Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von TW21 » 22.12.2011, 06:02
Moin, also mal nebenbei bemerkt sind auch Sandwichelemente auf der Unterkonstruktion befestigt. Wenn wie erwähnt alle 1,5m geschraubt ist wird sich da nie was ablösen können. Ihr seht das immer so negativ. Ich hab noch nie irgendwo gelesen dass ein Modul mit Blechfetzen duch die Luft geflogen sind. Zuvor reißt es erst einmal die Schräubchen raus als dass sich das Blech vom Schaum lösen kann. Wer ein sauberes schnell montierbares System sucht der sollte mal bei Renusol das MetaSol anschauen. Hab ich gestern montiert und macht einen sauberen Eindruck. Das Zeug hat eine Zulassung ab 0,4mm Blechstärke. Könnt ihr aber bei Renusol nachlesen. Günstig ist es auch noch. Was will man mehr. Möglichkeiten die Kabel irgendwo zu befestigen gibt es allerdings keine. Ich bin weder Verwandt noch Verschwägert mit der Firma Grüße Günter
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von Elektro und Umwelt » 22.12.2011, 08:03
Oft sind die Befestigungsabstände der Sandwichelemente so weit auseinander, dass man da schon seine Zweifel hat! Wir haben 2005 eine damals relativ große PV-Anlage auf ein Dach mit Sandwichelementen montiert. Befestigt wurde die Unterkonstruktion mit Trapezblechschuhen! Damals war das Stand der Technik, es hatte keiner "Probleme" damit und über eine andere Lösung wurde auch überhaupt nicht nachgedacht. Heute wäre dies für viele Systemanbieter der absolute "Supergau", "so etwas geht ja gar nicht!" Nun was soll man sagen, die Anlage ist noch immer auf dem Dach, das Dach noch immer auf dem Gebäude und alles zusammen hat schon so manchen Sturm überstanden! Gruß E&U
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von Trashman » 22.12.2011, 08:41
Ich denke das ist auch das Problem: Mit Trapez- und Sandwichblech kann größere Abstände freitragend überspannen und wenn ich dann die PV-Anlage nur am Blech befestige (wie spielt ja erst einmal keine Rolle) habe ich im ungünstigsten Fall die Eintragung der Schneelast eben nicht gleichmäßig über die Fläche verteilt sondern in einer Linie parallel zu den Pfetten-und im schlimmsten Fall genau zwischen den Pfetten. Bei einem renovierten Asbestdach hätte ich da weniger Schmerzen, aber bei einem neuen Industriedach das >1,5m freitragend überspannt schon eher. Ich habe bei mir auch mit Schuhen auf Sandwich montiert, aber es ist mein eigenes Dach -> mein Risiko. Bei einem Pachtdach würde ich das vermutlich nicht tun sondern in die UK gehen.
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von JayM » 25.12.2011, 23:14
Bento hat geschrieben:Hallo Jochen, JayM hat geschrieben:Sag mir welchen meßbaren Vorteil der Sandwichhersteller von der Zulassung hat oder warum er sonst eine Zulassung geben sollte?
Ein meßbarer Vorteil wäre z.B. die Erzielung höherer Verkaufszahlen. Wenn wir uns mal zwei Sandwich-Hersteller vorstellen, wobei der Eine eine Lasteinleitung in seine Oberschale ablehnt und der Andere bestimmte Lasteinleitungen dort zulässt. Was meinst du, wer dort einen Wettbewerbsvorteil hätte?
