Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von Jusi » 17.11.2011, 20:21
Es wird ja derzeit viel über die Preisentwicklung bei Modulen und Wechselrichtern gesprochen, aber wie sieht es denn bei den BOS, genauer den Montagesystemen aus? Der prozentuale Anteil der UK und der Installation hat sicherlich in den letzten Jahren zugenommen, aber wie sieht das zahlenmäßig aus? Kann da einer der erfahrenen Installateure oder Planer unter euch eine Aussage treffen? Was kostete die UK z.B. im Jahr 2007 pro kW und was kostet sie heute?
Ich bin schon sehr gespannt, wer da was dazu weiß.
Vielen Dank im Voraus , JuSi
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von mejogmbh » 18.11.2011, 14:17
Hallo Jusi, wenn Du etwas zur Preisentwicklung wissen möchtest, kann ich dir gerne die LME mal nennen, das ist der London Metal Exchange, an den wir als Presswerk gebunden sind, da hier die Börsennotierungen, u.a. für Aluminium, entsprechend der weltweiten Marktentwicklung erfasst werden. http://www.lme.com/aluminiumalloy.aspDa der Solarmarkt ja nicht der einzige Abnehmer für Aluminium ist, muss hierfür entsprechend der LME für das Rohaluminium der tagesaktuelle Preis gezahlt werden. Dieser Preis unterliegt einer ständigen Schwankung, weswegen man hier eine Entwicklung genauso schwer vorhersagen kann, wie auf dem Rohölmarkt. Wenn man mir heute sagen könnte, welchen Preis ich in 2-3 Wochen zahlen müsste, würde ich heute noch volltanken oder nicht. Die großen Systemhäuser auf dem Solarmarkt, schreiben zum Jahresende Ihre geplanten Bedarfsmengen für das Folgejahr aus, und beauftragen uns Presswerke mit der Herstellung deren Systeme zur Notiereung der LME zum Zeitpunkt X. Wenn danach die Kurse, kommen die bekannten "60% Nachlass auf die Nettopreise", damit auf jeden Fall Material von den Kunden gekauft wird, bevor man direkt zu den Presswerken wie uns abwandert, die wieder nach der aktuellen niedrigen Notierung kalkulieren. Es werden aber auch Montageschienen in den Wandstärken verringert, damit man weniger Aluminium verbraucht, wodurch der Preis sinkt. Das Vergleichen von Äpfeln mit Birnen erleben wir jeden Tag. Hierdurch werden natürlich die statischen Werte auch schlechter, weil die Spannweiten nicht mehr vergleichbar sind. Also am Aluminiumpreis können wir leider nichts ändern, nur die Beschaffenheit und die Geometrie der UK lässt eine Einsparung zu, wenn es einfach weniger Material wird. Denn wenn wir das Aluminium nicht kaufen, kauft es jemand anders...dazu ist die Abnehmerindustrie einfach zu groß. Wir warnen aber immer davor, im Solarbereich aus benannten Gründen am Material zu sparen...es soll ja verlässlich sein und halten. Und unsere Serie "No-Name-Solar" wird nicht Wandstärken von 1 mm -0/+0 mm haben. Sonnige Grüße aus Düsseldorf das Mejo-Team
mejo Metall Josten GmbH & Co. KG - Bublitzer Straße 23 - 40599 Düsseldorf Tel.: +49(0)211 99890 0 - Fax: +49(0)211 99890 20 NNS ® No Name Solar ® - Qualität direkt vom Presswerk
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von dachhaken » 18.11.2011, 18:11
kann @mejogmbh da nur zustimmen ist im Bereich Edelstahl für die Dachhaken exakt genauso http://www.lme.com/nickel.asp. Dazu noch Chrom, und beispielsweise im Schweißnaht weitere Auflegierungen wie Mangan usw. Und - was nicht vergessen werden soll, der Dollarkurs zum Euro. Hier kannst Du Dir mal beispielhaft Entwicklungen bei den Preisen ansehen http://www.thyssenkrupp-nirosta.de/Legierungszusch.14.0.html?