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 Neues EEG, Beschlußfassung Bundestag am 06.06.08 Nächstes Thema anzeigen
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Autor
fcnler2000
Stammmitglied
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.04.2008
Beiträge: 47
Wohnort: Mittelfranken

BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 09:18 Nach oben

Hallo Forumsteilnehmer:
Interprätiere ich den Gesetzesentwurf zum neuen EEG, daß anscheinend am 06.06.2008 beschlossen werden soll, richtig?

Einspeisevergütung für Anlagen auf Dach bis 30kw ab 2009: 42,48 Cent
Ab 2010 7% Degression
Ab 2011 und Folgejahre 8% Degression
Bei selbstnutzung Vergütung von 24,48 Cent/kw

Ziemlich viel Stoff, die 217 Seiten.

Gruß
fcnler2000
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Verfasst am: Nach oben

lehmann28
Forumsinventar
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 5042
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 09:47 Nach oben

Das was Du ausgerechnet hast ist noch der alte Entwurf.

In der überarbeiteten Version wird es eine Reduzierung von 8% (2009), 8% (2010) und 9% (2011) geben. Danach werden sich die gescheiten politiker in Berlin wieder zusammensetzen und neu über das EEG entscheiden.

Der Tom Cool

_________________
Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können
Rynn
Stammmitglied
Stammmitglied


Info: Interessent
Angemeldet: 24.09.2007
Beiträge: 55
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 10:30 Nach oben

Quelle: BSW

Zitat:
Union fordert SPD weiteres Zugeständnis ab: 'Gleitklausel' soll zu starkes zukünftiges PV-Marktwachstum dämpfen
Erst durch ein weiteres Zugeständnis der SPD-Fraktion bei der zukünftigen PV-Vergütung ist heute in beiden Koalitionsfraktionen der Weg für eine Verabschiedung der EEG-Novelle freigeräumt worden. Der in der Nacht von Donnerstag auf Freitag formulierte Kompromiss zwischen den Verhandlungsdelegationen von SPD und Union wurde heute zuvor von den Wirtschaftspolitikern der CDU um MdB Laurenz Meyer erneut scharf torpediert und drohte zeitweilig ganz zu scheitern. Vorübergehend wurden erneut Forderungen nach einer Deckelung des PV-Marktes auf jährlich rund 1 Gigawatt laut.

Eine Deckelung des Marktes und weitere scharfe Einschnitte bei den Fördersätzen konnten nun abgewendet werden. Eine Einigung in letzter Minute kam jedoch nur durch ein weiteres Zugeständnis der SPD-Fraktion und das Eingreifen der Bundeskanzlerin zustande, die vom BSW-Solar alarmiert wurde, um die PV-Gegner in den eigenen Reihen in ihre Grenzen zu weisen und das Klimapaket nicht zu gefährden. Der jetzt voraussichtlich abschließend gefundene Kompromiss orientiert sich an den Verhandlungsergebnissen der letzten Woche, ergänzt diese jedoch um eine "Revisionsklausel" bzw. "Gleitklausel", die sich an einem PV-Wachstumskorridor orientiert und wie folgt aussieht:

1. Für die Degression 2008 auf 2009 bleibt es bei den Donnerstag Nacht in der Koalitionsrunde festgelegten Fördersätzen:

Anlagen bis 100 kW: (8/8/9) also 8 Prozent in 2009, 8 Prozent in 2010, 9 Prozent ab 2011
Anlagen größer 100kW: (10/10/9) also 10 Prozent in 2009, 10 Prozent in 2010, 9 Prozent ab 2011 (inkl. Freiflächen)
Bei der neu eingeführten Dachklasse >1.000kW wird ggü. dem Kabinettsentwurf zusätzlich um rd. 1,5 ct. abgesenkt (Vergütungssatz 2009: 33,0 ct/kWh)

Für 2009 wären also folgende Fördersätze im EEG festgelegt:

Freifläche: 31,94 ct/kWh
0-30 kW: 43,01 ct/kWh
30-100 kW: 40,91 ct/kWh
100-1 MW: 39,58 ct/kWh
> 1 MW: 33,00 ct/kWh

2. Für die Folgejahre 2010 ff: Festlegung eines Wachstumskorridors mit Degressionsanpassung +/- 1 Prozent-Punkt:

Für die Neuinstallation (Marktgröße) 2009, 2010, und 2011 werden jeweils eine Ober- oder Untergrenze für die Neuinstallation definiert. Bleibt der Neuzubau in den kommenden Jahren jeweils innerhalb dieses so gebildeten Wachstumskorridors gelten die am Donnerstagabend in der Koalitionsrunde beschlossenen Degressionssätze (siehe oben).

Wird der Unterwert unterschritten, vermindert sich die Degression im Folgejahr um einen Prozent-Punkt, wird der Oberwert überschritten, erhöht sich im Folgejahr die Degression einen Prozent-Punkt.

Folgender Wachstumskorridor wurde festgelegt (jeweils Unter-/Obergrenze für den Markt im jeweiligen Jahr):

2009: 1.000 - 1.500 MW Zubau
2010: 1.100 - 1.700 MW Zubau
2011: 1.200 - 1.900 MW Zubau

Der Oberwert entspricht einem Marktwachstum von 15 Prozent p.a auf Basis 1.100 MW in 2009.

Beginn der Bemessung ist also das Marktjahr 2009. Die einprozentige Absenkung oder Anhebung erfolgt somit frühestens 2010.

