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Dirk99
Öfters hier
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 09:36 Nach oben

Hallo Zusammen,

ich möchte eine PV-Anlage bauen und überlege mir gerade die Auslegung der Wechselrichter. Dazu habe ich mir von SMA die Excel-Tabelle GenAu 7.43 heruntergeladen, da die Wechselrichter auch von SMA sein sollen. Wenn ich nun im Systemdesign spiele erscheinen manchmal leicht angegraute Hinweis, z.B. bei der String-MPP-Stannung bei +70°C. Ich frage mich nun was dieser Eintrag genau bedeutet und wie schlimm der Hinweis für mich ist. Da die übrigen Einträge bei der Anlagenauslegung ebenfalls nicht ganz klar sind (z.B. max mögl. Generatorstrom > 29,50 A!), suche ich etwas, wo erklärt ist, was das ganze bedeutet. Hat jemand von euch einen Tipp?

Vielen Dank und Grüße
Dirk
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Verfasst am: Nach oben

Boelckmoeller3
Forumsinventar
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 10:09 Nach oben

Hallo Dirk,

vielleicht kommst Du ja auch mit "Sunny Design" besser zurecht. Probiere es doch mal aus.
Im allgemeinen ist die Software von SMA aber für mit dieser Technik vertraute Planer gedacht. Wenn Du generelle Verständnisprobleme hast, solltest Du dir fachkundige Ünterstützung beiholen.
Natürlich hilft dir auch das Forum gerne weiter, aber da wäre es schon sehr hilfreich, wenn Du deine Fragen konkreter stellst und mit einem entsprechenden Screenshot unterlegen könntest.
Wenn sich eine Farbe ändert überschreitest oder unterschreitest Du Grenzwerte oder kommst auf jeden Fall sehr dicht an eine Grenze.
Das ist normalerweise ein Signal um die Auslegung zu überdenken.

Viele Grüße:

Klaus

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Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.

[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
Dirk99
Öfters hier
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 10:28 Nach oben

Hallo Klaus,

das Sunny Design berechnet meiner Meinung nach dieselben Werte, stellt aber weniger detaillierte Informationen zur Verfügung. Daher nutze ich doch lieber das GenAu.
Hier mal ein Screenshot mit ein "paar" grauen Hinweisen:
Image

Wie schlimm ist der Hinweis der String-MPP-Spannung bei +70°C von < 246V?

Viele Grüße
Dirk
Boelckmoeller3
Forumsinventar
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 10:54 Nach oben

Ja, da liegen gleich mehrere ungeschickte Dinge vor.

Das Nenleistungsverhältnis ist kleiner 90%, empfohlen ist zwischen 90 und 100%. Bei Südausrichtung wäre der WR schon etwas zu schwach gewählt.
Du wirst die minimale DC-Spannung bei 70 Grad Zellentemperatur unterschreiten, falls die AC-Spannung mal auf 246V gehen sollte. Das bedeutet, der Wechselrichter würde an sehr sonnigen und heissen Tagen mit hoher AC-Spannung nicht mehr die notwendige niedrige MPP-Spannung einstellen können und deshalb leicht neben dem MPP-arbeiten. Außerdem wird der Eingangsstrom für den WR zu hoch.

Viele Grüße:

Klaus

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[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
Dirk99
Öfters hier
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 23:46 Nach oben

Hallo Klaus,

vielen Dank für die Infos, die helfen wirklich weiter. Ja, die Generatoren liegen voll in Südrichtung bei einer Dachneigung von ca. 23°

Den Teil habe ich noch nicht ganz verstanden:
"Du wirst die minimale DC-Spannung bei 70 Grad Zellentemperatur unterschreiten, falls die AC-Spannung mal auf 246V gehen sollte."
Heißt das, falls die Spannung im Versorungsnetz der RWE über 246 V geht, unterschreitete der WR die minimale DC-Spannung bei 70°C?

Viele Grüße
Dirk
Wiese
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 28.01.2007
Beiträge: 1667
Wohnort: 76297

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 23:57 Nach oben

Hallo Dirk

es handelt sich dabei um die Stringspannung der Module. Das heißt, dass Du nicht 17 sondern 18 Module in Reihe verwenden solltest, um die Mindesteingangsspannung des WR nicht zu unterschreiten. Du solltest auch bedenken, dass die Module im Sommer über 80 Grad heiß werden, und dann fällt die Spannung noch weiter ab, und der Strom steigt noch stärker an.

17 Module in Reihe sind also nicht zu empfehlen, weil der WR im Sommer sonst Leistung verschenkt, weil er die Module nicht mehr im MPP betreiben kann.

Und noch was: Ist Dir auch bekannt, dass Du diesen WR nicht im Einzelbetrieb verwenden darfst? Du musst 3 davon einsetzen!
Wenn Du also nur die 68 Module hast, dann geht das sowieso nicht.

Peter

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Dirk99
Öfters hier
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 09:42 Nach oben

Hallo Peter,

ich setze drei dieser WRs ein, da die Anlage auf einem etwas größeren Dach installiert werden soll. Dabei habe ich auch professionellen Beistand, nur scheint es mir, dass die Auslegung der WRs nicht optimal oder gar falsch ist. Häufig ergibt sich dieses Bild im GenAu:
Image

Und leider muss ich gestehen, dass ich trotz eurer Erklärungen diesen Hinweis noch nicht genau einzuordnen weiß.
Ich versuche es nochmal zusammenzufassen. Sagt bitte ob ich damit richtig liege und korriegiert mich: "Steigt die Spannung im Versorgungsnetz auf über 233 V, so unterschreitet der WR die minimale DC Spannung und ich erleide einen Leistungsverlust."
Falls das richtig ist, wie hoch ist dann der Leistungsverlust? Macht sich das deutlich bemerkbar?

Vielen Dank für eure Geduld und Grüße
Dirk
Boelckmoeller3
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 09:55 Nach oben

Hallo Dirk,

leider nicht ganz.
Die SMC TL Serie von SMA hat rein schaltungstechnisch gesehen eine untere Grenze unter die sie die DC-Spannung netzspannungabhängig nicht weiter reduzieren kann.
Nun muß aber die DC-Spannung abhängig vom jeweiligen optimalen Arbeitspunkt der Module vom MPP-Tracker des WR permanent angepasst werden um optimale Leistung aus den Modulen zu holen. Der Arbeitspunkt der Module wandert aber mit steigender Zellentemperatur immer weiter nach unten. Deshalb kann der MPP-Tracker wegen Satz 1 irgendwann nicht weiter nach unten folgen. D.h.: Er möchte zwar gerne, aber die Schaltungstechnik des WR lässt keine weitere Absenkung zu.
Das hat zur Folge dass der Wechselrichter ab diesem Moment leicht neben dem MPP liegt und die Höchstleistung der Module leicht verfehlt.

So, ich hoffe es sind jetzt alle Klarheiten beseitigt Smile

Ansonsten weiss ich nich mehr wie ichs noch besser erklären könnte.

Viele Grüße:

Klaus

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Dirk99
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 11:36 Nach oben

Hallo Klaus,

ok, das ist dann klar. Der WR kommt bei hohen Temperaturen mit der DC Spannung nicht mehr hinterher, also habe ich eine Abweichung vom optimalen Arbeitspunkt.
Womit ich jetzt noch nicht klar komme, ist die Ungleichung bei dem Hinweis. Was bedeutet Uac < 230 V? Heißt das, wenn die Uac über 230 V liegt bekomme ich das Problem, dass der WR nicht mehr hinterherkommt, andernfalls nicht? Und ist mit Uac die Netzspannung gemeint?

Viele Grüße
Dirk
Boelckmoeller3
Forumsinventar
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 13:17 Nach oben

nicht ganz,

die minimale DC-Spannung bis zu der der WR nach unten regeln kann ist auch etwas abhängig von der momentanen AC-Netzspannung. Die Netzspannung schwankt ja permanent in bestimmten Toleranzen. Das ist von vielen örtlichen und zeitlichen Faktoren abhängig. Die mittlere Netzspannung sollte möglichst um die 230V liegen. Wenn die Netzspannung niedriger wird, kommt der Wr auch etwas weiter nach unten mit der minimalen DC-Spannung und umgekehrt.
Genau gibt hier den untersten Regelpunkt (Minimum DC-Spannung) bei Netzspannung 230 V an.

