschnitten konnte ich satte 3600Wp (104%) verzeichnen. Dies ist auf die geringer Temperaturerwärmung der Module zurück zu führen. Die meiste Leistung wird eine PV-Anlage bei Frost und strahlendem Sonnenschein im Winter erzeugen.
3. DC- oder AC-Leitung länger:
Da es bei einer PV-Anlage eine DC-Leitung (Gleichstrom) und einen AC-Leitung (Wechselstrom) gibt, stellt sich die Frage, welche Leitung länger sein darf. Bei beiden Leitungen wird die gleiche Leistung übertragen, da die Wechselrichter einen Phasenwinkel von cos PHI 1 haben. Es wird also keine Blindleistung erzeugt, die die Leistung mindern könnte. Werden die empfohlenen Querschnitte und Längen nicht überschritten, ist es also egal, welche Leitung länger sein darf. Es ist empfehlenswert den WR in den Keller zu setzen und daher die AC-Leitung kürzer zu machen.
Ich hoffe, dass meine Ausführungen nicht zu langatmig waren und ich konnte helfen. |
_________________ Sonnige Grüße
SunnyBoy SB3300TL 22x SHARP NU-S0E3E (180W) |
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blabla
Forumsinventar


Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach
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Verfasst am:
15.07.2005, 11:42 |
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| bifi01 hat Folgendes geschrieben: |
| Bei beiden Leitungen wird die gleiche Leistung übertragen, da die Wechselrichter einen Phasenwinkel von cos PHI 1 haben. Es wird also keine Blindleistung erzeugt, die die Leistung mindern könnte. Werden die empfohlenen Querschnitte und Längen nicht überschritten, ist es also egal, welche Leitung länger sein darf. |
Da liegst du falsch. Es wird zwar die gleiche Leistung übertragen, der Verlust auf den Leitungen hängt aber nur vom Strom ab. |
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Doris
Fleißiges Mitglied


Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg
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Verfasst am:
15.07.2005, 14:05 |
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Hallo und guten Tag,
nach dem ich nun immer öfter von PC-Lüftern auf den Kühlkörpern der Wechselrichter gehört habe und wie toll und erheblich die Lebensdauer der Bauelemente verlängern sollen, sei mir hier die eine oder andere völlig unfachmännische Zwischenfrage erlaubt, denn ich möchte das Problem auch gerne verstehen:
Die Kühlkörper sind manchmal heiß, keine Frage - aber nicht so heiß, dass die Bauelemente deren Verlustwärme sie abführen, gefährdet sind. Ist das richtig?
Die Gehäusetemperatur ist wesentlich geringer als die Kühlkörpertemperatur. Das habe ich selber festgestellt. Kann ich nun davon ausgehen, dass die Temperatur im Gehäuseinneren etwa genauso hoch ist, also keinesfalls Kühlkörpertemperatur erreicht?
Wenn nein, hat da schon mal jemand die TemperaturVERTEILUNG im inneren gemessen oder sind das alles Annahmen?
Wärme steigt naturgesetzlich von alleine immer nach oben, können die im WR oben liegenden Leistungsbauelemente die in erheblichem Abstand darunter befindlichen Bauelemente tatsächlich auf Kühlkörpertemperatur aufheizen?
Wie soll das gehen, wenn im inneren des geschlossenen Gehäuses auf Grund seiner Größe und der Lage der Leiterplatte und der Bauelemente eher nicht zu einer Wärmekonvektion kommen kann?
Was genau bringt denn nun eine Zusatzkühlung?
Wenn mich jemand überzeugen kann, baue ich mir auch so was
Sonnige Grüße
von der neugierigen Doris |
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blabla
Forumsinventar


Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach
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Verfasst am:
15.07.2005, 18:08 |
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Ich habs schon nachgemessen. Wenn der Kühlkörper 60° hat, dann sinds bei den Kondensatoren auf der Platine immernoch 50°. Und die Luft im Inneren hat sich nicht gerade langsam aufgewärmt |
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Doris
Fleißiges Mitglied


Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg
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Verfasst am:
16.07.2005, 23:48 |
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Hallo,
@blabla
So wie ich das sehe, sind unsere Wechselrichter, deine HT6000 und meine SB2100TL konstruktiv sehr unterschiedlich. Offensichtlich ist das so auch bei der thermischen Verhältnissen.