&no_cache=1, die vorhergehenden Jahre am Seitenende - diese Darstellung sind nur die Legierungszuschläge (LZ), über den dazukommenden Basispreis für das Material (Materialpreis = Basis + LZ) kannst Du Dich z. B. hier http://www.thyssenkrupp-nirosta.de/de/suche/?no_cache=1&L=0&start_at=1&tx_combinedsearch_pi1%5Bkeywords%5D=basispreis informieren. Leider lässt sich beim "Rohmaterial" die Subventionsverringerung so nicht "weitergeben". Das ist Wunschdenken, denn hier handelt es sich eben nicht um wachsende Herstellungskapazitäten wie z. B. bei den Modulen, wo durch den weltweiten Bau vieler neuer großer Werke in den vergangenen Jahren die Preise um eigentlich ursprünglich nicht vorstellbare Prozentzahlen gesunken sind - Tricksereien an den Ausführungen, wie schon von mejogmbh benannt mal ausgeklammert (Verweis war absolut richtig- und das gibt es äquivalent genauso auch bei Dachhaken). Bei einem Materialkostenanteil von zwischen 50 - 80 % je nach Ausführung erschließt sich sehr schnell, wo beim Dachhaken der Preis "herkommt" und wie begrenzt die Möglichkeiten sind, da Etwas machen zu können. Und Das kostet ebenfalls: Lagerhaltung oder alternativ eben Kauf mit dem "Tagespreisrisiko" (denn nach dem "Gesetz der Boshaftigkeit" - meistens hat man genau dann Pech, wenn man es braucht). Die großen Solarsystemhäuser erwarten einen festen Preis üder eine festgelegte Menge und einen festgelegten Zeitraum (meist 12 - 18 Monate!!). Sie erwarten die permanente, kurzfristige Lieferfähigkeit. Wir haben über 60 verschiedene Dachhakentypen für den europaweiten Verbau i. A. unserer Kunden kostenlos bei uns in diversen festgelgten Mengen vorzuhalten. Wann welcher Haken wie oft kommt - Keiner weiß es. Und Das kostet ebenfalls: Wenn die (End-)Kundschaft, wie in diesem Jahr, erst mal 10 Monate alles "zäh" vor sich hin dümpeln lässt und nun auf einmal Alle gleichzeitig bauen wollen, damit es vor Jahresende noch ans Netzt geht, bedingt dies zusätzlich Lohnkosten durch Überstunden, Nacht- und Wochenendarbeit. Allerdings zahlt das Niemand an den Lieferanten. Und das ist dann genau andersherum wie letztes Jahr, wo Alle (nachvollziehbar) unbedingt bis zum 30.06.10 ans Netz wollten, da zum 01.07.10 die Subvention herunterging und die zweite Jahreshälfte Alles im Keller war. Das Einzige, was gleich ist, sind die Lohnzusatzkosten. Soviel zur Möglichkeit, die Entwicklung des Marktes vorauszusehen. Und Das kostet ebenfalls: Wie kann der Hakenlieferant (i. d. R. mittelständige Unternehmen), überhaupt günstig Verträge bei den weltweit operierenden Walzwerkkonzernen erreichen? Es gibt nur einen Weg - er muss quartalsbezogene Abnahmemengen in den Walzwerken drei Monate im Voraus ordern, sonst schaut er in die Röhre. Das bedeutet, momentan ruft er wahrscheinlich das Material für den Zeitraum April - Juni 2012 aus der Gesamtjahresmenge 2012 ab, die wiederrum erst jetzt festgemacht wird (also noch gar nicht klar ist). Und eigentlich weiß Niemand, wie es ab Januar 2012 weitergeht. Rahmenmengen hat er, das zugehörige Material hat er - die Abrufe nicht. Aber wehe, man ist nicht lieferfähig, wenn es urplötzlich (wie damals im Frühjahr 2010 oder jetzt momentan) explosionsartig nach oben schnellt. Das ist die Quadratur des Kreises und reines Glaskugelraten - soviel zum Thema Preisvorausschau. Denn wenn wir das Aluminium nicht kaufen, kauft es jemand anders...dazu ist die Abnehmerindustrie einfach zu groß.
Das Wort "Aluminium" kann in diesem Zitat 1:1 mit "Edelstahl" ersetzt werden Aber vielleicht rein als Orientierung - bei den Dachhaken haben sich die Preise für einen beliebig gewählten Typ von 2004 bis heute um ca. 10% verringert, parallel dazu aber die Materialkosten im gleichen Zeitraum um ca. 20% erhöht - alles Durchschnittswerte. Zwischenzeitliche Ausreißer nach Oben und Unten durch LME- und Mangeleffekte mal Außen vor gelassen.
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von Modulschrauber » 19.11.2011, 20:55
Hi, Die Systeme werden auch immer ausgefeilter, so dass die Montage immer schneller geht. Das mach noch eine grössere Kostenreduzierung aus als die Materialpreise der Gestelle. Ich schätze, dass wir jedes Jahr 10% schneller werden. Kurt
160 IBC 120S Megaline, 8 SWR2000 TL in 2000, 56 IBC 120S Megaline, 1 SB 5000 TL in 2004, 156 STP185, 3 SMC 9000 in 2010 7,5 m2 Selbstbaukollektor 1995
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von pvplaner2010 » 19.11.2011, 21:41
Leider ist es wohl zu einfach, nur auf die Rohstoffpreise zu schauen. Beispielsweise kostet eine Laminatklemme von Schletter ein Vielfaches des Preises von Gehrlicher. Dafür ist der Service bei Schletter vielleicht besser und im Preis inklusive.
