länderspezifische Themen für Italien
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von eggis » 02.03.2011, 15:40
Einspeisevergütung muss laut PHOTON sofort gekürzt werden, um Italiens PV-Branche zu rettenPHOTON [...] schlägt eine Kürzung um etwa 60 % auf 12 Eurocent pro Kilowatt für PV-Kraftwerke vor. [...] Das wäre eine Tragödie, da Italien perfekte Bedingungen für eine Solarwirtschaft aufweist
Meiner Meinung nach unterscheidet Stefano Eleuteri (Chefredakteur der italienischen PHOTON) hierbei aber nach der zu erwartenden Einstrahlung und der Anlagengröße. -> große PV-Kraftwerke im Süden 12ct/kWh -> kleine Anlagen im Norden 20ct/kWh Wenn das die einzige Möglichkeit ist den italienischen Markt zu retten, sollte man hier auf die Photon hören.
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von PV-Berlin » 02.03.2011, 17:20
http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 100004754/Die Regierung solle demnach unbedingt auf die geplante Deckelung des Photovoltaik-Marktes bei acht Gigawatt aufheben. Dafür sei die Photovoltaik-Industrie im Gegenzug bereit, über weitere, tiefere Einschnitte bei den Einspeisetarifen für Solarstrom zu verhandeln, die dann auch in Kürze erfolgen könnten, hieß es weiter. Der zweite Aspekt, den die GIFI-Vertreter ansprachen, sei die Schaffung einer Übergangsfrist gewesen. Wenn eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von acht Gigawatt erreicht sei und die Regierung die Solarförderung einstellen wolle, solle sie eine Frist von 14 Monaten schaffen, in denen weiter Photovoltaik-Projekte realisiert werden könnten und über höhere Kürzungen der Solarförderung verhandelt werden könnte.
Wenn man sich das richtig durchließt, dann wird einem ganz anders. Ich kann es nicht fassen, dass in einem Land der EU derart über wichtige Themen diskutiert wird. Daher befürchte ich, dass die italienische PV Lobby das Pferd so lange reitet, bis es tot ist. Die Vorschläge der Photon (IT) sind logisch, richtig und ein Brecher für den gesamten PV Markt in Europa, da das (12 Cent) ein Knall im All wäre, wenn da in 2012 auch nur 500 MWp zugebaut würde. *12 Cent bedeuten Freiflächenpreise von unter 1.700 € je kWp bei 1.650 kWh je kWp gerechnet. das sollte möglich sein, da hier Module zum Einsatz kommen können, die deutlich preiswerter sind und wo auch die Anlagentechnik lange nicht so aufwendig beschaffen sein muss. * Schneelasten, Windlasten usw.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Spekulatius » 03.03.2011, 00:32
Photon hat zur aktuellen Deckeldebatte in Italien seinen Senf dazugegeben und er ist saulecker !!! http://www.photon-international.com/new ... /40371.pdfZusammenfassend schlägt Photon zur Vermeidung eines Deckels in Italien eine radikale Senkung der Einspeisetarife auf 12-20 ct/kWh vor. Grosse Freiflächenanlagen in SüdItalien bekommen 12, im Norden 20 cent. Zudem rät Photon der Italienischen Regierung PV heute schon zur tragenden Säule in ihrer Energiestrategie zu machen - "make PV the main pillar of the country’s energy strategy today...". Wenn man bedenkt, dass vor einigen Jahren PV hauptsächlich auf Taschenrechnern zum Einsatz kamen ist diese Aussage schon bemerkenswert. Ein Tarif von 12 cent in Italien hätte meiner Meinung nach galaktische Auswirkungen. Der durchschnittliche industrielle Stromtarif in Italien beträgt laut Eurostat 13,9 ct/kWh: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ ... 046-EN.PDFEs gibt sicherlich Betriebe die drüber liegen (15+), und die zudem auch einen grossen , konstanten, Eigenverbrauch über 6-7 Tage sicherstellen können (z.B. Molkereien in Süditalien). Bei diesen Kunden würde sich dann eine grosse Aufdachanlage ohne Einspeisung und Speicher lohnen. Andere Betriebe würden einfach so viel Elektrizität wie möglich eigenverbrauchen und den Rest einfach zu 12-14 cent einspeisen. Absoluter Wahnsinn, jedoch z.Z. noch ein spekulativer Anfall von Photon. Trotzdem Hut ab für die visionäre Richtungsweisung !!!!! Der Spekulatius 
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von Spekulatius » 03.03.2011, 00:53
Ach, was ich vergessen habe. Bei 12 cent/kWh hat PV in Italien dann offshore-Wind mausetot gemacht. Eigentlich hat PV offshore-wind im ganzen Mittelmeerraum schon geschlagen, muss man sich mal reinziehen. Der Spekulatius 
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von Cruso » 03.03.2011, 00:56
Die Italiener werden auch erkennen das dies funktioniert.
1. In Italien fehlt Kraftwerkskapazität, insbesondere im Sommer --> mit PV lassen sich schnell Kapazitäten schaffen
2. Das Stromnetz ist im Sommer zum Teil überlastet --> speziell hier bietet PV durch dezentrale Einspeisung Vorteile
3. Der wirtschaftlich schwächere Süden kann ebenso davon profitieren.
4. Der Lastgang/ Bereitstellung passt ideal zu Klimaanlagen etc. und deckelt preislich Kapazitätsengpässe --> Mehrwert
5. In Italien ist das Sonnenangebot um minimal ca. 250 kWh/kWP größer.
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von batome » 03.03.2011, 09:26
Wir können auch die PV-Vergütung in DE auf 10ct absenken. Das hätte dann wohl ebenfalls "galaktische" Ausmaße... (besonders für die PV-Industrie)
Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass die PV-Industrie jeden Vergütungsschritt mitgehen kann. Die theoretischen 12ct Vergütung in Italien würden den Markt dort, nach meiner Einschätzung, praktisch deckeln (Anlagen bei dieser Vergütung nicht mehr rentabel). Die PV-Karavane würde unter diesen Umständen weiterziehen, vermutlich wieder schwerpunktmäßig ins "sonnenreiche" Deutschland...
