Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon suncity2011 » 30.06.2011, 13:20

Hallo,

seit vorgestern ist meine kleine PV Anlage mit 9,4 KWp am Netz.

Habe die Anlage vom örtlichen IBC Fachpartner montieren lassen. Leider ist nicht alles nach Wunsch verlaufen.
Hatte explizit darauf hingewiesen, daß ich eine ebene PV Fläche haben möchte. Wurde mir auch zugesagt, daß das kein Problem wäre.

Da m.E. die beiden vergangenen Winter deutlich mehr Schnee als gewohnt fiel und auch lange liegen blieb, hat die beauftragte Firma auf meinen Wunsch hin Dachhaken für extreme Schneelasten verwendet.

Die daraufhin eingesetzten Dachhaken sind jedoch nicht höhenverstellbar (worauf ich nicht hingewiesen wurde), so daß die PV Fläche auch nach Ausgleichsversuchen durch Unterlegen immer noch sehr uneben / wellig erscheint, wie auf beigefügtem Bild hoffentlich zu erkennen.
Nun könnte ich mich mit der Optik der Modulfläche durchaus arrangieren.

PV-Ansicht.jpg


Allerdings frage ich mich, wie sich die Montage auf dem unebenen verlegten Schienensystem auf die Lebensdauer der Module auswirkt?
Bei einem plan ausgerichteten Schienensystem dürfte das Modul unter deutlich weniger Spannung stehen, als wenn jeder der vier Befestigungspunkte eines Moduls ein anderes Höhenniveau hat.

Könnten hierzu bitte einige Fachleute Ihre Meinung abgeben.

Gruß,

suncity2011
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon bettina » 30.06.2011, 16:16

hallo :)

Die richtig starken Haken verbauen zu lassen ,war eine gute Idee .
Was man auf den Bild erkennen kann, schaut doch gar nicht schlecht aus , aus einem anderen Winkel würde man mehr erkennen .

mfG
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon suncity2011 » 02.07.2011, 12:56

danke bettina,
besseres Foto kann ich gegenwärtig nicht liefern.
Habe inzwischen folgendes gefunden:
http://www.photovoltaikforum.com/montagesysteme-f4/unebene-unterkonstruktion-was-vertragen-die-module-t38084-s20.html
Da ist der Tenor, daß eine unebene Unterkonstruktion gar nicht geht. Meine Module sind m.E. mindestens so uneben verlegt, wie auf dem Foto auf Seite 3 dieses Threads.
Werde den Solateur gleich mal anmailen. Der wird begeistert sein :shock:
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon open source energy » 02.07.2011, 14:52

suncity2011 hat geschrieben:danke bettina,
besseres Foto kann ich gegenwärtig nicht liefern.
Habe inzwischen folgendes gefunden:
http://www.photovoltaikforum.com/montagesysteme-f4/unebene-unterkonstruktion-was-vertragen-die-module-t38084-s20.html
Da ist der Tenor, daß eine unebene Unterkonstruktion gar nicht geht. Meine Module sind m.E. mindestens so uneben verlegt, wie auf dem Foto auf Seite 3 dieses Threads.
Werde den Solateur gleich mal anmailen. Der wird begeistert sein :shock:


Also in dieser Richtung (gemäß Bild S3 des genannten Threads) machen die Unebenheiten nicht viel aus. Nur in Richtung der Traufe! Grundsätzlich ist es aber so, dass die Schienen nach meiner Einschätzung die Spannung tragen und nicht die Module, diese werden ja durch die 2-P Lagerung nicht wirklich beansprucht! Problematisch wird es eher bei einer 3P Lagerung.

Was mich aber eher interessieren würde ist, wie nah die Module an der Gaube sind!

Ich finde die Arbeit jetzt gemäß dem Foto auch nicht so schlecht!
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon Weidemann » 02.07.2011, 15:07

mir gefällts auch.
Das einzig problematische ist, wenn die beiden Schienen, auf denen das Modul liegt, so winschief zueinander sind, dass das Modul nur auf drei Ecken aufliegt und das vierte Eck in der Luft liegt. Aber dazu müsste das Gestell schon extrem uneben montier sein und mit Gewalt verbogen. Erlaubt ist glaube ich, das Modul um ca. 1-3mm (?) zu verwinden, hab ich mal in irgendeiner Montageanleitung gelesen.
Es macht aber z.B. garnichts, wenn die zwei Profile einer Reihe "Buckel und Täler" haben, solange sie die jeweils synchron haben (z.B. weil die Sparren unterschiedlich hoch sind).

