Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
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von luzy13 » 13.06.2012, 15:36
Liebes Forum, ich habe ein Angebot für eine PV-Anlage vorliegen. Die PV-Anlage selbst ist in Ordnung, dass hab' ich schon prüfen lassen. Ich mache mir Sorgen um das Montagesystem: Mein Dachdecker sagt, es sind zu wenig Dachhaken, weshalb ich den PV-Anlagen-Anbieter angesprochen habe. Der hat mir aber versichert, dass es genug sind. Die belegte Modulfläche (auf einer Scheune) sind etwa 200 m² (das Dach ist 20 Meter breit). Es sind 120 Module. Es soll im Kreuzschienensystem belegt werden, befestigt an 120 Dachhaken. Wir sind hier Windlastzone 1 und Schneelastzone 2. Die Dachhaken werden an einer zusätzlichen Montagelattung befestigt, weil die Sparren der Scheune wohl ungünstig verteilt sind. Ich möchte von euch nur wissen, ob das wirklich sein kann, dass die Anzahl Dachhaken reicht. Mein Dachdecker sagt, es sind mindestens 50 zu wenig  ?? Ich weiß leider nicht, welches System das genau ist, aber für eine "pi-mal-Daumen"-Aussage reichen meine Angaben hoffentlich  Vielen Dank, luzy13
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von gueland » 13.06.2012, 15:54
Hallo,
die Frage kann so nicht beantwortet werden.
Von Würth beispielsweise gibt es einstellbare Aluhaken, die sehr flexibel sind, dafür aber nicht so viel Last abkönnen. Vom gleichen Hersteller gibt es auch Schwerlasthaken, die sehr viel Last abkönnen, dafür aber nicht einstellbar sind.
Liegt also in jedem Fall am Typ der Haken ob das reicht.
Die Konstruktion mit einer Hilfslattung wurde bei mir bei einigen(!) Haken auch gemacht. Vorteil: Sehr flexibel! Nachteilig ist aber insbesondere, dass diese Lattung i.Allg. an der Traglattung angebracht wird und diese Traglattung "nur" genagelt und nicht geschraubt ist. Das könnte insbesondere was die Wind-Sogkräfte angeht ggf. im Randbereich etwas kritisch werden.
Bin aber nicht vom Fach und kann das daher nur mutmaßen ... das sollte Dein Dachdecker besser wissen.
Die Hersteller der Unterkonstruktion bieten oft ein Tool zur Berechnung der Statik an. Lass Dir von Deinem Solateur die Berechnung geben, dann weißt Du, was jeder Haken (mit Wind- / Schnee- / Modullast) zu tragen hat.
Gruß, gueland
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von gueland » 13.06.2012, 16:05
Hallo,
es fehlt noch die Angabe der Dachneigung. Die ist für die Berechnung der Wind- / Schneelasten entscheidend. Und für Details wäre auch noch die Geländehöhe über NN wichtig, da die Schneelasten abhängig sind von der Höhe.
Ich habe mir ein kleines Excelsheet gebastelt um ganz grob die Lasten pro Haken zu berechnen (kann ich heute Abend mal rechnen).
Gruß, gueland
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von Weidemann » 13.06.2012, 16:19
Willkommen im Forum!
vielleicht sagt der Dachdecker das auch, weil es mit den Sparren nicht rausgeht? (und auch die Schienen etc, vielleicht erkennt man den Hersteller). Stell mal ein Bild der Dachhaken rein, und messe die Materialstärke (Dicke des Hakenauslegers) und Abmessungen, dann kann man eine erste Aussage treffen.
Auf jeden Fall ist es bei Schneelastzone 2 schon sportlich, mit nur 0,6 Haken pro m² auskommen zu wollen, vor allem weil die Spannweiten der Profile begrenzt sind (oder es müssen entsprechend starke Profile verwendet werden).
Was sagt denn dein Vertrag dazu? Passendes Gestell? Oder kaufst du nur eine fixe Anzahl Haken etc, und bist für die Montage selbst verantwortlich?
