Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von PV-Verso » 19.05.2012, 22:42
Hallo Forumsmitglieder,
meine neue 10,45 kwp PV-Anlage ist endlich seit Anfang Mai am Netz. Sorgen macht mir noch die Montage der Dachhaken. Verbaut wurden Einhängehaken von Flender Flux, Typ 200h. Das Dach ist 15 Jahre alt, DN 45 Grad, Eindeckung Tonziegel, Sparren 8 x 18 cm, Konterlattung 3 x 5 cm, Lattung 3 x 5 cm. Der Einhängehaken wird zwischen den Sparren in die Lattung eingehangen. Laut Montageanleitung von Flender Flux muss die Dachlatte links und rechts vom Einhängehaken mit dem Sparren verschraubt werden. Ist der Solateur zwingend an die Montageanleitung gebunden? Mein Solateur hat die Latten zwar verschraubt, aber nur mit Schrauben 4,5 x 50, das heißt die Schraube sitzt nur 20 mm in der Konterlattung, die nur angenagelt ist. Das möchte ich so nicht abnehmen! Die Fa. Flender-Flux sagte mir am Telefon das die Haken TÜV zertifiziert sind und die Montageanleitung Teil des Zertifikats sei, schriftlich wollten sie sich aber nicht dazu äußern. Meiner Meinung nach müssen Schrauben der Größe 8 x 120 mm mit Tellerkopf verbaut werden (dabei Dachlatte und Konterlatte vorbohren!). 10 % vom Kaufpreis sind noch offen, werde ich auch vorerst nicht bezahlen. Ich werde am Montag dem Solateur eine Mängelrüge mit Aufforderung zur Mangelbeseitigung schicken. Als Frist denke ich sollten 3 Wochen reichen. Was ist bei einer Mängelrüge zu beachten? Was mache ich falls der Solateur kein einsehen hat und die Frist verstreichen läßt? Darf ich dann eine Fremdfirma mit der Mängelbeseitigung beauftragen und die Kosten dem Solateur in Rechnung stellen? Es geht mir nicht darum den Kaufpreis zu dücken, ich möchte nur das die Anlagen ordentlich montiert ist und nicht beim ersten Sturm vom Dach fliegt.
Viele Grüße PV-Verso
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von TW21 » 20.05.2012, 07:09
Hi Verso, du hast die Montageanleitung gelesen ?? Da steht was von Schraube 8 x ds wäre jetzt bei dir mit 4,5mm Schraubendicke 36mm Einschraubtiefe (bei dir 20mm) Zugegeben sind 20mm recht wenig aber 8x120 vorgebohrt ist vorsichtig ausgedrückt "leicht übertrieben"
Grüße Günter
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von PV-Verso » 20.05.2012, 09:54
@ TW21
Die Montageanleitung habe ich gelesen,zugegeben sind Schrauben 8 x 120 großzügig dimensioniert. Die Verschraubung mit nur 20 mm Einschraubtiefe in die genagelte Konterlattung ist aber in jeden Fall völlig unzureichend. Laut Aussage des Dachhakenherstellers muss die Verschraubung in den (tragenden) Sparren erfolgen, nur so werden die auftretenden Kräfte in die Dachkonstruktion abgeleitet. Ich werde auf Nachbesserung bestehen.
Viele Grüße PV-Verso
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von eggis » 20.05.2012, 10:25
http://www.flender-flux.de/de/PDFs/Mont ... r_200h.pdfDa ist doch eindeutig fett hervorgehoben " Einschraubtiefe beachten!". Lesen die Solarteure auch mal die Montageanleitungen?
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt!" (Oscar Wilde)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von mb84 » 20.05.2012, 10:36
TW21 hat geschrieben:Hi Verso, du hast die Montageanleitung gelesen ?? Da steht was von Schraube 8 x ds wäre jetzt bei dir mit 4,5mm Schraubendicke 36mm Einschraubtiefe (bei dir 20mm) Zugegeben sind 20mm recht wenig aber 8x120 vorgebohrt ist vorsichtig ausgedrückt "leicht übertrieben"
Grüße Günter
Wieso sollte das leicht übertrieben sein? Das ist Standard für Dachhaken die mit 2 Schrauben befestigt werden.
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von TW21 » 21.05.2012, 06:09
mb84 hat geschrieben: Wieso sollte das leicht übertrieben sein? Das ist Standard für Dachhaken die mit 2 Schrauben befestigt werden.
