Solaranlagen die dem Sonnenstand vertikal und/oder horizontal nachgeführt werden.
Moderator: Mod-Team
von Bastel » 10.07.2012, 16:03
Hi Jochen,
danke - du hast natürlich recht, ein typischer Einheitenfehler.
Bei mir waren noch Wirkungsgradverluste der Umwandlung enthalten (siehe Wikipedia), daher ein Großteil unserer Differenz.
Die 2 kWh lassen sich elektrochemisch vieeeel einfacher speichern. Trotzdem finde auch ich die Idee der Nutzung von Lageenergie im Kleinen interessant. Leider wächst das Volumen erst so richtig mit der dritten Potenz, darum kommen immer so kleine Zahlen heraus.
Wie wäre es mit Hochdruck? Druckluftspeicher ist ein schönes Beispiel, doch bringen komprimierte Gase andere Probleme mit sich.
Man könnte Gewichte an Flaschenzüge hängen. Federn spannen. Weitere Ideen?
Bastel
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von jodl » 10.07.2012, 16:21
Bastel hat geschrieben:Wie wäre es mit Hochdruck? Druckluftspeicher ist ein schönes Beispiel, doch bringen komprimierte Gase andere Probleme mit sich.
Man könnte Gewichte an Flaschenzüge hängen. Federn spannen. Weitere Ideen?
Bastel
es muss doch nicht ein jeder das Rad neu erfinden die Suchfunktion hilft oft weiter...
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von JayM » 10.07.2012, 16:26
Hallo Bastel, schnell passiert so ein Einheitenfehler. Aber die Formel scheint es ja korrigiert zu haben. Verluste muß man natürlich auch noch rechnen, damit liegst Du näher an der Antwort als ich. Wenn man jetzt noch die Energie für die Herstellung rechnet ist man wahrscheinlich besser dran den Diesel für den Bagger und die Energie für die gesparte Stahl- und Zementherstellung in einen großen Tank zu packen. Da hat man wahrscheinlich erheblich mehr davon  Lageenergie ist immer erstaunlich gering und braucht daher entweder große Höhenunterschiede oder sehr große Massen. Wenn man am Steilhang wohnt und sich mit den Nachbarn einig wird könnte man vielleicht Regenwasserzisternen nutzen, um ein paar kWh zu speichern. Aber auch da kommt nicht viel bei rum. Eine interessante Idee ist mit Strom sehr hohe Temperaturen(1000+ Celsius) zu erzeugen und dann die thermische Energie zu speichern, und diese dann mit einer Wärmekraftmaschine in Strom zurück zu wandeln. Sind die Temperaturen hoch genug bekommt man (theoretisch) ganz passable Wirkungsgrade. Auch da braucht man aber eigentlich große Speicher, um das Oberfläche-Volumen Verhältnis und damit die thermischen Verluste gering zu halten. Es bleiben für den Hausgebrauch: - elektrochemische Speicherung in Batterien - chemische Speicherung mit Wasserstoff (möchte ich erstmal nicht im Keller haben) - thermische Speicherung im Pufferspeicher und in der Gefriertruhe (eigentlich eher Verbrauchsmanagement). - Vermeidung von Verbrauch (oft noch die wirtschaftlichste Art einen Unterschied zu machen) - Druckluftspeicher mit dazugehörigem Lärm und geringer Effizienz - und natürlich die Möglichkeit ganz viele gebrauchte Bungy-Gummis zu kaufen und um die Drehachse des Solarhauses zu wickeln Gruß Jochen P.S.: @jodl, lesen kann man viel, aber manchmal muß man selber denken und rechnen, um etwas vollständig zu verstehen. Und selber verstehen ist ein großes Plus bei all dem Unsinn der zum Teil im Netz geschrieben wird.