Hallo Bento, wenn tatsächlich eine meßbare und signifikante Zahl von SW Dach Kunden das so sieht, wird es früher oder später auch SW Hersteller geben, die für PV zertifizierte SW Elemente anbieten. Im Moment denke ich aber, dass die meisten PV Anlagen Retrofits sind und sehr viele SW Dach Kunden bei der Dachplannung eben noch nicht über PV nachdenken. Damit ist die Zertifizierung für PV kein Wettbewerbsvorteil, auch wenn es später dem potentiellen PV Betreiber und dem Solateur sauer aufstößt. Wäre ja schön, wenn sich das bald ändert. Danke auch für die Hinweise auf weitere mögliche Problemmechanismen mit PV auf SW Elementen. Gruß Jochen
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von JayM » 16.01.2012, 00:39
Hallo zusammen, bin gerade auf dieses Papier vom Industrieverband für Bausysteme im Metalleichtbau gestossen: "Solar-Anlagen auf Dächern in Metallleichtbauweise" vom Februar 2010. Befestigungssysteme für Sandwich elemente Nach dem derzeitigen Stand der Technik gibt es für Sandwichelemente kein Bemessungskonzept für den Nachweis von Lasten aus Solar-Anlagen. Weder die bauaufsichtlichen Zulassungen noch die Fachnorm(1) für Sandwichelemente sehen eine Verwendung dieser Produkte als lastabtragende Unterkon struktion für die Solar-Anlagen vor.
Die Einleitung von Lasten in nur eine Deckschicht ist zurzeit Gegenstand der Forschung an der TU Dortmund. Ab - schließende Ergebnisse liegen zwar noch nicht vor, die Aussichten für eine Befestigung mit marktüblichen Systemen an nur einer Deckschale sind jedoch nicht günstig.
Daraus folgt, dass die zuvor vorgestellten Systeme, die für die alleinige Befestigung am Trapezprofil vorgesehen sind, an Sandwichelementen nicht verwendet werden dürfen. ... (1) DIN EN 14509
http://www.ifbs.de/db/docs/1012_IFBS-aktuell_2010-02-01.pdfMeine Suche nach den Ergebnissen der TU Darmstadt blieb leider erfolglos. Gruß Jochen
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von JuliaSonnenmeer » 02.02.2012, 23:47
Hallo,
Man darf gar keine weiteren Löcher in das Sandwichdach bohren als nur vom Dachdecker vorgesehen. Sonst verliert man die "lebenslange Garantie" des Sandwichelements- das ist ja auch teuer + Wenn man mit diesen "Füsschen von Schletter querfeld ein in die Hochsicken bohrt, dann übertragen sich die Zugkräfte auf das obere Metall und diese Metalldecke löst sich vom Polyethanschaum ab. = gar nicht gut + gefährlich! Ergo: Man darf nur die Löcher nutzen, die vom Dachdecker für die Verankerung in den Pfetten vorgesehen ist. Meine Firma hat einen Partner, der Sandwichplatten herstellt: Metecno (die ältesten und qualitativ hochwertigsten Hersteller Deutschlands) - wir arbeiten mit denen zusammen und stellen Montagesysteme her, die den Polyethanschaum und die Metalldecken nicht belasten oder angreifen. Deshalb haben wir auch seit 5 Jahren die Bauaufsichtliche Zulassung des französischen DIBt. Das funktioniert so: Die 3,3m langen Aluschienen werden nur an den Stellen in den Pfetten verankert, wo es auch vom Dachdecker für die Verankerung der Sandwichmodule vorgesehen ist. Dadurch erhalten die Hochsicken maximale Stabilität und leiten Zugkräfte und lasten weiter. Dann klickt man die Befestigungselemente auf, legt die Module auf, und zieht die Spannbrücken fest- Et Voilá! 150 Module in einem Tag montiert! Sicher und stabil ohne Garantieverlust und ohne Regen unterm Dach oder Module, die ab und zu gern mal runterfallen;) Wir haben schon viele Projekte mit Metecno zusammen montiert.
