Modulkennlinie trika Kennlinienmessgerät Photovoltaik

Prüfmittel und Messinstrumente für Solar

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Modulkennlinie trika Kennlinienmessgerät Photovoltaik

Beitragvon Modulschrauber » 18.07.2010, 16:36

Hallo,

Wer kennt sich mit Modulkennlinien aus?
Wer misst sie denn sonst, und ermöglicht einen Austausch über die Interpretation?
Ich hänge hier mal eine Datei an mit zwei Kennlinien von zwei Strings mit identischen Modulen. Kurtzschlussstrom und Leerlaufspannung sind wie man sieht identisch und in Ordnung aber der eine String hat ca.2190 W Leistung, der andere nur 1867 W. was stimmt hier nicht, wonach muss ich suchen?
Es handelt sich jeweils um 14 Module bp 4170.

Danke für alle Antworten.
Kurt
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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon P.Voltologe » 18.07.2010, 18:37

Bei einem Kennlinienmeßgerät sollte man diese Messung mehrfach wiederholen, um beurteilen zu können, ob die Knicke in den Kurvenverläufen von einer punktuellen Verschattung oder durch funktionsuntüchtige Bypassdioden herrühren. Bleibt die Charakteristik über zeitlich versetzte Messreihen, muss man das oder die Einzelmodul(e) mit dem Dioden- oder Zellenproblem identifizieren (Vereinzelung des Strings)
Grüße
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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon Modulschrauber » 18.07.2010, 19:38

Hallo Voltologe,

Danke für die superschnelle Antwort.
Habe die Messungen mehrfach immer mit dem gleichen Ergebnis durchgeführt. Die Strings sahen auf dem Messgerät erstmal super aus, erst bei der Auswertung am PC ist es mir aufgefallen. Muß zum vereinzeln und Fehlereingrenzung wieder zur Anlage, ist glücklicherweise nicht so weit. Module sind auch leicht zugänglich, da aufgeständert. Ich weiss nur nicht genau wonach ich suche. Suche ich zu hohen Serienwiederstand oder....???

Kurt
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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon P.Voltologe » 18.07.2010, 20:03

Sobald die Kennline an dem Einzelmodul die typischen Knicke hat, würde ich die Anschlussdose nachsehen. Die meisten Standardmodule haben ja 3 Bypassdioden. Premium meist mehr. Aber die Bauteile würde ich auf Ihre Sperrwirkung hin prüfen. Ich denke die eine oder andere wird in beide Polrichtung einen Durchgang haben und nicht mehr richtig sperren.
Diese dann tauschen. Leider gibt es auch Modelle die die Dioden mit einlaminiert, da ist dann eine Wirtschaftlichkeitsabwägung nötig, bevor man das gesamte Modul wechselt.
Grüße
und ich bin an einer Rückmeldung brennend interessiert. Wenn dein Kennlinienmeßgerät den Reiheninnenwiderstand mit erfasst, dann bitte auch mal ein Vergleich zwischen den defkten und intakten mit durchmessen.
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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon Modulschrauber » 18.07.2010, 21:41

Hallo Voltologe,
Also ich fahre ja die Woche zu der Anlage und werde dann weiter sehen. Werde hier über Ergebnisse berichten.
Wenn eine Diode nicht sperrt währe ein Teil des Modules kurtzgeschlossen und es würde an der Leerlaufspannung fehlen. Das ist meiner Meinung nach hier nicht der Fall. Bp hat leider vergossene Anschlussdosen. Die Anlage ist neu, gerade in Betrieb genommen. Wenn ich einen Modulfehler finde greift auf jeden Fall die Garantie :) .
Habe das Gerät von Trika, es misst nicht den Reienwiederstand :( .
Misst sonst noch jemand im Forum die Kennlinien mit dem man sich darüber austauschen kann?

mit sonnigen Grüssen
Kurt
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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon Chamerauer » 18.07.2010, 21:46

Hallo Modulschrauber,
die Messung bei 400 W Einstrahlung ist bedenklich. Eine Hochrechnung ist in diesem Fall sehr schwierig.
Wenn du Lust hast kannst du mir die *.tri mal schicken, dann kann ich sie mir genauer ansehen.