Kannst du mir bitte noch ein paar zusätzliche Informationen geben? Aus dem Flyer vom HT6000 ist nicht allzuviel zu entnehmen und für das Download von mehreren Mbytes des Handbuches oder der Spezifikation ist meine Telefonleitung etwas lahm. DSL geht halt noch nicht überall.
Wo befinden sich die Kühlkörper, sind sie an der Rückwand oder an der Seite? Sind diese gleichzeitig Basis für die Befestigung der Leiterplatten/Bauelemente?
Wird der HT6000 direkt an der Wand anliegend angebaut oder sind da noch ein paar Zentimeter Zwischenraum?
Was denkst du, auf welche Weise die Wärme der Kühlflächen im Gehäuse auf die Kondensatoren übertreten kann. Gibt es dazwischen so etwas wie eine thermische Entkopplung (Strahlungsblech, Isolierplatte o. ä.)?
Dein Hinweis auf die schnelle Erwärmung der Luft im Inneren deutet allerdings eher hin auf Konvektion als auf Strahlung und damit muss nicht allein der große Kühlkörper der Verursacher sein.
Bei meinen SMA2100TL sind die denkbaren Wärmebrücken vom Gehäuse zum Kühlkörper sehr kleinflächig und wahrscheinlich ist auch eine Isolierung dazwischen. (Das kann aber auch eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit sein).
Die Leiterplatten befinden sich winklig zum Kühlkörper in einer „Kammer“.
Der Abstand der WR zur Wand beträgt immerhin 10 cm.
Heute habe ich einen Temperaturunterschied von Gehäuse zum Kühlkörper von fast 30 K festgestellt, wobei der Kühlkörper bei 1.900 W gerade 50°C erreichte. Die Umgebungslufttemperatur war nie höher als 18°C (kühler Keller) und die Gehäusetemperatur überstieg 21°C nicht.
Gemessen habe ich mit einem elektronischen Minimum-Maximumthermometer in der Kühlkörpermitte, an der Gehäuserückwand und in 1,70m Höhe etwa 2 m von den WR entfernt.
Dabei unterstelle ich, dass die höchste Kühlkörpertemperatur annähernd während des aufgezeichneten Leistungsmaximum des Tages nach dem Datenlogger (SBC von SMA) erreicht wurde.
Na gut, das war ja nun noch nicht bei Vollast. Und die 1,9 kW gab es vielleicht für 30 bis 40 Minuten. Selbst wenn ich zur Gehäusetemperatur nun einen Aufschlag von 50 % für die Bauelementetemperatur annehme, bin ich erst bei ca. 30°C. Für einen Lüfteranbau würde ich bis hierher noch keinen rechten Sinn entdecken.
Tschüss und einen schönen Sonn(en)tag
Doris |
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Gast
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Verfasst am:
18.07.2005, 07:13 |
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Hallo Doris,
am Wochenende war bei uns durchwachsenes Wetter, das heißt, am Freitag durchweg schön und am Samstag teils heiter teils wolkig. Dabei konnte ich feststellen, dass der Ertrag, oder besser gesagt, der Wirkungsgrad der Anlage nicht allein von der Temperatur des Wechselrichters abhängt (siehe auch mein obiger Beitrag). Meine Anlage arbeitet mit einem SB3300TL, d. h., dass der Wechselrichter eine Leistung von ca. 3.3kW leistet. Zur "Anlagenüberwachung" habe ich den Sunnybeam, der sehr schön grafisch den Tagesleistungsverlauf der Anlage darstellt. Am Freitag (durchgehend schönes Wetter mit 30°C Außentemperatur) wurde die typische Gausche Glockenkurve auf dem Display angezeigt. Leider kam die Anlage im ganzen Tagesverlauf nicht über 3,1kW. Tagesgesamtleistung 22kW. Am Samstag (durchwachsenes Wetter mit 22°C Außentemperatur) sah die Sache anders aus. Die Leistungskurve war durch ein Auf und Ab geprägt, aber der Spitzenleistungswert lag bei 3,7kW (112%). Die Gesamttagesleistung lag allerdings bei nur 15kW. Aus diesen unterschiedlichen Leistungen ist zu erkennen, dass die Leistung maßgeblich von der Temperatur der Module und nicht unbedingt vom Wechselrichter abhängt.
