Hallo liebes Forum,
ich bitte euch mir kurz bei der Sammlung von Vor- und Nachteilen von sensorisch und astronomisch nachgeführten Systemen zu helfen.
Bitte um Mitarbeit!
Thx
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Sensorisch vs. AstronomischModerator: Mod-Team
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Sensorisch vs. Astronomisch
Hallo liebes Forum,
ich bitte euch mir kurz bei der Sammlung von Vor- und Nachteilen von sensorisch und astronomisch nachgeführten Systemen zu helfen. Bitte um Mitarbeit! Thx
Ein Vorteil der sensorischen Nachführung ist, dass die Steuerung aufgrund der geringen Anforderung
an Rechenleistung sehr einfach ausgeführt werden kann, so dass hier eine einfache SPS-Steuerung eingesetzt werden kann. Der größte Vorteil besteht jedoch darin, dass durch die Sensorik auch an stark bewölkten Tagen ein recht guter Ertrag erzielt werden kann, da die PV-Module sich zum hellsten Punkt des Himmels ausrichten und so die diffuse Sonnenstrahlung einfangen. Der große Nachteil einer sensorischen Nachführung liegt darin, dass an Tagen mit mittlerer Bewölkung, an denen die Sonne wiederholt durch Wolken bedeckt wird, ein hohen Energieaufwand benötigt wird, da die Steuerung häufig nachregulieren muss. Zusätzlich ist der Ertrag hier niedriger, da die PV-Module, wenn die Sonne nicht mehr durch Wolken verdeckt wird nicht im optimalen Winkel zur Sonne stehen, also weniger direkte Strahlung einfangen können. Die astronomische Nachführung hat den Vorteil, dass keine Sensorik notwendig ist, um den Sonnenstand zu erkennen. Auch kommt es bei dieser Art der Nachführung nicht zu dauernden Korrekturen der Position aufgrund von Bewölkung oder anderen schattenwerfenden Einflüssen. Der größte Nachteil der astronomischen Nachführung zeigt sich besonders an Tagen an denen der Himmel sehr bewölkt ist. An solchen Tagen ist die direkte Sonneneinstrahlung sehr gering und der Ertrag durch die diffuse Strahlung deutlich höher. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass diese Art der Nachführung eine recht aufwändige Steuerung erfordert.
Das die Nachführung viel Energie kostet bezweifle ich.
Das die Nachführung viel Energie kostet bezweifle ich.
Allerdings theoretisch, nicht praktisch Wenn etwas im Schwerpunkt (konkret kann man mit einem Gegengewicht arbeiten) aufgehängt ist und gut gelagert sollte die Ausrichtung der Module kaum Energie beanspruchen. Im Vergleich zu den bis zu 45% Gewinn jedenfalls ein Klacks. Warum es da scheins kaum oder gar nichts vernünftiges (Preis/Leistung) gibt, frage ich mich auch. Bin noch am Suchen... Grüsse Sebastian
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Re: Das die Nachführung viel Energie kostet bezweifle ich.
Ciao Retrerni
Re: Das die Nachführung viel Energie kostet bezweifle ich.
Argumente wären besser als Smilys. Such mal etwas. 45% ist Theorie, aber 30-40% sind gute Praxis. Rein logisch: Abends und morgends scheint die Sonne im Winkel von ca. 0 Grad statt 90 auf die Panele. Das macht also 0% Wirkungsgrad. Und jetzt bitte Argumente und kein bla bla. Grüsse Sebastian
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ich hab eine grafik in einem alten uniskript gefunden, in unseren breiten maximal 20%, in bayern noch bis zu 30%, 45% vielleicht in almeria, spanien
der energieverbrauch ist als vergleichswert gemeint, die eine variante verbraucht eben MEHR energie als die andere, da ist aber nicht gesagt das es viel oder wenig im vergleich zur produktion ist, nur mehr als bei der anderen Gruß Tobias
Ich habe nicht wenig gesucht. Meist steht 30% bzw. 1/3 was 33% sind. Oft genug aber auch 30-40% http://www.hydac.com/fileadmin/doc/pres ... Energy.pdf Die bis zu 45% die ich irgendwo las find ich nicht mehr. Ist ev. falsch, 30% ist ja auch super. Im http://www.solarserver.de/lexikon/lexik ... chfuehrung steht "kann auf diese Weise die Jahresausbeute in unseren Breiten um etwa 30% gesteigert werden." 20-35%: https://home.zhaw.ch/~bauf/pv/papers/20 ... 5B1%5D.pdf Grüsse Sebastian
