12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Re: 12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Beitragvon Mühli » 10.06.2011, 11:04

Ist das hier wirklich vorgeschrieben? Warum? Sind keine größeren Schrauben möglich?
Würd mich wirklich interessieren, welche Gründe es gibt, um so etwas zu tun.

Gruß
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Re: 12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Beitragvon Dachhaber » 10.06.2011, 19:53

Was vorgeschrieben ist, ist mir in diesem Fall egal. Ein Loch ist aber immer schneller als 3 Löcher.
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Re: 12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Beitragvon Mühli » 10.06.2011, 20:39

Naja, also wenn ich dafür Sonderteile brauche, dann sind die 3 Löcher jedenfalls günstiger, effizienter und haben mehr Sicherheit. Viele Materialien sind dann von der Flächenpressung für die Kopfauflage nicht mehr geeignet. Dann muss man noch mehr Sicherheiten bei Trennfugen etc. einrechnen.
Normal verwendet man nix höheres als 8.8, außer wenns eben ums Gewicht oder geringen Platzbedarf geht, dann evtl. 10.9er
Allein schon, weil die Bruchdehnung bei der 12.9er geringer ist und man die Dinger soooo genau anziehen muss, um sie wirklich mit dem Nennwert zu belasten. Sowas macht man beispielsweise bei Pleuelschrauben, die werden aber elektronisch angezogen

Gruß
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Re: 12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Beitragvon FBonNET » 11.06.2011, 08:08

Servus,

Pleuelschrauben und gernell Schrauben im Motorenbereich werden mit Drehmoment angezogen und danach mit Winkelangaben gedehnt.
wenn nicht wir, wer dann?
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Re: 12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Beitragvon Mühli » 11.06.2011, 11:40

Klar, aber nur du bei dir zuhause....in der Montage werden die elektronisch angezogen, und zwar jeweils 2 Schrauben, also ein Pleuel gleichzeitig.
Oder man misst wirklich die Streckgrenze aus, z.B. bei Carillo wird das so gemacht, mittels Messuhr.
Das mit den Winkelgraden etc. ist nur für Werkstätten und Reparatur gedacht.
Wenn man das nicht kann (also Streckgrenze messen/elektronisch anziehen, aufgrund der örtlichen Voraussetzungen) dann sollte man auch nicht mit einer 12.9er Schraube rechnen. Die Streuung bei Reibwerte haben extrem großen Einfluss auf das Anzugsmoment, und schwupp, schon ist die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben.
Dazu reicht ein einziger Tropfen Öl, dann ist die Schraube überdehnt (wenns auf trocken und fettfrei ausgelegt war) 80% der Kräfte beim Anziehen gehen in Reibung im Gewinde/Kopfauflage über. Nur 20% erzeugen die eigentliche Vorspannung, deshalb ist thermisches Anziehen so schonend.
Das passiert mir bei 2 Stück 10.9er wahrscheinlich nicht, bei 3 Stück 8.8er schon zweimal nicht.

Gruß
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Re: 12.9 Schrauben mit normalen Muttern?

Beitragvon Weidemann » 11.06.2011, 19:08

Mühli: hört sich interessant an, hier lernt man was :-)

@Dachhaber: http://www.schrauben-lexikon.de/td3-wer ... -stahl.asp
Zitat: "Die Ausführung von HV-Schraubenverbindungen ist in DIN 18800-7 geregelt. (Zukünftig: EN V 1090) HV-Schrauben DIN 6914 dürfen nur mit Sechskantmuttern nach DIN 6915 und mit Scheiben nach DIN 6916, 6917 oder 6918 verwendet werden." (was immer das bedeuten mag)...
welche Form hat denn der Träger, und was soll daran wie verschraubt werden?
sonnige Grüße,
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