Modulschrauber hat geschrieben:Ich hab in der Anlage neun Wechselrichter und vergleiche die einzelnen spezifischen Erträge miteinander. Das reicht für die Funktionskontrolle. Ich hab, wie auch immer, noch niemanden gesehen, der Degradation zeigen konnte. Gibt es das nach deinem Verfahren? Vieleicht sogar hier im Forum?
Sonst zeigst du es uns nach deinem Verfahren in 10 Jahren.
Ich vermute auch dein Verfahren ist nichts als reden über das Wetter.
Kurt
Das Vergleichen der spezifischen Erträge untereinander bringt nur Fehler einzelner Wechselrichter ans Licht, aber keine Degradation, da ja alle Wechselrichter ungefähr von der selben Degradation betroffen sein werden. Für die Funktionskontrolle reicht das natürlich. Du willst aber Degradation, also schleichende Abnahme der Leistungs- und Ertragsfähigkeit der Anlage herausfinden. Das geht nur durch den Vergleich dieser Daten mit denen aus den Vorjahren.
Der Trick dabei ist, man muss die äußeren schwankenden Einflüsse (wie das Wetter) eben weitgehend HERAUSFILTERN, insofern wäre mein Vergleich eben grade KEIN Gespräch über das Wetter!
Das von mir skizzierte Verfahren habe nicht ich erfunden, sondern es wird vom Solarlog-Gerät und vom SolarAnalyzer-Programm verwendet und erscheint mir als eine plausible, taugliche Annäherung an die Wahrheit. Wenn die Spitzenleistungswerte im Laufe der Jahre sinken, ist das für mich ein klares Indiz dafür, dass die Leistungsfähigkeit der Anlage schlechter geworden ist. Wenn die Spitzentageserträge (spezifisch oder absolut ist dabei egal) der besten Tage eines Jahres im Vergleich zu den Vorjahren konntinuierlich sinken, gilt natürlich das selbe.
Und wenn beide sinken, ist das schon ein sehr starker Hinweis darauf, dass die Degradation signifikant eingesetzt hat!
Ist doch logisch, oder?
Wenn du in den ersten Jahren an den Spitzentagen regelmäßig z.B. 7.1 kwh/kwp erreicht hast und in späteren Jahren sind es plötzlich z.B. nur noch 6,9 kwh/kwp, muss doch was schlechter geworden sein, oder?
Die ZAHL solcher Tage pro Jahr ist dabei egal, da es je nach Witterung mal mehr, mal weniger solcher Tage pro Jahr geben wird. Wichtig ist, dass die HÖHE dieser spezifischen Erträge solcher Top-Tage jedes Jahr ähnlich ausfällt, das deutet darauf hin, dass keine Degradation vor liegt.
Ähnliches gilt für die SpitzenLEISTUNG, also z.B. 935W/kwp. Situationen wo die Sonne bei kaltem Wetter im Juni plötzlich hinter einer Wolke hervorkommt und die maximale Leistung der Anlage provoziert gibt es jedes Jahr. Wenn diese Werte dann nicht sinken, sondern annähernd gleich bleiben über die Jahre, würde ich von keiner Degradation ausgehen.
Je länger die Jahreszeitreihe ist, desto brauchbarer werden die Vergleichswerte und einzelne Ausreißer-Jahre (ganz können wir das Wetter und ungewöhnliche Jahre halt doch nicht ausfiltern) können als solche identifiziert werden. Aber Degradation ist ja ein Trend und ein Trend schwankt immer ein wenig. Wichtig ist, dass man den Trend als solchen erkennen kann.






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