Nachführung & Stationär --> kombinieren

Solaranlagen die dem Sonnenstand vertikal und/oder horizontal nachgeführt werden.

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Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Klaatu » 19.09.2012, 10:45

Hallo,
ich habe eine kleine (5,59 KWp) Dachanlage mit Eigennutzung, BJ 2010 und bin recht zufrieden damit. Im Jahresdurchschnitt waren es letztes Jahr (heuer ist es ganz ähnlich) 1075 kw pro installierter kw.
Die Anlage mit den Kyocera-Modulen ist auf einer Dachneigung von 18 Grad und etwas weg von der Südachse Richtung Westen.

Das Optimum
Zu Spitzenzeiten (also mittags bei strahlendem Sonnenschein in Verbindung mit kühlem Wetter) krieg ich ab und wann auch volle Leistung rein, also über 5000 Watt. Das ist selten und auch jeweils auf kurze Zeitspannen beschränkt.

Das Negative
Grad im Hochsommer in der früh ist die Leistung eher mau, bis 7 Uhr komme ich bei gutem Wetter grad mal auf 200 Watt. Das ist natürlich der Süd-West-Lage der Module geschuldet.

Sicherlich 99% der Sonneneinstahlungsdauer ist die Leistung nicht ausgereitzt. Zu morgentlicher Zeit und vor allem sommerlichen Frühabendstunden wird nicht die Leistung erzeugt, welche mein Haus braucht.

Ich frage mich nun, könnte man grundsätzlich eine bestehende Photovoltaikanlage mit einer zusätzlichen Anlage verbinden, welche durch Nachführung ganz gezielt auf die Sonne schielt und die Erträge aufbessert.
Also,
*** zu den Sonnenaufgangs und -untergangszeiten die Wattzahl für den Eigenverbrauch anhebt
*** die Anlage (außerhalb der seltenen Spitzenpeaks) unterstützt.

PS:
Ich habe im Urlaub so einen Photovoltaikbaum gesehen und da ist mir dieser Gedanke gekommen.
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon eggis » 19.09.2012, 10:59

Moin Klaatu,
Klaatu hat geschrieben:Ich frage mich nun, könnte man grundsätzlich eine bestehende Photovoltaikanlage mit einer zusätzlichen Anlage verbinden, welche durch Nachführung ganz gezielt auf die Sonne schielt und die Erträge aufbessert.
Also,
*** zu den Sonnenaufgangs und -untergangszeiten die Wattzahl für den Eigenverbrauch anhebt
*** die Anlage (außerhalb der seltenen Spitzenpeaks) unterstützt.

klar, kann man bestehende Anlagen erweitern, wie man will.
Solltest du die Erweiterung nicht dem Netzbetreiber melden, und für den Mehrertrag die höhere Vergütung aus 2010 kassieren, nennt man das Betrug.
Klaatu hat geschrieben:Ich habe im Urlaub so einen Photovoltaikbaum gesehen und da ist mir dieser Gedanke gekommen.

Da so eine Anlage nicht auf einem Gebäude installiert wird, gibt es nur die Grundvergütung. Außerdem benötigst du eine Baugenehmigung.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Klaatu » 19.09.2012, 13:02

Da hab ich mich scheinbar etwas unklar ausgedrückt.

Mir geht es nicht darum, eine Anlage zu erweitern im Sinne von mehr kwp. Die Anlage soll schon bei 5,59 kwp bleiben.
Mir geht es darum, ob man eine Anlage zu den Zeiten, zu welchen diese nicht voll ausgelastet ist, mit weiteren Modulen zu unterstützen.

Also im Prinzip z.B. so:
Morgens fangen nachgeführte und steil gestellte (vielleicht zusammen nur 1000 Watt peak groß) Module das Licht ein und heben die ansonsten derzeit unbedeutende Anlagenleistung auf ein Niveau, das den Strombedarf zu dieser Tageszeit auch deckt.
So auch abends, könnte ich mir vorstellen, dass Module die frontal gegen die auf- und untergehende Sonne gerichtet sind, weit mehr Leistung einfangen als meine Dachmodule.
Die "Unterstützung" hört nur dann auf, wenn die normalen Dachmodule im hohen Leistungsbereich arbeiten, also die normalen Dachmodule und die Unterstützermodule die Wechselrichterkapazität überfordern würden.