Insgesamt muss sich also was ändern und Komplettanbieter müssen Ihre Kosten reduzieren, also näher an die tatsächlichen Herstellungskosten heran. Was nützt aber dann ein günstiges Profil vom Presswerk Mejo, wenn es keine Statik dazu gibt? Ohne diese gibt es heute auch keinen Versicherungsschutz mehr.
Es ist folglich eine Art von Standardsystem nötig, dass eine allgemein gültige Statik mit sich bringt. Mal sehen, was der Sparzwang ab 2012 so mit sich bringt.
Sonnige Grüße
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von Dach und Solar Adams UG » 19.11.2011, 23:43
Sparen lässt sich überall, sei es an der Wandstäerke des Aluprofiels oder an der des Hakens. Das das nicht im Interesse des Kunden sein kann sollte allen klar sein. Eine vernüftige UK kostet und wird mit den 1.1. bestimmt nicht 15% billiger ( oder doch MeJo?  ) Rainer
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von Spekulatius » 20.11.2011, 00:44
Die Antworten auf die Frage des Threadstarters sind eine Zumutung, insbesondere die ersten zwei. Die Frage war knapp und präzise formuliert: "Was kostete die UK z.B. im Jahr 2007 pro kW und was kostet sie heute?" Statt darauf zu antworten nutzen die User oben die Gelegenheit um Ihr Gejaule zu den Metallpreisen loszuwerden. Das ist einfach respektlos dem Threadstarter gegenüber und auch den Lesern, die sich diese losgelösten Romane reinziehen müssen und dadurch nicht schlauer werden. Ich wiederhole die Frage: "Was kostete die UK z.B. im Jahr 2007 pro kW und was kostet sie heute?" Gerne differenziert nach Dachart antworten, z.B. Trapezblech einlagig ist von 120 auf 80 €/kW gesunken, etc. Der Spekulatius 
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
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von modila » 20.11.2011, 08:18
..,auch hier sieht man wieder, das du nur irgendwo ablesen kannst, aber noch nie selber eine PVA zusammengestellt hast !
Z.B. Trapezblech: das hat noch nie 120.- Netto / KWp gekostet u. wird es auch nicht !
..,natürlich gibt es für solch dächer systeme, die fangen bei 50-60.- Netto / KWp an, aber jeder solarteur verbaut diese nur einmal, denn es ist nicht möglich, mit diesen systemen eine schöne PVA zu bauen, selbst wenn das dach neu ist, wird man es nicht gerade damit aufs dach bringen !
mfg
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von mwanton » 20.11.2011, 15:45
pvplaner2010 hat geschrieben:Was nützt aber dann ein günstiges Profil vom Presswerk Mejo, wenn es keine Statik dazu gibt? Ohne diese gibt es heute auch keinen Versicherungsschutz mehr.
Kannst Du für die Behauptung mal eine Quelle nennen?
Gruß mwanton
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von Spekulatius » 20.11.2011, 17:58
modila hat geschrieben:..,auch hier sieht man wieder, das du nur irgendwo ablesen kannst, aber noch nie selber eine PVA zusammengestellt hast !
Z.B. Trapezblech: das hat noch nie 120.- Netto / KWp gekostet u. wird es auch nicht !
..,natürlich gibt es für solch dächer systeme, die fangen bei 50-60.- Netto / KWp an, aber jeder solarteur verbaut diese nur einmal, denn es ist nicht möglich, mit diesen systemen eine schöne PVA zu bauen, selbst wenn das dach neu ist, wird man es nicht gerade damit aufs dach bringen !
mfg
Dein Spielchen ist mühsam. Einfache Systeme wie Montavent / Tri-Vent bekommst Du locker unter 80 Cent. Wenn Du dieses System nicht sauber verlegt bekommst liegt es an Dir und nicht am System. Solarteur im engeren Sinne bin ich nicht, das geht auch aus vielen meiner Beiträge hervor. Ich kenne mich aber mit Kosten gut genug aus um zu erkennen dass Du hier Spielchen treibst. Zum Beispiel als Du einen unschuldigen, ahnungslosen User dazu verleiten wolltest für einen Bausatz mit Chinascheiben €1600/kWp hinzubrettern (Obwohl Du selber kein Geschäft damit in Aussicht hattest!!!). Einfach nur traurig, was soll man da sagen? Es ist in Ordnung die Installationsleistung zur Zeit aufgrund der Knappheit an Ressourcen zu €600+ /kWp zu verkaufen, aber wenn es nur um Materialschieben ist dann sind Margen von 40% sittenwidrig, zumal wir zur Zeit in einer Schwemme von billigen Chinascheiben ersaufen. Verstehst Du den Unterschied überhaupt? Der Spekulatius 
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
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