10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Solaranlagen die dem Sonnenstand vertikal und/oder horizontal nachgeführt werden.

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10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Denk Mal » 20.08.2010, 19:10

Hallo,

bin in noch sehr früher Planung für eine PV-Anlage am Äquator. Eine einachsige Nachführung würde theoretisch etwa 1/3 mehr Ausbeute als ein horizontale Festinstallation bringen, auch vom Tagesverlauf der Leistung und der Hinterlüftung der Module wäre es besser. Etwa in der Art: http://www.tracker.cat/sites/site/wwwtrackercat/home/english/products/solar-tracker-feina-sf70-eh.html Aber soweit ich überhaupt einen Preis finden konnte (alibaba 4606€, ab 1000Stk 2550€/Stk, aber was soll ich mit 1000 Stk?), finde ich den für 640kg Stahlprofile und Verbindungen, 5 Kugellager sowie 100€ Motor und Elektronik nicht wirklich billig. Sowas ist doch ein ideales "Made in China"-Product, absolut LowTech, hab aber leider nichts entsprechendes gefunden.

Ich nehm mal an, dass in 2-3 Jahren die Module nochmal deutlich günstiger sein werden. Bei einer Festinstallation müsste ich auch nicht die 1. Wahl bzl. Effizienz wählen. Während ich große Zweifel habe, ob die Tracker deutlich günstiger werden.

Selbstbau wäre wohl auch eine ernsthafte Option, passendes Getriebe, Zeitschaltuhr+Endanschlag für vor/zurück und gut.

Kennt Ihr günstige Systeme in der Größenordnung 10kWp? Angesichts des Preisverfalls bei Modulen, lohnt die Mühe überhaupt, wenn ich erst in 3-4 Jahren die Anlage baue? Kann für das Geld ja auch einfach deutlich mehr Module nehmen, halb nach Ost neigen, halb nach West (damit Leistung besser über Tag verteilt). Zumal ich dann nicht die allereffizientesten = teuersten nehmen müsste.

Vielen Dank und viele Grüße,
Michael
Denk Mal
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Weidemann » 20.08.2010, 19:40

hier findest du (ich denke realistische) Preise für die Degertracker: photovoltaik-shop.com

Für den Äquator genügt ja aber einachsige Nachführung. Ich hab auch erst was von einem Montagesystem-Hersteller gelesen, der lange Reihen auf dem Flachdach einachsig nachführt (also einfach nur kippt von ost nach West), macht wohl in D wenig Sinn, wäre aber für dich genau das richtige! also nur eine Reihe von Modulen kippen, und das dann vielfach nebeneinander.
sonnige Grüße,
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon mbw-electronic » 20.08.2010, 20:00

Vielleicht ist das ein Ansatz für deine Überlegungen,
die gibt es vor allem 1-Stück-weise, :P

http://www.mbw-electronic-online.de/Sun ... 16-kWp-20m

Viele Grüße
Roberto
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Denk Mal » 20.08.2010, 23:23

Hallo,

der Deker ist ja wahnsinnig teuer (134€/m²), der kann sich ja gar nicht rechnen. Der Suntracer ist umgerechnet auch noch etwas teurer als der Feina. Ok. Da am Zielstandort Arbeit praktisch nichts kostet, werde ich wohl vor Ort was bauen lassen. Selbst mit unseren Teilepreisen käme ich mit unter 2000€ hin. Je nach Preisentwicklung wird aber eine feste Dachinstallation als Eindeckung bis zur Realisierung dennoch billiger, spart Zeit, das Gerüst, den Platz und ersetzt die sonst nötige Eindeckung. Evtl. retten mich die Chinesen bis dahin doch noch.

