Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von Sati » 03.10.2011, 11:11
Hallo,
am Samstag hat mein Solarteur (Dachdecker) mit der Montage der Unterkonstruktion (TectoSun 3 plus von Phönix) begonnen. Als Laie habe ich mir gedacht, dass man den ersten und letzten Dachhaken einer Reihe montiert. Dann eine Schnur spannt und die übrigen daran ausrichtet und dann darauf spannungsfrei die Schiene montiert. Bin ich da zu pingelig? Das läuft aber anders. Auf den Sparren werden 20 mm dicke ca. 150 mm x 150 mm große Holzstücke (offensichtlich passen die Dachhaken nicht zu den Dachlatten 60 mm x 60 mm) gelegt (vielleicht auch geschraubt), dann werden die Dachhaken mit 80 mm langen Schrauben auf den Sparren (hoffentlich, ich sitze leider im Rollstuhl und kann mir das auf dem Dach nicht ansehen) geschraubt. Da die Sparren nicht alle in einer Flucht liegen, wird die Schiene dann von beiden Monteuren unter Einsatz ihres ganzen Körpergewichtes runtergedrückt und am Dachhaken befestigt. Nach Feierabend habe ich dann mal meine Frau auf das Dach geschickt und die berichtet, dass die Schiene an dieser Stelle so ca. 10 - 15 mm Delle hat. Ist das tolerierbar? Desweiteren haben die Monteure die Aussparrungen in den Dachziegeln mit dem Hammer erstellt. Dabei sind Ecken vom Dachziegel abgebrochen, zudem liegt der Dachziegel nicht richtig auf und man kann durchsehen. Kann ich verlangen, dass die die Flex nehmen? Kann mir einer der Experten mal schreiben wie eine PV-Anlage fachmännisch installiert wird und worauf ich bei der Kontrolle achten muß? Denn irgendwie wirkt mir das wie: Denn sie wissen nicht was sie tun.
Vielen Dank für Eure Mühe
Sati
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von finkus » 03.10.2011, 12:36
Hallo Sati, das liest sich ja schlimm. Besorge dir die Montageanleitung vom Gestell. I.d.R. steht da auch drin, das spannungsfrei montiert werden muss. Konfrontiere die Monteure damit, du hast Anspruch auf eine fachgerechte Montage, Garantien greifen auch nur dann! Beschädigte Dachpfannen sind auszutauschen, die musst du kostenfrei bereitlegen. Es gehen immer mal ein par Pfannen kaputt, normal. Ob nun Flex oder Hammer ist eigentlich egal, kannst du auch nicht bestimmen, wenn es nicht vertraglich geregelt ist. Wenn es ordentlich gemacht wird, zeigt ein "Hämmerer" eigentlich, das er das Handwerk gelernt hat. Bei einer Dachdeckerausbildung, werden wohl viele Pfannen versemmelt. Wenn du keine Kenntnisse hast, such dir einen Bauleiter, das Geld ist in so einem Fall sicher gut investiert. Montagefehler haben die Angewonheit, nach Ablauf von Garantien aufzutreten 
sonnige Grüße Stephan Königstein finKUs Energiemanagement GmbH & Co.KG - Tüv geprüfter Sachverständiger und Bauleiter für Photovoltaik Anlagen - Fachwirt für Finanzberatung - Im Felde 3 , 49076 Osnabrück - 0541-7500170
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von aik26 » 03.10.2011, 18:58
Hallo Sati,
hört sich nicht gut an, was du da berichtes. Meine Empfehlung dazu:
Alles was dir auffällt auf jeden Fall ins Abnahmeprotokoll aufnehmen. Egal was, hauptsache es steht drinn! Desweiteren kann ich dir auch nur dazu raten, so wauleiter/Sachverständigen zur Abnahme hinzu. Diese Ausgabe wirst du nie bereuen!!!
Du bist kein Fachmann und deswegen wird ein guter Solateur auch nichts dagegn einwenden(können), wenn du die Arbeiten abnehmen läßt. Vor allen Dingen gibt es dann auch keine lange Rederei. Heute würde es nur noch so machen.