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Sensorische Vorteile:
- Wenig Entwicklungsaufwand. Sehr einfach zu realisieren, siehe Einfachst-"Steuerungen" zum Selbstbau auf diversen Bastelseiten, z.B. mit Photowiderstands-Messbrücke und OPVs. - Keine Software im System, d.h. man braucht diese nicht zu testen. -> Sehr geringe Kosten für Tests. -> Software kann beim Kunden nicht "spinnen", da keine vorhanden. Sensorische Nachteile: - Hängen gebliebenes Laub, Staub, (Wüsten-)Sand, Schnee oder Eis können die Sensormesswerte verfälschen, d.h. eine Einzelanlage steht falsch bzw. in einer Solar-Farm stehen alle Tracker unterschiedlich ("es gibt viele "hellsten" Punkte am Himmel..."), siehe hierzu auch diverse Links im Forum. - Lichtgesteuerte Tracker tendieren zu "nervösem" Hin- und Herfahren, vor allem bei bewölktem Himmel. -> Geringfügig höherer Energieverbrauch, vor allem aber massenhaft zusätzlicher Verschleiss. - Manche sensorischen Nachführungen sparen auch noch die Endschalter ein, dann riskiert man (permanente) mechanische Schäden, wenn irgendwas doch spinnt (z.B. Schneewehen auf nur einer Sensorfläche, etc.). Bei manchen sensorischen Nachführungen kann man auch in der Nacht mit dem Auto "drum rum" fahren, dann verfolgt einen die Nachführung so lange, bis sich innen die Kabel durch aufzwirbeln verabschieden(!). Man kann solche Tracker durch nachts 3x Auto verstellen eine ganze Umdrehung "zwirbeln", so einen Effekt hab' ich auch schon durch nahe liegende Straßen gesehen... - Durch andere Kennlinien und andere spektrale Empfindlichkeit reagieren die eingesetzten Sensoren (z.B. Photowiderstände, etc.) anders auf Licht als die PV-Module. D.h. der durch den Sensor ermittelte hellste/strahlungsstärkste Punkt am Himmel ist nicht unbedingt auch für die PV-Module der günstigste Punkt am Himmel. - Man wird auch selbst oft durch das eigene Auge getäuscht (ist mir auch schon so ergangen): Man denkt bei Bewölkung, der hellste Punkt müsste weiter in Richtung "freiem" Himmel sein (also der Punkt ohne Wolken), also fährt man diesen Punkt an, und siehe da, es kommt nicht mehr, sondern weniger "raus". Wenn man sich dann dafür die Gründe überlegt, kommt man schnell darauf, dass man eigentlich den ganzen Tracker aus dem Schatten tragen müsste - und nicht nur die Panelfläche schwenken. Das (menschliche) Auge hat eine stark nichtlineare Kennlinie. Z.B erscheint es einem 15 Minuten vor Sonnenuntergang noch fast taghell, selbst wenn der 8kW-Tracker nur noch wenige dutzend Watt einspeist, weil die PV-Module eben eine fast lineare Leistungs-Kennlinie haben und bei AM >15 "geht" eben fast nichts mehr... - Will man die Nachführung überwachen, z.B. Windwerte protokollieren, Ausfall-/Störungsmeldung, Diebstahlüberwachung, etc., dann braucht man sowieso irgend eine Art "Intelligenz" im Tracker - das läuft dann also eh auf eine Mikroprozessorsteuerung hinaus - als "Nebensache" führt selbiger dann halt noch astronomisch das Panel nach... - Die geringeren Entwicklungs- und Herstellkosten der sensorischen Tracker werden trotz der Nachteile (zur astronomischen Nachführung) oft nicht an den Kunden weitergegeben, d.h. der Kunde muss mehr Nachteile "erdulden" und hat trotzdem keinen Preisvorteil.
Wer probiert denn sowas aus? Ich käme nicht auf die Idee nachts mit dem Auto um PV-Tracker zu fahren. Manchen muss es schon seeeehr langweilig sein. (Und das funktioniert wirklich? Ich kann das kaum glauben.... Aber ein Tracker, bei dem durch Endschalter so etwas nicht verhindert wird ist m. E. sowieso eine totale Fehlplanung. Gruß Andy 10,08 kWp mit 56 Aleo S_16 180W
1 x SMA 5000 TL 1x SMA 4200 TL www.photovoltaik-web.de - Umfangreiche Informationen zur Planung und Installation einer Photovoltaikanlage Solarlog Anlage High-Light
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