Nach Auskunft von SMA sind die Temperatursensoren neuerdings direkt neben den Leistungshalbleitern montiert. Sie regeln an einer temperatur von ca. 65°C die Leistung des Wechselrichters herunter. Daraus ist zu erkennen, dass es immer Sinn macht, dem Wechselrichter einen kühlen Kopf zu erhalten. |
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Doris
Fleißiges Mitglied


Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg
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Verfasst am:
18.07.2005, 09:36 |
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Hallo,
welcher von den Herren weiter oben bist du denn ?
Das Verlustleistungen abgeführt werden müssen und jeglicher Wärmestau schädlich ist, ist unstrittig. Das mit Zusatzkühlung mehr Wärmeenergie abgeführt werden kann und somit höhere Verlustleistungen möglich sind, ebenso. Soweit habe ich ein paar physikalische Gesetzmäßigkeiten noch nicht vergessen. Und deshalb gehe ich mit dem letzten Absatz deines Postings voll mit.
Aber das Leistungshalbleiter, deren Grenztemperatur nach der Spezifaktion üblicherweise weit über 100 Grad (ich glaube so bei 125, bei Einsatz in Militärtechnik sogar bei 175°C und höher) liegt, schon bei 65°C zurückgeregelt werden, war mir bis eben neu. SMA weiß schon warum und die Frage, wie stark und für wie lange heruntergeregelt wird ist damit noch offen.
Wegen der Lebensdauer der Halbleiter kann es kaum sein. Denn die Lebensdauer wird vom schwächsten Bauelement bestimmt. Und das sind ohne Zweifel die dicken Kondensatoren. Das hat blabla schon beschrieben. Wenn es gelingt die Temperatur dieser Bauelemente runter zu kriegen und die Wärme aus diesem Bereich abzuführen, wäre das für mich plausibel. Und das dann ein Zusatzlüfter effektiv sein kann, ist für mich vorstellbar. Nur der müsste doch dann auf diese Stellen pusten und nicht auf den Kühlkörper! Es sei denn, der Kühlkörper selber heizt das gesamte System auf und schaukelt damit den WR thermisch hoch! Nun – dann hätten die Konstrukteure des WR geschlampt.
Ich habe gelesen, dass bestimmte technische Systeme genau für die Grenzbereiche dimensioniert sind, um für den Normalbetriebsfall entsprechend hohe Sicherheiten und im Maximal- oder Überlastfall genügende Reserven über die garantierte Lebensdauer zu erreichen. Das aus wirtschaftlichen Gründen beide Fälle sehr knapp ausgelegt werden liegt auf der Hand. Vorliegend muss aber der Wechselrichter bei den angegebenen Umwelt- bzw. Umfeldeigenschaften diese Betriebswerte aushalten können, solange die typische Verlustleistung nicht dauernd für ca. 12 Stunden pro Tag überschritten wird. Er schafft das auch, sonst wären die passiven Kühlflächen wesentlich größer oder von vornherein mit einer Zwangskühlung versehen. Nur für die über die Zeit eher selten auftretenden Fälle, wo ausnahmsweise die Grenzwerte überschritten werden könnten gibt es diese Deratingfunktion (oder so ähnlich). Deshalb ist der Temperatursensor jetzt auch genau dort, wo er nach meinem kurzen Verstand eigentlich hätte schon immer sein müssen.
Somit will ich die Frage noch mal anders stellen, kann die Lebensdauer des Wechselrichters wirklich verlängert werden, wenn etwas mehr Wärme von den eigentlich ausreichend dimensionierten Kühlflächen abgeführt wird und um wie viel genau erhöht sich der Energieausbeute der Gesamtanlage durch die Zusatzkühlung?
Tschüss Doris
P.S.
Auf das Risiko hin als Hexe verbrannt zu werden – mal ehrlich Männer, ist diese Sache nicht eher so ein typisches Problem eures Geschlechts, wie z. B. die computergesteuerte elektrische Eisenbahn oder Maximalglanz des Motorblocks der Harley oder all die anderen lebenswichtigen Dinge... ?
D. |
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Walter
Forumsinventar


Info: Berater
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2107
Wohnort: Regen
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Verfasst am:
18.07.2005, 10:14 |
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Doris, ob man durch aktive Zusatzkühlung was bewirkt, weis ich nicht, kann dir keiner sagen, weil der Vergleich schwer sein wird.
Was man aber sagen kann, es schadet in keinem Fall.
