Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon begron » 18.04.2010, 10:22

Hallo Zusammen,

meine PV-Anlage wurde leider von einem Subunternehmen und nicht vom Solateur selber montiert. Demenstprechend ist die ganze Montage auch abgelaufen, man musste wirklich ständig nachkontrollieren. Zuerst wollten Sie die Module direkt an die Gaube machen und dafür am Ortgang über einen Meter platz lassen, dann waren die Schienen sehr schlecht ausgerichtet, so daß sich sehr große Spalte an den Modulen ergaben. Die Ziegel oberhalb der Blechziegel sind schlecht aufgelegen, diese wollten Sie dann nicht ausschneiden, usw...
Das ließ sich alles noch während der Montage beheben da meistens jemand von uns dabei war.
Die Kabelverlegung wurde komplett im Schutzrohr gemacht, was ich eigentlich für sehr gut halte. Dies gibt einen guten Schutz gegen äußere Einwirkungen wie scheuern, Marderverbiss ...
Zu meiner Überraschung sah die Kabelverlegung der Zuleitungen der Strings zu den Modulen recht sauber aus, wurde alles mit ausreichend Kabelbindern an den Schienen befestigt.

Dann wurden die Module angeliefert, die Kabel an den Modulen waren auch schon mit einem Schutzschlauch versehen. Leider wurde die Schutzschläuche von Modul zu Modul nicht befestigt und liegen lose auf den Dachziegeln. Da die Kabel ja im Schlauch verlegt sind dürfte das nicht so kritisch sein oder? Am Kabel scheuern kann da ja eigentlich nichts und große Mengen Schnee können eigentlich auch nicht unter die Module gelangen. Was mir allerdings auch nicht gefällt sind die offenen Unterbrechungen im Schutzschlauch.

ich bin mal auf eure Meinungen gespannt.

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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon eggis » 18.04.2010, 11:50

Moin begron,

erstmal meinen Glückwusch zur Anlage.
Die Kabel sollten durch die Schutzschläuche weitesgehend gegen Umwelteinflüsse geschützt sein. Auch wenn die Stöße der Schutzschäuche offen sind, wäre das für mich nicht so tragisch, solange die Schutzschäuche nicht verrutschen. Hier die Schäuche mit Tape zu verbinden, wäre wohl schöner gewesen. Mich stört allerdings, dass die Schutzschläuch gegen die Rückseite der Module drückt (Bild 1). Schau mal in die Montageanleitung des Modulherstellers, ob das zulässig ist, was ich mit aber nicht vorstellen kann. Ich würde hie auf Nachbesserung drängen und dann können die Schutzschläuche auch gleich am Gestell befestigt werden.

Die Modulklemmen in der oberen Reihe (Bild 3), befinden sich meiner Meinung nach nicht mehr im zulässigen Bereich für die Modulklemmung. Hier wäre es besser gewesen, die obere Modulschiene eine Ziegelreihe tiefer zu setzen.

Ausreichend Dachhaken scheinen gesetzt worden zu sein. (Bild 4)
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon begron » 19.04.2010, 08:31

danke Eggis, für deine Einschätzung.
inwiefern ist es problematisch wenn der Schutzschlauch an der Rückwand des Moduls anliegt?

Wegen der obersten Montageschiene wollte ich mal in der Montageanleitung von IBC nachsehen, nur leider habe ich bisher keine Montag- bzw. Installationsanleitung für folgendes Modul finden können: IBC Polysol 230 TE


gibt es noch weiter Meinungen zu den "Mängeln"
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon eggis » 19.04.2010, 08:57

begron hat geschrieben:danke Eggis, für deine Einschätzung.
inwiefern ist es problematisch wenn der Schutzschlauch an der Rückwand des Moduls anliegt?

Die Rückseitenfolie hält das Vakuum zwischen Zellen und Modulglas. Wenn die Folie beschädigt wird, kann das Vakuum entweichen und Feuchtigkeit eindringen.

Wegen der obersten Montageschiene wollte ich mal in der Montageanleitung von IBC nachsehen, nur leider habe ich bisher keine Montag- bzw. Installationsanleitung für folgendes Modul finden können: IBC Polysol 230 TE

Vielleicht mal bei IBC anrufen? :?
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon Henrik » 19.04.2010, 11:00

Hallo,

Ich glaube, ich kann auch hier etwas zum besseren Verständnis beitragen:
Die Befürchtungen wegen dem Flexrohr unter der Scheibe sind nicht ganz unbegründet. Der erste Härtetest wird im kommenden Winter sein,
wenn Schneelast auf die Gesamtfläche drückt. Wenn es das übersteht, dürfte theoretisch auch in Zukunft nichts passieren.
Trotzdem wurde hier unweigerlich extrem schlampig gearbeitet. Normaler Weise ist es schon ziemlich kühn, nur quer-Profile zu verwenden statt ein ordnungsgemäß gefertigtes, zweilagiges Gestell. Solange kein starker Sturm kommt, hält das schon, aber interessant wirds dann bei Sturm.
Flexrohr bei der DC-Verkabelung zu verwenden ist keine schlechte Idee, aber wenn es dann so unsauber verarbeitet wird, hätte er es auch weglassen können.
Denn der Marder findet jede offene Stelle.

