Solaranlagen die dem Sonnenstand vertikal und/oder horizontal nachgeführt werden.
Moderator: Mod-Team
von wig » 07.04.2011, 12:25
Hallo allerseits.
Ich bin am überlegen im Garten eine nachgeführte Anlage zu installieren. Die Anlage soll einachsig an einem Südhang am Boden installiert werden. Über den höher gelegenen Hausbrunnen (kalkfreies Wasser) kann die Anlage mit Wasser versorgt werden. Als vernünftige Bastlergröße werden 2kwp geplant (SMA 2100tl guter kleiner Wechselrichter). Welche Vergütung kann man erhalten? Selbstverbraucher Tarif scheint auch nicht möglich zu sein und irgendeine Hütte für Aufdachvergütung sollte auch nicht gebaut werden müssen.
Freue mich auf eure Anregungen.
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von eggis » 07.04.2011, 13:26
Moin wig, wig hat geschrieben:Welche Vergütung kann man erhalten? Anlagen auf "Sonstigen Freiflächen" werden mit 21,11ct/kWh vergütet.wig hat geschrieben:Selbstverbraucher Tarif scheint auch nicht möglich zu sein und irgendeine Hütte für Aufdachvergütung sollte auch nicht gebaut werden müssen.
Richtig, den Eigenverbrauch kannst du vergessen. wig hat geschrieben:eine nachgeführte Anlage
Werden die Module gekippt oder sollen die auf einem Pfahl der Sonne nach gedreht werden? wig hat geschrieben: Über den höher gelegenen Hausbrunnen (kalkfreies Wasser) kann die Anlage mit Wasser versorgt werden.
Ich halte nicht viel von Wasserspielchen. 
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von Dachkatz » 10.04.2011, 16:54
Servus, mal ehrlich was soll das bringen, wasergekühlte Nachführung, also entweder ich führe nach und hole mir den dementsprechenden Mehrertrag oder ich lasse, was sollen die Wasserspiele bringen ausser das Wasser über die Moduloberfläche rinnt und letztendlich nur zu unnötigen Spannungen und eventuell Rissen in der Modul oberfläche führt, ehrlich ich halte nix von den Wasserspielchen unnötiger Aufwand. Bitte den Gedanken noch mals überdenken und neu kalkulieren. Nix für ungut. Ciao
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von Mühli » 10.04.2011, 19:21
Wenns nur wenige Module sind, welche ohne Anschlussdose besorgen. Hinten mit Epoxydharz ausgießen, Deckel drauf, Wasser durchpumpen. Wasser in nen Kühlkreislauf bringen, Frostschutz dazu, Luft-Wärmetauscher dazu.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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von wig » 11.04.2011, 12:37
eggis hat geschrieben:Werden die Module gekippt oder sollen die auf einem Pfahl der Sonne nach gedreht werden?
Solch ein Typ wäre angedacht, evtl. mit zusätzlicher Sommer/Winter-stellung http://bit.ly/fDSIAzDachkatz hat geschrieben:Servus, mal ehrlich was soll das bringen, wasergekühlte Nachführung, also entweder ich führe nach und hole mir den dementsprechenden Mehrertrag oder ich lasse, was sollen die Wasserspiele bringen ausser das Wasser über die Moduloberfläche rinnt und letztendlich nur zu unnötigen Spannungen und eventuell Rissen in der Modul oberfläche führt, ehrlich ich halte nix von den Wasserspielchen unnötiger Aufwand. Bitte den Gedanken noch mals überdenken und neu kalkulieren. Nix für ungut. Ciao
Nachgeführte Anlage = mehr Sonneneinstrahlung = mehr Erwärmung 20°C bringen fast 10% mehr Leistung. Die Anlage soll natürlich dauergekühlt werden, von früh bis morgens! nix mit auf 70°C Solarmdul mit 5°C Wasser spritzen. Mühli hat geschrieben:Wenns nur wenige Module sind, welche ohne Anschlussdose besorgen. Hinten mit Epoxydharz ausgießen, Deckel drauf, Wasser durchpumpen. Wasser in nen Kühlkreislauf bringen, Frostschutz dazu, Luft-Wärmetauscher dazu.
Ich will keine Algen züchten! Quelle - Modul - Boden: fertig Nachdem der Eigenverbrauch nicht möglich scheint, ist das Projekt eh zu überdenken. Es halt nur der Anreiz eines sehr hohen spezifischen Ertrag.
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von Mühli » 11.04.2011, 13:17
Speziell weil du es hinten durchpumpst, wirst du wenig Probleme mit den "sonstigen" bekannten Problemen von wassergekühlten Anlagen haben. Wenn du in die Flüssigkeit Frostschutz gibst, wie sollen sich da Algen bilden? Jedenfalls ist die Kühlung kontrollierter und gleichmässiger, als einfach Wasser drüberlaufen zu lassen. Speziell, weil keine Veralgung/Verkalkung/Browning und sonstiges möglich ist. Der Wasserfluss kann kontrollierter gestaltet werden, durch das hinterm Modul vorhandene Wasser werden sie auch bei Pumpausfall kurz zeit kühl gehalten. Das sollte Spannungen im Material jedenfalls vorbeugen. Auch wenn ich persönlich da keine Angst hab, wäre es sicher nicht verkehrt, diesen Faktor miteinzubeziehen, im Dauerbetrieb. Für meine Schott Polys mit 5cm Rahmenhöhe, wären es rund 1,65x0,95x0,04= 62 Liter Wasser die hinten drin wären. Wobei das wohl zuviel wäre, eine 1-2cm Wasserschicht würde auch reichen. Das Epoxyd sollte man auf der Rückseite möglichst dünn halten, damit die Wärmeleitung gut ist. Evtl. kann man sich Glas-Glas Module besorgen (ohne Dose) die man dann nur am Randbereich abdichten muss. Falls man das Wasser pumpen muss (wovon ich ausgehe) ist es jedenfalls viel Energiesparender, mit einem geschlossenen Kreislauf zu arbeiten, hier sind nur die Leitungsverluste zu überwinden, was mit einer Hocheffizienz-Solarpumpe kein Stress ist (die vertragen "Solarmedium" das ich empfehlen würde, ergo Frostschutz) Bei einem offenen Kreislauf ist der Höhenverlust durchs runterplätschern zu überwinden, das kostet Energie. Um die Flüssigkeit abzukühlen, würd ich auf einen günstigen Auto-Kühler zurückgreifen, den mit Lüftern (z.B. mehrere 120er PC-Lüfter) ordentlich anblasen. Noch ein Vorteil: Das ganze ist nicht so Wind und Dreck-Anfällig. Irgendwelche Sprührohre oder Tropfschläuche etc. setzen sich über früher oder später immer zu. Einen echten "Wasserfilm" überm Glas zu erreichen ist schwierig, bei meiner Überlegung aber gar kein Problem. DAS wäre jedenfalls meine Vision von einer echten gekühlten Hochleistungs-Nachführanlage
Gruß
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von wig » 11.04.2011, 13:39
wenn ich das richtig verstehe soll jedes Modul mit einer Scheibe oder Blech hinten zugemacht werden Wie soll das vernünftig funktionieren! Viel zu hoher Aufwand und das Modul ist gleich von Anfang an verbastelt. Das zusätzliche Gewicht ist für einen Tracker bestimmt nicht sinnvoll. Das ganze Pumpenzeug und Kühler kostet viel zu viel. Wie man das Wasser gleichmäßig ohne zusätzliche Pumpe gleichmäßig verteilt und wie die Module einigermaßen sauber bleiben, stellt sich wahrscheinlich erst beim betreiben aus.
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von Mühli » 11.04.2011, 13:53
Willst du erst beim Betreiben feststellen, dass es nicht funktioniert? DAS würd ich wenn dann schon vorher testen, und du wirst merken, dass es nicht so einfach ist.
Und ja, du verstehst das richtig, jedes Modul soll einen Deckel kriegen. die Anschlussdose muss weg, das würde einen Hotspot darstellen. Dann das Modul nach unten hinlegen und mit Epoxydharz und Gewebe (zur Kantenverstärkung) ausgießen, das ergibt dann eine dichte Wanne. Einen Deckel draufschrauben (z.B. Kunststoffplatte mit Anschlüssen). So stell ich mir das vor. Sicher nicht einfach und unkompliziert. Kannst ja mal bei den Hybridmodulen schaun, wie das da gemacht wird.
Kosten: Ja sicher, irgendwie Quell/Brunnenwasser drübersprühen ist in der Anschaffung günstiger. Aber obs überhaupt so klappt, dass es nennenswert und dauerhaft funktioniert? Pumpe, Leitungen, Kühler, Steuerung...sollte unter 250€ zu machen sein, je nach Geschick und Glück.
Gewicht: Ja, hast du schon recht, 60 Liter sind sicherlich zuviel. Eher mal 10-20 Liter pro Modul ansetzen, das wäre wohl noch erträglich.
Gruß
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von none » 11.04.2011, 18:41
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von kalle bond » 13.06.2011, 15:22
Hoffentlich baut das keiner, so ein Schmarrn!
Grüße Kalle Bond
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