Sensorisch vs. Astronomisch

Solaranlagen die dem Sonnenstand vertikal und/oder horizontal nachgeführt werden.

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Fehlplanung

Beitragvon Zentralschmiertechnik » 04.08.2009, 21:04

SolAce hat geschrieben:
der_stefan hat geschrieben:- Manche sensorischen Nachführungen sparen auch noch die Endschalter ein, dann riskiert man (permanente) mechanische Schäden, wenn irgendwas doch spinnt (z.B. Schneewehen auf nur einer Sensorfläche, etc.). Bei manchen sensorischen Nachführungen kann man auch in der Nacht mit dem Auto "drum rum" fahren, dann verfolgt einen die Nachführung so lange, bis sich innen die Kabel durch aufzwirbeln verabschieden(!). Man kann solche Tracker durch nachts 3x Auto verstellen eine ganze Umdrehung "zwirbeln", so einen Effekt hab' ich auch schon durch nahe liegende Straßen gesehen...

Wer probiert denn sowas aus? Ich käme nicht auf die Idee nachts mit dem Auto um PV-Tracker zu fahren. Manchen muss es schon seeeehr langweilig sein. (Und das funktioniert wirklich? Ich kann das kaum glauben.... :shock: )
Aber ein Tracker, bei dem durch Endschalter so etwas nicht verhindert wird ist m. E. sowieso eine totale Fehlplanung.

Gruß
Andy



Irgendwie sehe ich die gesamte Nachführung(ob ein.-oder zweiachsig) als nicht besonders gelungen an.

Der Mehrertrag gegenüber konventionellen Systemen,wiegt den Kostenaufwand und der erhebliche elektronische Aufwand in keinster Weise auf.

Gruss Zentralschmiertechnik
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Beitragvon solerling » 04.08.2009, 21:46

....wobei der Flächenverbrauch auch viel höher ist als bei fester Südausrichtung (gegenseitige Verschattung)

In meiner Nähe befindet sich eine einachsig nachgeführte Anlage Fläche ist 10 ha gross Leistung der etwa 267 Tracker knapp 1000 kwp

In Planung ist eine weitere Anlage auf einer Fläche von 140 ha !!!
Diese wird fest nach Süden ausgerichtet,nach den Meldungen der Zeitung würde diese Anlage bei gleichem Flächenverbrauch ca, 2,8 mal soviel Strom erzeugen als die nachgeführte Anlage :wink:

Der Vorteil einer nachgeführten Anlage liegt halt darin,dass die Leistung auf den Tagesverlauf besser verteilt ist,und auch die Leistung der Module und Wechselrichter besser ausgenützt wird.

Gruß Josef
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Beitragvon der_stefan » 05.08.2009, 00:56

SolAce hat geschrieben:
der_stefan hat geschrieben:- Manche sensorischen Nachführungen sparen auch noch die Endschalter ein, dann riskiert man (permanente) mechanische Schäden, wenn irgendwas doch spinnt (z.B. Schneewehen auf nur einer Sensorfläche, etc.). Bei manchen sensorischen Nachführungen kann man auch in der Nacht mit dem Auto "drum rum" fahren, dann verfolgt einen die Nachführung so lange, bis sich innen die Kabel durch aufzwirbeln verabschieden(!). Man kann solche Tracker durch nachts 3x Auto verstellen eine ganze Umdrehung "zwirbeln", so einen Effekt hab' ich auch schon durch nahe liegende Straßen gesehen...

Wer probiert denn sowas aus? Ich käme nicht auf die Idee nachts mit dem Auto um PV-Tracker zu fahren. Manchen muss es schon seeeehr langweilig sein. (Und das funktioniert wirklich? Ich kann das kaum glauben.... :shock: )

Also sooo langweilig ist mir jetzt auch nicht, aber wenn ich mit dem Auto (zufällig) um 22:00 hinfahre und die Autoscheinwerfer auf den Tracker strahlen, und selbiger sich dann bewegt, dann lass ich das halt brennen, und schau mir an, was der so macht - und wenn dann von der nahegelegenen Straße auch noch Licht (aus einem andern Winkel) kommt, dann interessiert mich das halt, wenn der sich fröhlich "zwirbelt"... Ich fahr natürlich nachts nicht um Tracker rum, da hab ich dann doch was besseres zu tun... ;-) Außer heut' Nacht vielleicht... - andererseits hab ich erst ein Sechstel deiner Posts... so gesehen.
Aber ein Tracker, bei dem durch Endschalter so etwas nicht verhindert wird ist m. E. sowieso eine totale Fehlplanung.

