Das hat mich auch mal fasziniert, leider fehlt mir dazu die Zeit (und Aufstellungsort für einen "Solarbaum")!
Bei dieser Methode wird eine Verdampfer-Flüssigkeit (Medium in einem geschlossenen System!) durch Sonnenbestrahlung verdampft und dabei das Modulfeld durch geeignete konstruktive Ausführung zur Strahlungsquelle hin ausgerichtet.
Als geeignetes Medium verwenden Bastler billiges und leicht erhältliches Propan, Butan oder die als Campinggas bekannte Mischung aus beiden Gasen (Vorsicht Brand- & Explosionsgefahr!!!). Alle gängigen Kältemittel für Klimaanlagen sollten jedoch geeignet sein, diese sind sicherer, dafür teurer.
Mir sind folgende 2 konstruktive Ausführungen bekannt:
Die einfachere Methode 1:
* Links und rechts vom schwenkbar gelagerten Modulfeld ist je ein (dunkles) Rohr mit dem flüssigem Medium montiert.
* Die von den Modulen abgewandte Seite der Rohre wird mit (hellen) Blechen beschattet.
* Beide Rohre sind am oberen Ende durch eine Überströmleitung miteinander verbunden.
Werden bEIDE Rohre von EINER Seite bestrahlt, erwärmt sich das unbeschattete Rohr schneller, Das Medium verdampft und strömt in das beschattete, kühlere Rohr, wo es wieder zur Flüssigkeit kondensiert.
Dies bewirkt eine Gewichtsverlagerung in Richtung Strahlungsquelle und das Modulfeld schwenkt bis zum Temperatur- (& Druck-) Ausgleich in den Rohren. Der Ausgleich findet natürlich dann statt, wenn beide Rohre symmetrisch bestrahlt werden (Modulfeld Richtung Sonne) voila!
Diese Konstruktion wird (verständlicherweise) als kippelig beschrieben und muss (zB. mit Gasdruckdämpfer?) bedämpft werden.
Praktikabler erscheint mir die wesentlich elegantere Methode 2:
Alles identisch bis auf:
* Die Überströmleitung wird aufgetrennt,
* ein Ende der Leitung auf den verkürzenden,
* das andere auf den verlängernden Anschluss eines doppeltwirkenden Pneumatik- oder Hydraulikzylinders angeschlossen.
Der Zylinder muss "nur noch" mit geeigneter Hebelwirkung montiert werden und schwenkt dann das Modulfeld durch die wirkenden Druckunterschiede. Geht mit doppeltem Aufwand natürlich auch 2-achsig.
Genial gell?!
Für die Dimensionierung helfen Hydraulik-Fachwissen und/oder Experimentierfreude...
Für Langlebigkeit muss das Dichtungsmaterial des Zylinderkolbens dem verwendete Medium widerstehen können.
Im Web gibt´s einige Seiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, einfach nach "thermohydraulische Nachführung" googeln.
http://www.solarserver.de/solarmagazin/ ... _0408.html
www.redrok.com/elcheapo.htm
http://zomeworks.com/products/pv-tracke ... ckers-work
Bei funktionierender Lösung bitte melden!!!
Grüße vom Attersee,
maXUL (alias maXOLAR)






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