Und es schadet nicht, ist in dem Fall höher einzustufen als die Frage ob es hilft.
ich hab z.B den SB 2800i. Der hat von Haus aus 2 Lüfter im Gehäuse integriert. Zusätzlich hat er viele löcher, um die temperatur runterzukriegen.
wenn es nicht hilft, warum macht SMA das dann. ? Warum baut SMA in die neuen WR neue Kühlkonzepte ein. ? Bestimmt nicht weil es Unsinn ist oder
Wir entwickeln uns halt weiter, und am Anfang steht die Idee. |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
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martini
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 22.05.2005
Beiträge: 70
Wohnort: Gunzenhausen
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Verfasst am:
18.07.2005, 11:08 |
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Hallo,
also ich komme aus der IT-Branche. Und gerade bei Mainboards in Computern ist dieses Problem gerade in der letzten Zeit sehr bekannt und publiziert worden. Auf diesen Platinchen finden sich ja eine Anzahl, wenn auch kleinerer Kondensatoren. Jetzt gibt es da den einen oder anderen, der kühlt seine CPU mittels Wasserkühlung. Dabei haben einige übersehen, daß der bisherige Kühler eben nicht nur die CPU sondern auch umliegende Teile gekühlt hat. Gerade zur Spannungsstabilisierung werden eben auch hier Elkos eingesetzt. Durch die unzureichende Kühlung sind nun einige dieser Elkos "vorzeitig" hochgegangen. Bei der Wasserkühlung hat das also durchaus Konsequenzen wenn die Wärme sich "staut". Das ist also defnitiv ein Aspekt. Ein zweiter kommt noch hinzu über die Qualität der verbauten Teile. So gibt es also auch in obiger Thematik "Billig"-Kondensatoren die noch weniger aushalten, bzw. ab Werk schon defekt sind. Ich hoffe und glaube aber nicht, daß solche Teile in WR verbaut werden!?
Bei den Wechselrichtern würde ich folgendes behaupten: Die Kühlkörper bestimmen mit ihren Lamellen die Kühlfläche am besten bestimmt in qm.
Dieses Medium ist also der Wärmetauscher zwischen Wechselrichter und Umgebung. Ist jetzt also gerade am Dachboden im Sommer die Umgebungstemperatur eh schon hoch, (kann durchaus über 40° sein) bedeutet dies eine schlechtere Wärmeabführung, da nur über Konvektion gekühlt wird. Wird jetzt aber über einen zusätzlichen Lüfter eine gewisse Strömung erzeugt verursacht dies einen schnelleren Wärmeabtransport. Und das ist der Punkt: Je mehr Wärme abtransportiert wird um so weniger staut sich eben diese Wärme zurück. Die Kondensatoren trocknen dann nicht so schnell aus.
Gruß
Martin |
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Doris
Fleißiges Mitglied


Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg
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Verfasst am:
18.07.2005, 12:04 |
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Guten Tag zusammen
halt, halt Lothar, neue Kühl(er)konzepte bedeuten doch nicht, dass die alten falsch waren oder schlecht!
Was denkst du, wie groß müsste denn die passive Kühlfläche für einen 10 kW-WR werden? Die Verlustleistung steigt quadratisch und die abzuführende Wärmemenge dazu proportional. Die Kühlfläche wächst wieder annähernd quadratisch. Wegen der Materialeigenschaften des Kühlkörpers, seiner Form und was weiß ich noch alles wächst das Ding gigantisch.
Es geht ab einer bestimmten Leistungsgröße einfach nicht anders, als mit aktiver Kühlung. Und ab einer bestimmten Leistungsgröße wird dann sogar die Luft rückgekühlt und bei noch höherer Leistung sogar direkt mit Wasser. Hast du schon mal einen 800 Megawatt-Generator gesehen? Im Verhältnis zu deinem Wechselrichter ist der klein! Dessen Wärme wird nämlich mit Wasserstoff abgeführt. Und mal ehrlich, wenn SMA das Problem nicht so elegant gelöst hätte, wäre ein Outdoor-Einsatz der großen WR, wegen Nichteinhaltung der Schutzgüte unmöglich. Bei den kleinen mit passiver Kühlung war das gar kein Problem. Ich glaube nämlich nicht, dass du deine SB mit dem "i" hintendran im Regen betreiben kannst.
