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 "Leichtbauweise"? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
wurzelsepp
Stammmitglied
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Angemeldet: 16.07.2006
Beiträge: 84
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 07:30 Nach oben

Hallo zusammen,

Vorhanden: wunderschönes Hallendach, Südausrichtung, ca 30 Grad Dachneigung, unverschattet

Problem: Dachstuhl Einfachbauweise aus Nagelbindern

Aussage des Eigentümers: aus statischen Gründen nicht für eine PV-Anlage geeignet.

Fragen: Bietet sich in diesem Fall eine Dünnschichtanlage an (Eigengewicht?)? Gibt es spezielle Montagesysteme für eine "Leichtbauweise"

Vielen Dank im voraus!

Gruß
wurzelsepp

_________________
PV1: 24 Sanyo HIP-215 HNE5 = 5,16 kWp
PV2: 26 PVT-210-MAE-A = 5,42 kWp
Südost, 135 Grad
Solarlog100: http://www.solarlog-home.de/herchenbach
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Verfasst am: Nach oben

solarteur0502
Vielschreiber
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Angemeldet: 23.01.2008
Beiträge: 198
Wohnort: Aus der Hauptstadt

BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 07:53 Nach oben

Hallo, auch eine Dünnschicht - Aufdachanlage hat locker 20kg/m² Gewicht.
Natürlich gibt es Unterkonstruktionen von verschiedenen Herstellern, die sehr große Spannweiten überbrücken können, aber auch diese Befestigungspunkte, müssen den statischen Belastungen standhalten !!!

_________________
Grüße Jörg

Autorisierter Fronius Servicepartner
FürDieZukunft
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 1521
Wohnort: Südpfalz

BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 12:10 Nach oben

solarteur0502 hat Folgendes geschrieben:
Hallo, auch eine Dünnschicht - Aufdachanlage hat locker 20kg/m² Gewicht.
Natürlich gibt es Unterkonstruktionen von verschiedenen Herstellern, die sehr große Spannweiten überbrücken können, aber auch diese Befestigungspunkte, müssen den statischen Belastungen standhalten !!!

Das stimmt nicht ganz,

FirstSolar-DünschichtModule ca. 19,5 kg/qm inkl. Unterkonruktion und Kabel.
es gibt jedoch noch andere Lösungen
siehe hier
BIOSOL PV Plate oder
BIOSOL Uni Pro
http://www.biohaus.de/cms/front_content.php?idcatart=252&lang=1&client=1
ca. 8-10kg/qm
wurzelsepp
Stammmitglied
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Angemeldet: 16.07.2006
Beiträge: 84
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 31.01.2008, 11:26 Nach oben

Hallo,

die Dacheindeckung besteht aus Wellplatten.

Wenn man das so liest, wäre BIOSOL Uni Pro im vorliegenden Fall schon eine interessante Alternative zur "konventionellen Technik".

Hat jemand Erfahrungen mit diesem glaslosen System?
Wie ist das UnitedSolar-Laminat (Triple-Junction-Technologie) einzuschätzen?

Gruß
wurzelsepp

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sammy
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Info: Betreiber
Angemeldet: 28.09.2006
Beiträge: 249

BeitragVerfasst am: 31.01.2008, 18:07 Nach oben

Hallo
Nagelbinder sind nicht zwangslaüfig statisch schlecht,
sondern eher eine preisliche,sowie auch vom Eigengewicht günstige alternative zu Leimbinder oder Stahlträger.
Also wenn es dir ernst ist laß es vom Statiker überprüfen.

Gruß
sammy

_________________
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen
Giuseppe Mazzini
luckshome
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 12.05.2007
Beiträge: 393
Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 31.01.2008, 19:39 Nach oben

Moin,

Ein Dach wird für den ungünstigen Fall berechnet nach gültiger Norm. Entsprechend (wenn die Halle 20 Jahre alt ist) nach dem neuestem Stand der Technik bzw. DIN Normen.
Das Problem wird sein, dass das Dach zwar eine ausreichende Auflast hat, jedoch nicht mehr den Neuesten Normen entspricht.

Beispiel: Das Dach ist vor 10 Jahren berechnet worden mit (vereinfachte Berechnung): 100 Kg Mannlast + 100 Kg Schneelast entspricht 200 kg/m² zuzüglich Sicherheit (30 %) entsprechend 200 kg/m² * 1,3 = 260 kg/m²..... Das würde bedeuten dass bei 2 m hohen Schnee zusätzlich 1 Mann ( Dachdecker o. ähnlich) PRO m² stehen darf + Sicherheit-..... 100 m² also 100 Dachdecker.....

Nach neuesten Norm wird mit mehr Sicherheit gerechnet , da reicht dass nicht mehr aus.....Jetzt wird mit 50 % Sicherheit gerechnet...das Alte Dach ist dasselbe....260 kg/m² geteilt durch 1,5 = 133 kg/m²....der Dachdecker wiegt immer noch 100 g entsprechen können zwar im Winter noch 100 Dachdecker (pro 100 m²) auf dem Dach stehen aber nur 33 kg Schneelast....Das reicht natürlich jetzt nicht mehr aus..... .Naja...das kann man endlos diskutieren....... (Fazit....Das Dach hält die 17 kg/m²...es sei denn du hast pro m² einen Dachdecker und 100 kg Schnee stehen...dann wird es eng.. Laughing )

(Ich hoffe ich habe mich nicht verrechnet)





Ich hoffe ich habe keine Verwirrung gestiftet.

_________________
29,90Kw/p + 22,0kw/p + 22,0 kw/p + 23,4 kw/p = 97,30 kw/p bestehend aus KC130GTH-2 sowie KC 200 GTH-2; Solarmax WR C/S
FürDieZukunft
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 1521
Wohnort: Südpfalz

BeitragVerfasst am: 31.01.2008, 20:01 Nach oben

Die Schneelastzonen sind sehr unterschiedlich

Schneelastzonen für alle Orte gibt es hier
http://www.schneelast.info/index.php?menu_id=2&area=content
Ort suchen hier
http://www.schneelast.info/index.php?menu_id=3&area=content

Bei uns wurde vor ca. 10 Jahren mit 0,75 kN/qm gerechnet heute nur noch mit 0,65kN/qm, also 10 kg weniger pro qm geworden.

und eine übliche PV-Anlage kommt auf 20 kg/qm
marken
Öfters hier
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Angemeldet: 18.01.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 12.02.2008, 16:11 Nach oben

bin sehr von deiner berechnung fasziniert, vor allem die 30% bzw 50% sicherheit, die du den jeweils geltenden normen entnimmst.

Kannst du mir bitte sagen, wie du auf diese sicherheiten kommst ? steht das so in den normen ?

zu den nagelplattenbindern: das ist eine sehr wirtschaftliche lösung von überspannen von mittelgrossen stützweiten. die einzelnen hölzer (obergurte, füllstäbe) sind dabei bis zu 100% ausgenutzt. Somit sehe ich schwarz für eine nachträgliche lasterhöhung, selbst wenn es nur ca 20kg/m² sind.

Wenn du aber glück hast und in einem gebiet der slz 1 unter 250 m ü. nn wohnst, kann es sein, dass die der lastwert für schnee diese mehrlast aus pv-modulen gerade kompensiert. Das solltest du dir auf alle fälle von einem tragwerksplaner bescheinigen lassen.

gruss marken
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