LG Henrik
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon begron » 19.04.2010, 11:33

Henrik hat geschrieben:
Trotzdem wurde hier unweigerlich extrem schlampig gearbeitet. Normaler Weise ist es schon ziemlich kühn, nur quer-Profile zu verwenden statt ein ordnungsgemäß gefertigtes, zweilagiges Gestell. Solange kein starker Sturm kommt, hält das schon, aber interessant wirds dann bei Sturm.

LG Henrik


wenn ich Dich richtig verstehe bemängelst Du das einlagige Montagesystem?? :shock:
In unserer Gegend sind kreuzschienenmontagen aber eher die Ausnahme. Und dann eigentlich nur wenn die Module vertikal montiert werden. Von daher verstehe ich da deinen Einwand nicht.

Deine anderen Einwände leuchten mir ein.
Mir hat der Einsatz des Schutzschlauches auch sehr gut gefallen, aber als ich dann die Ausführung gesehen habe, war die Begeisterung wieder vorbei.
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon eggis » 19.04.2010, 11:43

Moin Henrik und Willkommen bei uns!
Henrik hat geschrieben:Normaler Weise ist es schon ziemlich kühn, nur quer-Profile zu verwenden statt ein ordnungsgemäß gefertigtes, zweilagiges Gestell. Solange kein starker Sturm kommt, hält das schon, aber interessant wirds dann bei Sturm.

schätzungsweise 50% aller Aufdachphotovoltaikanlagen werden mit einem einlagigen Montagesystem ausgeführt. Auch wenn zweilagige Montagesysteme optisch gleichmäßiger aussehen, besonders bei Einlagesystemen, weil Dachunebenheiten besser ausgeglichen werden, müssen bei beiden Systemen die selbe Anzahl Dachhken verwendet werden, um die Anlage bei Sturm auf dem Dach zu halten. Die Logik deiner Aussage erschließt sich mir nicht. Ich lerne aber gerne hinzu, wenn du das mal erläuterst.
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon Henrik » 19.04.2010, 14:25

eggis hat geschrieben:Moin Henrik und Willkommen bei uns!
Henrik hat geschrieben:Normaler Weise ist es schon ziemlich kühn, nur quer-Profile zu verwenden statt ein ordnungsgemäß gefertigtes, zweilagiges Gestell. Solange kein starker Sturm kommt, hält das schon, aber interessant wirds dann bei Sturm.

schätzungsweise 50% aller Aufdachphotovoltaikanlagen werden mit einem einlagigen Montagesystem ausgeführt. Auch wenn zweilagige Montagesysteme optisch gleichmäßiger aussehen, besonders bei Einlagesystemen, weil Dachunebenheiten besser ausgeglichen werden, müssen bei beiden Systemen die selbe Anzahl Dachhken verwendet werden, um die Anlage bei Sturm auf dem Dach zu halten. Die Logik deiner Aussage erschließt sich mir nicht. Ich lerne aber gerne hinzu, wenn du das mal erläuterst.


Also ich merk schon dass wir uns verstehen^^

Situation:
Wir gehen von einem fertig montierten System aus. Gewitterwolken ziehen auf und es kommt starker Wind. solange passiert nichts.
Erst wenn die Windstärke so zunimmt, dass die Verwirbelung an den Eckpunkten, welche die flächig betrachtet stärkste Kraft ist, die ausser Schnee auftreten kann. Die unweigerlich fehlende Statik bei einlagiger Montage führt gleichzeitig zu deren Verlust. Klemmpunkte lösen sich durch Hebelwirkung am Rahmen, verstehst du?
In diesem Augenblick sinkt die Statik von logischen vorherigen 100% auf lächerliche 15%. Zum Kyrill 2007 oder wann auch immer das war. Mustten wir zahlreiche einlagige Anlagen, zerfetzt vom Sturm demontieren. Betrachtet man nun noch unsere Klimazonenverschiebung, ist es wirklich sehr kühn, einlagig zu montieren. Ich hab sogar die Antwort für diesen(zum Glück abflauenden)Trend. Als Unternehmer möchtest du den Auftrag. Um bei meist billigen Modulherstellern dem Niederpreisdruck der Konkurrenz stand zu halten, bietet man diese billige Variante auf Kosten der Sicherheit an.
Wenn es bei euch so verbaut ist, wurde auf eurem Rücken ein eventuell Kostspieliges Experiment unternommen.
Muss nicht passieren, KANN ABER!
Diese Anlagen wurden von Unternehmen istalliert, welche eben diese Phylosophie an den Tag legten wie beschrieben. Von unseren 350 Anlage ist keine einzige davongeflogen.
Henrik
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon Fischkopp » 19.04.2010, 15:35

Moin,
eggis hat geschrieben:Auch wenn zweilagige Montagesysteme optisch gleichmäßiger aussehen, besonders bei Einlagesystemen, weil Dachunebenheiten besser ausgeglichen werden, müssen bei beiden Systemen die selbe Anzahl Dachhken verwendet werden, um die Anlage bei Sturm auf dem Dach zu halten. Die Logik deiner Aussage erschließt sich mir nicht. Ich lerne aber gerne hinzu, wenn du das mal erläuterst.

