PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon Modulschrauber » 26.06.2011, 13:27

Hallo,
Bisher hat noch nirgendwo ein Fachmann angezweifelt, dass bei allen travolosen Wechselrichtern der Generator in den Poterntialausgleich des Hauses eingebunden werden muß!! Bei allen Anlagen verlangt es der Netzbetreiber. SMA verlangt es zumindest an der Hotline. Wie sollte der Wechselrichter die Isolation des Generators messen , wenn deas Potential des Gestelles nicht definiert ist??? Also worüber diskutiert Ihr? Keine Erdung heisst nicht ans Netz!

In wieweit es sinnnvoll ist ist eine ganz andere Diskussion.

Mit sonnigen Grüssen

Kurt
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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon Zentralschmiertechnik » 26.06.2011, 22:48

Nach toller 4 Seiten Lektüre frage ich mich,wie sieht denn jetzt eine "GUTE" Erdung der Generatoren oder auch nur des Montagegestells (oder vielleicht doch beides) aus??? :shock: ?
Armes Deutschland! Was sagen denn eigentlich die Vorschriften zB. VDE oder was es da nicht alles so gibt.
Bin schon etwas verwundert über die vielen Möglichkeiten ,die es da gibt.

Gruß ZST

Ach ja: Was schreibt denn der Gesetzgeber genau vor?
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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon Herrvolt » 27.06.2011, 17:48

Zentralschmiertechnik hat geschrieben:Ach ja: Was schreibt denn der Gesetzgeber genau vor?
Der Gesetzgeber schreibt nur vor, dass die Anlage sicher ist. Ob die Anlage funktioniert, interessiert den nicht.
Die VDE ist kein Kochbuch, wo steht man nehme das und jenes, dann ist es richtig.

Ein Potentialausgleich, wie Ihn anscheinend einige Wechselrichterhersteller verlangen, hat nur indiereckt was mit Erdung zu tun. Dass dieser evt. wegen der Funktion ausgeführt werden muss ist eine Geschichte.
Dass Erdung evt. wegen Sicherheit ausgeführt werden muss ist eine andere Geschichte.
Verantwortlich dass die Anlage sicher ist, ist schlussendlich der Betreiber. Dieser muss sich halt auf die Richtigkeit der Prüfprotokolle verlassen, welcher Ihm der Erichter übergibt. Darauf hat klar zu stehen dass die Anlage sicher betrieben werden kann. Wie sollte es der Betreiber sonst wissen.

Muss man jetzt die Gestelle auf dem Dach wegen der Sicherheit in die Erdung mit einbeziehen, dass nichts passiert wenn jemand dagegen langt. Hier stellt man sich zuerst die Frage: Kann jemand dagegen greifen, zB. aus einem Dachfenster. Dann sollte man sich einen Schutz ausdenken.
Der kann Erden sein, oder auch eine andere Lösung, dass keiner drangreifen kann.
Wenn der Abststand sehr groß ist, so dass niemand das Gestell berühren kann, so ist doch keine Gefahr gegeben. Sie ist zumindest nicht größer als die Freileitungen auf dem Dach. (Die erdet auch keiner :P )
Es wird keine pauschale Lösung geben welche immer gleich und richtig ist, es sei man betreibt einen zu großen Aufwand. Es wird Anlagen geben wo man Erden muss und welche wo man Erden kann. Ob ein Potentialausgleich gelegt wird, hängt vom WR ab. Ein Potentialausgleich kann auch in die Erdung mit einbezogen sein, muss er aber nicht.
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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon P.Voltologe » 29.06.2011, 11:51

Also ich versuche es nochmals, obwohl bei Sachverstand schon viel richtiges in Herrvolt's Beitrag steht. Auch verringert das die Komplexität des Themas nicht und ZST wird seine Verwunderung beibehalten.
Dehalb gibt es ja auch Fachkundige, die den Grad der Kombinationsmöglichkeiten soweit einschätzen und mit Fachwissen untermauern können, dass es zu einem insgesamt sicheren Betrieb der Anlage kommt.
Da liegt schon der erste Hase im Peffer: Sicher wofür? Das die Gerätschaften sauber, ungestört funktionieren (Funktionserdung) oder das bei betriebsbedingten Fehlern, externen Ereignissen der Mensch und (sein) Tier nicht gefährdet werden (hinreichend geschützt sind, Personenschutz).
Wie man nun was richtig oder falsch machen kann ist auch noch von der Netzanschlussart (wie TN-C- TN-S-Netz, wie http://de.wikipedia.org/wiki/Niederspannungsnetz#Arten und das Erden http://de.wikipedia.org/wiki/TN-System# ... N-Systemen) abhängig. Nun mag man auch noch einen weiteren Aspekt mit zur Verwirrung dazunehmen, Blitzschutz, der immer (besonders gut?) geerdet ist und bei dem beide Schutzziele (Gerätefunktion und Personenschutz) bis zu einem gewissen Grad gedient werden kann (wenn der Blitz direkt ins Objekt einschlägt ist ohnehin alles für die Katz).

Grundlagen sind immer gut und vielleicht hilft wikipedia da ein wenig weiter beim Sotieren der Begrifflichkeiten:

1. http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionserdung
Das sind nun Dinge, die der Hersteller von Geräten vorgibt und wo man sich dran halten sollte, damit es funktioniert.

2. Schutzklassen von eingesetzten Geräten http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklas ... technik%29
Das sind Dinge die primär durch die Betriebsmittelauswahl und die vorhandene Installationstechnik vorgegeben sind.

3. Der oftmals zitterte Potenzialausgleich (ein weiterer Zwitter beim Schutzziel)
http://de.wikipedia.org/wiki/Potenzialausgleich
Also was soll der Schutz? Neben dem Erder und dem Schutzleiter der Stromversorgung sind ALLE elektrisch leitfähigen Teile, die ein elektrisches Potential von außen ins Gebäude einführen können, (Rohrleitungen aus Metall) hier (elektrisch leitfähig) einzubinden. Hier kommen dann an den so genannten Zonenübergängen (z.B. Stringleitung geht nach Innen ins Gebäude) ggf. passende Überspannungsableiter (die gegen Erde ableiten sollen) zum Tragen.

Also wer jetzt behauptet, er könne aus der Ferne ohne Objekt- und Umfeldkenntnisse für eine gegebene Betriebsmittelauswahl (meist Wechselrichter und Module) "sicher" beraten, was die richtige Vorgehensweise "beim Erden" ist, die sowohl den Herstellervorgaben gerecht wird und die gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Personenschutzmaßnahmen einhält, ist gelinge gesagt, ein GENIE (oder Wahrsager).
Ich kann es nicht und habe auch schon - wie dokumentiert - meine Schwierigkeiten selber den Faden zu behalten.

Auch sollten sich willige Ratgeber bewusst sein, welche Verantwortung sie bei Personenschutzmaßnahmen übernehmen. Sollte es schief gehen, reicht es nicht mehr Beispiele zu kennne, wo man dass auch so ähnlich mal gemacht hat oder der gern genommene Satz "wir machen das immer so..."
Und noch eine Warnung aus praktischen Erfahrungen, es gibt genug Beispiele bei denen man es mit der Vermaschung von "ausreichend Erde&Schutz" mit den Verbindungen zwischen PE-Leitern (grün/gelben) und N-Leitern (meist blau) zu gut gemeint hat und sich dadurch eine Potenzialerhöhung auf dem PE-System einfängt, weil er faktisch als Teilrückleiter der Phasen arbeitet. Dann hat aber der Potenzialausgleich leider nichts mehr mit dem Erdpotenzial zu tun. Viele beachten nicht, das an der Potentialausgleichsschiene Schutzerdung und Betriebserdung genau nur einmal zusammengeführt werden sollen. (tut mir leid, dass ich vom Thema abgekommen bin - muss mich mal wieder "erden")

Zu diesen Dingen passt dann die Frage des Threadstarters nach dem Motto, "ich würde gern zum Mond fliegen und welche Sollwertvorgabe braucht das Dosierventile des Antriebs 23 m vor dem Aufsetzen?" Antwort: (wenn Daumen=3 ist, dann genau 9,4247779607693797153879301498385 :? )

Grüße
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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon Mattn » 06.08.2011, 15:16

Nutze den Thread hier mal :-)
Wir bekommen auf unser Dach in naher Zukunft eine PV Anlage...
Auf unserem angebauten Mietshaus ist bereits seit 2006 eine drauf. Diese wurde an einer alten Fernsehantenne die entfernt wurde geerdet.
KAnn ich an diesen Punkt auch mit meiner neuen Anlage dran gehen!?
Bin kein Elektriker...oder gibt es dann Probleme mit so Sachen wie Potenzialauslgeich oder so? Hab mal sowas gehört.

Könnte mir aber so viel Arbeit sparen.
gruß und danke

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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon Bayern_Junge » 12.08.2011, 10:34

Wenn die Antenne eine saubere Erdung hat, würde ich den Generator daran erden. Aber nur den Generator. Die Erdung der WR (AC-Seite) muss über den Potentialausgleich erfolgen.
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Re: PV-Anlage grundsätzlich erden?!?!?!?

Beitragvon Mattn » 12.08.2011, 18:22

stimmt...da ist ja ein Unteschied. Und den verstehe ich sogar *lach*
WR Erdung ist überhaupt kein Problem.
Danke
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