Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von MikePV » 21.06.2011, 19:37
Hallo,
ich bin gerade dabei folgende PV-Anlage in Eigenleistung selbst auf meinem Dach zu installieren:
24 Module SCHOTT Poly 235 (5,64kwp; 2 Strings) 1 WR Solarmax 6000S Untergestell von Renusol
Nun meine Fragen:
Muss die Anlage grundsätzlich immer geerdet werden? Genügt es die Schienen des Untergestells mit dem entsprechenden Kabel (16²mm) zu verbinden und an die Hauserdung zu klemmen? Oder muss ich auch die Module untereinander verbinden?
Da geht mir doch bestimmt der Versicherungsschutz flöten, wenn ich es nicht tue oder?
Sonnige Grüße
Sonnige Grüße von MikePV
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von MBIKER_SURFER » 21.06.2011, 19:59
Hallo,
und was soll eine explizite Modulerdung bringen? Das Gestell erden reicht.
Gruß Martin
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von Herrvolt » 21.06.2011, 20:01
Über den Versicherungsschutz kann ich keine Antwort geben, aber warum Erden? Das ist ein allgemeines Thema und hat mit Photovoltaik nicht nur zu tun.
Ich habe auch meine Satanlagen nicht geerdet und ich habe einige auf dem Dach. Ein Blitzeinschlag kann passieren. Was passiert dann? Die 16qmm auf einen Erder. Ist der für Blitzschutzmaßnahmen geeignet? Wenn ja, ok kann gutgehen. Warum kann es evt. nur gutgehen? Was ist das für eine Leitung die 16qmm. Die Isolierung ist wohl nur für 1000Volt ausgelegt. Wo geht die vorbei? So ein Blitz kümmert sich kaum um die Isolationsangabe der Leitung. Sofern die Leitung innen im Haus einfach mit der Solarleitung runtergeführt wird, na ja, bei einem Gewitter weit weg denn 16qmm halten schon was aus.
Wenn die Anlage in die Blitzschutzanlage eingebunden werden soll, dann richtig denn nur erden ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, solange es nicht ums Haus und an einen sicheren Erder geschieht. Die Verlegung durchs Haus ist nicht zu empfehlen. Besonders nicht, wenn der Erder nicht geeignet ist.
Das sind alles Ansichten, welche andere auch anders Betrachten. Ein Erden ist meiner Meinung nur Sinnvoll, wenn das ein Blitzschutzfachmann auslegt, oder man macht besser nix. Ich will hier keinen dazu Auffordern, bestehende Vorschriften zu mißachten, jeder Betreiber ist für seine Anlage selbst verantwortlich.
Wasserkraft, Energie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte Umweltschutz ist der Versuch die Erde zu erhalten, dass die Menschen noch darauf leben können. The earth isn`t a present from our parents, it is borrowed from our children.
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von Mühli » 21.06.2011, 20:03
Wenn ich mich kurz einklinken darf...meine neuen Anlagen sind noch nicht geerdet. Überlege auch immer, wie ich das am elegantesten mache. Die Modulreihen untereinander sind ja nicht verbunden. Muss man sowas auch machen, oder reichts, wenn man die Erdung an eine einzige Schiene angeklemmt wird. Einmal ist es ein normales Ziegeldach mit einreihigem Montagesystem, einmal Blechdach, aber evtl. auch isoliert (für gute Verbindung will ich nicht garantieren, falls es drauf ankommt) Die dritte Anlage ist Kreuzschiene, da spielts eh keine Rolle
Gruß
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von Renarai1 » 21.06.2011, 20:44
an eine einzelne Schiene anschließen reicht nicht aus. Bei mir sind die Schienen mit einem Alu-Draht (8 mm Durchmesser) verbunden. Der Alu-Draht ist unten an der Unterseite der Schienen angeschraubt. Kannst vielleicht auch noch nachträglich machen (ganz am Rand), ohne dass Du Module abmontieren musst. An die unterste Schiene ist dann ein Kupferdraht (so ca. 5 mm Durchmesser) angeschlossen, der dann zu Erdung führt. Bei mir ein 1,5 m langer Erdungsstab, der im Garten eingeschlagen wurde. Ob das hilft, wenn der Blitz einschlägt, weiß ich nicht. Zumindest gibt es ein besseres Gefühl... Gruß, Rainer
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von Paul Panzer » 21.06.2011, 21:10
MikePV hat geschrieben:... Nun meine Fragen:
Muss die Anlage grundsätzlich immer geerdet werden?