Vielleicht 'ne norddeutsche Sicht, wo man viel Wind gewohnt ist, aber ich kann mich eggis nur voll anschließen.
Wo sind bitteschön die Aussagen belegt durch Studien, Versicherungsberichte...??
Es ist völlig unbestrtitten, dass Cyrill massenweise PV-Anlagen abgeräumt hat. Das bei vielen die Statik schon nach damaligen Normen nicht gestimmt hat, ist anzunehmen. Und dass bei der einen oder anderen Anlage an Dachhaken gespart wurde ist heute noch immer auftretenden Montagefehlern ebenfalls anzunehmen. Doch all dies hat nichts mit der Systementscheidung Querschiene oder Kreuzgestell zu tun. Vor einiger Zeit hat sich Schletter mal zu der Problematik umgekehrt geäußert und ließ verlauten, dass Solarteure bei Kreuzgestellen eher (unzulässig) an Dachhaken sparen da sie annehmen, sie wären von sich aus stabiler und würden den Modulen die Last besser abnehmen.
In seinen Unterlagen zur Projektierung formuliert Schletter das dezent:
Tipp:
Die Kreuzschienenmontage (egal mit welchem Montagesystem) sollte dann verwendet werden,
wenn die Unterkonstruktion keine passenden Befestigungspunkte für Querschienen bietet.
Die Kreuzschienenmontage ist nicht dafür gedacht, bei einer bestimmten Modulanordnung mit
weniger Dachhaken auszukommen! Die Anzahl der notwendigen Dachhaken pro Quadratmeter
Modulfläche ist von den statischen Erfordernissen vorgegeben und ist im Prinzip vollkommen
unabhängig von der Art der verwendeten Schienensysteme!



Henrik hat geschrieben:Mustten wir zahlreiche einlagige Anlagen, zerfetzt vom Sturm demontieren.

Zeig doch mal bitte Bilder davon. Würde überaus spannend sein mal auch die Bruchstellen zu sehen. Dazu Infos über Gestellsystem und Montage.

Weiterhin dürfte in Schneelastzone 3 die Schneelast wesentlich größere Belastungen auf das Gestell bringen als Wind.

Zurück zum Threadstarter...
Die Kabel in den Flexrohren zu führen bietet sicher etwas zusätzliche Sicherheit für die Kabel - wenn diese durchgängig darin geführt sind. So kann man sich durchaus vorstellen dass Schmelzwasser sich sogar in den Rohren sammelt und die Stecker dann dauerhaft geflutet werden. Mit Eisbildung...
Die Auflage der Rückseitenfolie auf den Rohren gefällt mir auch nicht so ganz. Dass die Folie und irgendwann auch die Zellen dann Schaden nehmen steht irgendwie zu befürchten. Allerdings dürften die Zellen nicht in einem Vakuum sich befinden sondern simpel in EVA eingeklebt sein. Vakuum-Module gibt es inzwischen zwar auch, dürften aber die absolute Ausnahme sein.
--> so kann man nicht sicher sagen ob solche halbherzige Kabelführung nützt oder letzten Endes sogar schädlich ist.

Bei der Montage wäre zu bemängeln dass bei der obersten Modulreihe die obere Querschiene im Prinzip zu hoch verläuft (außerhalb des vorgeschriebenen Klemmungsbereiches).

Gruß
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Re: Unsaubere Kableverlegung? Montagemängel?

Beitragvon Weidemann » 19.04.2010, 16:05

zur Modul-Klemmung: die erlaubten bereiche sind im Datenblatt des Moduls angegeben, demnach muss man mindestens ca. 30cm Abstand vom Modulrand halten. Trotzdem würde ich es so lassen, denn die Spannweite ist durch die recht hohe untere Montageschiene ja nicht zu groß (nämlich 1 Meter). wenn man nun oben auch noch eins tiefer geht, ist der Klemmenabstand nur 66cm, und das bei einem 1,66m-Modul - das wäre statisch sicher ungünstiger, auch wenns den Vorschriften entspricht.
Bei IBC anrufen, kannst du vergessen, die reagieren auf Endkunden eher allergisch ;-) ich würde den Solateur offiziell darauf hinweisen, dass es anders ist als im datenblatt eingezeichnet, und damit hat er dann das Risiko.

ich kann mir eh nicht vorstellen, dass diese Montageart irgendeinen nachteil hätte gegenüber einem geringeren Klemmen-Abstand.
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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