3. Beispiele

A. Sollte der Neuzubau im Jahr 2009 z.B. bei 1.600 MW liegen (Zielkorridor 1.000 - 1.500 MW), wird ein Prozent-Punkt auf die für 2010 vorgesehene Degression aufgeschlagen:

Anlagen
Anlagen >100 kW: 11 Prozent (statt 10 Prozent) (gilt dann auch für Freiflächen und Dachanlagen >1MW)

B. Sollte der Neuzubau im Jahr 2009 z.B. bei 900 MW liegen (Zielkorridor 1.000 - 1.500 MW), wird ein Prozent-Punkt von der für 2010 vorgesehene Degression abgezogen:

Anlagen
Anlagen >100 kW: 9 Prozent (statt 10 Prozent) (gilt dann auch für Freiflächen und Dachanlagen >1MW)

C. Sollte der Neuzubau im Jahr 2010 z.B. bei 1.000 MW liegen (Zielkorridor 1.100 - 1.700 MW), wird ein Prozent-Punkt von der für 2011 vorgesehenen Degression abgezogen:

Anlagen
Anlagen >100 kW: 8 Prozent (statt 9 Prozent) (gilt dann auch für Freiflächen und Dachanlagen >1MW)

Die genaue Ausformulierung der Gleitklausel und der genaue Zeitpunkt sowie das Verfahren der zukünftig erforderlichen PV-Marktgrößenbemessung durch die Bundesregierung werden voraussichtlich morgen bekannt gegeben. Der BSW-Solar hat sich für eine frühzeitige Bekanntgabe der zukünftigen Degression im letzten Quartal des jeweiligen Vorjahres ausgesprochen, um insbesondere dem Handwerk mehr Planungssicherheit zu ermöglichen.

Die vom BSW-Solar geforderten Nachbesserungen für das PV-Freiflächensegment und die PV-Fassadenanlagen an der Kompromisslinie der Koalition vom letzten Donnerstag scheiterten vor dem Hintergrund der erneuten Angriffen aus der Union. Die SPD sah hier leider keine weiteren Verhandlungsspielräume im Sinne der Solarbranche.

Erste vorsichtige Bewertung

Die Auswirkungen des neu definierten Kompromissentwurfs sind zum jetzigen Zeitpunkt in ihrer ganzen Tragweite noch nicht absehbar. In jedem Fall wird die Planungssicherheit für Solarstromanlagen, die ab 2010 ans Netz gehen, durch die heute definierte Gleitklausel eingeschränkt. Erfreulich ist, dass Versuche der PV-Gegner zur Installation eines absoluten Marktdeckels erneut abgewehrt werden konnten und zumindest 2009 keine weiteren Abstriche drohen. Sollte im nächsten Jahr der PV-Markt in Deutschland jedoch 1,5 GWp überschreiten, was trotz voraussichtlicher Vorzieheffekte im Jahr 2008 als nicht unwahrscheinlich gilt, dürfte die Vergütung dann jedoch 2010 um ambitionierte 9 Prozent, statt bislang 5 Prozent sinken. Für kleine und mittlere Gebäudeanlagen stellt dies allerdings immer noch eine Verbesserung gegenüber dem Gesetzesentwurf vom Ende letzten Jahres dar, der bereits 2009 eine Absenkung um 9 Prozent vorsah. Sollte der Markt 2009 wider Erwarten 1 GW unterschreiten, so wird die Förderung statt der bislang geplanten 8 Prozent im Jahr 2010 um "lediglich" 7 Prozent gesenkt. Dies könnte einen möglichen Markteinbruch ggf. etwas abfedern.

Große PV-Anlagen wären im Falle eines stärkeren Marktwachstums allerdings besonders stark betroffen. Eine Verstärkung der Vergütungsabsenkung von bislang 6,5 Prozent auf 11 Prozent 2010 könnte zumindest das FF-Marktsegment zum Kippen bringen, das derzeit rund 10 Prozent des deutschen Marktes ausmacht. Ursprünglich sollte die Förderung von FF-Anlagen bis 2015 in Deutschland eine wirtschaftliche Betriebsführung ermöglichen und danach auslaufen. Nur durch Intervention des BSW-Solar war 2004 überhaupt ein Marktfenster für FF-Anlagen im EEG geschaffen worden.

Sobald belastbare neue Informationen vorliegen, werden BSW-Solar Mitglieder selbstverständlich zeitnah informiert. Bis dahin gilt wie gehabt: Vertrauen Sie auf keine Aussagen der Medien oder schlechter informierter Dritter. Das PA-Team des BSW-Solar um BSW-Solar Geschäftsführer Carsten Körnig verfolgt das politische Geschehen für Sie in Berlin rund um die Uhr und erhält i.d.R. zeitnah verlässliche Informationen aus erster Hand. Bitte sehen Sie von eigenen Presseverlautbarungen zum sich abzeichnenden Kompromiss nach wie vor möglichst ab, bis dieser am Freitag voraussichtlich endgültig vom Bundestag verabschiedet wurde und leiten Sie Presseanfragen an den BSW-Solar weiter oder nutzen Sie zumindest die Verbandskommentare als Orientierungshilfe.


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Wende Dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich.
furchenschwein
Stammmitglied
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Angemeldet: 07.12.2005
Beiträge: 138
Wohnort: Salzkotten

BeitragVerfasst am: 12.06.2008, 15:51 Nach oben

Hallo,

was genau ist jetzt eigentlich bezüglich der Solarstromvergütungen beschlossen worden?
Wie hoch sind exakt die Vergütungssätze für 2009 ?

Dank und Gruß

_________________
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Angemeldet: 01.07.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 01.07.2008, 15:28 Nach oben

furchenschwein hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

was genau ist jetzt eigentlich bezüglich der Solarstromvergütungen beschlossen worden?
Wie hoch sind exakt die Vergütungssätze für 2009 ?

Dank und Gruß



hier kannst du es entnehmen

http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/eeg_verguetungsregelungen.pdf

Gruß
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