Gruß HaJo
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von henrymaske » 03.10.2011, 19:08
Hört sich nicht so gut an - wenn es möglich ist soll Deine Frau Fotos machen und dann hier einstellen.
Gruß Rolf
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von Bento » 03.10.2011, 21:02
Hallo Sati,
so ganz habe ich das noch nicht verstanden.
Nach deiner Beschreibung gehe ich davon aus, dass die Schiene, von der du sprichst, horizontal gesetzt wurde. Bei Ziegeldächern braucht man da eigentlich keine Schnur spannen, weil es leicht ist, die Dachhaken immer im gleichen Abstand zu den Ziegeln zu setzen. Wenn die Dachlatten und damit die Ziegel nicht bereits vorher "wellaform" gelegen haben, dann müssten auch die Dachhaken fluchten.
Kann es sein, dass deine Dachfläche nicht eben ist und keine verstellbaren Dachhaken verwendet wurden? Dann müssen die Schienen natürlich an einigen Stellen mit sanfter Gewalt in Richtung Dachfläche gedrückt werden, um sie am tiefer liegenden Haken befestigen zu können. Ich halte das für nicht richtig, da bei der späteren Befestigung der Module Spannungen auftreten können. Die Frage ist, was du bestellt hast bzw. was dir dein Solarteur empfohlen hat? Wenn man die letzten 5,- € wegverhandelt, dann können auch schon mal verstellbare Dachhaken verschwinden!
Wenn der Solarteur regelmäßig 20 mm starke Holzplättchen unterlegt, dürfte er wohl die falschen Dachhaken bestellt haben. Ansonsten ist es aber üblich, dass formstabile Holzplättchen oder Kunststoffplättchen in unterschiedlichen Dicken zwischen 2 und 5 mm bei Bedarf unter die Fußplatte des Dachhakens gelegt werden, um einen Abstand zwischen Haken und darunterliegender Dachpfanne von ca. 5 mm einhalten zu können.
Viele Grüße Bento
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von Sati » 04.10.2011, 19:42
Bento hat geschrieben:Hallo Sati,
so ganz habe ich das noch nicht verstanden.
Nach deiner Beschreibung gehe ich davon aus, dass die Schiene, von der du sprichst, horizontal gesetzt wurde. Richtig. Bei Ziegeldächern braucht man da eigentlich keine Schnur spannen, weil es leicht ist, die Dachhaken immer im gleichen Abstand zu den Ziegeln zu setzen. Wenn die Dachlatten und damit die Ziegel nicht bereits vorher "wellaform" gelegen haben, dann müssten auch die Dachhaken fluchten.
Kann es sein, dass deine Dachfläche nicht eben ist und keine verstellbaren Dachhaken verwendet wurden? Richtig. Dach ist 160 Jahre alt und wurde vor drei Jahren neu gedeckt. Dann müssen die Schienen natürlich an einigen Stellen mit sanfter Gewalt in Richtung Dachfläche gedrückt werden, um sie am tiefer liegenden Haken befestigen zu können. Ich halte das für nicht richtig, da bei der späteren Befestigung der Module Spannungen auftreten können. Die Frage ist, was du bestellt hast bzw. was dir dein Solarteur empfohlen hat? Wenn man die letzten 5,- € wegverhandelt, dann können auch schon mal verstellbare Dachhaken verschwinden! Da er der Günstigste war, habe ich den Preis so genommen und nicht verhandelt. Gesagt habe ich: Ich habe dieses Dach und 21500,- EUR und ich möchte eine PV-Anlage um meine Erwerbsminderungsrente ein bißchen aufzubessern. Wenn China-Module dann nur Suntech, Trina oder Yingli. Weitere Vorgaben habe ich nicht gemacht.
Wenn der Solarteur regelmäßig 20 mm starke Holzplättchen unterlegt, dürfte er wohl die falschen Dachhaken bestellt haben. Ansonsten ist es aber üblich, dass formstabile Holzplättchen oder Kunststoffplättchen in unterschiedlichen Dicken zwischen 2 und 5 mm bei Bedarf unter die Fußplatte des Dachhakens gelegt werden, um einen Abstand zwischen Haken und darunterliegender Dachpfanne von ca. 5 mm einhalten zu können.
