Karlk hat geschrieben:Benötigt die Nachführanlage auch separate "Fangstangen", welche direkt an der Nachführung befestigt sind, um den Schutzwinkel von 15° einzuhalten, damit bei direkten Blitzeinschlag der Blitz nicht direkt ins Modul sondern in die Fangstange einschlägt. Oder stellt ihr im Norden von der Anlage einen separaten Blitzschutzmasten auf?
Bei nachgeführten PV-Anlagen ist eine Bestückung mit Fangstangen bzw. Fangspitzen immer etwas problematisch. Aber die kostengünstigste Variante, wäre eine Montage im 90° Winkel von 5-6 Fangspitzen an der Oberseite der Nachführung. Das sieht zwar etwas seltsam aus, würde aber den Vorschriften entsprechen. Allerdings wird bei den meißten nachgefühtren PV-anlagen die Nachführkonstruktion selber als Fangmast angesehen und deshalb auf diese Fangspitzen verzichtet.
Die zweite Variante wäre ein Fangmast. Dieser müßte, wie du schon selber sagst, im Norden der Nachführungen aufgestellt werden. Hierzu müßte man allerdings wissen wie groß das solarfeld ist, denn unendlich groß kann man diese Masten auch nicht bauen. Auch sollte man die Zusatzkosten immer in Relation zur wirklichen Gefährdung bzw. Ausfall der PV-Anlage setzen.
Karlk hat geschrieben:Welche Überspannungsableiter (Typen) habt ihr verwendet. DC-Spannung (von den Modulen) sowohl auch Steuerspannung (Versorgungsspannung) für die Nachführung?
Bei den Nachführmasten sollte man Blitz- und Überspannungsschutz-Kombiableiter einsetzen. Hier gibt es bei den verschiedensten Firmen (Dehn, Pröpster, Phoenix, OBO Bettermann,...etc.) verschiedenste Varianten die man auf die PV-Anlage abstimmen kann. Im Fall der Nachführung, muß man alle Leitungen die irgendwie mit der Nachführung in Berührung kommen mit entsprechenden Ableitern versehen. Die Solarkabel, Versorgungsleitung, sowie die Bus- oder Datenleitungen die zur Nachführung hingelegt werden.
Karlk hat geschrieben:Falls der Wechselrichter nicht am Masten montiert ist, sondern z.B. 50m weiter weg sich im Haus befindet, setzt ihr am Masten und beim Wechselrichter separate Überspannungsableiter ein (d.h am Masten befindet sich z.B. im DC-Kreis von den Modulen ein "Kombiableiter" und bei Wechselrichter ein Ableitertyp 2 oder C-Ableiter, das gleiche würde dann auch für die Steuerspannungsversorgung für die Nachführung gelten).
Bei einer Länge von 50m, müssen immer auf beiden Seiten entsprechende Ableitern gesetzt werden. Sowohl am Masten, wie auch am Hauseintritt zum Wechselrichter.
Karlk hat geschrieben:Wenn sich der Wechselrichter sich nicht in der Nähe vom Zählerschrank befindet (z.B. bei einer Überschußeinspeisung 50-60m Kabellänge entfernt ist), setzt ihr nach den Wechselrichter im AC-Kreis auch einen Überspannungsableiter ein?
Ja. Bei normalen Aufdachmontagen entsteht die größte Gefahr durch Überspannung durch eine Einkopplung über das Erdreich und somit in die stromversorgende Hauptzuleitung des Energieversorgers. an der natürlich der Wechselrichter über 230V/400V angeschlossen ist.
Der Tom

Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können.