Degadation erkennbar?

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Degadation erkennbar?

Beitragvon Modulschrauber » 27.11.2011, 18:39

Hi,
Ich hab gedacht, ich könnte etwas erkennen, wenn ich die Jahreserträge ins Verhältnis zu der Einstrahlung setze. eigendlich müsste die Veränderung des Verhältnisses zeigen ob die Anlage schlechter wird. Vor allem, wenn ich Daten über 10 Jahre habe.
Hier erst noch mal meine spezifischen Erträge monatlich
Spezifische Ertäge.xlsx

Und dann das Verhältnis der Jahreserträge zur Einstrahlung an der wetterwarte ca 16 km entfernt.
Einstrahlung.xlsx

Also nix zu sehen. Ist wohl alles Wetter.
Die Einstrahlungsdaten beziehen sich ja auf einen m^2 waagerechte Fläche, die anlage hat eine Neigung von 45-50 Grad, zwei Hügel bis zur Wetterwarte, ...
Vieleicht findet ihr es ja trotzdem spannend.
Kurt
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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon amoss » 27.11.2011, 20:21

Hi Modulschrauber,
ich denke auch, die Sache mit den Einstrahlungsdaten ist ein wenig grob, noch dazu wenn sie nicht vom selben Standort sind.

Wenn du keinen Datenlogger hast und somit also keine Detailvergleiche der Tageskurven anstellen kannst, würde ich an deiner Stelle versuchen,
die ERTRÄGE der 10 oder 20 besten Tages eines jeden Jahres notieren und z.B. als Grafik auftragen. (also kwh/kwp oder die Gesamt-kwh)

Meist sind die besten Tage eines Jahres optimale Sonnentage und damit recht gut vergleichbar, gleichzeitig stellen sie Tage dar, an denen die Anlage ihre Maximalleistung bringt und diese dürfte ja das erste sein, was signifikant unter einer Degradation leidet. Zugleich sind sowohl die Maximalleistung als auch der TagesmaximalERTRAG völlig unabhängig von unterschiedlicher Witterung und unterschiedlichen Jahren, da es solche Optimaltage in schlechten wie in guten Jahren gibt.

Dann hast du für jedes Jahr eine Punktewolke von z.B. 20 Werten und bei den Jahren nebeneinander müsste sich bei einer signifikanten Degradation schon ein gewisser Abwärtstrend feststellen lassen. Mit Excel & Co lässt sich das auch mathematisch in Prozentzahlen fassen.

Wenn du irgendwie auch aufgezeichnet hast, wie hoch die MaximalLEISTUNGSspitzen an den einzelnen Tagen waren, wäre auch das ein exzellentes Kriterium zum Vergleich. Ich meine also die maximalen W oder KW/kwp (also NICHT kwh/kwp!).

Datenlogger machen das automatisch und stellen entsprechende Listen und Grafiken zur Verfügung.
Insbesondere der SolarAnalyzer (hier im Forum und hier die Homepage des Programms) stellt in Zusammenarbeit mit den Solarlog-Daten ebenfalls eine Abschätzung der Degradtation aufgrund ähnlicher Vorgehensweisen zur Verfügung.
Gruß,
amoss

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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon pvplaner2010 » 27.11.2011, 20:34

Ein interessantes Thema. Überlege gerade, ob es Sinn macht, bei einer neuen großen Anlage einen Einstrahlungssensor zu verbauen, welcher mit dem Datenlogger gekoppelt wird (Refu/Siemens). Allerdings frage ich mich, ob nicht auch der Sensor wie eine PV Zelle arbeitet und daher ähnlich degradiert?

Immerhin könnte man signifikante Leistungseinbrüche dokumentieren und die besten Tage noch mit Temperaturvergleichen belegen. Das alles macht aber trotzdem wenig Sinn, da schon massive Schäden vorliegen müssen, um die 90% Leistungsgarantie zu unterbieten.

Sonnige Grüße
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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon Modulschrauber » 28.11.2011, 18:15

Hi Amoss
amoss hat geschrieben:enn du keinen Datenlogger hast und somit also keine Detailvergleiche der Tageskurven anstellen kannst

Seit diesem Jahr ist die Anlage auu Sunny Portal, davor Sunny Boy Control Light über NLM
Sunny Portal
Die Einstrahlungsdaten sind die, der Wetterwarte, die hier halt am nächsten liegen. Deshalb hatte ich mir mehr versprochen. Wollte ja nur mal mein Scheitern dokumentieren.
Hi pvplaner,
Wenn die Sensor Box nicht so teuer währe... Aber man kann natürlich einen Einstrahlungssensor kalibrieren lassen. Wenn man sich aber die Genauigkeit der Sensoren und die Abweichungen im Photon Test ansieht ist da auch nichts aussagekräftiges zu erwarten.
Es bleibt wohl nur der Vergleich mit anderen Anlagen.
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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon amoss » 28.11.2011, 19:05

