Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von LAN-Opfer » 18.11.2011, 18:23
Hallo, ich möchte meine Garage elektrifizieren und dazu eine Inselanlage installieren http://www.photovoltaikforum.com/inselanlagen-f57/konzeptfragen-inselanalge-fuer-garage-t69559?sid=f85c4bb9b5e37415b060f002e55d29a3.htmlEs sollen ein oder zwei Module aufs Dach - nahe ans vordere (am Tor), rechte Eck - da hab ich am längsten Sonne. Ganz gut gefällt mir so ein Wannensystem - ist allerdings mit 50-80€ je Modul nicht ganz billig. Die Wanne muss dann mit 80-100kg gefüllt werden. Da die Wannen nicht in der Dachmitte, sondern am Rand nahe der Wand stehen, sollte das gehen (ich bin aber kein Statiker). Andererseits gibt es auch Gestelle aus Aluprofilen. Die könnte man vielleicht auch selbst aus Konstruktionsprofilen machen. Der Vorteil wäre hier, daß eine variable Neigung möglich wäre. Aber wie sieht es mit dem nötigen Gewicht aus? Ich stell mir da ja eine schrägangestellte Fläche frei in den Wind. Aus dem Bauch raus würde ich sagen, daß hier mehr Gewicht notwendig wäre, um einem Sturm zu trotzen. Welcher Aerodynamiker kann mir hier helfen? Ein Problem ist auch die Diebstahlsicherung. Wenn das Modul mit der Wanne verschraubt und diese mit Betonplatten gefüllt ist, reicht ja ein Verschrauben mit Abrißschrauben oder eine entsprechenede Nachbehandlung (Innensechskantschrauben ausbohren) aus. Sympathischer wäre mir eine Lösung, bei der die Schrauben nicht unbrauchbar werden - falls ich auch mal wieder was dran schrauben muss. Welche Tipps habt ihr noch dazu? LG Uwe
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von Modulschrauber » 19.11.2011, 20:45
Hi Uwe, Wir haben schon Inselanlagen für Garagentorantrieb gebaut. Da es sich um einen Ganzjahresbetrieb handelt musste die Anlage für den Winter ausgelegt werden, also auch eine steile Neigung haben. Der Ertrag reicht dann im Sommer durch die langen Tage und wärmerer Baterie trotzdem auf jeden Fall. Eine Verstellmöglichkeit ist unnötig. Soweit ich weiss gibt es die Konsolo aber nur in flacher Neigung. Bei einer Anlage mit identischen Modulen, ein Teil frei vor der Fassade, und der andere auf den Wannen montiert zeigen diese vor allem im Sommer einen deutliche Minderertrag, den ich mir nur durch die viel schlechtere Hinterlüftung und dadurch höhere Erwärmung erklären kann. Auch darum mag ich die Wannen nicht. Wir haben zur Aufstänerung Dreiecke aus Aluwinkel angefertigt und mit Gehwegplatten beschwert. Kurt
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von LAN-Opfer » 19.11.2011, 23:31
...ich dachte auch schon daran, z.B. aus Aluprofilen (Boschprofile) eine Aufständerung zu machen. Aber ich denke, daß ich dann mehr Gewicht brauch - da Panel ist dann ja wie ein Drachen oder eine Tragfläche frei im Wind und bekommt bein flacher Anströmung aus nördlicher Richtung (optimale Ausrichtung vorrausgesetzt) Auftrieb. Es gibt so Wannen ja auch aus Blech - leider hab ich da noch keinen Shop mit Preisen gefunden. Wieviel Kilo habt ihr an Gehwegplatten draufgepackt? Wie groß sin die Panels? Ging da schon mal ein Sturm drüber?
Uwe
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von diehl_sucks » 20.11.2011, 04:22
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von Modulschrauber » 20.11.2011, 11:59
[quote=]"LAN-Opfer" Ging da schon mal ein Sturm drüber?Uwe[/quote] Ja klar, ist seit über 20 Jahren bewärte Technik. Stürme...Wibke, Lotar, Kyrill und noch einige lokal begrenzte Ereignisse. Schon sehr lange stehen einige thermische Anlagen ohne Problemen auf den Dächern. Damals noch einfach mit Angabe X kg / m^2 Kollektorfläche dimensioniert. Heute nur noch abhängig von Statik, Windzohne, ...
Wir warten aber auch eine PV Anlage, die mit fast keiem Ballast auf Gerüstbohlen auf einem Flachdach montiert ist. Sie ist bei Kyrill um einiges über das Dach gewandert, die Kabel sitzen jetzt auf Spannung. Der Betreiber wird von uns jedes Jahr darauf hingewiesen, sieht selbst aber keinen Handlungsbedarf.
