bin grad dabei mit einer unorthodoxen Methode den Energieunterschied zwischen stationär und Nachführung festzustellen und würde gerne Eure Meinung zu meiner Vorgehensweise und den erzielten Ergebnissen hören...
Eine Möglichkeit wäre ja an der betreffenden PV-Anlage (welche man zweiachsig nachführen lassen kann) die Leistungswerte an einem Tag im stationären Betrieb zu ermitteln und an einem anderen Tag (mit nahezu identischen Wetterverhältnissen) in der Nachführung und aus den beiden Ergebnissen die Differenz ausrechnen.
Da ich diese Vorgehensweise trotz identischer Tage zu ungenau halte, habe ich mir deswegen was anderes überlegt:
Ich habe die Möglichkeit an einer anderen PV-Anlage zeitgleiche Messungen durchzuführen. Diese ist jedoch permanent im stationären Betrieb, knapp 100 Meter weit entfernt von der zu untersuchenden Solaranlage und zudem ein ganz anderer Modultyp mit komplett unterschiedlichen Kennwerten (wie Pmax, IMMP, UMMP, IK, UL und Wirkungsgrad). Hat mich aber nicht davon abgehalten, ein Faktor zwischen beiden Anlagen ermitteln zu wollen...Kurze Erläuterung, wie ich schrittweise vorgegangen bin:
Tag 1:
1) Messung der Leistung an der Anlage 1 im stationären Betrieb und gleichzeitiger Messung der Leistung an der Anlage 2 im stationären Betrieb in gleicher Position (Orientierungswinkel) und Aufstellwinkel.
2) Ermittlung eines Faktors f aus den gemessenen Leistungswerten der Anlage 1(stationär) und der Anlage 2 (stationär): f = PAnlage1 / PAnlage2 - Die über den ganzen Tag hindurch ermittelten Faktoren waren übrigens nicht ganz identisch...einige Abweichungen waren vorhanden
Tag 2:
3) Messung der Leistung an der Anlage 1 im nachgeführten Betrieb und gleichzeitiger Messung von Leistungan der Anlage 2 im stationären Betrieb
4) Berechnung der Leistung an der Anlage 1 im stationären Betrieb: PAnlage1 = f * PAnlage2
5) Aus den gemessenen Werte der Nachführung und den berechneten Werten für den stationären Betrieb die Ausbeute für Anlage 1 ausrechnen
Was haltet Ihr von dieser Überlegung? Können hierbei zuverlässige Werte herauskommen???
Die Diagramme zu den Leistungsverläufen sind unten aufgeführt (für stationär ist bereits mit Faktor umgerechnet worden)
Ich komme auf eine Energieausbeute von 17-25 % (inklusive Verbrauch)...aber tendiert mehr zu 25 %.
Vom Ergebnis her sieht das doch im Prinzip gut aus.
Was ich aber nicht so ganz verstehe ist, warum alle meine Leistungsverläufe enorme Zacken aufweisen...normalerweise müssten die Peaks ja bei der Nachführung etwas geglätteter sein als bei stationär, oder?
Hoffe jemand kann mir da weiterhelfen...






0.00 (0 Bewertungen)
| 

