Dachhaken auf Dachsparren

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon j_red66 » 03.08.2011, 06:39

Hallo!
Ich plane derzeit auf mein Dach eine PV-Anlage zu installieren und hab mal ein paar Fragen zur UK.
Ich habe nicht vor, die Anlage selbst zu montieren. Ich möchte aber wenigstens ein bisschen Bescheid wissen, um die Qualität der Montage bzw. des anbietenden Solarteurs beurteilen zu können.

Mein Dach: 38° Neigung Betonziegel; UK einlagig
Nun zu meinen Fragen:
Die Dachhaken sollten doch eigentlich immer an den Dachsparren befestigt werden (nicht an der Dachlattung)?
Wenn dem so ist, kann es doch vorkommen, das die Dachsparren an Stellen sitzen an den die Dachziegel "hochgewölbt" sind. Wie kann ich in so einem Fall die Dachhaken am Sparren befestigen? Nach meinem Verständnis kann ich den Ziegel doch nur in der "Tiefsicke" aussparen um den Halter drunter zu montieren? Was tun wenn Position "Tiefsicke" nicht mit Position Dachsparren übereinstimmt?

Ich hoffe, ich habe die Frage halbswegs verständlich formuliert. Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe.
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon dachhaken » 03.08.2011, 06:57

wenn die Dachhakenplatten ausreichend breit UND hoch UND stark sind, beispielsweise Platten 150 x 60 x 5 mm oder aber 180 x 80 x 4 mm, und zudem ausreichend Löcher haben, die wiederrum einen ausreichenden seitlichen wie auch diagonalen Lochabstand haben, dann können die Haken auch seitlich verschoben befestigt werden (außermittig), sodass der Bügel, der selbstverständlich auch hinreichend dimensioniert sein sollte, wieder in der "Tiefsicke" liegt. Ausreichend dimensionierte Befestigungsschrauben (Durchmesser x Länge) sind natürlich selbstverständlich. Und bei den Auslegern lieber stärker als breiter, da bei 40 mm Breite des Auslegers durchaus Probleme auftreten können, da manche Sicken schmaler und manche Sicken breiter sind.
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.08.2011, 07:59

Hallo,

im Prinzip haben die Dachhaken eben diese gelochte Montageplatte um sie ein Stück seitlich auf dem Sparren verschieben zu können. Eine gute Materialstärke des Hakens schadet hierbei eher nicht. Hier gibt es durchaus Unterschiede bei der Ausführung der VA-Haken in der Materialstärke. Material kostet aber auch Geld.
Bei den verwendeten Schrauben ist wichtig dass sie mindestens noch 6 cm in die Sparren eingreifen, natürlich sollten sie auch aus Edelstahl sein und die Löcher der Schrauben sollten vorgebohrt werden, das wirkt einem Ausreißen des Sparrenholzes beim eindrehen der Schrauben entgegen.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon j_red66 » 03.08.2011, 08:50

OK, hab alles kapiert! Vielen Dank für Eure Hilfe!
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Mühli » 03.08.2011, 10:07

Naja...Klaus, da laufen wir nicht konform.
Die Schrauben für die Haken sind zu 99% aus verzinktem Stahl, wie sich das gehört. Edelstahl ist hier fehl am Platz. Erstens schweinsteuer, zweitens bei weitem nicht so stabil.
VA-Schrauben reiß ich jederzeit ab, wenn ich grad lustig bin, verzinkte nicht.
Da dort kein Wasser hinkommen soll/darf rostet da auch nix und ich kenne keinen Solarteur der da VA benutzt.

Vorbohren brauchts da auch nicht, das dauert ja ewig und kostet ein Vermögen. Eine ordentliche Tellerkopfschraube hat zu 99% eine Bohr-Frässpitze und das erspart einem das Bohren. (je nach Hersteller, z.B. Berner oder Dresselhaus haben das in allen Längen, Spax erst ab 160)

Gruß
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Trashman » 03.08.2011, 10:14

Die Schletter-Dachhakenbefestigungsschrauben sind aus Edelstahl...
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.08.2011, 10:35

@ Mühli,
schön dass wir mal wieder nicht konform laufen, ist aber ganz normal hier. :D
Also ich hab jetzt mehr als 10 Anlagen montiert und mindestens doppelt soviele auf Wunsch der Besitzer beim Aufbau begleitet und nicht eine dieser Anlagen hatte verzinkte Schrauben.
Stahlschrauben waren auch eigentlich nie im Gespräch wenn ich bei verschiedenen Solarteuren mein Material bestellt habe.
Die Zugfestigkeit/Belastbarkeit von Edelstahlschrauben ist in der Regel höher als die von Stahlschrauben. Oder hast du noch Stahl-Schraubenschlüssel zuhause ? Zudem kaum Korrosion, ich denke die Vorteile überwiegen für die PV-Technik und deshalb wird auch überwiegend Edelstahl verwendet.
Für das Vorbohren in Holzträger gibt es sogar eine DIN-Norm. Wer also fachgerecht arbeiten will bohrt vor. Mir schon klar dass es viele Ingnoranten gibt die meinen sie wären etwas Besonderes und bei ihnen geht das Alles ganz anders. :D Ist ja meist auch nicht ihr Haus auf dem sie montieren sondern "nur" für andere Leute. :D

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Mühli » 03.08.2011, 10:52

Boelckmoeller3 hat geschrieben:@ Mühli,

Die Zugfestigkeit/Belastbarkeit von Edelstahlschrauben ist in der Regel höher als die von Stahlschrauben. Oder hast du noch Stahl-Schraubenschlüssel zuhause ?
Für das Vorbohren gibt es sogar ein DIN-Norm. Wer also fachgerecht arbeiten will bohrt vor.

