Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.
Moderator: Mod-Team
von ferkelbauer » 30.01.2012, 11:24
Hallo,
wir bauen zur Zeit eine Stahlhalle. Im Anschluss soll auch eine Photovoltaikanlage installiert werden. Ein Solateur hat mir gesagt das Blech darf auf keinen Fall in der Tiefsicke befestigt werden. Auf Grund der Dichtigkeit und der nicht möglichen Kontrolle der Schrauben nach Installation der Photovoltaikanlage. Der Hallenbauer sagt das Blech(kein Sandwichpaneel) wird auf jeden Fall in der Tiefsicke befestigt, mit entsprechenden Schrauben natürlich. Ist das ganze nicht zulässig oder "nur" nicht zu empfehlen?
Wie ist das bei euren Dächern gemacht worden? Wie ist das mit der Dichtigkeit?
Gruß Sebastian
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von Futuretec » 30.01.2012, 13:14
Hallo,
natürlich wird das Blech gans Normal wie heute üblich in der Tiefsicke an den Pfetten oder Dachlatten befestigt; hierzu sind natürlich die richtigen Schrauben mit Dichtung zu verwenden !!! Anschließend werden die Schienen entweder direkt (wie bei mir) oder mit Schuhen auf dem Trapez befestigt und die Pv-Anlage auf diesen Schienen befestigt.
Alles andere ist m.M. nach Quatsch !
Achte aber bitte darauf das du Blech mit mind. 0,63 mm Dicke einsetzt, besser noch mit 0,75 mm Stahlkern (wie bei mir). Grüße Futuretc
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von Selma » 30.01.2012, 13:28
Mein Sandwich ist in der Tiefsicke auf der kleinen Erhöhung befestigt und bis jetzt noch dicht.
Standardmäßig wird Trapezblech in der Tiefsicke mit einer Schraube mit Dichtung befestigt. Es gibt auch Schrauben für die Hochsicke mit Gewinde oben (mit und ohne Kalotte) die aber erst > 0,7 mm genommen werden dürfen. PV kann dann an dem Blech befestigt werden (Materialstärke beachten) oder mit Stockschrauben (durch die Hochsicke, mein Favorit) in die Unterkonstruktion.
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von beeet85 » 30.01.2012, 14:03
Hi.
So hab ich es bei mir auch gemacht. Trapezblech in der Tiefsicke mit schrauben mit Dichtring befestigt und Die Modulkonstruktion mit Stockschrauben durch die Hochsicke. Läuft 1 Jahr und alles schön dicht.
Gruß Bernd
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von JayM » 30.01.2012, 14:17
Man kann die Besfestigung auch kombinieren und das Blech mit Kalotten an den PV Befestigungsschrauben befestigen. Guckst du hier: http://www.ejot.de/ejot.de/Der_EJOT_Solarbefestiger_ist_keine_Stockschraube_Bau_2011--5816.htmGerade beim Neubau scheint mir das eine gute Idee, die sowohl Löcher im Dach als auch Arbeitsschritte minimiert. Gruß Jochen
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von Boelckmoeller3 » 30.01.2012, 14:25
Hallo, in der Tiefsicke würde ich persönlich nicht machen, ist nicht empfehlenswert in den Wasserlauf Schrauben zu setzen. Ich weis, es wird zwischenzeitlich oft so gemacht weil es für die Dachdecker eben einfach ist und normalerweise die Gewährleistungszeit für Bauarbeiten auch übersteht.  