Hallo Walchh,
so einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Der Ertrag ist am höchsten wenn die Sonne senkrecht zu den Modulen steht. Bei einer Dachneigung Alpha von 27° bzw. 38° ist dieses bei einem Sonnenstand Beta von 63° bzw. 52° der Fall.
Bei gleicher Einstrahlung, Temperatur .... müßte sich die PV-Erträge nach folgender Gleichung reduzieren:
sin(180. - Alpha -Beta)*Einstrahlung*(1-Verluste) = Ertrag PV
bei z.B. Sonnenstand von Beta=15 ° (Winter) würde sich bei
Alpha= 27° lediglich 66,9% vom Optimum
Alpha= 38° immerhin noch 79,9% vom Optimum
ergeben. Für einen Sommerfall mit Sonnenstand Beta = 52° ergibt sich
bei Alpa=27° 99% vom Optimum
bei Alpha=38° genau das Optimum.
Bei noch höheren Sonnenständen sind die flacheren Module dann effizienter.
Liegt die Abweichung vom optimalen Einstrahlwinkel bei
10% => 98,5 %
20% => 94 %
30% => 86,6 % ....
Dieses war aber leider nicht die volle Wahrheit, da nicht die Tageslänge mit unterschiedlichen Sonnenstände mitberücksichtigt wird und außerdem wird die Strahlung in der Atmosphäre gestreut und kommt daher nicht nur ausschließlich aus Richtung der Sonne, sondern auch direkt von oben, wo die flacheren Dachneigungen mehr einfangen können als die steileren Module.
Im Prinzip müßten die Zeitenräüme bei verschiedenen Sonnenständen über das Jahr bestimmt werden, für jede Sonnenstandsklasse die Verluste bestimmt werden und diese dann über das Jahr aufsummiert werden, um den optimale Neigung der Module zu "errechnen". Viel Spaß dabei! Bei dieser Betrachtung wurde das Wetter, Lufttemperaturen und Wirkungsgrad der WR vollkommen außer Acht gelasse.
Diese Betrachtung hat zumindest die Tatsache bestätigt, dass die Anlagen in Süddeutschland aufgrund der höheren Sonnenstände einen flachere Neigung haben müssen. Ob dieses pro Breitengrad 1° ist, überblicke ich auch nicht, sollte aber in dieser Größenordnung sein. Doch wo liegt für welchen Breitengrad das Optimum?
Genug theoretisiert!
Wollek