In jedem Fall das VORHER klären. Und beschreib auch mal ausführlich die Hilfskonstruktion (mit Fotos), wo die Haken montiert werden, da kann auch viel falsch gemacht werden (zu schwach dimensioniert...).
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von luzy13 » 13.06.2012, 16:25
Danke schon mal  Dachneigung müsste irgendwo zwischen 20 und 25 Grad liegen. Geländehöhe? Keine Ahnung, ist in Gummersbach, hilft das weiter? Und was die Berechnung betrifft: Nach dem letzten Gespräch mit meinem Anbieter meine ich herausgehört zu haben, dass es gar keine spezielle Berechnung für mein Dach gibt, sondern er da eher auf Erfahrungswerte zurückgreift?? Fragt sich nur, ob er bisher eher gute oder schlechte Erfahrungen gemacht hat... 
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von luzy13 » 13.06.2012, 16:30
Fotos hab' ich keine, das Ding soll ja erst noch gebaut werden  Ich habe bisher nur ein Angebot über eine PV-Anlage, bei der Module, Wechselrichter etc. einzeln aufgeführt sind und dann eine Pauschalposition "Montagegestell" kommt. Weil ich das komisch fand, hab ich überhaupt erst angefangen, da mal nachzufragen und bin nun schließlich hier gelandet  Auf Nachfrage hat mir mein Anbieter dann gesagt: 120 Dachhaken, Kreuzmontage, zusätzliche Lattung. Mehr weiß ich leider nicht^^ Naja, und wie gesagt findet mein Dachdecker, dass das zu wenig Haken sind. Ich überlege jetzt schon, ob ich bei dem einen Anbieter nur die PV-Anlage kaufe und die Unterkonstruktion von meinem Dachdecker machen lasse...
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von gueland » 13.06.2012, 16:34
Gummersbach = 250m ü. NN >> Rechnung wegen Fehler gestrichen << 
Zuletzt geändert von gueland am 13.06.2012, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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von luzy13 » 13.06.2012, 16:44
Öhm, nein. Du hast ausgerechnet 1 Haken auf 1,6 m². Du meintest aber wohl 120 Haken/200 m² = 0,6 Haken pro m² 
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von Weidemann » 13.06.2012, 17:43
also wenn das mit der "zusätzlichen Lattung" vom Anbieter kommt, ist vorsicht angesagt! Auf keinen Fall das Gestell so kaufen, wenn nicht klar feststeht wie und wo es hinkommt.
250m ü NN (in Google Earth nachprüfen, nicht dass du auf nem Hügel bist?) und Schneelastzone 2 sind nur 0,85 kN/m², also sehr geringe Schneelast. Aber schon mit den Schletter Rapid2+ bräuchtest du 1 Haken/m², nur mit den sehr massiven Rapid2+ Vmax (eigentlich für heftige Schneelastzonen) würden 0,6 reichen. Und wie gesagt, ich bin skeptisch ob man das von den Profilen her hinbekommt.
Stell doch mal eine Skizze vom Dach ein, aus der die Sparren- und Pfetten-Abstände hervorgehen. Nur wenn man das genau weiß, kann man was planen.
Bevor du irgendwas vom Anbieter kaufst, muss der genau wissen wie dein Dach gebaut ist, und ein Zimmerer sollte für die "zusätzliche Lattung" sein okay geben, gerade in diesem Punkt haben wir schon viel schlimmes gesehen im Forum...
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von luzy13 » 13.06.2012, 18:21
Vielen Dank, eure Tipps reichen mir ja schon insofern, dass ich offensichtlich nicht zu übervorsichtig an die Sache herangehe. Ich werde nochmal ausführlich mit meinem Anbieter sprechen und darauf bestehen, dass er mir eine Berechnung für seinen Vorschlag vorlegt. Mein Horror ist immer: 5 Jahre geht alles gut und nach der Gewährleistung bricht dann langsam alles zusammen  Da bin ich lieber vorher die Nervensäge...
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