Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon ChristianMinor » 04.02.2011, 10:18

Hallo allerseits,

ich bräuchte mal die Hilfe einiger fachkundigen Installateure (am liebsten Mühli, der muss es wissen :mrgreen: )

gestern besuchten wir einen Kunden der seine vorhandene Anlage, mit Sunpowermodulen, erweitern möchte.
Was mich stutzig gemacht hat, die Module der bestehenden Anlage ist Quer verlegt mit einlagigen Schienensystem. Also die haben auf ca 8 m pro Schiene 5 Haken von der Traufe bis zum First geschraubt und die Schiene quasi gleich senkrecht drauf geschraubt.
Nun könnte man meinen, ok, geht ja wenn die Sparren immer passen. Tun sie aber nicht !
Die haben dann einfach die Haken zwischen die Sparren geschraubt.
Ein Wechsel wurde auch nicht eingezogen und der Kunde meinte, da wäre doch die Schalung auf die sie schrauben konnten :?:

Meines Wissens nach haben einige Modulhersteller klare Vorgaben (z.B. Aleo verlangt doppeltes Schienensystem bei Querverlegung) und darf man das überhaupt ?
Die sparen natürlich eine Menge Zeit und Geld und das Unternehmen ist eigentlich bekannt für gute Qualität, jedoch hat es mich schon gewundert, weshalb die immer einen Muck günstiger sind als wir.
Ich danke schon mal im voraus :danke:
...es gibt keine bessere Qualität für weniger Geld aber es gibt Naturenergieladen :-).
Solarstrom für Helmstedt und Umgebung
www.naturenergieladen.de
Benutzeravatar
ChristianMinor
Vielschreiber
Vielschreiber
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 181
Registriert: 23.09.2007, 15:32
Wohnort: Helmstedt
Info: Solarteur

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon Soeren-Solar » 04.02.2011, 10:36

Hallo,
bei meiner 5kw anlage auf einen Carport (22* Neigung) habe ich die Module auch quer verlegt (einlagiges Schienensystem) und die dachhaken nur an der dachschalung befestigt.Ds war jeder Haken Bombenfest!!!

Sonnige Grüße

Sören
Anlage 1 (Bruder Hausdach): 4,8kw, 60 Solibro 80wp, SMA 3800
Anlage 2 (Bruder Carport): 5,28kw, 24 LDK-Solar 220wp, Delta SI5000
Anlage 3 (Neffe Spielhütte): 1,26kw, 7 STP 180-24, SMA 1100
Anlage 4 (Eltern Carport): 3,136kw, 14 HiS-M 224 SG, SMA 3000TL
Benutzeravatar
Soeren-Solar
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 101
Registriert: 20.04.2010, 09:43
Wohnort: Drebach
PV-Anlage [kWp]: 14,476
Info: Betreiber

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon jodl » 04.02.2011, 10:37

die werden schon eine statische Berechnung haben
wo die Lastabtragung über die Dachschalung nachgewiesen ist... 8)
jodl
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3746
Registriert: 02.07.2007, 15:58
PV-Anlage [kWp]: 103,9
Info: Betreiber

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon Trashman » 04.02.2011, 11:11

Kein Problem wenn die Schalung 80mm dick ist. Ansonsten bräuchte man wirklich einen statischen Nachweis. Die Schrauben werden ja auf Zug belastet wenn Schnee auf den Modulen liegt, und dafür brauchen Sie genug Fleisch. Mal abgesehen davon dass die Schalung die komplette Druck- und Soglast (Module+UK+Schnee/Wind) in die Sparren einleiten muss.
Trashman
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1910
Registriert: 19.04.2006, 18:23
PV-Anlage [kWp]: 146
Info: Betreiber

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon ChristianMinor » 07.02.2011, 17:04

Naja, wirklich hilfreich waren die Beiträge ja nicht.
Ich habe allerdings schon die Lösung gefunden.
Bei dem System werden die Haken hinter die Lattung gesteckt und geschraubt.
Damit ist man variabel und das ganze ist natürlich auch geprüft und zugelassen.
Spart ne menge Geld und Arbeit bei Querverlegungt, werden wir künftig auch so machen.
...es gibt keine bessere Qualität für weniger Geld aber es gibt Naturenergieladen :-).
Solarstrom für Helmstedt und Umgebung
www.naturenergieladen.de
Benutzeravatar
ChristianMinor
Vielschreiber
Vielschreiber
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 181
Registriert: 23.09.2007, 15:32
Wohnort: Helmstedt
Info: Solarteur

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon Boelckmoeller3 » 07.02.2011, 17:46

