Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Solaranlagen die dem Sonnenstand vertikal und/oder horizontal nachgeführt werden.

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Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon philsen » 30.08.2011, 08:30

Hallo liebe Experten,

kann mir jemand sagen ob ich innerhalb der beiden WEndekreise besser eine über die vertikal Achse laufende einachsige NAchführung installiere oder eine über die horizontal Achse.

A&F macht das mit dem Skycarrier über die horizontal Achse, welches den Sonnenverlauf über das Jahr aufnimmt. Warum?
Ist der Ertrag über den Tagesverlauf nicht höher also eher die OSt WESt NAchführung statt Nord Süd? Oder ist das in den Tropen anders?

Ganz zu schweigen das der optimale Einstrahlwinkel bei 0° liegt +- 10!


Kann mir jemand erklären bzw. belegen warum hier alle Hersteller auf die horizontal Achse bauen?

vielen Dank
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Re: Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon open source energy » 30.08.2011, 09:00

zwischen den Wendekreisen steht die Sonne zwei mal im Jahr senkrecht am Himmel, eine zweiachsige Nachfürhung muss 360° können sonst geht das nicht. Ich würde aber grundsätzlich von eine O/W Ausrichtung favorisieren. Bewegliche Teile sind wartungsintensiv und störanfällig.
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Re: Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon brick » 30.08.2011, 09:36

Ich glaube, hier liegt ein Verständnisproblem vor. Eine horizontale Nachführung am Äquator ist eine Nachführung von Ost nach West, also von früh nach spät. Befinden wir uns nicht auf dem Äquator, richten wir uns nach dem Horizont aus, also in Richtung Äquator. Der Äquator ist aber unser Horizont. Wir befinden uns bei ca. 48° aber so weit im Norden, dass wir der Meinung sind, der Horizont befindet sich in der gleichen Ebene wie der Boden. Vielleicht hilft dieser Link etwas, um zum Verständnis beizutragen.
Stehe ich direkt auf dem Äquator, geht der Horizont vertikal durch mich durch, also, von den Füßen hoch zum Kopf.
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Re: Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon philsen » 30.08.2011, 09:42

Danke für die Info!
Ich sprech aber nicht von der Horizontalebene sonder von einer Horizontalachse. Wer sich davon überzeugen will kann ja mal den Skycarrier auf der Homepage von a&f anschauen.
Von zweiachsig war bisher nicht die Rede und das bewegliche Teile wartungsintensiv sind ist mir auch klar. hier geht es nur um die sinnvollere nutzung der Sonne mehr nicht.

Danke!
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Re: Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon brick » 30.08.2011, 09:57

Ich habe mir die Seite vor meiner Antwort angeschaut. Ich denke, Du beziehst Dich hierauf:
http://www.af.net/258-0-Einsatzmoeglichkeiten-und-Maerkte.html hat geschrieben:Dies bedeutet, dass die Nachführung um die horizontale Achse erfolgen muss, um die Photovoltaik-Module standortoptimiert stets optimal zur Sonne auszurichten.

Nun ist die Horizontalachse die Normale der Horizontalebene, sprich, diese durchsticht die Horizontebene senkrecht in der Mitte. Die Ebene beschreibt einen vollständigen Kreis um die Achse. In dieser Ebene dreht sich die Erde in 24 Stunden einmal um sich selbst. Richten wir nun die Module nach dieser Achse aus, verfolgen wir den täglichen Sonnenverlauf von früh bis spät.
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Re: Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon philsen » 30.08.2011, 10:54

Hallo Brick,

jetzt kommt doch vielleicht Licht ins Dunkel. Wie die Bilder zeigen (http://www.af.net/255-0-Baureihen-SkyCarrier.html) laufen die Tracker über die Horizontalachse. Allerdings und hier ist Galube ich mein Verständnisproblem ist der Tracker nicht Nord-Süd ausgerichtet sondern Ost-West. Das heißt die Jahreszeitlichen Verläufe werden in einer 0° position abgefangen. Wir haben innerhalb der Wendekreise ein Spektrum von 47°. Machen die Anlagen dann nicht enorm Verluste wenn Sie im tilt nicht richtig ausgerichtet sind?
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Re: Nachführung in den Tropen (zwischen den Wendekreisen)

Beitragvon brick » 30.08.2011, 11:59

Von Verlusten würde ich da fast nicht sprechen. Die maxiamale Neigung ist ja dann 23,5° an nur genau 2 Tagen im Jahr. Ich denke, da ist der Aufwand, eine Unterkonstruktion zweiachsig nachzuführen einfach nicht profitabel genug.
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