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von RoSt » 10.07.2012, 16:38
Eine Überschlagsrechnung bringt einen einfach deutlich weiter, stellt man immerwieder fest!  Auf was ich immernoch warte, und was so langsam wieder im kommen ist, ist eine mechanische Lösung des Problems. In sachen Maschinenbau sind wir ja hier in Deutschland wirklich top! Hier gibt es auch tolle konzepte die eigentlich schon jahrzente alt und bereits im einsatz sind und waren, stichwort: Schwungradspeicher! Hierzu kann man sich auch mal im internet kundig machen, ein paar anregungen: Porsche 911 GT3 R Hybrid mit Schwungscheiben-Speicher Volvo soll angeblich mit dem ersten Serien Schwungspeicher Hybrid in den Markt gehen... Ein kleiner geschichtlich/technischer überblick: http://www.energyprofi.com/jo/Speicher- ... rkehr.html"Ähnlich funktionieren auch die in den 1950er Jahren in Dienst gestellten ‚Gyrobusse’, welche die Maschinenfabrik Oerlikon in der Schweiz gebaut hat und deren 1,5 t schweren Schwungräder aus Massivstahl bei eine Drehzahl von 3.000 U/min. einen Speicherinhalt von 9,15 kWh besitzen." Bericht über ein Schwungradspeicherkraftwerk: http://www.heise.de/tr/artikel/Schwungv ... 76011.htmlEine wissenschaftliche abhandlung zum Thema: http://www.aspes.ch/publications/diss.pdfHabe zum Thema auch einen sehr aufschlussreichen Dokumentarfilm gesehen, kann ihn allerdings auf anhieb nicht im Netz finden... Das mal so als Anregung. MfG RoSt
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von JayM » 10.07.2012, 16:53
Hallo RoST, Schwungradspeicher sind prima für Kurzzeitspeicherung und schnelle Bereitstellung von großen Leistungen (Regelenergie, mobile Anwendungen wie KERS in der F1 oder Gyrobusse). Die 'Selbstentladung' ist für längerfristige Speicherung aber immer noch relativ hoch (trotz Vakuum und Magnetlagern).
Eine Anwendung ist an Bahnstrecken, wo die große Leistung von bremsenden und beschleunigenden Zügen gepuffert werden kann.
Gruß Jochen
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von RoSt » 10.07.2012, 18:32
Hallo JayM, da hast du vollkommen recht! Jedoch soll es laut Dokumentation (ich ärgere mich das ich die nicht finden kann) gelungen sein einen Schwungradspeicher zu konstruieren, mit besagten Magnetlagern und Vakuum, der über einen Tag einen Speicherverlust von 5% aufweist. Sollte diese Angabe annähernd zutreffen, dann wäre das doch eine geniale sache, ich sehe diese Technologie auch nicht als Langzeitspeicher wie PSW. Allerdings wäre es eine möglichkeit die Stromspitzen und einen Teil der Überproduktion am Tag zu speichern und ein paar Stunden später in der Nacht wieder einzuspeisen, was den Eigenverbrauch erhöhen und Spitzenströme dämpfen würde. Das ganze ließe sich meines erachtens auch super dezentral realisieren, wodurch die netze entlastet werden würden. Muss ja auch nicht unbedingt im Privathaushalt sein, eine größere anlage für mehrere einspeiser in einem Ort ist bestimmt wirtschaftlicher. Das wäre ein ähnlicher Betriebsfall wie der von dir angesprochene an Straßenbahnstrecken. Dort wird Bremsenergie kurzfristig zwischengespeichert weil die Netze nicht sofort damit belastet werden können, diese wird zeitnah wieder eingespeist wenn die Energie benötigt wird: http://www.rosseta.de/texte/bahnsr.pdfWenn man die Verluste über die Zeit jedoch in annehmbare regionen bekommt wie oben beschrieben, sehe ich da noch viel potential. MfG RoSt
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von Helpless » 11.07.2012, 13:06
Hallo RoSt.
Genau sowas wird bereits gebaut...
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von JayM » 11.07.2012, 15:09
Bei nur 5% Verlust pro Tag faengt das an Sinn zu machen. Zumal andere Verluste vermutlich eher gering sind. Irgendeine Idee was sowas kostet?
Gruss Jochen
Gesendet von meinem BASE Lutea 2 mit Tapatalk 2
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von RoSt » 11.07.2012, 23:09
Würde mich auch interessieren, aber da müsste man sich schon an die Firmen wenden, die diese speicher bauen und entwickeln... Denke aber mal, dass da die Preise noch horend sein dürften, da ja auch ein ziemlicher Aufwand dahinter steckt die Reibung möglichst klein zu halten... Aber wer da mehr in Erfahrung bringen kann darf das hier gerne berichten MfG RoSt
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