Hi, je weil es keine Haken sind die mit 2 Schrauben befestigt, sondern in der Latte eingehängt werden Wir brauchen uns deswegen nicht zu streiten die Schrauben sind etwas zu kurz. Grüße Günter
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von ionenbeschleuniger » 21.05.2012, 08:45
Moin , also ich kann da keinen Mangel erkennen Mindestschraubendurchmesser 4,5 mm verbaut 5mmx50 ist ok denke ich und wenn die Bügel jeweils inder Nähe der Sparren angebracht sind sehe ich da auch kein Problem ist natürlich abhängig wo du wohnst ,in Bayern mit grosser Schneelast würde ich dann doch auf eine Montage auf den Sparren bestehen und wenn die Dachlatten auf einer Konterlattung sitzen sind die mit mindestens 100mm vierkant vernagelt ,wenn der Wind die rausreissen will muss er sich aber mächtig ins Zeug legen Gruss ionebeschleuniger
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von SpookyBlue » 21.05.2012, 09:29
Soll der jetzt die ganze Anlage wieder abbauen, nur um ein paar etwas längere Schrauben in die Lattung zu setzen? Das Dach wird von den ganzen Montagearbeiten nicht besser und halten wird das auch so. Lass dir die Betriebshaftpflicht der Montagefirma nachweisen und gut ist. Wenn das die nächsten 30 Jahre hält, wovon der Installateur sicher ausgehen wird, ist alles OK, ansonsten gibt es eben ne neue Anlage.
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von JayM » 21.05.2012, 09:47
SpookyBlue hat geschrieben:Soll der jetzt die ganze Anlage wieder abbauen, nur um ein paar etwas längere Schrauben in die Lattung zu setzen?
Eigentlich schon. Einschraubtiefe bei 4,5 mm Durchmesser müßte 36 mm sein, ist 20 mm. Halbe Einschraubtiefe finde ich schon einen relevanten Unterschied. Inwieweit der Installateur auch für die Verschraubung der Konterlatten in die Sparren sorgen muß, hängt vom Vertrag ab. Aber sicher muß er die Latten mit richtiger Einschraubtiefe verschrauben. ... und halten wird das auch so.
Woher weißt Du das? Lass dir die Betriebshaftpflicht der Montagefirma nachweisen und gut ist. Wenn das die nächsten 30 Jahre hält, wovon der Installateur sicher ausgehen wird, ist alles OK, ansonsten gibt es eben ne neue Anlage.
Nur wenn es den Installateur dann noch gibt, und man nach x Jahren noch nachweisen kann, dass die falsche Montage ursächlich für den Absturz der Anlage war. Zudem weiß der Anlagenbetreiber ja jetzt von der falschen Montage und ist damit gegenüber Dritten in der Haftung wenn die Anlage bei einem Sturm jemandem auf den Kopf fällt. Wegen des Wissens um den Mangel ist u.U. grobe Fahrlässigkeit gegeben. Da ist dann möglicherweise auch eine Haftstrafe mit dabei (im Extremfall wg. fahrlässiger Tötung), wenn etwas passiert. Am Ende ist der Anlagenbetreiber für die sichere Montage und den sicheren Betrieb der Anlage verantwortlich (nie vergessen, man ist jetzt Unternehmer!) Da muß man sich schon fragen warum der Anlagenbetreiber ein so großes Risiko eingehen sollte, oder überhaupt ein Risiko eingehen sollte, nur weil der Installateur die Montageanleitung nicht gelesen hat. Gruß Jochen P.S.: Ich hab das jetzt bewußt etwas extrem gezeichnet, um einen Gegenpunkt zu den recht fahrlässigen Antworten zu setzten.
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von ionenbeschleuniger » 21.05.2012, 12:20
Also in der Montageanleitung steht mindest Einschraubtiefe 4x Ds 4,5mmx 4 =18mm und weiter steht da Sparrenlose Halter , die Dinger werden wie auch auf den Montagevideo zu sehen einfach nur über die Dachlatten geschoben Klemmhalter eben , auf den Videos habe ich keinen auch nur eine Schraube setzen sehen die Schraube ist wenn ich das richtig sehe nur zu Positionssicherung des Halteres Tragfunktion mh glaub ich jetzt nicht wirklich und deswegen die Anlage abmontieren und wieder montieren  ich glaub nicht das sich dein Solarteur darauf einlässt das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung ohne Gewehr  Gewähr Gruss ionenbeschleuniger
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