Viele Grüße, Michael
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Weidemann » 21.08.2010, 09:37

wie soll sich das ganze denn "rentieren" bzw. was ist das Ziel? und wie ist das Wetter am Äquator?
sonnige Grüße,
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon neuharlingerstrom » 21.08.2010, 10:13

Denk Mal hat geschrieben:Hallo,

der Deker ist ja wahnsinnig teuer (134€/m²), der kann sich ja gar nicht rechnen. Der Suntracer ist umgerechnet auch noch etwas teurer als der Feina. Ok. Da am Zielstandort Arbeit praktisch nichts kostet, werde ich wohl vor Ort was bauen lassen. Selbst mit unseren Teilepreisen käme ich mit unter 2000€ hin. Je nach Preisentwicklung wird aber eine feste Dachinstallation als Eindeckung bis zur Realisierung dennoch billiger, spart Zeit, das Gerüst, den Platz und ersetzt die sonst nötige Eindeckung. Evtl. retten mich die Chinesen bis dahin doch nochla

Viele Grüße, Michael


Moin ...

warum sollte man ausgerechnet am Äquator wo es "genug" Sonne gibt noch zusätzlich teure Trekker installieren ? Das Geld dafür sollte man sich eher sparen, zumal in entlegenden Gegenden der Wartungstechniker weit sein dürfte. Und den wird man bei beweglichen Teilen sicher immer irgendwann brauchen. Was starr montiert kann auch nicht "verschleißen" (Rost, Abrieb, Sand etc) und wie gesagt beu senkrechter "Beleuchtung" vom Himmel bietet es sich eher an die Teile auf dem Dach quasi horizontal zu montieren. Mit genügend Abstand zur Dachhaut um die "Stauhitze" darunter nicht zu groß werden zu lassen. (Ein Verschattungseffekt sorgt zudem für Kühlung der "normalen" Dachhaut). Da ein jeder Trekker (auch Selbstbau) eine Steuerung braucht ist das wie gesagt aus diesen Grunde immer störungsanfälliger als was "festes" ...

Das Geld würde ich lieber für ein paar Extra am Fendt oder John Deere Trekker ausgeben :D

Höchstens für so etwas braucht man unbedingt Nachführung:
http://en.wikipedia.org/wiki/Concentrating_solar_power

mfg vom Deich
56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
+ 28 Grad (1 String) Null Schatten ..
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2594

http://www.solarlog-home4.de/nhs
Sonne= 3,86× 10hoch26 Watt
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Denk Mal » 21.08.2010, 11:00

Hallo,

@weidemann:
S.a. http://www.photovoltaikforum.com/allgemeine-anlagenplanung-f69/pv-bei-airmass-0-84-t53120.html

Ich brauche ein System, dass ich bedarfsgerecht aufrüsten kann, um den initialen Invest kleinzuhalten. Zusätzlich muss es robust sein. Import geht nur per Schiff+Bahn+LKW oder Flugzeug+LKW. Als Quasi-Insel sollten Erzeugung und Verbrauch im Tages- wie Wochenverlauf gut zusammenpassen, dafür weiß ich aber noch viel zuwenig. Ich bin noch ganz am Anfang. Im Tagesverlauf erwarte wich wegen Klimananlagen den Peak am Nachmittag. Elektrogroßgeräte werden sonst nur tagsüber laufen, sind aber im Detail unplanbar.

Laut PVGIS etwa 2200kWh/kWp/a ohne Nachführung, 2900kWh/kWp/a mit 1, 3000kWh/kWp/a mit 2 Achsen. Optimale Ausbeute für ein nachgeführtes System hätte ich nur oben auf der Hügelkette, dann aber richtig. Ob ich das optisch will weiß ich noch nicht. Sicher sind die Installationskosten dort oben etwas höher, aufwändigeres Gerüst, längere und dickere Kabel. PV unten in der Ebene wird wegen benachbarter Hügel morgens und abends Verschattung haben. Dachflächen hätte ich quasi unendlich viel, da ich Verschattung brauche und Regenwasser auffangen will.

Kritisch wird, wenn mal mehrere Tage keine Sonne scheint. Eine gute Ausbeute am schlechtesten Tag, schlechteste Woche, schlechtesten Monat ist mir wichtiger als max. Jahresertrag. Werde aber wohl auch noch andere Stromquellen erschließen.