Um etwas über das Gewicht der Beschwerung zu sagen noch einige Fragen:Wo ist der Standort, wie hoch das Gebäude, freistehend?, welches Modul? Kurt
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von LAN-Opfer » 20.11.2011, 14:12
gib mal in google-Maps die Koordinaten ein: 48.524288,9.216609 Die Garage, welche mit dem grünen Pfeil markiert ist. Die Garage ist ca. 2m hoch und steht ebenerdig - sie ist die erste in einer ganzen Reihe. Bei den Modulen weiß ich noch nichts genaues - ich geh mal von 2 Modulen aus - so 1,6m x 0,9m - ich hab mal beim ortsansässigen Solateuer nachgefragt, ob er was passendes als Rest oder B-Ware hat. Da man sowas nicht richtig rechnen kann, kämen mir hier Erfahrungswerte sehr gelegen LG Uwe
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von Modulschrauber » 20.11.2011, 17:55
Hi, es fehlt die wichtige Angabe, was willst du tun? Wie viel Strom brauchst du? Kurt
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von LAN-Opfer » 20.11.2011, 18:52
Hauptsächlich brauch ich Licht (Hauptnutzen) in der Garage - dafür sollten meine Batterien und 2 Module mit je knapp 200Wp reichen (hab mal hier http://www.esomatic.de/Auslegung.asp ein wenig rumgespielt) - Ich habe 2 Blei-Akkus (12V 90Ah - HX330-FR). Zum Betreiben von Geräten hab ich noch ein Notstromaggregat. Ich denke aber, daß ich später noch einen Umrichter (Victron MultiPlus) dranhängen werde. Dann kann ich auch mal z.B. eine Lötstation betreiben oder mal kurz die Bohrmaschine anwerfen. Das ganze soll auch einen gewissen "Spielcharakter" haben. Ich geh doch aber recht in der Annahme, daß es aus aerodynamischen Gründen günstiger ist, wenn die Module nicht "frei im Wind" hängen, sondern auf der Nordseite (ausgehend von einer Südausrichtung) verkleidet sind? Und wie sieht es seitlich aus, wenn da der Wind durchpfeifen kann? Ist wohl auch besser, wenn da zu ist - oder? Uwe
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von Bento » 20.11.2011, 20:17
Modulschrauber hat geschrieben:Wir warten aber auch eine PV Anlage, die mit fast keiem Ballast auf Gerüstbohlen auf einem Flachdach montiert ist. Sie ist bei Kyrill um einiges über das Dach gewandert, die Kabel sitzen jetzt auf Spannung. Der Betreiber wird von uns jedes Jahr darauf hingewiesen, sieht selbst aber keinen Handlungsbedarf.
Armes Deutschland! Erstens Eigenkonstruktion, zweitens garantiert kein statischer Nachweis gegen Abheben und drittens kein Bewusstsein für Qualität, Sicherheit, Gefahren und unternehmerisches Handeln. Wenn sich die Gesamtanlage auf dem Flachdach bewegt, führt das zu einem erhöhten Schadensrisiko am Dach (nur weil man zu billig gebaut hat)! Wenn die Kabel/Steckverbindungen reißen, führt das zu Ertragseinbußen und Reparaturkosten (nur weil man billig gebaut hat)! Wenn man von Fachleuten darauf hingewiesen wurde, dass die Anlage nicht standsicher ist und trotzdem nichts unternimmt, dann wird keine Haftpflichtversicherung der Welt einen Sach- oder gar Personenschaden übernehmen (nur weil man zu billig gebaut hat und den Fehler noch nicht einmal einsehen wollte)! Es soll auch schon Leute gegeben haben, die dafür in den Knast gewandert sind. Ich stelle mir gerade vor, dass die PV-Anlage beim nächsten Sturm über der Dachfläche weht und nur noch von den DC-Kabeln (stehen ja schon unter Spannung) gehalten wird. @Lan-Opfer: Warum willst du das Rad für eine derart kleine Anlage neu erfinden? Es gibt ganz viele Gestellhersteller, die Systeme inkl. Systemstatik für fast jeden Anwendungsfall haben. Frag mal einen Solarteur in deiner Nähe. Der wird dir sicher das entsprechende Material von einem der Hersteller, die er üblicherweise im Programm hat, verkaufen (oder bei deiner Größe gegen eine Kiste Bier aus der Restetonne holen). Ein aerodynamisches System, also ohne wesentliche Zusatzlasten, wird in deinem Fall vermutlich wegen der geringen Größe nicht gehen und wäre auch sowieso wegen der Kosten für den "Einzelfallnachweis gegen Abheben" nicht bezahlbar. Bleibt also nur eine Beschwerung oder eine andere Art der Befestigung!
Viele Grüße Bento
Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden. (Arnaud Desjardins)
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von LAN-Opfer » 20.11.2011, 20:42
...ich möchte da nicht unbedingt selbst was machen - zuerst dachte ich ja an diese Kunststoffwannen: zwei Wannen mit je ca. 80-100kg beschwert und gut. Aber: die Wannen bieten einen vorgegeben Winkel (leider nicht einstellbar) und die PV-Module werden eventuell nicht optimal gekühlt (-> Leistungsverlust). Ich hab hier im Ort mal nen Solateur gefragt - der verbaut die Solarmodule natürlich kistenweise. So Wannen könnte er mir beschaffen - dauert aber (dieses Jahr nicht mehr). Die Wannen könnte ich ja auch im Shop bestellen - Preise sind da auch drin. Ich wollte jetzt einfach mal ein Gefühl entwickeln, was so ne Wanne im Vergleich zu einem offenen Gestell bzgl. der Windlast bedeutet. Und vielleicht finde ich ja auch was besseres, als diese Kunststoffwannen; es gibt so Wannen auch aus Blech (aber ich hab noch keinen Shop gefunden, der die hat und kenne auch keine Preise).
LG
Uwe
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