Photovoltaikanlage in Ligurien

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Photovoltaikanlage in Ligurien

Beitragvon summerof69 » 12.09.2010, 20:17

Hallo zusammen - ich habe mich neu im Forum angemeldet und bringe gleich auch meinen ersten Beitrag.

Zunächst aber einige Punkte zu mir: Ich bin Elektromeister, Mitarbeiter in einem größeren deutschen EVU und habe mich nach langer Zeit der Abstinenz Ende letzten Jahres vom "PV-Virus" befallen lassen. Seit Anfang Mai läuft meine PV-Anlage auf meinem Wohnhaus, das ich mit einem Zimmerermeister zusammen komplett belegt habe. Ich habe ein Faible für Italien, vor allem die Sonne ist schon super dort unten. Anderes selbstverständlich aber auch nicht, das ist auch klar.

Meine PV-Anlage ist soweit in bester Ordnung, leider bin ich mit dem Ertrag nicht zufrieden, zuviele Regen- und Wolkentage in Deutschland, und das obwohl ich im Süden Baden-Württembergs wohne, wos ja am meisten Sonne in Deutschland geben soll.

Daher "spukt" mir nun eine PV-Anlage in Italien, genauer gesagt in Ligurien, im Kopf rum. Ca. 2700 Sonnenstunden gibts an der Grenze in Richtung Frankreich, kein Frost, kein Schnee, sehr wenig Regen.

Das alles ist aber in einem ziemlich bergigen Gebiet, im Bereich von 130 m.ü.d.M. bis auf 1300 m. ü. d.M.. Es handelt sich um den Bereich, wo die Alpen ans Mittelmeer stoßen.

Gründe für PV in Italien sehe ich in folgenden Punkten:
Einspeisevergütung im kommenden Jahr ist ähnlich der "neuen" deutschen Vergütung, es ist aber auf Grund des Mikroklimas in Ligurien ein Stromertrag von plus 50% (eher mehr) gegenüber Deutschland absolut realistisch.
Hohe Strompreise in Italien (20 Ct/kwh) sind sehr nahe an der Einspeisevergütung, der "break even" ist dort fast erreicht.
Dadurch ist der volkswirtschaftliche Schaden, wenn man das hier so sagen darf, sehr viel kleiner als z.B. in Deutschland.
Das Stromnetz ist relativ schlecht ausgebaut, aber in dieser Situation sind spannungsstabilisierende Faktoren wie eine relevante Einspeisung wünschenswert.
Der Sonnenstrom wird just in dem Moment erzeugt, in dem eine sehr hohe Abnahme durch die in Städten verbreiteten Klimaanlagen erfolgt, zu einer Zeit in der die Atomkraftwerke Frankreichs tendenziell Probleme auf Grund von Kühlwassermangel haben.

Langfristig hat Italien m.E. das Potential, Stromlieferant für halb Europa zu sein.

Da ein Faible auch die realistische Sicht auf Dinge vernebeln kann, möchte ich meine angedachte Vorgehensweise präzisieren:

Eigenkapital 20.000 Euro vorhanden. Weitere Finanzierung von 100.000 über einen Schweizer Frankenkredit (Zinssatz 10 Jahre fest 3%, Sicherheiten + Bonität vorhanden), das hat den Vorteil, dass man eine absehbare Senkung des Wechselkurses des auf einem Allzeithoch befindlichen Schweizer Frankens voll ausnutzen kann. Eine Wechselkurssenkung um 10% bedeutet eine Verminderung der Schuld um 10%, Eigenleistung.

Es soll eine Freilandanlage errichtet werden im Wert von vorerst ca. 100.000 Euro.

Pacht eines Grundstücks auf 21 Jahre idealerweise in Gemeindeeigentum, Niederspannungsstromkabel für Handyantenne würde vorhanden sein, in der Nähe würde aber auch eine Mittelspannungsfreileitung als verseiltes Luftkabel (Spannungsebene???) verlaufen. Sonstige Infrastruktur: Asphaltierter Anfahrtsweg vorhanden.
Es handelt sich um ein Hanggrundstück, welches zu einem ordentlichen Teil Ödland ist, teilweise auch mit Nadelbäumen bewachsen ist.

Nun solls aber auch diverse Probleme in Italien geben:

Unternehmensgründung soll ein Chaos sein. Gibts da Erfahrungen? Würde auch die Möglichkeit bestehen, dass die Firma meiner Frau einfach in Italien die PV-Anlage errichtet und betreibt - ohne zwischengeschaltete Firma in Italien?
Es soll seit neuestem ein neues Gesetz zur vereinfachten Genehmigung von PV-Anlagen geben. Gibst da Erfahrungen?
In Deutschland muss anscheinend nur eine EEG-Vergütung bezahlt werden, wenn vor der Montage der PV-Anlage das Land als Ackerland genutzt wurde. Gibt es in Italien ähnliche Einschränkungen, bezüglich der Grundstücke, auf denen es einen Wert hat, PV-Anlagen zu errichten?
Gibt es Musterverträge zur Pacht, bezogen auf die speziellen Verhältnisse in Italien. Ein bestimmter prozentualer Anteil der Einspeisevergütung soll die Pacht darstellen - welcher Prozentsatz wäre da angemessen?
Werden meine Pläne von den Kommentatoren als realistisch bewertet, oder gibts die Aussage, dass ich es besser lassen sollte. Schätze, ich sollte auf jeden Fall italienisch lernen...
summerof69
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Re: Photovoltaikanlage in Ligurien

Beitragvon KMU_Finanzcoaching » 13.10.2010, 10:48

Guten Tag, mit Interesse habe ich Ihren Beitrag sowie dir offenen Fragen gelesen. Bitte kontaktieren Sie mich, ich kann Ihnen die Adresse eines "Baubegleiters" geben, der Immobilien sowie deren Umbauten in Italien verkauft und organisiert.
Bei einer grösseren Anlage kann ich Ihnen eine Unternehmnung anbieten, die solche Anlagen mit Mezzaninkrediten bedient.
Freundlich
Roland Hausherr
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