Naheliegend ist bei einer Achse erstmal Rotationsachse in Nord-Süd-Richtung, mittags liegen die Module also absolut waagerecht, gut auch bei miesem Wetter.

Alternative mit einer Achse wäre z.B. fest 30° Neigung und dann um die Hochachse rotieren, also mittags mit 30° nach Norden (Juni) oder Süden (Dezember), da hab ich in den "dunklen" Monaten mehr Ertrag. März und Sept. verlier ich natürlich bei senkrechter Sonne, aber dann hab ich ohnehin genug Leistung.

Idela wär natürlich zwei Achsen, aber dann sicher nicht zu den Kosten wie Deker. Und ich muss auch nach Norden ausrichten können (also 360°). Neigungswinkel sollte mind. 0-60° bzw. +-60° sein. Eine Kauflösung für die Nachführung ist mir wohl zu teuer, es bleibt nur Selbstbau.


@neuharlingerstrom:
Ein Tracker bringt absolut mehr Zusatzertrag als am Deich, 700-800kWh/kWp/a, er würde sich alsoo viel eher rechnen. Aber ohne Subventionen, und die Anfälligkeit fürchte ich auch.

Die Module selbst würden die Dachhaut sein, Fugen abdichten und gut, für Wirtschaftsgebäude soll das wohl reichen. Im First Lüftung, um den Wärmestau abzusaugen. Die Festinstallation wäre bzgl. Temp. also nicht schlechter als auf einem Tracker. Evtl. sogar besser.


Angesichts des Kostenverfalls, und dass eine bewegliche Konstruktion immer empfindlicher sein wird als eine feste, frag ich mich, ob Nachführung oder eben nicht. Wenn die Frage jetzt nicht beantwortbar ist, ok, verschieb ich. Aber für die Planung ist mir lieber, wenn ich gewisse Varianten möglichst früh ausschließen kann. Meine Zeit (und eure, Danke!) ist der teuerste Invest von allem.

Viele Grüße, Michael
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon neuharlingerstrom » 21.08.2010, 11:14

Denk Mal hat geschrieben:Hallo,

@weidemann:
S.a. http://www.photovoltaikforum.com/allgemeine-anlagenplanung-f69/pv-bei-airmass-0-84-t53120.html

Ich brauche ein System, dass ich bedarfsgerecht aufrüsten kann, um den initialen Invest kleinzuhalten. Zusätzlich muss es robust sein. Import geht nur per Schiff+Bahn+LKW oder Flugzeug+LKW. Als Quasi-Insel sollten Erzeugung und Verbrauch im Tages- wie Wochenverlauf gut zusammenpassen, dafür weiß ich aber noch viel zuwenig. Ich bin noch ganz am Anfang. Im Tagesverlauf erwarte wich wegen Klimananlagen den Peak am Nachmittag. Elektrogroßgeräte werden sonst nur tagsüber laufen, sind aber im Detail unplanbar.

Laut PVGIS etwa 2200kWh/kWp/a ohne Nachführung, 2900kWh/kWp/a mit 1, 3000kWh/kWp/a mit 2 Achsen. Optimale Ausbeute für ein nachgeführtes System hätte ich nur oben auf der Hügelkette, dann aber richtig. Ob ich das optisch will weiß ich noch nicht. Sicher sind die Installationskosten dort oben etwas höher, aufwändigeres Gerüst, längere und dickere Kabel. PV unten in der Ebene wird wegen benachbarter Hügel morgens und abends Verschattung haben. Dachflächen hätte ich quasi unendlich viel, da ich Verschattung brauche und Regenwasser auffangen will.

Kritisch wird, wenn mal mehrere Tage keine Sonne scheint. Eine gute Ausbeute am schlechtesten Tag, schlechteste Woche, schlechtesten Monat ist mir wichtiger als max. Jahresertrag. Werde aber wohl auch noch andere Stromquellen erschließen.

Naheliegend ist bei einer Achse erstmal Rotationsachse in Nord-Süd-Richtung, mittags liegen die Module also absolut waagerecht, gut auch bei miesem Wetter.

Alternative mit einer Achse wäre z.B. fest 30° Neigung und dann um die Hochachse rotieren, also mittags mit 30° nach Norden (Juni) oder Süden (Dezember), da hab ich in den "dunklen" Monaten mehr Ertrag. März und Sept. verlier ich natürlich bei senkrechter Sonne, aber dann hab ich ohnehin genug Leistung.

Idela wär natürlich zwei Achsen, aber dann sicher nicht zu den Kosten wie Deker. Und ich muss auch nach Norden ausrichten können (also 360°). Neigungswinkel sollte mind. 0-60° bzw. +-60° sein. Eine Kauflösung für die Nachführung ist mir wohl zu teuer, es bleibt nur Selbstbau.


@neuharlingerstrom:
Ein Tracker bringt absolut mehr Zusatzertrag als am Deich, 700-800kWh/kWp/a, er würde sich alsoo viel eher rechnen. Aber ohne Subventionen, und die Anfälligkeit fürchte ich auch.

Die Module selbst würden die Dachhaut sein, Fugen abdichten und gut, für Wirtschaftsgebäude soll das wohl reichen. Im First Lüftung, um den Wärmestau abzusaugen. Die Festinstallation wäre bzgl. Temp. also nicht schlechter als auf einem Tracker. Evtl. sogar besser.


Angesichts des Kostenverfalls, und dass eine bewegliche Konstruktion immer empfindlicher sein wird als eine feste, frag ich mich, ob Nachführung oder eben nicht. Wenn die Frage jetzt nicht beantwortbar ist, ok, verschieb ich. Aber für die Planung ist mir lieber, wenn ich gewisse Varianten möglichst früh ausschließen kann. Meine Zeit (und eure, Danke!) ist der teuerste Invest von allem.

Viele Grüße, Michael


Moin ...

zur Klimatisierung hätte ich noch eine Frage:

Gibt es die Wohn/Geschäftshäuser dort schon oder ist da z.Z. nur "Pampas" und muß das ganze neu hochgezogen werden ? Wenn letzteres empfiehlt sich dort ein echtes "Niedrigenergiehaus" nach dt. Standard um nicht gegen die Kälte sondern gegen die Hitze gut isloiert zu sein. Spart am Ende jede Menge teuerer (weil ja unbedingt autark) Technik. (Dämmstoffe billiger und leichter als Maschinen)

mfg vom Deich
56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
+ 28 Grad (1 String) Null Schatten ..
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2594

http://www.solarlog-home4.de/nhs
Sonne= 3,86× 10hoch26 Watt
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Denk Mal » 21.08.2010, 16:38

Hi,
muss alles neu. Weiß noch nicht welche Gebäude tatsächlich AirCon brauchen, das bedeutet ja auch Fenster, nicht nur Loch in der Wand. Durch Höhenlage wird es eher weniger heiß als bei uns. Kühlhaus wollte ich dämmen. Massive Wände, Verschattung durch Dachüberstände, Fensterausrichtung optimieren, sowas natürlich bei allen.

Viele Grüße, Michael
Denk Mal
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Re: 10kWp Ein-Achser, lohnt die Mühe?

Beitragvon Weidemann » 21.08.2010, 19:40

Kühlhaus würde ich v.a. so planen, dass es nur tagsüber Kühlung braucht und die nacht ohne Strom durchhält (also weiter runterkühlt).

Für ein (Pseudo-)Inselsystem ist außerdem sehr wichtig, wie hoch die Spitzenlasten beim Anlauf der Motoren sind... wenn du da große Maschinen betreibst ohne "leistungssparende"elektronische Steuerung, wirst du um einen Netzanschluss nicht herumkommen, und die WR müssen die Spannungseinbrüche verkraften, ohne auszusteigen.
sonnige Grüße,
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