Bei der Verwendung trafoloser WR ist aufgrund kapazitiver Ableitströme immer eine Erdung zu empfehlen. Genügt es die Schienen des Untergestells mit dem entsprechenden Kabel (16²mm) zu verbinden und an die Hauserdung zu klemmen?
Ja. Oder muss ich auch die Module untereinander verbinden? ... Sonnige Grüße
Bei eloxiertem Ramen kann man es machen, Das Eloxal ist nicht leitend. Vorgeschrieben ist es nicht.
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von FBonNET » 22.06.2011, 10:24
Servus,
Erdung ist gleich Potenzialausgleich, und das hat nichts mit einem Blitzschutz zu tun. Ich glaube hier bringen einige etwas durcheinander.
Meine Schienen sind alle an den PAS angeschloßen, genauso unsere Satanlage und selbst die jeweiligen einzelenen Ableitungen.
wenn nicht wir, wer dann?
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von ghostr888 » 22.06.2011, 10:54
Ich habe auch meine Satanlagen nicht geerdet und ich habe einige auf dem Dach. Ein Blitzeinschlag kann passieren. Was passiert dann?
besser die leitung zerlegt es nach dem blitzschlag, wie durch nen defektes modul eines auf die 12 zu bekommen wenn sie das gestell berühren. es gibt keine fehler die es nicht gibt, daher würde ich immer schön erden, das risiko das sich doch mal nen stromkreis durch meinen körper bildet wäre mir zu groß mfg
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von Mühli » 22.06.2011, 16:30
So, nachdem ich mich etwas belesen habe, zu dem Thema... Ist es überhaupt sinnvoll, das Montagegestell zu erden, wenn die Module einfach nur aufgelegt sind? Bei allen meinen Anlagen sind herkömmliche Modulklemmen verwendet, von den Modulen wurde (an der Potentialbohrung) kein einziges verbunden. Hab ich ehrlichgesagt auch noch nie gesehen, und zumindest zugeschaut hab ich schon beim Aufbau von einigen Anlagen. Sie sollten also an sich isoliert sein (weil das Eloxal nicht leitet, dazu hat beispielsweise Schletter Messungen gemacht) Bei hohen Spannungen (ergo Blitzschlag) ist das ganze sicher irgendwie leitend, aber bei geringen Spannunge, Ableitströme etc?
Bringts das also überhaupt, nur die Schienen zu erden, wenn die Module nicht geerdet sind? Denn irgendwie ist ja immer alles geerdet, fragt sich immer nur, wie hoch der Widerstand wirklich ist.
Noch eine Frage an die Elektriker: Wir haben einen Stall gebaut, da geht ein 5x6mm² rein, für normale Stromversorgung etc. Sind 50 Meter. Angeklemmt im Sicherungskasten vom Wohnhaus, dort auch an PE angeschlossen. Im Stall ist ein AP-Verteiler wo die Verbraucher weggehen. Ist es sinnvoll, dort eine zusätzliche Erde hinzulegen, beispielsweise über einen Staberder? Oder verschiebt man dann nur das Potential? Wenn ich nämlich dort nen Erder einbuddle (für die Erdung der PV) dann wär es ja nicht tragisch, auch noch eine Leitung in den Verteiler zu legen. Sinnvoll?
Gruß
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von Paul Panzer » 22.06.2011, 18:16
Mühli hat geschrieben:So, nachdem ich mich etwas belesen habe, zu dem Thema... Ist es überhaupt sinnvoll, das Montagegestell zu erden, wenn die Module einfach nur aufgelegt sind? ... Bringts das also überhaupt, nur die Schienen zu erden, wenn die Module nicht geerdet sind?
Es gibt hierfür auch Erdungklemmen. Das sind die üblichen Modulklemmen mit Erdungsdorn. Dieser soll das Eloxal durchdringen und eine leitende Verbindung zwischen Modulramen und Gestell herstelle. Noch eine Frage an die Elektriker: ... Im Stall ist ein AP-Verteiler wo die Verbraucher weggehen. Ist es sinnvoll, dort eine zusätzliche Erde hinzulegen, beispielsweise über einen Staberder? Oder verschiebt man dann nur das Potential? .... Gruß
Das Erdpotential ist natürlich gleich. Aber mit einem Staberder wirst Du sowieso nicht hinkommen, schon garnicht mit nem Kreuzerder für Baustrom. Je nach Bodenbeschaffenheit und entsprechendem Widerstand sind mehrere Erder ggf. ringförmig zu verwenden, sinnvollerweise aus Edelstahl.
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