Viele Grüße:

Klaus

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Dirk99
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 13:52 Nach oben

Ah ok, dann ist es klar.
Beim zweiten Bild bedeutet dies, dass der WR bei einer Netzspannung über 230V die minimale DC-Spannung nicht mehr hinbekommt und damit nicht optimal arbeite.

Was kann man den dadurch entstehenden Ertragsverlust grob in % ausdrücken? Ist mir klar, dass es nicht genau geht, da Temperatur, aktuelle Netzspannung usw. eingehen. Wichtig wäre, ob man durhc so einen "falsch" belegten WR am Jahresende messbar weniger Strom erzeugt.

Viele Grüße
Dirk
Wiese
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Info: Betreiber
Angemeldet: 28.01.2007
Beiträge: 1667
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BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 15:43 Nach oben

Hallo Dirk

Eines verstehe ich aber auch nicht: Laut der technischen Daten auf der SMA-HP haben die SMC-WR (auch der 11000er) einen Regelbereich von 333 bis 500 Volt.
Somit wären die 17 Module ok. Auch die Unterdimensionierung von 14% ist nicht zu beanstanden.

Ich würde an Deiner Stelle mal dieses Programm hinterfragen. Irgendwas stimmt da nicht. Entweder rechnet das Programm mit falschen Werten, oder die technischen Daten der WR auf dem Datenblatt sind falsch.

Peter

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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 21:30 Nach oben

Hallo,

nein Peter, das Programm ist schon ok, wenn er aber 253V Netzspannung einstellt ? Also 240V müsste da auch mehr als ausreichend sein, dann gehts auch etwas tiefer.

230V =232V
240V =345V
250V =359V

Viele Grüße:

Klaus


@Dirk99

in Prozenten auszudrücken ist schwierig, das hängt davon ab wieviel Stunden im Jahr der Wechselrichter am unteren DC-Limit läuft und wieviel er eigentlich noch hätte tiefer müssen. Wenn es da um 5 oder 10V geht oder um ein paar Tage im Jahr ist das sicher nicht der Rede wert. Dem wirkt ja auch entgegen dass der Wechselrichter eigentlich am unteren DC-Limit mit höchstmöglichem Wirkungsgrad läuft und somit den ganzen Rest des Jahres mit etwas besserem Wirkungsgrad, da das Spannungsniveau generell niedriger ist.

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Dirk99
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Angemeldet: 25.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 21:39 Nach oben

Hallo Klaus,

heißt also, wenn GenAu, wie im zweiten Screenshot, einen Hinweis anzeigt, ist der als halb so wild zu bewerten. Sollte vielleicht nicht wie da bei 230 V liegen, aber 240 oder 250 sind vollkommen in Ordnung. Habe ich das so richtig interpretiert?

Viele Grüße
Dirk
Boelckmoeller3
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 21:52 Nach oben

Hallo,

ich kann nur sagen, bei uns hier zwischen Hessen und Rheinland Pfalz halten sie sich doch ganz gut an den Sollwert von 230 V.
Naja bei mir sinds jetzt seit 3 Monaten normal um die 235V, Sonntags auch mal 238V (Von den Wechselrichtern gemessen). Vor 3 Monaten haben sie mal etwas hochgestellt und scheinbar eine Windung mehr auf ihren Trafo geschmissen, vorher waren wir bei normal 227V.
Die Stadtwerke machen sich scheinbar auch Gedanken, wie sie ihre Netzverluste reduzieren können Smile
Die Auslegung für 240V würde ich aus meiner Sicht schon für sicher genug ansehen.
Ein Netz sollte nicht längere Zeiträume mehr als 240 V abliefern.
Falls sowas doch regional mal kurzzeitig vorkommt, und das bei Außentemperaturen über 20 Grad und Dauersonne. Und zuwenig Leute schalten ihre Klimaanlage ein und senken die Netzspannung wieder damit ab, hat die Anlage da halt mal über Mittag etwas weniger Leistung eingespeist, aber wäre auch kein Drama, oder ? Smile

Viele Grüße:

Klaus

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