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von buergersolar » 03.03.2011, 10:20
Was ist in dem Photon-Papier mit "12 euro cents per kW" gemeint? Ist das ein (peinlicher) Fehler der Photon und es sind kWh gemeint, oder stimmt die Angabe so - dann würde ich mich über ein Berechnungsbeispiel freuen...
Sonnige Grüße
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von PV-Berlin » 03.03.2011, 10:29
@ Batome,
bitte erst nachrechnen, wenn sie dass denn können und dann nachdenken und dann schreiben. Ist sonst schon echt peinlich, zumal ich Gestern schon mal nachgerechnet habe und sie das hätten nachlesen und widerlegen können.
2012 Großanlagen 1.700 € je kWp in Italien. (Süden)
Natürlich geht das in 2012 noch nicht mit "tragbaren" WR und mit Modulen, die man bei uns auf ein Dach schrauben kann. Aber das muss ja auch nicht sein, denn wir haben in Süditalien ganz andere Parameter.
Modulglas muss wie stark sein? * Keine Schneelasten, wenig Wind Rahmen und Gestelle müssen auf einander abgestimmt sein * eher Flexibel " Dank" Erdbeben. Kein Bodenfrost
Die Anbindung an das Stromnetz sollte nicht suboptimal sein.
Ich sehe keine Schwierigkeiten, die unüberbrückbar wären, zumindest von der Errichtungsfront. MIT Modulen von FS oder aus Berlin (Dünnschicht) komme ich deutlich günstiger, wenn ich ab 20 MWp Module bestelle (Parameter siehe oben) SMA eh nicht und Gestelle würde ich eh in Italien machen lassen.
Ich habe wie immer mit 7,5% Zinsfuss gerechnet. Im Grunde hängt es an den sonstigen Bedingungen, die sind in Italien mir eben nicht wirklich bekannt. *Banken, Pachten, Versicherungen, Wartung usw. (Bank UC schon)
Zuletzt geändert von PV-Berlin am 03.03.2011, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von GAST » 03.03.2011, 10:30
batome hat geschrieben:Wir können auch die PV-Vergütung in DE auf 10ct absenken. Das hätte dann wohl ebenfalls "galaktische" Ausmaße... (besonders für die PV-Industrie)
Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass die PV-Industrie jeden Vergütungsschritt mitgehen kann. Die theoretischen 12ct Vergütung in Italien würden den Markt dort, nach meiner Einschätzung, praktisch deckeln (Anlagen bei dieser Vergütung nicht mehr rentabel). Die PV-Karavane würde unter diesen Umständen weiterziehen, vermutlich wieder schwerpunktmäßig ins "sonnenreiche" Deutschland...
Hast du dir die Komentare mal durchgelesen, oder hast du nur die 12ct gesehen?? Wenn man als Großverbraucher 13,9ct oder mehr bezahlt, und dann nur 12ct bekommt, zudem ständig mit Stromausfällen im Sommer rechnen muss (selber öfter erlebt) dann animiert doch die verbesserte Versorgungssicherheit schon in eine PV zu investieren, besonders wenn der Eigenverbrauchte Strom dann noch preiswerter ist wie der aus dem Versorgungsnetz In Italien dürften zudem die PV-Stromerträge wesentlich höher ausfallen als wir es selbst aus dem ertragsstarken Süden Deutschlands gewohnt sind (liest man zumindest überall). Klar dürfte es für die Solarteure dann schwieriger werden an Aufträge zu kommen, man könnte aber auch für eine Startphase in der Vergütungsabsenkung einen Zuschuß zum Eigenverbrauch zahlen, so wie es das derzeit (noch??) in Deutschland gibt. Gerade in Italien ist PV eine Chance um die regelmäßigen Stromausfälle aufgrund von Kapazitätsengpässen abzufangen und das wenn man eine Vergütungsabsenkung wie in Deutschland einbaut auch zu günstigen Preisen...Bis ein neues Kraftwerk am Netz ist dürfte es in Italien mind 3-4Jahre dauern (GuD), bei Steinkohle eher noch wesentlich länger...mit PV hat man wie wir gesehen haben mehrere GW im Jahr am Netz und das noch dezentral, also Netzschonend! Gruß Jörg
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von buergersolar » 03.03.2011, 11:08
@ GAST: Ich glaube schon, dass batome auch den Kommentar dazu gelesen hat, hast du auch batomes Beitrag richtig gelesen? Er hat geschrieben: batome hat geschrieben:Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass die PV-Industrie jeden Vergütungsschritt mitgehen kann. Die theoretischen 12ct Vergütung in Italien würden den Markt dort, nach meiner Einschätzung, praktisch deckeln (Anlagen bei dieser Vergütung nicht mehr rentabel).
Was nutzt es dem Betrieb, wenn die Solar-Vergütung unter seinem Bezugspreis liegt, aber die PV-Anlagen viel zu teuer sind? Vergütung =|= Stromgestehungspreis! Sonnige Grüße
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