PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von cosmo44 » 19.01.2012, 12:28
Hallo Solargemeinde!
Hab da mal ne Frage. Wie lange dauert es Akkus mit einer PV-Anlage wieder auf zu laden? Dazu folgende Vorgaben:
1) Akku-Kapazität 2.000 Ah, 12 V
2) PV-Anlage mit 5kWp. Ausrichtung glatt nach Süden. Dachneigung 30°. Breitengrad 36° N.
3) Die Akkus sollen für den Nachtbetrieb wieder (annähernd) 100% ihrer Kapazität zur Verfügung haben.
4) Die Akkus wurden durch die vorangegangene Nacht auf 60% entladen, entnommen wurden 40%. Entladetiefe 60%.
5) Ein sonniger Tag im Juni, null Wolken. Generator bringt den ganzen Tag seine standortbedingte (hohe Temperaturen) Maximalleistung.
6) Zum Laden der Akkus sollen nur die Tagesstunden mit den besten Ertragswerten genutzt werden, z.B. von 11-14 Uhr.
7) andere Verbraucher nur dann am Hausnetz, wenn überschüssige Generatorleistung nicht verpuffen soll
Fehlen Angaben? Mach ich Denkfehler?
Gruß Cosmo
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von BRJ » 19.01.2012, 13:27
ca. 3 - 4 Stunden. Sollte ein Gewerblicher eine solche Anlage mit obigen Daten anbieten, dann kann man nur einen Filmtitel zitieren "Hängt ihn höher".
Gruß
BRJ
Zuletzt geändert von BRJ am 19.01.2012, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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von soko-030 » 19.01.2012, 13:34
hallo cosmo, "6) Zum Laden der Akkus sollen nur die Tagesstunden mit den besten Ertragswerten genutzt werden, z.B. von 11-14 Uhr." so geht das nicht! man kann einen leeren/fast leeren Pb-akku nicht innerhalb von 3h wieder aufladen/voll machen! Pb-akkus lädt man am besten mit 1/10 der nennkapazität, und wenn er leer ist dauert das so rund 12h! vg, steffen
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von cosmo44 » 19.01.2012, 14:52
röchel LUFT  nee bin Interessent und wie du siehst noch ziemlicher Laie auf dem Gebiet. Kannst du deshalb bitte ein bißchen deutlicher werden. Diese Bitte an alle. Könnt ihr mir vorrechnen, dass diese Überlegungen schwachsinnig sind. Vielleicht blick ich's dann. Ich dring da noch nicht ganz durch. @ BRJ gehen wirklich nicht mehr als 1/10 (wären das hier dann 200A ?) der Nennkapazität als Ladestrom?
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von BRJ » 19.01.2012, 15:01
Soll es eine komplett neue Anlage werden? Man kann eine Anlage nicht nach dem schönsten Tag im Jahr auslegen. Warum sollen die Akkus nur zur Mittagszeit geladen werden? Für welche Verbraucher und wo soll die Anlage eingesetzt werden (Haushalt, Almhütte etc.)? Wie stark soll der Wechselrichter sein? 12V würde ich gleich mal bei der Grösse vergessen. Budget? Autonomiedauer?
Man kann mit mehr als 1/10 laden. Das hängt aber vom Batterietyp ab.
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von mike 850T » 19.01.2012, 15:34
Hab da mal ne Frage. Wie lange dauert es Akkus mit einer PV-Anlage wieder auf zu laden?
theoretisch konstant ampeer 4 stund, 800ah (4x200) ohne kabel verlust! mit gute batterien. max ladung 1/10 = 200a/stunde(20000ah) 40% vom 2000AH ist 800AH bin sicher es wurde lange dauen, beim konstant spannung , die batteriespannung wurde die lade strom automatisch Reduzieren biem aufladung ich glaube das kann keiner dir genau sagen (temerature,batteriezustand ect.)
