Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von MCEG » 08.10.2011, 17:44
Hallo Leute, erst einmal muss ich sagen, dass ich die Atmosphäre und das gegenseitige Helfen im Forum Top finde. Ich selbst habe auch eine PV Anlage auf dem Dach meiner Firma. Ich meine, die ist von Fronius. Wollte mir jetzt privat auch eine zulegen und lese )kämpfe) mich hier durch die Berichte und Erfahrungen. Ich musste erschüterndes über Kabelbinder lesen  Da ich in dem Bereich arbeiteund meine Firma nur Großkonzerne und die Industrie mit speziellen Kabelbindern versorgt, kann ich euch zu dem Thema eventuell wichtige Unterschiede mitteilen: Es gibt einmal Standard Kabelbinder, in natur und in schwarz. Dabei sind die schwarzen durch einen Rußanteil bedingt UV-beständiger. Dabei wird dann natürlich zwischen China und eurupäischer Ware unterschieden. China benutzt meistens regeneriertes Polyamid, d.h. früher mal Badelatschen, jetzt Kabelbinder. In der EU wird viel mehr reines Polyamid verwendet. Dann gibt es hitzestabilisierte Kabelbinder, die für erhöhte Dauergebrauchstemperaturen bestens geeignet sind. Die großen der Solar und PV-Industrie beziehen bei uns ausschließlich diese Kabelbinder. Genauso werden diese Kabelbinder auch in Bereichen mit Öfen etc. eingesetzt. Von der Qualität her sind diese natürlich viel hochwertiger, vom Preis her garnicht so viel teurer. Ich glaube solche großen Unternehmen können es sich nicht leisten, minderwertige Kabelbinder einzusetzen, die dann nach einem Jahr reissen und ersetzt werden müssen. Falls ihr noch Fragen zum Thema Kabelbinder und Kunststoffe habt, seid ihr bei mir richtig  Helfe euch gerne...
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von Modulschrauber » 19.10.2011, 18:15
Hallo MCEG, Wilkommen im Forum. Find ich sehr gut, das du hier auftrittst. Woran kann ich gute Kabelbinder eerkennen? Bisher habe ich nur welche erlebt, die nach spätestens 10 Jahren ihre Funktion verlieren (trotz UV-Beständigkeit). Oder muß ich einfach damit leben, dass sie genauso wie ander Kunststoffteile im Aussenbereich nach einigen Jahren versagen? Ich habe auch zwischen dickeren und dünneren bisher keinen Unterschied bemerkt. Es sind ja erst einige Anlagen, die so Alt sind, aber es macht einfach keinen Spass über die Anlage zu klettern um die Kabel wieder zu befestigen. Aus diesen Erfahrungen werde ich bei meiner eigenen nächsten Anlage die Kabel mit Draht festbinden oder gibt es eine sichere Alternative? MCEG hat geschrieben:die ist von Fronius
Nur zur Klarstellung: Fronius ist einer der führenden Wechselrichterhersteller, baut aber keine Solarmodule, Kabel oder Montagesysteme, die anderen wichtigen Komponenten einer PV Anlage. Kurt
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von pvplaner2010 » 19.10.2011, 19:21
Wie sieht es denn aus mit der Qualität von Hellermann Tyton?
Das wird ja ein teurer Spass, wenn in 10 Jahren alle Anlagen neu abgebunden werden müssen.
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von Bento » 19.10.2011, 22:01
Hallo MCEG, MCEG hat geschrieben:China benutzt meistens regeneriertes Polyamid, d.h. früher mal Badelatschen, jetzt Kabelbinder. In der EU wird viel mehr reines Polyamid verwendet.
Vielleicht kannst du mal was zur Haltbarkeit von regeneriertem Polyamid und von reinem Polyamid sagen!? Deine Aussage vermittelt zumindest den Eindruck, dass Recyclematerial eine wesentlich kürzere Haltbarkeitsdauer hat.
Viele Grüße Bento
Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden. (Arnaud Desjardins)
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von Nicklas » 20.10.2011, 11:05
Hallo,
ihr könnt euch mal die neue Ausgabe der PV-Praxis von "de" anschauen. Kabel müssen befestigt werden, Stecker dürfen nicht auf der Dachhaut aufliegen,.... Am Interessantesten fand ich: Kabelbinder (auch UV-Beständige) sind als nicht geeignet anzusehen.
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von tcosmic » 20.10.2011, 13:25
Nicklas hat geschrieben:Hallo,
ihr könnt euch mal die neue Ausgabe der PV-Praxis von "de" anschauen. Kabel müssen befestigt werden, Stecker dürfen nicht auf der Dachhaut aufliegen,.... Am Interessantesten fand ich: Kabelbinder (auch UV-Beständige) sind als nicht geeignet anzusehen.
Steht da auch drin warum - oder wie man Kabel sonst fixieren soll? Ich gehe bisher davon aus, dass UV-beständige Kabelbinder geeignet sind. Es ist ja auch nicht so, daß den ganzen Tag die Sonne drauf scheint: Idealerweise werden die Kabel unter den Modulen verlegt. 
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von bskf » 20.10.2011, 13:52
Hallo,
das Thema finde ich sehr interessant&wichtig.
Gibt es auch Unterschiede in der Dauerfestigkeit bei unterschiedlichen Stärken der Binder?
Grüße
bskf
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von Nicklas » 20.10.2011, 20:15
Hallo,
hier der Ausschnitt aus der "de"
Für die Gehäuse der Anschlüsse an PV-Modulen ist in EN 61730-1: 2007-12- 01 keine Prüfung der Zugentlastung für die angeschlossenen Leiter vorgesehen. Diese ist außerhalb der Anschlussgehäuse durch regelkonformes Befestigen der Anschlussleitung zu gewährleisten. Die Hersteller von Befestigungsmaterial stellen dazu geeignetes Material zur Verfügung. Die Fixierung mit Kabelbindern stellt für diesen Anwendungsfall kein geeignetes Befestigungsmittel dar.
ich denke jeder Elektromeister wird in der Regel ein Abo haben und selbst nachlesen können, ist denke ich für Solateure auch sehr interessant. Vor allem in den Sonderausgaben PV-Praxis wird auf unser Thema eingegen. Interessant ist auch immer die Angabe der relevanten Normen in den Artikeln.
Gab auch schon viele Themen "Erdung" von PV-Anlagen und eines meiner persönlichen Vorzugsthemen RCD (FI) bei PV-Anlagen.
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von Trashman » 20.10.2011, 20:25
Nicklas hat geschrieben:Die Hersteller von Befestigungsmaterial stellen dazu geeignetes Material zur Verfügung.
Welcher Hersteller stellt hier etwas zur Verfügung? M.E. sind Kabelbinder annerkannte Regel der Technik. Ich habe schon eine Menge Anlagen gesehen, gemeinsam hatten sie alle die Verwendung von Kabelbindern. Und wenn keine verwendet wurden dann lagen die Kabel auf dem Dach.
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von Nicklas » 20.10.2011, 20:56
mehr kann ich dazu leider auch nicht sagen, ich habs nur so gelesen. Irgendwo anders wird aber in der Zeitschrift von Schienen mit integrierten Kabelkanälen gesprochen. Ansonsten müsste tatsächlich Alurohr oder sonstiges auf dem Dach verlegt werden müssen.
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