Gruß
Andy

Richtig.
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Beitragvon philsen » 05.08.2009, 09:42

der_stefan hat geschrieben:Sensorische Nachteile:

- Hängen gebliebenes Laub, Staub, (Wüsten-)Sand, Schnee oder Eis können die Sensormesswerte verfälschen, d.h. eine Einzelanlage steht falsch bzw. in einer Solar-Farm stehen alle Tracker unterschiedlich ("es gibt viele "hellsten" Punkte am Himmel..."), siehe hierzu auch diverse Links im Forum.

- Lichtgesteuerte Tracker tendieren zu "nervösem" Hin- und Herfahren, vor allem bei bewölktem Himmel. -> Geringfügig höherer Energieverbrauch, vor allem aber massenhaft zusätzlicher Verschleiss.

- Manche sensorischen Nachführungen sparen auch noch die Endschalter ein, dann riskiert man (permanente) mechanische Schäden, wenn irgendwas doch spinnt (z.B. Schneewehen auf nur einer Sensorfläche, etc.). Bei manchen sensorischen Nachführungen kann man auch in der Nacht mit dem Auto "drum rum" fahren, dann verfolgt einen die Nachführung so lange, bis sich innen die Kabel durch aufzwirbeln verabschieden(!). Man kann solche Tracker durch nachts 3x Auto verstellen eine ganze Umdrehung "zwirbeln", so einen Effekt hab' ich auch schon durch nahe liegende Straßen gesehen...

- Durch andere Kennlinien und andere spektrale Empfindlichkeit reagieren die eingesetzten Sensoren (z.B. Photowiderstände, etc.) anders auf Licht als die PV-Module. D.h. der durch den Sensor ermittelte hellste/strahlungsstärkste Punkt am Himmel ist nicht unbedingt auch für die PV-Module der günstigste Punkt am Himmel.

- Man wird auch selbst oft durch das eigene Auge getäuscht (ist mir auch schon so ergangen): Man denkt bei Bewölkung, der hellste Punkt müsste weiter in Richtung "freiem" Himmel sein (also der Punkt ohne Wolken), also fährt man diesen Punkt an, und siehe da, es kommt nicht mehr, sondern weniger "raus". Wenn man sich dann dafür die Gründe überlegt, kommt man schnell darauf, dass man eigentlich den ganzen Tracker aus dem Schatten tragen müsste - und nicht nur die Panelfläche schwenken. Das (menschliche) Auge hat eine stark nichtlineare Kennlinie. Z.B erscheint es einem 15 Minuten vor Sonnenuntergang noch fast taghell, selbst wenn der 8kW-Tracker nur noch wenige dutzend Watt einspeist, weil die PV-Module eben eine fast lineare Leistungs-Kennlinie haben und bei AM >15 "geht" eben fast nichts mehr...

- Will man die Nachführung überwachen, z.B. Windwerte protokollieren, Ausfall-/Störungsmeldung, Diebstahlüberwachung, etc., dann braucht man sowieso irgend eine Art "Intelligenz" im Tracker - das läuft dann also eh auf eine Mikroprozessorsteuerung hinaus - als "Nebensache" führt selbiger dann halt noch astronomisch das Panel nach...



Also ich finde das man das nicht so pauschal sagen kann. Ich hätte auch erwartet dass man hier Fakten reinstellt mit quellen etc. und nicht nur Vermutungen! (Nicht böse gemeint)

Zu deinen Punkten.
Ich glaube mittlerweile ist man in der Sensortechnik schon soweit, dass man sagen kann das der Tracker nicht ständig nachführt, sondern nur dann wenn eine direkte ERtragssteigerung sich daraus ergibt (Quelle: DEGER Product Guide). Also ist das nicht als NAchteil zu proklamieren!

Ja und warum stehen die in alle Richtungen?? Weil Sie autark arbeiten.

Ich wollte eine Sammlung von Fakten. Egal!!

Kannst du vllt. ein Video reinstellen, wie die auf Autolicht reagieren, würde wahrscheinlich mehrere Leute hier interessieren.


:?
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Beitragvon Seppel » 17.08.2009, 20:37

vorteil astronomisch:

bessere flächenausnutzung durch trackback morgens, abends bzw. im okt, nov, dez, jan. . i.d.r. sind die steuerungen am mast vernetzt, so dass die axabstände der tracker "in der nachbarschaft" bekannt sind und somit trackback in elevation und/oder azimut aktiviert werden kann.
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