Und ob die neuen Kühlerkonzepte von SMA besser sind, muss sich im Dauereinsatz erst noch herausstellen. Thermodynamische Probleme lassen sich niemals durch List lösen. Das ist solide Physik. Und die wirkt einfach. Bis dahin bleibt dem Anwender nur die Annahme, dass der Hersteller daran gedacht hat und der Glaube an seine Qualitätstradition.
Das von Martin dargestellte Problem halte ich für eine Art Grenzfall und der kommt mir jetzt gerade recht.
Passive Kühlung funktioniert nun mal nur, wenn Konvektion möglich ist. Strahlungswärme heizt die umgebende Luft auf und kann, wenn sie nicht bewegt wird zu Wärmestau und damit zur Verhinderung der Wärmeableitung führen, mit der Folge das eben nicht gekühlt wird, die maximal zulässige Betriebstemperatur irgendwann erreicht ist und der WR sich durch Abschaltung selber schützt. Das das auf einem Boden sehr schnell passieren kann, ist vorstellbar. Aber die Wärmekonvektion ist doch nicht das Ding des Wechselrichters, sondern des Umfeldes in dem er betrieben wird. Wenn die Umgebungsluft schon 50°C hat, müssen das Gehäuse, der Kühlkörper, die Bauelemente usw. irgendwann auch 50°C haben. Und wenn irgendwann die Umgebungstemperatur die maximale Betriebstemperatur erreicht hat, kannst du ein Dutzend Lüfter auf die Kühlkörper kleben, der WR rührt sich einfach nicht mehr. Es muss für gesorgt werden, dass die Differenz von Umgebungstemperatur zur maximal zulässigen Betriebstemperatur möglichst groß bleibt. Die Wärme geht stets von alleine vom höheren zum niedrigeren Temperatur Niveau über – nicht umgekehrt. Das funktioniert nur, wenn es den Unterschied gibt, ansonsten geht gar nichts!!! Auch nicht ein Wechselrichter von SMA mit aktivem Kühlkonzept. Also sollte in Martins Fall zuerst der Boden und nicht der Wechselrichter belüftet werden. Und außerdem würde ich die WR so montieren, dass die Kühlkörper senkrecht sind. Nach der SMA-Spezifikation soll das zwar nicht zulässig sein. Aber einen Grund dafür habe ich noch nicht herausgefunden.
Das eine Zusatzlüftung schaden könnte, würde ich niemals behaupten wollen. Aber bitte schön – einen zweiten Absatz nagle ich mir doch auch nicht unter die Schuhe, weil er nicht schadet. Die Schuhe an sich halten deshalb nicht länger. Vielleicht sehen sie interessanter aus und das schadet ja auch nicht. Ja ja, ein dummer Vergleich, ich weiß – aber vielleicht anschaulich genug. Wenn ich das mache, will sagen, wenn ich von passiver zu halbaktiver Kühlung übergehe, muss ich schon mal fragen dürfen, was es bringt, was es kostet und ob es sinnvoll ist. Vielleicht wären neue Schuhe (WR) mit neumodischen Absätzen (aktiver Kühlung) da haltbarer und besser, als die alten mit der einfachen oder doppelten Sohle.
Ich gebe zu: Weiberlogik und bitte um Nachsicht.
Tschüss Doris |
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Doris
Fleißiges Mitglied


Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg
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Verfasst am:
18.07.2005, 12:38 |
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@ martini
Hallo Martin,
ich habe mich eben mal auf deiner Hompage umgesehen. Da gibt es doch dieses Bild von deiner Anlage. Für dein Luftproblem hätte ich folgenden Idee. Ich unterstelle mal, dass du von deinem Wechselrichter aus den Ostgiebel siehst. Da ist wohl ein Fenster drin. Oder du kommst problemlos an die Nordseite deines Daches ran.
Was hältst du von einem Luftkanal von diesen Stellen aus, der direkt zu deinem WR führt und einem weiteren senkrecht nach oben und durch einen Lüftungsziegel nach außen? So kannst du „Zugluft“ erzeugen, die für deinen WR schon ausreichend sein könnte. Wenn nicht, könnte ein Lüfter im Zuluftkanal sinnvoll sein. Auf jeden Fall ist vorstellbar, das diese strömende Luft wesentlich besser die Wärme abführt, als die, die sonst auf deinem Spitzenboden steht.
Tschüss Doris |
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