Modulschrauber hat geschrieben:Es bleibt wohl nur der Vergleich mit anderen Anlagen.
Kurt

Hi Modulschrauber,
wie gesagt, ich würde in erster Linie die oben von mir genannten Vergleiche ziehen, das ist zahlenmäßig sehr objektiv erfassbar und recht genau und wird sogar mit jedem Jahr genauer. Vergleiche mit anderen Anlagen kannst du zusätzlich IMMER machen, sie sind aber weniger genau, da du nie weißt, ob bei den anderen Anlagen immer noch die gleichen Bedingungen herrschen wie beim letzten Vergleich. Außerdem ist der Aufwand höher und du brauchst einen längeren Trend, um echte, systematische Unterschiede zu anderen Anlagen erfassen zu können.

Das fängt schon damit an, dass du genau genommen für diesen Zweck eine praktisch identische Anlage bräuchtest und es ziemlich unwahrscheinlich ist, so eine zu finden. Und es hört auf beim Wetter, das bereits bei ziemlich geringen Entfernungen höchst unterschiedlich sein kann. Meiner Meinung nach bringt der Ertragsvergleich mit anderen Anlagen nur richtig grobe Fehler ans Licht und ist für einen Degradationsvergleich nur praktikabel, wenn bereits eine massive Verschlechterung eingesetzt hat. Mir wäre das zu spät, zu unzuverlässig und ungenau.
Gruß,
amoss

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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon Modulschrauber » 28.11.2011, 20:00

Hi Amoss,
Noch mal Danke für deine ausfürliche Anleitung zum Link einstellen. Hab ich im vorigen Beitrag benutzt.
Ich hab in der Anlage neun Wechselrichter und vergleiche die einzelnen spezifischen Erträge miteinander. Das reicht für die Funktionskontrolle. Ich hab, wie auch immer, noch niemanden gesehen, der Degradation zeigen konnte. Gibt es das nach deinem Verfahren? Vieleicht sogar hier im Forum?
Sonst zeigst du es uns nach deinem Verfahren in 10 Jahren :wink: .
Ich vermute auch dein Verfahren ist nichts als reden über das Wetter.
Kurt
Zuletzt geändert von Modulschrauber am 28.11.2011, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon open source energy » 28.11.2011, 20:11

Mit einem Datenlogger kommt man auch schnell zu falschen Rückschlüssen, da die DL oftmals sehr ungenau arbeiten.

Ich habe mal kurz die Entwicklung zu den SFV zu der EXCEL hinzugefügt. Man kann deutlich erkennen, dass die Anlage an Leistung verloren hat. Woran das aber liegt kann man so einfach nicht sage. Reinigung, Verschattung, etc
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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon za-ass » 28.11.2011, 20:18

open source energy hat geschrieben:Ich habe mal kurz die Entwicklung zu den SFV zu der EXCEL hinzugefügt. Man kann deutlich erkennen, dass die Anlage an Leistung verloren hat. Woran das aber liegt kann man so einfach nicht sage. Reinigung, Verschattung, etc

Kannst du das vllt. noch mal etwas anders fomulieren?! So versteh' ich sonst nur Bahnhof. :?
Denn das Thema an sich ist ja schon interessant.
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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon open source energy » 28.11.2011, 20:22

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Re: Degadation erkennbar?

Beitragvon Modulschrauber » 28.11.2011, 20:57

Hi,
Die Anlage ist schattenfrei und sauber obwohl noch nie gereinigt.
Allerdings nennt man mich ja auch den Wechselrichter Wechsler. Soweit ich richtig mitgezählt habe war es schon 15 mal der Fall. Einige male heile Wechselrichter da der Fehler nicht eindeutig war. 2007 hat die Anlage etwas über einen Monat gestanden wegen Unverträglichkeit mit KWK. Der Anlasser der KWK reisst ca. stündlich einmal die Netzspannung soweit runter, das einzelne Wechselrichter kurtzzeitig aussteigen. Fehler an einem Wechselrichter hab ich erst durch den Umbau der Überwachung in diesem Jahr festgestellt.
Ihr seht es gibt im Laufe der Jahre doch viele Gründe für Ertragsrückgänge. Ich wollte ja nur zeigen, dass die Einstrahlungsdaten sich, entgegen meiner Erwartung, gar nicht eignen um irgenwas zu zeigen.
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