Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
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von Weidemann » 08.12.2011, 20:50
dennisophie hat geschrieben:@brick und mühli: nein, das ist nicht richtig, die Verbindungsmittel werden auf Abscheren belastet. Mit Dynamik hat das nichts zu tun, das nennt sich Statik... Die Problematik der der exzentrischen Nagelung /Belastung für zu Momenten an den Nagelplatten, auch hier werden dann die verbindungsmittel auf Abscheren beansprucht....
Schon allein von der Logik gibts keinen nennenswerten Unterschied zwischen Schneelast und Windsog auf einen Dachhaken, erstere belastet halt die obere Schraube, zweitere die untere. und ein bisschen Scher-Anteil kann bei beiden Fällen dabei sein, halte ich aber für vernachlässigbar.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von Bento » 08.12.2011, 21:21
Mühli hat geschrieben:Scherung ist nur was für Nägel aber nicht für vorgespannte Verbindung, ...
Na, da wäre ich mir aber nicht so sicher! Auch bei Schrauben wird der Schernachweis geführt. Allerdings würde ich Weidemann zustimmen, dass Querkräfte bei der Schraubendimensionierung der Dachhaken vernachlässigbar sind. Mühli hat geschrieben:Statik: Ebenfalls Nö, das geht schon in die Dynamik. Statisch kommt hier nur Müll raus weil der flex unberücksichtigt bleibt. Haben wir aber hier deutlich.
Ich habe noch nicht gesehen, dass ein Montagegestell dynamisch bemessen wurde! Gibts das wirklich? Oder verstehe ich jetzt nur Bahnhof? Die Nachweise, die ich bisher gesehen habe, hießen immer System Statik.
Viele Grüße Bento
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von Mühli » 08.12.2011, 22:03
Wenn man eine Schraube auf Schub rechnet, ist es entweder eine Passchraube mit geschliffenem Bund und geriebener Bohrung oder es ist was falsch gelaufen! Das wird generell NICHT gemacht. Glaub mir einfach, ich hab das schon ein paarmal gemacht und auch bewiesen, dass ich es kann (konnte...) Wir hatten da auch ziemliche Diskussionen drüber, hat sich aber schon als sinnvoll herausgestellt. Beispielsweise sind Krad-Bremsscheiben meist mit gaaanz handelsüblichen 8er Schrauben befestigt, natürlich ohne Scherung, sonst ab...
Eine normale Schraube am Dachhaken kann man nicht aussagekräftig auf Schub rechnen, es fehlt ja die Auflage für die Lochlaibung, das macht man nur bei Nieten. Wenn dann mal Schub auf der Schraube ist, bricht sie eher früher oder später, so ne 8er Tellerkopf hält da nicht viel aus, theoretischer Linienauflage sei dank. Im großen und ganzen unterliegt der Normalmensch aber immer diesem Trugschluss, dass eine Schraube 2 Teile durch Scherung hält. Falsch! Wenn die Teile nicht vorgespannt sind, ist es keine Schraube mehr, sondern ein Bolzen und muss gaaanz anders berechnet werden (siehe Nieten) Bei einer Tellerkopfschraube kann eh nix scheren, schaut sie euch doch mal genauer an. Die haben oben einen Konus, erstmal biegts die Schraube also ganz krass, bevor da irgendwas schert. Wenns soweit wäre, ist die schon lang abgerissen.
Statik und Dynamik, natürlich ist es eine "Statik". Wir haben beim Dachhaken mindestens 2 Schrauben mit verschiedenen Hebelarmen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Hakenplatte starr ist, ja, dann kann man das statisch rechnen. Kommt aber Blödsinn raus, weils wohl kaum was wackligeres gibt als ein Flacheisen und das nur dann statisch hält, wenn man Zuschläge Faktor X draufrechnet. (E-Moduln berücksichtigen...) Geht doch mal zu Schletter, nehmt eine 6m-Stange von dem Zeug in die Hand und ihr werdet sehen dass es wie ein Kuhschwanz baumelt, nur durchs Eigengewicht. Jede Statik kommt von einer Dynamik, die wurde irgendwann mal von fleißigen Menschen berechnet und daher kommen die Statiktabellen fürn Statiker. Das, was der "Normalmensch" so dimensioniert, ist hoffnungslos überdimensioniert. Der Zimmerermeister schaut in die Tabelle, nimmt die theoretische Schneelast, den Balkenquerschnitt und hat dann die erlaubte Stützweite. Das ist dann Nummer Sicher und hält schon. Deshalb darf der Zimmerer/Bauzeichner auch keine Konzerthallen absegnen, sondern nur ein studierter Baustatiker.
Gruß
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von brick » 08.12.2011, 22:52
Wenn Schrauben auf Scherung belastet werden würden, wären Sie um ein Vielfaches dicker. Zum Glück verwendet man Schrauben dafür, Bauteile zusammen zu pressen um so ein Verschieben zu verhindern.
Danke für Deinen Text Mühli.
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von dennisophie » 09.12.2011, 13:54
@mühli: Nimm´es bitte nicht persönlich, aber ich habe schon lange keinen so großen Mist gelesen. Du magst ein guter Handwerker sein, aber von der Bemessung von Bauwerke hast Du - zumindest so wie Du es schreibst - keine Ahnung. Glaub ´es mir, ich bin Bauingenieur, ich kann ziemlich gut einschätzen, wie etwas zu bemessen ist.
@alle: Ich verlasse dieses Thema, mir scheint, es ufert sonst aus. Gruß dennisophie
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von Bento » 09.12.2011, 18:59
Hallo Mühli, Mühli hat geschrieben:Wenn man eine Schraube auf Schub rechnet, ist es entweder eine Passchraube mit geschliffenem Bund und geriebener Bohrung oder es ist was falsch gelaufen! Das wird generell NICHT gemacht. Glaub mir einfach, ich hab das schon ein paarmal gemacht und auch bewiesen, dass ich es kann (konnte...)
Ich vermute mal, dass du aus dem Bereich des Maschinenbaus kommst. Zwischen Bau und Maschinenbau gibt es da offenbar doch leichte Unterschiede, wobei ich jetzt auf Anhieb aber auch nicht wüsste, wonach die Gestell- und Dachhakenschrauben bemessen werden. Ich kann mir am Ende sogar gut vorstellen, dass die Gestellverbindungsmittel den Vorgaben des Maschinenbaus folgen, da die Schrauben dort oftmals mit bestimmten Drehmomenten angezogen werden müssen (vermutlich, um die Querkräfte allein über die Reibung abtragen zu können). In diesem Zusammenhang darf man vielleicht auch die Frage stellen, ob einer von euch schon mal einen Solarteur mit Drehmomentschlüssel gesehen hat? Deine Meinung, dass Schrauben generell nicht auf Scherung bemessen werden, möchte ich aber so nicht stehen lassen. Schau dir dazu mal den nachfolgenden Link an und hier insbesondere: - S.4 - Pkt.4 (S.6)- Pkt. 6.1.1 (S. 11+12) - Pkt. 6.3 ( S.14) - Pkt. 9 (S.22) http://www.peterknoedel.de/lehre/FHA-Stahl/Skript/GrA/Ansch/Schr.pdf
Viele Grüße Bento
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