Neu geltende DIN 1055 Windlast und Schneelast

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Neu geltende DIN 1055 Windlast und Schneelast

Beitragvon heinros » 14.01.2007, 15:19

Hallo,

langsam flattern mir Angebote rein. Leider sind sie nur schwer vergleich- und durchschaubar. Ich möchte nun für mich in jedem Bereich der Anlage einen Standard festlegen, den ich verbaut haben will. Danach sollen sich die Anbieter richten.
Hier im Forum steht viel über Gestelle, was mich letzendlich verwirrt. Die Solateure wiedersprechen sich auch. Der eine sagt nach der neuen DIN muss man 60 cm vom Dachrand wegbleiben und auch Abstand zum Giebel einhalten, wegen der Windlast - so eine Bestimmung habe ich aber nicht gefunden. Ein anderer sagt, mit dem entsprechenden Gestell und Anzahl Dachhaken ist näher an den Rand kein Problem. Im Forum plädiert der eine für Blechziegel - habe ich das richtig verstanden, kommen die bei jedem Dachhaken, statt des Ziegels?
Da wir bei rd. 450 m über NN liegen, der Wind schon sakrisch bläst und wir auch je nach Jahr üppig Schnee haben, will ich was ordentlich Haltbares aufs Dach. Ich dachte an eine Kreuzmontage mit jeweils 1 Dachhaken pro Sparren, wobei midestens die ersten zwei äußeren in schwerer, die übrigen in mittelschwerer Ausführung - Einordnung gem. Fa. Schletter. Ist diese Herangehensweise ok. oder zu laienhaft und ich brauche doch einen Ing.? Möchte vermeiden, dass die Versicherung ein Schlupfloch hat.

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Befestigung ist von der Statik deines Daches abhängig

Beitragvon artec » 02.02.2007, 05:13

Die PV Module bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und müssen beachtliche Windkräfte standhalten. Die Wahl der Befestigung ist von der Statik deines Daches abhängig. Ist das Dach zusätzlich belastbar oder nicht ? Sind die Sparren ordnungsgemäß befestigt. Die Antwort findet sich in der Statikberechnung des Gebäudes oder muss bei einem Statiker eingeholt werden.
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Re: Befestigung ist von der Statik deines Daches abhängig

Beitragvon lehmann28 » 02.02.2007, 07:55

artec hat geschrieben:Die PV Module bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und müssen beachtliche Windkräfte standhalten.


Ich finde diesen Hinweis etwas unglücklich ausgedrückt. Bei einer Dachmontage hat man im Grunde nicht soviel Angriffsfläche für den Wind. Hier ist die Sogwirkung viel höher anzusetzen wie die direkte Windlast.

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Beitragvon heinros » 02.02.2007, 10:00

Danke für die Antwort.

Das Dach verträgt einiges an Last. 60-er Sparrenabstände mit 10 x 20 cm Balken. Alles noch neuwertig, Bj. 2002. Das zusätzliche Gewicht sollte statisch also keine Rolle spielen.
Gerade weil ich auch schon gelesen habe, dass die Sogkräfte eine nicht unwesentliche Rolle spielen, denke ich kann man mit Haken auf jedem Sparren und mit Haken eine Nummer stabiler, hier auf die sichere Seite kommen. Dann noch einen ordentlichen Rand- und Firstabstand und es müßte doch funzen.
Bei meiner Frage ging es mir auch um die versicherrungsrechtliche Seite. Nicht, dass die einen Haken finden(z.B. entspricht nicht DIN 1055), wo sie sich aus der Pflicht ziehen können.

Wenn das sich als richtig herausstellt, was von wissenschaftlicher Seite zur Klimaveränderung gesagt wird, werden wir uns schon in den kommenden 20 Jahren ganz intensiv mit dem Thema Wind auseinanderzusetzen haben.


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Beitragvon Helios » 02.02.2007, 10:28

...hier mal zur Ansicht ein von mir verwendeter Dachhaken. Daran kannst Du einen Ochsen anhängen, auf jedem Sparren ist davon einer montiert. Ist aus dem IBC Megaline Standart Montagesystem. Der Dachhaken heißt Mammut.

Bild

Gruß Heiko
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Beitragvon heinros » 02.02.2007, 12:59

So will ich es auch machen.

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Statik

Beitragvon artec » 02.02.2007, 16:08

Die Sogwirkung ist natürlich auch zu beachten. Aber egal ob Mammuthaken oder andere, wennn die Sparren die Grätsche machen, ist die Anlage hin. Der Gutachter nimmt die Gebäudestatik und rechnet die zusätzlichen Lasten der Module. Wenn es nicht paßt, ist es grob fahrlässig und die Versicherung muß nicht bezahlen.
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Beitragvon sunjunkie » 02.02.2007, 16:25

Wie hoch man die Sparren belasten kann hängt nicht nur vom Querschnitt der selben ab ,sondern auch von der Länge und dem Neigungswinkel sowie von der Art der Eindeckung.

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Beitragvon Helios » 02.02.2007, 16:54

...sorry, bei einem Neubau und 2002 ist ein Neubau und Sparrenmaßen von 100x200mm braucht sich niemand Sorgen machen wegen der paar Platten. :idea:
Ich kenne keinen Fall, wo ein Dachstuhl, von Zimmermännern gefertigt, durch die Last der Dacheindeckung oder durch Solarpanele zusammengebrochen wäre. Ich kenne auch kein Dach, dass durch Schneelast zusammengebrochen wäre. Vielleicht haben die Bayern da andere Erfahrungen, bei Neubauten bestimmt auch nicht.

Gruß Heiko
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Beitragvon sunjunkie » 02.02.2007, 17:28

da geb ich dir Recht, mir ist auch nichts bekannt.Einziger Punkt wäre aber eine Aufständerung auf ein Flachdach,aber ist hier ja nicht der Fall.

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