Klaus


Nein, das stimmt keinesfalls! VA-Schrauben haben generell niedrigere Festigkeit als Stahlschrauben!!! Im Maschinenbau sowieso, aber auch am Bau.
VA haben meistens ~5.6 (ist nicht direkt vergleichbar)...ne Standard-Gewindeschraube ist aber schon 8.8
Und natürlich sind meine Schraubenschlüssel aus Stahl! Aus was auch sonst???? Aus einem Chrom-Vanadium-Stahl, Rp meistens deutlichst über 1200N/mm².
Es gibt kaum hochfeste nichtrostende Stähle, das sind dann Duplex und die werden garantiert niemals für Schrauben verwendet. Die wären teurer als der Rest der Anlage.
Momentan studiere ich das, und das mit den Schrauben hab ich schon längst bestanden, glaube also schon zu wissen von was ich da spreche.
Ebenso sind alle Nägel (immer noch gerne verwendet am Bau) aus normalem Stahl.

Vorbohren wird dir auch nach DIN erlassen, wenn die Schraube eine Bohrspitze hat. Tellerkopf gibts ja auch kaum ohne Bohrspitze.
Und nachdem ich einen Zimmerer in der Familie habe und der in einer großen Baufirma (auch Bauträger) arbeitet werden die kaum Pfuschen...Eigentumswohnungen mit externer Bauüberwachung...
Vorbohren ist bei sowas echt lächerlich, das soll ja kein Vermögen kosten und da splittert GAR nix, wenn man das in korrekt dimensioniertes KVH schraubt.

Ich fang ja eh nicht an mitm Korinthenkacken, es gibt nämlich tausende Edelstähle, von denen nur paar Prozent das sind, was man sich unter "Edelstahl" vorstellt.
Nämlich nichtrostende Stähle, Handelsnamen wie Inox, Nirosta, Chromargan etc.
Alles absolut ungeeignet für Schrauben und einfach ein Glump. Die reiß ich wirklich mit zwei Fingern ab, wenn ichs drauf anlege.
Hab ja an sich nix gegen VA, verwende sie auch gerne an Motorrädern. Nachdem ich sie selbst auslegen kann, auch an Bremsen etc. Ich weiß, dass es hält.

Aber unter einem Dachziegel...wenns da so nass reingeht, dass die Schrauben rosten, glaub mir, bevor deine Schraube wegrostet (die ja gelb verzinkt ist) dann ist zu 99'% vorher der Sparren weggefault!

Gruß
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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.08.2011, 10:59

Hallo Mühli,
du bist auch einer der absolut resistenten hier !
Was ist den Chrom-Vanadium Stahl ? Unter welchen Oberbegriff fällt der denn ? Edelstahl vielleicht ?
Ich gebs jedenfalls auf mit dir, hat keinen Zweck,bringt mir nichts, bist eben absolut beratungsresistent und mein Eindruck ist, wortklauberisch noch dazu :mrgreen:

Viele Grüße:

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Re: Dachhaken auf Dachsparren

Beitragvon Mühli » 03.08.2011, 11:07

zzz, ich bitte dich.
Du willst mir erzählen, dass mein Schraubenschlüssel ein Edelstahl wäre. Damit magst du ja recht haben, wenn wir Metallurgen uns unterhalten.
Edelstahl bezeichnet legierte oder unlegierte Stähle mit besonderem Reinheitsgrad, zum Beispiel Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt 0,025 % nicht überschreitet.
Somit sind alle Schrauben, die du in Deutschland erwerben kannst, "Edelstahlschrauben" und so ziemlich jeder billige Wald und Wiesen-Baustahl ebenfalls.

Ich denke aber, du meinst mit "Edelstahl-schrauben"...Schrauben aus Nichtrostendem Stahl.

Und genau die bringens halt mal nicht! Weil sie einfach keine ordentlichen Festigkeitswerte aufweisen.
Das ist eine Tatsache und niemand kann sie bestreiten, nichtmal die A2-80, die höherwertig als die "normalen" A2-70 sind.

Glaube nicht, dass ich mich beim Thema Schrauben da großartig beraten lassen muss...kenn mich da bisschen aus, von daher würd ich mich nicht als beratungsresistent bezeichnen

Übrigens hab ich mich zum Thema auch schon mal mit den Schletter-ern unterhalten...zu 90% werden verzinkte Tellerkopfschrauben verbaut!
Die haben sie auch im Angebot, natürlich auch aus Nichtrostendem...der Kunde ist König!

Gruß
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