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 Das "Schwarze Loch" Photovoltaik Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Betatester
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 09.01.2006
Beiträge: 2323
Wohnort: Oberbayern

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 12:00 Nach oben

In Deutschland gibt es ein "Schwarzes Loch" namens "Photovoltaik".

Zumindest wird dieses so in einer Ausgabe der JOULE für Agrarenergie bezeichnet.

Es geht um Arbeitsplätze !

Ostdeutschland zieht Arbeitskräfte im Bereich Photovoltaik magisch an, gesucht werden dort vor allem Ingenieure, Betriebswirte, Personaler und technisch orientierte Vertriebsleute.

>Typ: hemdsärmeliger Typ mit Aufbruchmentalität die selber anpacken sowie flexibel und mobil sind.

....
....


Zu kämpfen haben die Unternehmen in Brandenburg und Sachsen vor allem mit den Vorurteilen gegenüber "Ostdeutschland".

____

Die JOULE beschreibt auch das eine kleine innerdeutsche Völkerwanderung durch den Solarboom ausgelöst wurde.

Fachkräfte für Photovoltaik und Solar haben im Moment in Süddeutschland die besten Aussichten.
Beim Bereich der Produktion ist es Ostdeutschland, dort vor allem Frankfurt/Oder - Bitterfeld - Erfurt - Dresden.

...
...

Deutschland ist im Bereich der Solarbranche zur Zeit in einem Sprint-Tempo unterwegs, langfristig und global gesehen wird es ein Marathon.

Quelle: Joule -- Ausgabe 4/2007

Beta

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Verfasst am: Nach oben

ReinholdK
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 03.04.2006
Beiträge: 381
Wohnort: 93345 Niederbayern

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 12:50 Nach oben

Hallo,

hoffe nur das die Politik das ganze nicht wieder abwürgt und vor den Monopolisten und Lobbyisten einknickt und die ganze aufwärts strebende Industrie zerstört.

Als Negativbeispiel will ich hier die Biodieselindustrie nennen, die durch Gesetzesänderungen vor dem Ruin steht. Aber das scheint bei den Herren in Berlin niemanden zu Interessieren. Hauptsache die Ölindustrie kann weiterhin Ihren konventionellen Kraftstoff verkaufen und kauft die Biokomponente von Palmölplantagen in der 3. Welt. Die dortige Umweltzerstörung ist halt weit weg.

Weitere Forschungsinvestitionen sind nötig, hier vor allem Speichersysteme und ein Verbundsystem der verschiedenen Kleinkraftwerke. Hier ist die Verknüpfung von Sonne, Wind und Biogas zu nennen. Biogas springt automatisch ein wenn Sonne und oder Wind ausfallen. Somit ist eine gleichmäßige Stromversorgung gewährleistet. Ist im übrigen im Versuch schon getestet worden.

Es gäbe viel zu tun meine Herren Politiker, entweder sie knicken vor der Lobby ein (Wie meistens) oder sie haben den Mut es anzupacken. Die Zukunft wird es zeigen. Vielleicht auch unsere Wählerstimmen bei der nächsten Wahl...

Haben meinen Frust abgelassen und nun

Mahlzeit



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http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=576
phenning
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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 730
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 17:41 Nach oben

Na, dann lasst uns mal Nägel mit Köpfen machen...

Als Mitglied des Bundesfachausschusses Bildung und Wissenschaft der FDP habe ich einen recht kröftigen Hebel in der Hand um "die Herren in Berlin" in Bewegung zu setzen.

Da der nächste Bundesparteitag als Thema "Innovation" haben soll, sind auch gute Rahmenbedigungen gegeben. Zum Zeitplan: 12. April ist Ausschussitzung. Das heißt, dass bis zum 12. März ein Antrag vorliegen sollte, der dann vom Bundesfachausschuss verabschiedet wird.

Ich bin gerne bereit,hier Anregungen für einen solchen Antrag zu sammeln.
ReinholdK
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 03.04.2006
Beiträge: 381
Wohnort: 93345 Niederbayern

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 18:28 Nach oben

Hallo,

erstens Forschung im Bereich Speichertechniken für Energie verstärken. Hier liegt enormes Potenzial für die zukünftige Energieversorgung. Wird natürlich den EVU`s das Genick brechen.

Biodiesel: Alles dafür zu tun die heimische Industrie zu fördern und nicht zu vernichten.

Beimischung nur heimischer Komponenten. Oder das ganze wieder Rückgängig machen was mit der Beimischung eingeleitet wurde und lieber auf Steuerbefreiung bzw sehr geringe Steuersätze umstellen.

Grüße

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ReinholdK
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Beiträge: 381
Wohnort: 93345 Niederbayern

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 19:46 Nach oben

Hallo phenning,

auch das mal durchlesen:

http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?p=106134#106134

Auch hier bekleckert sich die Politik nicht mit Ruhm. Nur Großkonzerne fördern ist nicht der Weg.

Grüße

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phenning
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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 730
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 20:10 Nach oben

Es macht aber nicht viel Sinn, alles in einen Antrag zu packen.
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1165
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 22:47 Nach oben

ReinholdK hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

erstens Forschung im Bereich Speichertechniken für Energie verstärken. Hier liegt enormes Potenzial für die zukünftige Energieversorgung. Wird natürlich den EVU`s das Genick brechen.



wenn ich mir www.kombikraftwerk.de so ansehe, dann sind großartige Entwicklungen in der Speichertechnik für die Stromversorgung übers Netz garnicht nötig.
Akkutechnologie im Automobilbereich wäre da schon interessanter, aber da läuft eh schon sehr viel hinter den Kulissen...
Ansonsten sehe ich eher Forschungsbedarf im Bereich Lastmanagementsysteme und virtuelle Kraftwerke.