Vielleicht ist das ja auch alles Quatsch aber mit BETRUG haben diese Gedankenspiele wirklich gar nichts zu tun.
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon eggis » 19.09.2012, 13:13

Klaatu hat geschrieben:...nicht darum, eine Anlage zu erweitern im Sinne von mehr kwp...
[...]
mit weiteren Modulen zu unterstützen

Widersprichst du dir hier nicht selbst?

Jedes weitere Modul stellt eine Erweiterung -da Erhöhung der Nennleistung- dar.

Die Nennleistung hat nichts damit zu tun, wie viel der Wechselrichter ins Netz einspeisen kann.
Das Problem, dass die Anlage morgen und Abends weniger Erzeugt hat nun mal jeder Anlagenbetreiber.
Ich finde es aber trotzdem sehr kreativ, wie du dem begegnen willst. :D
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Helpless » 19.09.2012, 13:17

Neue Module = Neue Anlage (Die Vergütung ist an die Module gebunden). Wenn damit auch eingespeist wird, müssen diese auch angemeldet werden, ansonsten ist es eben doch...Betrug. Auch das Verlagern von Modulen aus der bisherigen Anlage in einen Tracker würde die Anlage soweit verändern, dass es ohne Meldung Betrug wäre. Denn, in einem Tracker ist die Anlage nicht mehr Gebäudeintegriert und fällt dann in einen anderen, deutlich niedrigeren, Förderrahmen.

Also, einen Tracker mit neuen Modulen: Als neue Anlage anmelden, oder eine Halbinsel damit aufbauenn.
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Photo_Volt » 28.09.2012, 14:36

Ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kommen sollte, meine Anlage so zu verändern, dass meine Fördermittel gekürzt werden. Das ist doch dumm.
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Helpless » 28.09.2012, 18:31

Nun, eine zusätzliche Anlage auf einem Tracker kann durchaus Sinn machen, wenn es um den Eigenverbrauch geht und man den Tracker geschenkt oder sehr günstig (gebraucht) bekommt. Ansonsten sind Tracker sowieso zu teuer und anfällig. Wenn man mit mehr als 12 Monaten Abstand zu einer bestehenden Anlage eine neue Anlage aufbaut, wird da auch nichts gekürzt, denn dann ist es wirklich etwas ganz getrenntes. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es sich rentieren kann eine kleine(!!) Anlage mit Ost/West angemeldet auf einer Freifläche zu errichten, um den Strom selbst zu verbrauchen. Ob sich das rechnet, und wie groß so etwas dann werden muss/darf, kann man leicht ermitteln, wenn man sich sein Profil am Morgen und am Abend ansieht. Allerdings ist bei einem normalen EFH wahrscheinlich ein Modul pro Richtung genug, um den Grundbedarf zu generieren.

Und, man kann immer eine (Halb)Inselanlage für den 100% Eigenverbrauch aufbauen, die dann gar nicht angemeldet werden muss. Auch hier gilt, ob sich das rechnet, bzw welche Größe sich rechnet, muss man halt ermitteln und dann weiter sehen.
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Heiko » 02.10.2012, 11:57

Wenn man will geht alles. Du kannst natürlich deine Module auf dem Dach nachführen.
Um diese Datei oder Foto laden zu können, musst Du im Forum eingeloggt/registriert sein
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Klaatu » 04.10.2012, 17:04

Photo_Volt hat geschrieben:Ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kommen sollte, meine Anlage so zu verändern, dass meine Fördermittel gekürzt werden. Das ist doch dumm.


Jetzt hab ich es schwarz auf weiß, ich bin ein dummer Betrüger. :danke:

@Heiko,
mich würde interessieren, was du da für eine Jahresleistung pro KW zusammenfängst, nach Abzug der zusätzlichen Stromkosten für die Nachführung (oder ist das nicht der Rede wert?).
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Re: Nachführung & Stationär --> kombinieren

Beitragvon Heiko » 23.11.2012, 00:33

Die zweiachs Motoren sind nur 36volt und gut übersetzt.
Bei der Drehhalle sind es schon 2x750Watt Motoren. Bei einer Jahresleistung von über 50000Kw
denke ich nicht an den Stromverbrauch.
Ein halber Tag Sonne im Jahr wird wohl drauf gehen :roll:
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