Hallo,

was mir daran nicht gefällt, ist dass Lattung und Schalung nur genagelt werden.Niemand denkt meines Erachtens beim Dacheindecken schon daran dass mal in dieser Art eine PV-Anlage draufgeschraubt wird. Wenn man die Lattung und Schalung direkt schrauben würde wäre Alles klar,aber das ist so nicht üblich, so wird dir wahrscheinlich kein Statiker sein ok dazu geben wenn eine Standard-Nagelung den Windsog an einer PV-Anlage abfangen soll, es sei denn man hätte es mit speziellen Ankernägeln gemacht. Ist aber Alles gut und bestens solange nichts passiert. Sollte aber mal doch ein Teil einer PV-Anlage inklusive Lattung und Schalung wegfliegen wird ein Gutachter schon den Grund dafür erkennen können. :D

Viele Grüße:

Klaus
"Ich hatte nie ein Produkt um das ich so gebettelt habe um es zu bekommen um danach so kämpfen zu müssen und alles mögliche zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
Benutzeravatar
Boelckmoeller3
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 10149
Registriert: 23.03.2006, 11:14
Wohnort: Hessen
Info: Betreiber

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon solarteur0502 » 07.02.2011, 18:12

Hier gebe ich Klaus Recht. Wenn man mitunter sieht, wie Dachlatten nur noch aufgeschossen wurden und dabei bisher nur den Ziegel halten mussten. mag das ja funktionieren. Aber wenn PV noch zusätzlich an der Latte zerrt. :roll:
Ich vermute, der Hersteller der Dachhaken wird irgendwo eine Beschreibung haben, welche Befestigungsanforderungen an die Dachlatte gegeben sind, um eventuelle Garantieansprüche geltend machen zu können. Kann aber trotzdem zweier 100mm Schrauben, die mindestens 70mm in massiven Holz (Sparren) sitzen, nicht ansatzweise statisch gleichgestellt sein, oder :?:
Ich erlebe jedenfalls oft Dachlatten mit nur 30mm, oder 35mm Dicke, wobei seriöse Dachdecker behaupten, das 40mm Dicke die Mindestanforderung an eine vernünftige Dachlatte für einen Standartziegel ist. ( 4x6 cm)
Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
Ust.IdNr.: DE 157 507 696
Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
http://www.sonnenertrag.eu/de/wedler/be ... /6720.html
http://www.sonnenertrag.eu/de/schwasdor ... 13174.html
Benutzeravatar
solarteur0502
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3282
Registriert: 23.01.2008, 15:01
Wohnort: Berlin, Nähe Flughafen Schönefeld
PV-Anlage [kWp]: 58,6
Info: Solarteur

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon LK2 » 09.02.2011, 04:36

Neben den bereits erörterten Problemen mit der schwachen Befestigung der Dachlatten sehe ich vor Allem das Problem, dass der eingehägte Dachhaken ( sofern man ihn so nennen kann ) bei Belastung auf den unteren Ziegel drückt. Wenn dann noch zusätzliche Lasten ( z.B. Schnee ) dazu kommt sind schnell einige Ziegel gebrochen.

Bei den genagelten Dachlatten sollte man zusätzlich bedenken, dass gerade ältere Dachstühle viele durch- oder angerostete Nägel aufweisen. Wie die dann 30 Jahre eine Anlage halten sollen : ???

Ich denke als solider Handwerker sollte man die Dachhaken nach wie vor auf die Sparren schrauben. Zumindest kann man dann ruhig schlafen
Peter Schütte - Fachbetrieb für Photovoltaikanlagen - Lange Kamp 2 - 32584 Löhne - Tel 0172 5286627 - Fax 05732 891809
LK2
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 67
Registriert: 23.01.2008, 11:40
Wohnort: Löhne
PV-Anlage [kWp]: 71,4
Info: Solarteur

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon gnorm » 27.09.2011, 10:16

Da muss ich noch mal nachfragen. Warum müssen bei einer Querverlegung der Panele die Dachhaken an den Dachlatten festgeschraubt werden. Die können doch genauso an den Sparren angebracht werden. Die Träger laufen doch genauso horizontal, es werden doch lediglich die Panele quer befestigt. Oder sehe ich das falsch?
9,43 kWp - 41x Winaico WSP-230 P6 mit Solaredge Powerboxen PB250-AOB an Solaredge SE8K
14,04 kWp - 54x Yingli Panda YL260C-30B an 2 Fronius IG TL 4.6 und 1 SMA SB 4000 TL-20
gnorm
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 308
Registriert: 17.07.2011, 14:27
Info: Betreiber

Re: Querverlegung mit einlagiger Unterkonstruktion ???

Beitragvon Benutzer5 » 28.09.2011, 12:25

Falsch, die oberste Lage muß ja bei Querverlegung vertikal laufen, oder klemmst Du an den kurzen seiten?
Wenn Du einlagig an die Sparren gehen willst, dann müssen die ja bei dir zufällig an den Klemmpunkten der module verlaufen. Ist das bei Dir so? Dann kannst das machen.

Alex
privat: 4,2kwp = 18 SolarFabrik Premium L Poly 235 an Sunways NT3700 seit 2011
Benutzer5
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 985
Registriert: 13.04.2011, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 13,32
Info: Betreiber

Nächste

Zurück zu Montagesysteme



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste