Also ich versuche es nochmals, obwohl bei Sachverstand schon viel richtiges in Herrvolt's Beitrag steht. Auch verringert das die Komplexität des Themas nicht und ZST wird seine Verwunderung beibehalten.
Dehalb gibt es ja auch Fachkundige, die den Grad der Kombinationsmöglichkeiten soweit einschätzen und mit Fachwissen untermauern können, dass es zu einem insgesamt sicheren Betrieb der Anlage kommt.
Da liegt schon der erste Hase im Peffer: Sicher wofür? Das die Gerätschaften sauber, ungestört funktionieren (Funktionserdung) oder das bei betriebsbedingten Fehlern, externen Ereignissen der Mensch und (sein) Tier nicht gefährdet werden (hinreichend geschützt sind, Personenschutz).
Wie man nun was richtig oder falsch machen kann ist auch noch von der Netzanschlussart (wie TN-C- TN-S-Netz, wie
http://de.wikipedia.org/wiki/Niederspannungsnetz#Arten und das Erden
http://de.wikipedia.org/wiki/TN-System# ... N-Systemen) abhängig. Nun mag man auch noch einen weiteren Aspekt mit zur Verwirrung dazunehmen, Blitzschutz, der immer (besonders gut?) geerdet ist und bei dem beide Schutzziele (Gerätefunktion und Personenschutz) bis zu einem gewissen Grad gedient werden kann (wenn der Blitz direkt ins Objekt einschlägt ist ohnehin alles für die Katz).
Grundlagen sind immer gut und vielleicht hilft wikipedia da ein wenig weiter beim Sotieren der Begrifflichkeiten:
1.
http://de.wikipedia.org/wiki/FunktionserdungDas sind nun Dinge, die der Hersteller von Geräten vorgibt und wo man sich dran halten sollte, damit es funktioniert.
2. Schutzklassen von eingesetzten Geräten
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklas ... technik%29Das sind Dinge die primär durch die Betriebsmittelauswahl und die vorhandene Installationstechnik vorgegeben sind.
3. Der oftmals zitterte Potenzialausgleich (ein weiterer Zwitter beim Schutzziel)
http://de.wikipedia.org/wiki/PotenzialausgleichAlso was soll der Schutz? Neben dem Erder und dem Schutzleiter der Stromversorgung sind ALLE elektrisch leitfähigen Teile, die ein elektrisches Potential von außen ins Gebäude einführen können, (Rohrleitungen aus Metall) hier (elektrisch leitfähig) einzubinden. Hier kommen dann an den so genannten Zonenübergängen (z.B. Stringleitung geht nach Innen ins Gebäude) ggf. passende Überspannungsableiter (die gegen Erde ableiten sollen) zum Tragen.
Also wer jetzt behauptet, er könne aus der Ferne ohne Objekt- und Umfeldkenntnisse für eine gegebene Betriebsmittelauswahl (meist Wechselrichter und Module) "sicher" beraten, was die richtige Vorgehensweise "beim Erden" ist, die sowohl den Herstellervorgaben gerecht wird und die gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Personenschutzmaßnahmen einhält, ist gelinge gesagt, ein GENIE (oder Wahrsager).
Ich kann es nicht und habe auch schon - wie dokumentiert - meine Schwierigkeiten selber den Faden zu behalten.
Auch sollten sich willige Ratgeber bewusst sein, welche Verantwortung sie bei Personenschutzmaßnahmen übernehmen. Sollte es schief gehen, reicht es nicht mehr Beispiele zu kennne, wo man dass auch so ähnlich mal gemacht hat oder der gern genommene Satz "wir machen das immer so..."
Und noch eine Warnung aus praktischen Erfahrungen, es gibt genug Beispiele bei denen man es mit der Vermaschung von "ausreichend Erde&Schutz" mit den Verbindungen zwischen PE-Leitern (grün/gelben) und N-Leitern (meist blau) zu gut gemeint hat und sich dadurch eine Potenzialerhöhung auf dem PE-System einfängt, weil er faktisch als Teilrückleiter der Phasen arbeitet. Dann hat aber der Potenzialausgleich leider nichts mehr mit dem Erdpotenzial zu tun. Viele beachten nicht, das an der Potentialausgleichsschiene Schutzerdung und Betriebserdung genau nur einmal zusammengeführt werden sollen. (tut mir leid, dass ich vom Thema abgekommen bin - muss mich mal wieder "erden")
Zu diesen Dingen passt dann die Frage des Threadstarters nach dem Motto, "ich würde gern zum Mond fliegen und welche Sollwertvorgabe braucht das Dosierventile des Antriebs 23 m vor dem Aufsetzen?" Antwort: (wenn Daumen=3 ist, dann genau 9,4247779607693797153879301498385

)
Grüße