Das Bild es genannten Threads ist zwar ästhetisch nicht gelungen, aber für die Module keinerlei Problem. Das Modul "sieht" ja nicht, ob seine Nachbarreihe höher oder tiefer oder überhaupt da ist ;-)
sonnige Grüße,
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon suncity2011 » 02.07.2011, 17:29

@opensource,
lt. Bildunterschrift von Zauberhexe ist das "Dach auf der gesamten Länge dann noch wellig". So ist es bei mir auch. Die Sparren hängen mittig durch, nur nicht an den Stellen wo innen Verstärkungsstreben vorhanden sind und an den Giebeln, wo die Sparren auf dem Giebel aufliegen.
Ausserdem, wo siehst Du eine 2 Punkt Lagerung? Meine Module sind jeweils an 4 Punkten festgemacht: linke und rechte Seite je 2 Verbindungen im vertikalen Abstand von ca. 80cm. Hab leider das Foto von den Montageschienen nicht (Film muss noch entwickelt werden) aber von der Strasse aus, Entfernung mind. 10m (Traufhöhe 4,5m) war die Durchbiegung der Schienen durch unterschiedl. Höhenniveaus deutlich zu sehen, schätzungsweise mind. 10cm zwischen höchstem und tiefsten Punkt der Schiene.
Abstand zu schattenwerfenden Gauben, Dächern ist m.E. ausreichend.
@Weidemann,
Sparren hängen unterschiedlich durch und sind sicherlich alles andere als synchron. Somit kommt es m.E. definitiv dazu, daß bei der Vier Punkt Lagerung eine Ecke nicht aufliegt.
Beispiel Stuhl: damit ein Körper im Raum stabil steht wären drei Füsse absolut ausreichend. Sprich die Lage des Körpers im Raum ist definiert, ergo der Stuhl wackelt nicht.
Kommt ein viertes Stuhl/ Tischbein hinzu um die Kippgefahr bei asymmetr. Belastung zu reduzieren, wackelt das Ding sobald die Füsse unterschiedl. lang, bzw. der Untergrund uneben ist und gleichzeitig der Tisch verwindungsstabil bleibt.
Abhilfe: ein Tischbein ist höhenverstellbar oder ich muss ein Tischbein unterlegen.
Beim Modul (nicht sonderlich verwindungsstabil) kann ich das dann einfach mithilfe der Befestigung runtertackern aber das tut dem Ding wie im genannten Thread besprochen definitiv nicht gut (Glas lässt sich halt nicht so gerne biegen). Und 1-3mm wären ja gar nichts. Beim Auftippen auf die vierte Ecke gibt das Modul dann minimal nach, bis die Befestigungsschelle es in Position gezogen hat.
:juggle:
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon open source energy » 02.07.2011, 17:31

suncity2011 hat geschrieben:@opensource,
lt. Bildunterschrift von Zauberhexe ist das "Dach auf der gesamten Länge dann noch wellig". So ist es bei mir auch. Die Sparren hängen mittig durch, nur nicht an den Stellen wo innen Verstärkungsstreben vorhanden sind und an den Giebeln, wo die Sparren auf dem Giebel aufliegen.
Ausserdem, wo siehst Du eine 2 Punkt Lagerung? Meine Module sind jeweils an 4 Punkten festgemacht: linke und rechte Seite je 2 Verbindungen im vertikalen Abstand von ca. 80cm. Hab leider das Foto von den Montageschienen nicht (Film muss noch entwickelt werden) aber von der Strasse aus, Entfernung mind. 10m (Traufhöhe 4,5m) war die Durchbiegung der Schienen durch unterschiedl. Höhenniveaus deutlich zu sehen, schätzungsweise mind. 10cm zwischen höchstem und tiefsten Punkt der Schiene.
Abstand zu schattenwerfenden Gauben, Dächern ist m.E. ausreichend.