Zitat:

Biodiesel: Alles dafür zu tun die heimische Industrie zu fördern und nicht zu vernichten.


Vielleicht ist/war aber Biodiesel schlichtweg eine Sackgasse.

Versorgungssicherheit kann er kaum liefern, da dazu keine ausreichende Menge produziert werden kann und bzgl Klimaschutz hat er so gut wie keinen positiven Effekt (auch mit Berücksichtigung der Kopplungsprodukte) gegenüber herkömmlichem Diesel, dazu gabs eine recht umfangreiche Schweizer Studie:

http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_86247395.pdf&endung=%D6kobilanz%20von%20Energieprodukten:%20%D6kologische%20Bewertung%20von%20Biotreibstoffen

Dem eher zweifelhaften Nutzen steht möglicherweise ein volkswirtschaftlicher Schaden durch Steuerausfälle gegenüber (müsste man mal berechnen und mit den Arbeitsplätzen in der Branche gegen rechnen, immerhin erfolgt die Wertschöpfung ja überwiegend im Inland)
und ein ganz erheblicher Flächenbedarf.
Rapsölmethylester ist halt nicht dazu geeignet, hohe Energieerträge vom Acker zu holen und die Zeiten, in denen Deutschland Ackerflächen im Überfluss vorhanden waren sind sehr bald vorbei, ich prophezeie einen globalen Nahrungsmittelmangel und damit verbunden Flächenmangel in spätestens 5-10 Jahren.
Die Nutzung von Ackerflächen sollte also (auf politischer Ebene, der Landwirt denkt natürlich rein ökonomisch) dahingehend geprüft werden, ob effektivere Verfahren zur Verfügung stehen.
Und da der Energieertrag von Raps aus Biodiesel pro ha ausgesprochen dürftig ist gebe ich diesem Ansatz sowieso wenig Chancen. Es war gut zum "üben" und ausprobieren, als keine so recht wusste, wohin mit der "überflüssigen" Ackerfläche in Europa, aber diese Zeiten sind wohl vorbei...

Meine Meinung. Die ist sicherlich diskussionswürdig, aber dass Biodiesel aus volkswirtschaftlicher oder energie-/klimapolitischer Sicht weiter stark gefördert werden müsste würde ich pauschal garantiert nicht unterschreiben und das, obwohl ich glühender Verfechter der erneuerbaren Energien bin.

mfg

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Zuletzt bearbeitet von cephalotus am 17.02.2008, 18:22, insgesamt einmal bearbeitet
Holter
Vielschreiber
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Angemeldet: 24.01.2007
Beiträge: 188
Wohnort: Niederrhein

BeitragVerfasst am: 17.02.2008, 09:22 Nach oben

Biodiesel hin oder her (Bin sowieso der Meinung, dass Pflanzenöl die bessere Alternative ist), wenn wir von Innovation reden, dann denke ich, dass andere Bereiche wichtiger sind.

1. Förderung eines Batterietyps, der sowohl für das reine (billige Kurzstrecken- )Elektroauto als auch für Plug-in Hybride geeignet ist. Es gibt genug vielversprechende Technologien, also die Erforschung neuer Typen ist hier nicht nötig. Was nötig ist ist ein Marktanreiz, der günstigere Produktion möglich macht sowie ein Langzeittest verschiedener Akkutypen. Ich würde die Akkus hier sogar losgelöst von dem Elektroauto betrachten.

2. Entwicklung einer günstigen und einheitlichen Technologie zur Verbrauchersteuerung. Dieser Ansatz ist deutlich effizienter als irgendwelche Speichertechnologien im Netz. Dazu braucht man
- Zähler, die Tarifinformationen empfangen, berücksichtigen und an interne Verbraucher weitergeben können
- die Möglichkeit, diese Informationen zu verbreiten (ich denke, über Funk (Radiosender) ist zuverlässig und bedeutet die wenigsten Kosten bei der Infrastruktur)
- Verbraucher, die Tarifinformationen aufnehmen können und ihren Verbrauch danach steuern können. Der erste, der mir einfält wäre, die Temperatur von Kühlhäusern und Gefrierschränken durch ein entsprechendes Nachrüst-Thermostat, das bei niedrigerem Strompreis eine höhere Temperatur vorgaukelt.

bis dann
Christian
sand-pit
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Info: Betreiber
Angemeldet: 11.07.2006
Beiträge: 652
Wohnort: Geldern Niederrhein

BeitragVerfasst am: 17.02.2008, 10:14 Nach oben

da muß der Niederrhein sich auch dazu melden....

Hab einen Nachbarn, der vor 1 1/2 Jahren seinen Glashausbetrieb von Flüssiggas auf die Blockheizvariante (Wärme, elektrische Energie) mit dem Betrieb von Palmöl gewechselt hat.

Nach seiner Aussage ist in diesem Zeitraum der Preis für Palmöl um ca. 400 % gestiegen. Da er die Flüssiggasbrenner noch nicht abgebaut hatte, hat er wieder zurückschalten können.

Das Blockheizkraftwerk steht wieder still.

Mein Tipp an den FDPler - Innovationsprojekte mit Wasserstofftechnologie unterstützen und den Stand der Dinge nachfragen (und uns darüber berichten. Die Brennstoffzelle scheint mir das einzige wirklich sinnvolle Mittel - die das Speicherproblem lösen könnte.

http://www.solarserver.de/solarmagazin/artikeloktober2000.html

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28 x SW200; WR SPI 4500; 5,65 KWp; 33° Dach; 180°.
"Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle."
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