Sonnige Grüße,
Julia
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von Dach und Solar Adams UG » 03.02.2012, 19:36
Hallo Julia,
die Idee ist nicht neu, die gabs ich glaube war ArcelorMittal schon ( an der Oberschale geklemmt)
Wenn ich mir die Bilder ansehe, ist das Sytem genauso in der Oberschale mit Schrauben befestigt wie viele andere auch. zum Garantieverlust, wenn einer in ein von mir verlegtes Sandwichelement so viele löcher machen würde, würde ich die Garantie auch ablehnen. Grüsse Rainer
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von JuliaSonnenmeer » 15.02.2012, 11:36
Hallo Rainer,
Ja, das System ist in der Oberschale befestigt, wird aber bis in die Pfetten gebohrt und dort verankert, so dass sich der Polyethanschaum nicht vom Metall löst. Es wird auch nur dort gebohrt, wo es eh schon vom Dachdecker für die Dachdeckung der Sandwichelemente vorgesehen ist, hierdurch wird die Dachhaut nicht verletzt. Das Sandwichelement muss ja auch an diesen Stallen am Dach befestigt werden!
Liebe Grüße,
Julia
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von Schletter Profi Tip » 22.02.2012, 11:04
JuliaSonnenmeer hat geschrieben:Hallo, Man darf gar keine weiteren Löcher in das Sandwichdach bohren als nur vom Dachdecker vorgesehen. Sonst verliert man die "lebenslange Garantie" des Sandwichelements- das ist ja auch teuer + Wenn man mit diesen "Füsschen von Schletter querfeld ein in die Hochsicken bohrt, dann übertragen sich die Zugkräfte auf das obere Metall und diese Metalldecke löst sich vom Polyethanschaum ab. = gar nicht gut + gefährlich! Ergo: Man darf nur die Löcher nutzen, die vom Dachdecker für die Verankerung in den Pfetten vorgesehen ist. Meine Firma hat einen Partner, der Sandwichplatten herstellt: Metecno (die ältesten und qualitativ hochwertigsten Hersteller Deutschlands) - wir arbeiten mit denen zusammen und stellen Montagesysteme her, die den Polyethanschaum und die Metalldecken nicht belasten oder angreifen. Deshalb haben wir auch seit 5 Jahren die Bauaufsichtliche Zulassung des französischen DIBt. Das funktioniert so: Die 3,3m langen Aluschienen werden nur an den Stellen in den Pfetten verankert, wo es auch vom Dachdecker für die Verankerung der Sandwichmodule vorgesehen ist. Dadurch erhalten die Hochsicken maximale Stabilität und leiten Zugkräfte und lasten weiter. Dann klickt man die Befestigungselemente auf, legt die Module auf, und zieht die Spannbrücken fest- Et Voilá! 150 Module in einem Tag montiert! Sicher und stabil ohne Garantieverlust und ohne Regen unterm Dach oder Module, die ab und zu gern mal runterfallen;) Wir haben schon viele Projekte mit Metecno zusammen montiert. Mal reinschauen: http://www.dome-solar.com/de/referenzen/Sonnige Grüße, Julia
Hallo Julia, gibt es Beweise für deine Behauptung, dass beim Schlettersystem die Oberschale abgelöst wird? Schadensfälle? Falls nicht bitte derartige Unterstellungen/Anspielungen unterlassen. Gerne auch mal hier das Gutachten betrachten http://www.schletter.de/298-0-Techn-Inf ... &pn=113614Vielen Dank
Schletter GmbH Alustr. 1, 83257 Kirchdorf http://www.schletter.de Sitz: Kirchdorf Handelsregister: AG Traunstein Handelsregisternummer: HRB 3899 Geschäftsführer: Ludwig Schletter, Andrea Schletter
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von hopfenstauan » 21.03.2012, 10:22
Wir haben unsere Anlage vor kurzem nach 3 Jahren vor Gericht demontieren lassen diese wurde mit einem bekannten Montage System nur auf die 0,55 mm Oberschale des Sandwichdaches genietet. Das Dach ist jetzt Kaputt zum Glück können wir das Kostengünstig reparieren da wir selbst Sandwichdächer verbauen. Jetzt wird eine neue Anlage verbaut mit Längsschienen die auf der Unterkonstruktion des Daches befestigt wird. Eine Statik für die Photovoltaikanlage ist natürlich auch dabei. Nur so ist das montieren der PV Anlage auf den Dächern erlaubt.
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