Ich denke, dass die Schienen doch parallel verlaufen. Wenn natürlich das Modul nicht auf den Schienen satt aufliegt, dann ist es nicht ganz optimal.
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon suncity2011 » 02.07.2011, 18:51

Die Schienen verlaufen vermutlich parallel zueinander und sind aufgrund der verwendeten starren/ nicht verstellbaren Dachhaken parallel zur Dachhaut, die äusserst uneben ist. :wink:
Dieses optische Problem der unebenen Dachhaut wurde gut durch die Dacheindeckung mit Frankfurter Pfannen kaschiert.

Ich sehe das Problem grob vereinfacht jedoch folgendermassen:
Angenommen ich spanne eine Schnur über einem der durchhängenden Sparren vom First zur Traufe. In der oberen Dachhälfte nimmt der Abstand zur Schnur bis zur Mitte des Dachs zu. Also habe ich am unteren Befestigungspunkt des Moduls einen grösseren Abstand zur Schnur. Wenn nun alle Balken die exakt gleiche Durchbiegung hätten wärs wohl kein Problem. Allerdings tun sie das ja nicht.

Erstens ist Holz kein homogenes Material, zweitens haben die Sparren noch nicht mal die exakt selben Querschnitte (der Dachstuhl ist mind. 50 Jahre alt).
Drittens befinden sich neben dem durchhängenden Sparren an der Giebelseite, bzw. unter dem Modulfeld zwei Sparren die kaum durchhängen, da der Dachstuhl an diesen Stellen von innen mit Querstreben verstärkt ist (doppelter Pfettendachstuhl heisst diese Konstruktion, glaube ich).

Je länger ich es mir überlege, desto sicherer bin ich, daß das so nicht dauerhaft funktionieren kann.

Gibt es eigentlich in der Photovoltaik Branche auch diese a.a.R.d.T (allgemein anerkannte Regeln der Technik) :?:
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon suncity2011 » 06.07.2011, 11:16

kleines update:

Solateur zickt rum, wie befürchtet. :roll:
Obwohl er vor Auftragserteilung behauptet hatte, es wäre überhaupt kein Problem die Module eben zu montieren, sieht er nun keine Möglichkeit 10-15cm Höhenunterschiede (seiner Ansicht nach) auszugleichen. Behauptung: es gibt keinen bauaufsichtlich zugelassenen Dachhaken, der verstellbar ist und mehr als ein paar cm rausholt.
Das kann doch nicht stimmen?
Nun habe ich ja schon Dachhaken mit einer Gewindestange (Stockschrauben?) gesehen, mit deren Hilfe sich lt. Hersteller bis zu 10cm realisieren. Das gefällt mir allerdings auch nicht sonderlich, weil das Ding bei hohem Schneedruck vermutlich den darunterliegenden Dachziegel zerdrückt.
Wie macht man das also am besten?

Ausserdem bräuchte ich noch einen Fall in dem ein gerahmtes Modul durch Verwindung Schaden genommen hat, ihr "Stammtisch-Solateure" :oops:
Sorry, O-Ton von meinem Solateur. :roll:
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Re: Plane Modulfläche - Spannungsverhältnisse?

Beitragvon Weidemann » 06.07.2011, 12:55

suncity2011 hat geschrieben:Ausserdem bräuchte ich noch einen Fall in dem ein gerahmtes Modul durch Verwindung Schaden genommen hat

Und genau den wirst du nicht finden, sowas passiert praktisch nie, und wenn dann schon bei der Montage, würde also sofort ausgetauscht.
Ich verstehe dein Problem nicht ganz - du willst dein Dach geändert haben, und suchst jetzt einen Beweis dafür dass der Solateur was falschgemacht hat, aber er hat eben nichts "falsch"gemacht. (Schöner hätte er es machen können, mag sein.)

Du wirst es keinesfalls schaffen, dass er dir für umsonst die Anlage neu montiert (es sei denn, sie ist brutal krumm, aber Foto haben wir immer noch keins.)
Wenn, dann zahlst du das selber, und da gibts wirklich nur die Methode mit den Gewindestangen, ggf. mit Kreuzverbund, damit wärs wirklich stabil.
Was aber mit allen Dachhaken zu schaffen ist: Dass die Modulreihen nicht zahnen, also von unten berachtet von Traufe zu First eben sind. Aber nach links und rechts wirst du es bei einem krummen Dach kaum schaffen, dass es auch da eben ist.
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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