Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von Sonnenking » 18.03.2011, 14:23
schwani hat geschrieben:Bitumenschindel herausnehmen? Unser Schindeldach ist 14 Jahre alt und die Dinger sind knüppelhart miteinander verschweißt, da wollte ich keine mehr herausnehmen und erst recht nicht wieder drunter frickeln.
Wir haben uns nach langem überlegen für eine andere Möglichkeit entschieden: Zuerst haben wir nicht die dafür (bei Neueindeckung) vorgesehenen Haken für Bitumenschindel und Schieferdächer genommen, sondern normale Pfannenhaken. Das hat den Vorteil, dass diese eine viel größere Auflagefläche und in unserem Fall fast genau die größe der eckigen Schindeln haben . Die Dachhaken wurden dann mit der Fußplatte genau unter die darüber liegende Schindel angelegt und befestigt. Dazu haben wir auf einem Bandmaß unter dem Dachüberstand die mittige Lage der Sparren aufgezeichnet und anschließend auf die Dachfläche übertragen. Auf dem Dach ist ja schließlich die Lage der Sparren nicht zu erkennen. Ob der Balken beim festschrauben getroffen wurde, ist ja leicht durch die hohen Drehkräfte zu spüren. Die Trefferquote für die Schrauben würde ich auf 95% tippen, die wenigen die daneben gingen, mußten halt noch einmal neu gebohrt werden. Zur Abdichtung haben wir dann keine Bitumenmasse genommen, sondern diese Bitumenkaltschweißbänder mit gefärbter Aluoberfläche. Die entsprechend vorgeschnittenen Bänder wurden unter die darüber liegende Schindel geschoben (vorsichtig mit einer flachen Spachtel bzw. Maurerkelle 4-5mm anheben) und komplett über die Dachhakenplatte mit Schrauben gelegt und angedrückt. Das Zeug klebt auf den alten Schindeln und den Edelstahlhaken wie die Pest und der schuppenartige Aufbau der Bahnen ist wieder hergestellt.
Um die Auflast entsprechend zu verteilen, wurde jeder Sparren mit Haken belegt und ein Abstand auf dem Sparren von 1,10m gewählt. Dies ist vielleicht nicht nach DIN, VOB oder sonstigen Vorschriften, stellt für mich aber eine akzeptabele Lösung für solch ein schwieriges Material dar.
Gruß Ingo
Hallo Schwani, stell doch mal ein paar Fotos davon ein. Gruß Dirk
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von solarteur0502 » 18.03.2011, 15:45
Macht ja einen ordentlichen Eindruck, aber der Leistungsabfall bei kristalliner Ware im Sommer wird wohl deutlich höher ausfallen, als bei Aufdachanlagen mit Abstand zur Dachhaut.
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von Soeren-Solar » 18.03.2011, 17:01
Wie wärs mit Stockschrauben und "großen" EPDM-Dichtungen????
Gruß
Sören
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von HEWE » 18.03.2011, 17:16
Das Problem ist sicherlich zu lösen, nur..... welcher Solateur kann guten Gewissens beim Kunden für die absolute Dichtigkeit schriftlich garantieren ? Ich kenne keinen, der bereit wäre diese Garantie zu übernehmen. Wir haben bereits mehrere Aufträge dieser Art abgelehnt. Selbst wenn das Dach jahrelang dicht bleiben würde, was ist in 10 Jahren wenns undicht wird?
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von Soeren-Solar » 18.03.2011, 17:23
Hallo,
wie steil ist das Dach denn??? Bei einer geringen Neigung könnte man doch auch ohne Dachhautdurchdringung arbeiten, oder sehe ich das falsch?
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von solarteur0502 » 18.03.2011, 17:33
HEWE hat geschrieben:Das Problem ist sicherlich zu lösen, nur..... welcher Solateur kann guten Gewissens beim Kunden für die absolute Dichtigkeit schriftlich garantieren ? Ich kenne keinen, der bereit wäre diese Garantie zu übernehmen. Wir haben bereits mehrere Aufträge dieser Art abgelehnt. Selbst wenn das Dach jahrelang dicht bleiben würde, was ist in 10 Jahren wenns undicht wird?
Hier schließe ich mich dir an, wir lehnen die Durchdringung auch ab. Ausnahmen sind unbewohnte Nebengebäude mit Unterschrift "Haftungsausschluß für spätere Undichten" des Bauherrn.
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von klaus-dieter » 18.03.2011, 19:35
welcher Solateur kann guten Gewissens beim Kunden für die absolute Dichtigkeit schriftlich garantieren ?
Keiner, da sollte man lieber den Dachdeckermeister seines vertrauens fragen.
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von schwani » 18.03.2011, 20:49
Wenn ich dran denke, stelle ich hier mal Fotos ein. Bei meiner Lösung muss ich dabei sagen, dass meine Module fast alle einreihig liegen. Das heißt, das ich an fast alle Dachhaken jederzeit dran komme. Außerdem ist das Dach flach und an jeder Stelle begehbar. Ich habe es damals selbst gedeckt und kann mir auch bei späterer Undichtigkeit helfen. Zur Not schweiße ich noch eine Lasche aus PYE200 drauf.
Aber solche Dächer sind in der Tat nicht schön zu bearbeiten. Fängt schon an mit der Sparrensuche...
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von andi_h » 10.01.2012, 14:59
schwani hat geschrieben:Wenn ich dran denke, stelle ich hier mal Fotos ein. Bei meiner Lösung muss ich dabei sagen, dass meine Module fast alle einreihig liegen. Das heißt, das ich an fast alle Dachhaken jederzeit dran komme. Außerdem ist das Dach flach und an jeder Stelle begehbar. Ich habe es damals selbst gedeckt und kann mir auch bei späterer Undichtigkeit helfen. Zur Not schweiße ich noch eine Lasche aus PYE200 drauf.
Aber solche Dächer sind in der Tat nicht schön zu bearbeiten. Fängt schon an mit der Sparrensuche...
Darf ich dich nochmal an die Bilder erinnern  Wir haben die gleiche Eindeckung und ich bin noch am spekulieren ob Stockschrauben oder deine Lösung, wie heißt den das Schweißband genau? Grüße Andi
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