Hat aber für mich einen Beigeschmack von unserer Wegwerfgesellschaft (wenn Dach nach einigen Jahren undicht wird, machen wir eben neu ) oder auch etwas von Schilda. Gut wäre du könntest das Blech in der Hochsicke geschraubt bekommen, früher hat man das sogar mal richtig gut mit Kalotten (siehe Ejot etc.) gemacht.Viele machen das auch heute noch so. Falls dann Schienen für die Photovoltaik direkt aufs Trapezblech geschraubt werden sollen (nur bei angemessen dickem Trapezblech empfehlenswert) würde ich auch wieder raten von einem System mit durchgehenden Aluträgerschienen abzusehen weil die gegen das Trapezblech arbeiten sondern ein System zu nehmen das nur kurze Trägerschienenstücke unter den Modulen verwendet.Da gibt es schon diverse. Optimal wäre da allerdings auch wieder eine Montage des Untergestells mittels Stockschrauben. da könnte der Solarteur dann einen Anteil der Schraubenlöcher die bereits für Schrauben auf der Hochsicke gesetzt wurden wieder für seine Stockschrauben verwenden. Also da wo Stockschrauben sind halten die dann das Blech ebenfalls. Viele Grüße: Klaus
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von ferkelbauer » 31.01.2012, 12:22
Fachregel für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk 4 Metalldeckungsarten 4.2 Selbsttragende Metalldeckungen 4.2.2 Trapezprofile
Trapezprofile bestehen im Querschnitt aus einer Reihe von trapezförmigen geometrischen Figuren mit 2 parallelen Seiten. Die parallelen Seiten bilden Ober- und Untergurt, und die angewinkelten Seiten bilden die dazwischen liegenden Stege. Gurte und Stege können durch längs verlaufende Sicken ausgesteift sein. Es gibt Profile in verschiedenen Abmessungen, mit breiten oder schmalen Gurten und mehr oder weniger stark geneigten Stegen. (2)Das Trapezprofil wird bei Deckungen mit dem breiten Gurt als Untergurt verlegt, um einen ungehinderten Abfluss des Regenwassers zu gewährleisten. Bei der Längsverbindung liegt die Überdeckung in diesem Fall oben. (3)Die Profilform mit eventuell vorhandenen Sicken muss Quer- und Längsstöße ermöglichen. (4)Auf der Unterkonstruktion werden die Trapezprofile vorzugsweise in den Obergurten durch Zwischenschaltung von Kalotten befestigt. Bei Befestigung in den Untergurten mit Schrauben und Dichtscheiben ist eine regelmäßige Wartung erforderlich.
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von Selma » 31.01.2012, 12:49
... was wollen die da warten? Die sichere und teurere Variante ist sicherlich die Hochsickenverschraubung mit Kalotte.
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von Boelckmoeller3 » 31.01.2012, 12:54
Selma hat geschrieben:... was wollen die da warten? Die sichere und teurere Variante ist sicherlich die Hochsickenverschraubung mit Kalotte.
Es müsste alle "paar" Jahre jede Schraube und Dichtung schon mal nachgesehen werden ob die Dichtscheibe noch optisch in Ordung ist und ob der Anpressdruck der Schraube für die Dichtscheibe noch ausreichend hoch ist. Wenn nämlich nicht könnte sehr viel mehr Wasser nach innen laufen als bei Schrauben auf der Hochsicke. Wenn PV darüber ist, weis nicht ob es dadurch einfacher wird, wohl eher nicht. Viele Grüße: Klaus
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von timo-bile » 31.01.2012, 16:31
Hallo.
Grundsätzlich sollte man nie in der Wasserlinie befestigen. Ich habs gemacht und in der Tiefsicke ein paar Schrauben am Rand "eingedübelt". Als letztens eine Weile geregnet hatte hab ich gesehen das genau dort die Wand feucht ist. 2 Jahre alt mit Spenglerschrauben. Bei mir ist es am Rand und nicht weiter tragisch. Du musst dann die halbe Anlage wegnehmen um ranzukommen. Und so einer Schraube sieht man das nicht gleich an das sie undicht ist. Nicht zu empfehlen ist wohl nicht die richtige Ausdrucksweise. Ich würde es so bauen das es auch eine Chance hat 20 Jahre durchzuhalten.
MFG Timo
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