Stand der Dinge. Der Tipp von finkus, mir die Montageanleitung zu besorgen, hat geholfen. Die Monteure haben sie mir heute vor Feierabend überreicht. Dort steht, dass eine Schnur und die Flex zu verwenden ist. Die gehämmerten Ziegel wurden nachgeschleift und passen jetzt. Die Dellen sind auch draußen. Sie haben da Kunststoffplatten zwischen Dachhaken und Schiene gelegt. Von unten sieht das jetzt top aus. Meine Frau hatte heute Kreislaufprobleme, so dass sie nicht aufs Dach gegangen ist. Herzlichen Dank für alle bisherigen Antworten Sati
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von Bento » 04.10.2011, 20:07
Hallo Sati, vielleicht kannst du trotzdem den Rat von Rolf beherzigen und jemanden bitten, Photos zu machen!? Im Forum gibt es ganz viele Augen und ganz viel Sachverstand. Damit will ich aber nichts andeuten! Eigentlich ist es schon ein positives Zeichen, dass der Solarteur seine(n) Fehler eingestanden hat und anstandslos abgeändert hat. Oftmals gibt es da ganz andere Reaktionen Selbst wenn die Anlage bereits fertig sein sollte, werden hier neue Anlagen gerne bewundert, insbesondere mit Steckbrief 
Viele Grüße Bento
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von modila » 08.10.2011, 04:18
..,das dachpfannen geflext werden, sollte doch mitlerweile normal sein, das schlagen geht natürlich schneller, man läuft allerdings gefahr, das die pfannen harrisse bekommen können, die erst später zum problem werden !
..,desweiteren werden immer kunststoff unterlegscheiben ( wenn überhaubt ) verwendet u. kein holz, denn es sind viele unterwegs, die holz verwenden, was sich bei wasser auflöst u. schon sind weitere probleme da !
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von TW21 » 08.10.2011, 06:28
Hi, nur mal kurz angemerkt. Wenn ein Ziegel ein Haarriss hat oder bekommt dann scheppert dieser. Ein Ausarbeiten mit dem Hammer ist je nach Ziegelart nicht unfachmännisch. Sag das mal einem Dachdecker der sein Handwerk gelernt hat ins Gesicht. Bei vielen Ziegeln ist das so auch üblich. Bei anderen sollte man seitlich vom Haken einflexen und das Zwischenteil mit dem Hammer ausarbeiten. Generell zu sagen dass Ziegel geflext werden müssen halte ich für übertrieben. Wenn das gewünscht wird dann muß man dies zuvor anmerken. Als Unterlage für Dachhaken eignet sich Holz schon. Wenn ich eine 60mm Lattung habe reicht mir mein Dachhaken nicht. Je nach Ziegel muß oftmals 5 - 10mm Sperrholzplättchen unterlegt sein. Das sich Holz auflöst mag vielleicht sein aber nur da wo auch Wasser ist. Unter dem Haken ist das aber recht selten der Fall, zumindest nicht in der Menge die dazu erforderlich ist. Weiter habe ich gelesen dass zwischen Haken und Schiene Kunststoffplättchen unterlegt worden sind. (zumindest habe ich das so Verstanden) Da sehe ich schon eher ein Problem, dass sich diese nach Jahren verabschieden. Deshalb auf dem Dach immer V2A. Sollte es notwendig sein verwenden wir große VA Scheiben, denn auch mit einstellbaren Dachhaken lässt sich nicht immer ein Dach gerade ausrichten.
Grüße Günter
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von modila » 08.10.2011, 07:26
...,kunststoffplatten gibt es zu kaufen, die extra dafür gemacht sind, diese sollten auch benutzt werden,....( sind zwar teuer, aber sicherlich besser,...),..
..,mit den dachpfannen, wieviele leute laufen auf den dächern rum, die das ausschlagen der pfannen nicht können, also besser generell flexen,....
..,so sehe ich das,...
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