Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von fefe » 08.01.2012, 14:42
Hallo, ich habe eine Frage zur Aufbringung der Module auf Trapezblech. Reicht es einfach Querschienen direkt auf die Bleche zu schrauben oder muss für eine durchgängige Hinterlüftung zwischen Blech und Modulen wie z. B. bei Tonpfannen gesorgt werden? Danke für viele Hinweise! FEFE
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von Harvester66 » 08.01.2012, 15:13
Auch für Trapezblech gibt es passende Montagemöglichkeiten von verschiedenen Herstellern.
Eine ausreichende Hinterlüftung wirkt sich sehr positiv auf den Stromertrag aus.
Ich habe (freitragendes) Hochprofilblech gewählt mit auf das Profil zugeschnittene Halterungen und einem einlagigen Gestell. Wenn man ein flaches Profil hat könnte man auch Kreuzgestell wählen (also doppelt), das kostet natürlich je kWp auch mehr Material und Montageaufwand. Ob sich das im Laufe der > 20 Jahre rechnet muss jeder selber mal durchrechnen.
Sonnige Grüße Harvester66
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von Klaus der sonnenwirt » 06.02.2012, 22:45
Hallo, da habe ich auch eine Frage zu. Mir hat man gesagt, dass es besser ist die Schienen mit entsprechenden Solarbefestigern auf dem Trapezblech bzw. auf der Unterkonstruktion zu befestigen. Die Solarbefestiger gibt es mit bauaufsichtlicher Zulassung, wie ist es mit den anderen Systemen. Vor allem wenn so dicke Trapezbleche verwendet werden wie bei "Harvester66" Mein solateur hat mir diese Solarbefestiger für ein Trapezblech 35/207/0,63 empfohlen: http://www.proge.de/befestigungsmaterial/solarbefestiger/solarbefestiger-fuer-stahlunterkonstruktionen/Oder kann man die Schienen auch direkt auf die Bleche Trapezbleche schrauben? Was mein Ihr? Viele Grüße, Klaus
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von Boelckmoeller3 » 06.02.2012, 23:06
Hallo,
diese Querschiene direkt auf das Trapezblech schrauben, hat Vorteile bei den Kosten.Geht schnell und mit wenig Montagematerial. Das wars denn aber auch.Damit kann ein Anbieter natürlich günstiger bauen und anbieten. Wenn man die Schienen schraubt oder nietet sollte das Blech zumindest 0,6- 0,7mm Stärke dafür haben. Dann gibt es auch noch Systeme wie diese durchgehenden Schienen nur als kurze Abschnitte jeweils da wo die Module aufliegen, das hat schon Vorteile. Oder auch Mühlis System. Wenn man etwas mehr ausgeben will macht man es gleich richtig mit den hier genannten Solarbefestigern oder auch Stockschrauben genannt, Halteplatten daran und dann Trägerschienen für die Module. Die Schrauben gibt es für Holzsparren oder auch Metallträger. Das ist auch meine Empfehlung für die Montage. Achja, sehr schön ist wenn auch noch eine Kalotte dabei ist. Ob die Stockschrauben nun unbedingt eine bauaufsichtliche Zulassung brauchen, wie beispielsweise bei Ejot, sei mal dahingestellt. Die meisten die bisher verbaut wurden haben keine.
Viele Grüße:
Klaus
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von JayM » 06.02.2012, 23:25
Klaus der sonnenwirt hat geschrieben:Oder kann man die Schienen auch direkt auf die Bleche Trapezbleche schrauben? Was mein Ihr?
Hallo Klaus, das hängt vor allem davon ab wie gut das Blech auf der Unterkonstruktion befestigt ist. Stark verkürzt gesagt, wenn das Blech auch mit den extra Windsoglasten schon am Dachstuhl bleibt ist nur noch wichtig, dass die PV Unterkonstruktion am Belch bleibt. Wenn das Blech nicht ausreichend am Dachstuhl befestigt ist, um die zusätzlichen Lasten der PV aufzunehmen, muß man mit den PV Befestigern an die Unterkonstruktion gehen. Dies ist z.B. bei den allermeisten Sandwichblechen der Fall --> siehe einschlägige Threads hier im Forum. Ich hab gerade auf einer Garage die Schienen mit Schletter SingleFix direkt auf dem Dach befestigt. Das Dach wurde vorher saniert (war Asbest-Welleternit) und wir haben auf eine ausreichende Anzahl Schrauben zur Blechbefestigung geachtet. Das sieht dann so aus: DSC02011.JPG Gruß Jochen
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von JayM » 06.02.2012, 23:29
Harvester66 hat geschrieben:Ich habe (freitragendes) Hochprofilblech gewählt mit auf das Profil zugeschnittene Halterungen und einem einlagigen Gestell.
Hallo Harvester, dein System sieht interessant aus. Besonders weil es unterschiedliche thermische Ausdehnung von Schiene und Dach ausgleichen kann und mehr Platz unter den Modulen läßt. Wie heißt das System, von welcher Firma, wo gibts das zu kaufen? Gruß Jochen
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von Klaus der sonnenwirt » 07.02.2012, 12:41
Hallo,
wird denn das jeweilige System von den Herstellern auf die vorhandene unterkonstruktion per Statik vorberechnet oder muss das ein externer Statiker machen?
Mich würden andere Systeme auch interessieren. Viele Grüße, Klaus
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von JayM » 07.02.2012, 13:33
Hallo Klaus, Die meisten Gestelllieferanten/Großhändler rechnen die Statik nach DIN 1055 für dich (oder deinen Solateur) durch und geben dir (oder deinem Solateur): - die minimale Anzahl Befestigungspunkte pro m2 für den Randbereich - die minimale Anzahl Befestigungspunkte pro m2 für den Innenbereich - die maximale Stützweite zwischen Befestigern - die maximale Auskragung über den letzten Befestiger
Diese Statik ist immer nur für das Gestell gültig unter der Annahme, dass die Befestigungspunkte auf haltbarem Untergrund gesezt werden. Die Statik des Dachstuhls und der Dachbelegung (z.B. Blech) muß immer bauseits geprüft werden.
Gruß Jochen
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von Harvester66 » 08.02.2012, 12:45
JayM hat geschrieben:Harvester66 hat geschrieben:Ich habe (freitragendes) Hochprofilblech gewählt mit auf das Profil zugeschnittene Halterungen und einem einlagigen Gestell.
Hallo Harvester, dein System sieht interessant aus. Besonders weil es unterschiedliche thermische Ausdehnung von Schiene und Dach ausgleichen kann und mehr Platz unter den Modulen läßt. Wie heißt das System, von welcher Firma, wo gibts das zu kaufen? Gruß Jochen
Hallo Jochen, mein Gestell kommt von der Firma http://www.tesek.deDie Trapezblechhalter hatten meines Wissens eine Dicke von 1mm und waren gefaltet. Kann man in den entsprechenden Produktgalerien sehen. Darauf abgestimmt die Mittel- und Endklemmen und weiteres benötigtes Material. Die Blechhalter ergeben im montierten Zustand eine enorme Festigkeit. Wenn man so einen Halter einzeln vor der Montage in der Hand hält glaubt man das erst nicht. Die mitgelieferten Schrauben mit Bohrspitze waren leider ungeeignet. Die waren nicht scharf genug um die 1,25mm dicken Trapezbleche zu durchdringen. Daher mussten wir andere (schärfere) besorgen. Preiswürdigkeit müßte ich vielleicht nochmal nachschauen ob das in der Rechnung seperat ausgewiesen war da wir ja 3 verschiedene Dächer belegt hatten. Sonnige Grüße Harvester66
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