autark Halbinsel 1,25Kwp S, 24V/700Ah Hawker+Northstar,Outback FM 60,Mascot 2287(1000-24)
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von cosmo44 » 19.01.2012, 16:07
Das ist natürlich ein theoretischer Ansatz, ganz klar. Hat aber auch einen echten Hintergrund. Also: eine meiner Intensionen ist, zu erfahren, wieviel Leistung vom Dach bei der Batterie tatsächlich ankommt. Was geht durch den Laderegler und durch sonstige Elektronik, die zwischengeschaltet werden muss verloren? (braucht man nicht auch nen Transformator? vom Dach kommen doch bis zu 1000 Volt) Eine andere Verständnisfrage ist, wie man den Ladestrom (immer noch unter den genannten "Laborbedingungen") optimal regelt, damit die Batterien für die Nacht wieder ihre volle Kapazität haben. Meine Überlegung war, dass es besser ist eine Batterie immer/meistens von 100% auf 60% zu entladen, als von 80 auf 40. Zumindest für die Langlebigkeit.
Jetzt zum Praktischen: Es geht darum einen alten 5kW Dieselgenerator zu ersetzen. Es gibt täglich für 3 Stunden keine öffentlichen Strom. Mal von 9-12 Uhr, mal von 12-15 und mal von 15-18 Uhr. Diese 3 Zeitfenster variieren täglich. Darüber hinaus wäre es wünschenswert mehr und mehr unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung zu werden. Also, Pflichtprogramm ist es den täglichen, 3-stündigen Stromausfall zu überbrücken. Kür wäre, so viel wie möglich des Gesamtenergiebedarfs durch die Sonne zu decken.
Gruß Cosmo
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von Sonnenstudio » 19.01.2012, 18:04
Ich kann hier als Laie keine Berechnungen anstellen. Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen, dass man jeglichen Blei- oder Bleigelakku nicht in wenigen Stunden voll aufladen kann. Da müssen auf jeden Fall sämtliche Sonnenstunden ausgenutzt werden, nicht nur die pralle Mittagssonne. Die überschüssigen Ampere am Mittag würde ich, wie du sagst, nach Möglichkeit höchstens in Geräte stecken, deren Einsatz man zeitlich variieren kann, z.B. Wasch- oder Spülmaschine. Überschüssiger Strom müsste sonst weggeregelt werden. Du brauchst bei effizientem Einsatz auf jeden Fall eher eine überdimensionierte Fläche um so viele Sonnenstunden wie möglich auszunutzen. Aber eine Berechnung wird hier wohl keiner anbieten können. Mir würde auch kein Elektriker einfallen, der sowas machen würde. Bei denen sind doch Inselanlagen ohnehin nur Blödsinn, weil die nur Erfahrung mit Direkteinspeisung haben und Inselanlagen hierzulande unwirtschaftlich sind.
Hier entsteht in Kürze eine Signatur
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von cosmo44 » 19.01.2012, 18:27
Ok, verstanden, Schnellladen auf Dauer ist nicht gut. Hab ich kapiert. Besteht denn die Möglichkeit durch sinnvolle Steuerung die Batterien kontinuierlich über den ganzen Tag hinweg wieder voll zu machen und den Überschuss direkt zu verbrauchen? Kann ich den Überschuss zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Tag berechnen (Laborbedingungen)? Irgendwie muss ich ja die optimale Anlagengröße (Module,WR,Batterien) ermitteln. Wie gesagt, den 3-stündigen Stromausfall zu überbrücken ist Pflicht.
Noch ein paar Angaben zum Verbrauch:
Jahresverbrauch 12.000 kWh
Verbrauch in den 3 Std. Stromausfall 15.000 Wh, das ist worst-case, kann ich wahrscheinlich deutlich reduzieren
Welche Auslegung für die Anlage haltet ihr für sinnvoll?
Wo sind die erfahrenen Insulaner?
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von BRJ » 19.01.2012, 18:37
Berechnen kann man so eine Anlage schon. Allerdings braucht man dazu Fakten, Fakten und nochmals Fakten.
Wo soll die Anlage stehen? Land, Höhe, Schnee? Welche Verbraucher gibt es. Benötigte Spannung. 15kwh in 3 Stunden als Verbrauch ist eine ordentliche Hausnummer.
Irgend etwas stimmt bei den bisherigen Daten nicht. Nachts ist der Verbrauch 10kwh. Tagsüber innerhalb von 3 Stunden max. 15kwh. Dann bleiben für den restlichen Tag noch 5-10kwh übrig.
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