Die Knicke in den Kurven würde ich nicht überbewerten, da ich selber solche schon hatte und diese auch eventuell durch die Aufzeichnung entstehen können.
Einzelmodulmessungen bringen bei dem alten Trika nichts, da dieses erst ab 50 V richtig arbeitet.

Diode glaub ich auch nicht übrigens, da sonst eine anderer Spannungsverlauf wäre.

mfg

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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon Modulschrauber » 19.07.2010, 23:00

Halo ,
Ich erleutere doch noch mal das Problem:
Es handelt sich um eine Anlage mit 5 Wechselrichtern, davon 3 SMC 11.000. Auf die SMC sind je 4 Strings a 14 Module geschaltet. Jetzt sehen 11 Strings so wie der Bessere von den beiden gezeigten aus, und einer ist der schlechtere.
Schlechter: 1867 W, Füllfaktor 0,67
Andere Strings: 2.200 W, Füllfaktor 0,78.

Die Knicke in den Kurven tauchen bei fast immer auf und deuten meiner Meinung nach auf eine Fehlmessung der knapp 100 Messungen des Gerätes hin.
Die Einstrahlung war bei der Messung nich berümt, darum bewerte ich nicht die gemessenen Werte sonder betrachte hauptsächlich die Kurvenvderläufe.
Tschuldigung, das ich diese Erläuterungen nicht gleich gegeben habe.
Danke für eure Antworten, mit sonnigen Grüssen
Kurt
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Re: Modulkennlinie trika

Beitragvon Chamerauer » 19.07.2010, 23:30

Es kann darauf hin deuten, das ein Modul Schwierigkeiten macht.
Definitiv ist es der Serienwiderstand. Schau mal deine PN an.
Hast du dir Kurve schon an Herrn Hopmann geschickt?

mfg

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Re: Modulkennlinie trika Kennlinienmessgerät Photovoltaik

Beitragvon pv-buero » 05.10.2011, 19:39

Hallo,

ich habe meine eigene kleine Anlage hier auf unserem Bürodach schon mit allen möglichen Kennlinienmessgeräten gemessen.
Bei dem alten Gerät von Tritec hatte ich exakt den oben gezeigten Knick in der Kennlinie und auch ziemlich ganau an der gleichen Stelle. Bei der Messung mit anderen (unter anderem auch dem neuen Tritec Messgerät) war davon nichts mehr zu sehen.
Ich würde daher einen Messfehler vermuten.

Gruß pvbuero
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Re: Modulkennlinie trika Kennlinienmessgerät Photovoltaik

Beitragvon P.Voltologe » 06.10.2011, 10:51

pv-buero hat geschrieben:Hallo,

ich habe meine eigene kleine Anlage hier auf unserem Bürodach schon mit allen möglichen Kennlinienmessgeräten gemessen.
Bei dem alten Gerät von Tritec hatte ich exakt den oben gezeigten Knick in der Kennlinie und auch ziemlich ganau an der gleichen Stelle. Bei der Messung mit anderen (unter anderem auch dem neuen Tritec Messgerät) war davon nichts mehr zu sehen.
Ich würde daher einen Messfehler vermuten.

Gruß pvbuero


Danke für diesen Hinweis auf eventuelle Messfehler. Jetzt habe ich einen ähnlichen Fall, aber dort sind die Knicke in der Kennline mit einem PVPM 1000C zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten (11 Monate Zwischenraum) reproduzierbar wieder an der gleiche Stelle gemessen worden. Hinzu kommt, dass das Gerät zwischenzeitlich zur Kalibrierung beim Hersteller war.
Also mich würde bei der Hausanlagenmessung interessieren, ob die einmal gemessenen Knicke auch mit Messgeräten anderer Hersteller (z.B. PVPM oder HT) zu sehen waren oder sich die Theorie eines Messfehlers verfestigt hat.

Im vorliegenen Fall bin ich bald der Meinung (da Dioden auszuschalten sind), dass Zellbrüche vorliegen könnten und man besser über eine EL-Messung nachvollzieht, ob sie vorliegen, wie ggf. deren Verlauf ist und/oder ob die Fingerkontaktierung beeinträchtigt ist.
Für Erfahrungen, EInschätzungen und Meinungen bin ich empfangsbereit.
Grüße
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