Welche Batterie-Hersteller und Typen?

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 23.06.2011, 18:40

Liebe Gemeinde,

als Energieberater bin ich gerade dabei, für einen Kunden in St. Gilgen (Salzburg) eine 20kWp Anlage installieren zu lassen, mit dem Ziel der höchstmöglichen Autarkie. Der Kunde möchte die Krisensicherheit seines Hauses optimieren. Zu diesem Zweck ergänzen wir die PV mit dem SMA Backup System, und ich bin nun dabei, die "optimalen" Batterien zu suchen.

Habe diesbezüglich am Montag auf einer Schulung persönlich mit einem SMA-Vertreter darüber gesprochen, die empfehlen Hoppecke. Bei 50% Entladetiefe (was auch mein Ziel wäre, zur Schonung der Batterien) sollen mit Hoppecke ca. 2.000 Zyklen möglich sein. Damit hätte man eine gute, aber auch nicht unbedingt günstige Variante an der Hand. Nun meine Fragen:

- kennt Ihr als Alternative andere hochwertige Hersteller, die evtl. günstiger sind und annähernd gleich hohe Zyklen schaffen? Gibt es Erfahrungen z.B. mit den Optima-Batterien (Varta-Ableger)? Angeblich sollen die ja auch relativ gut sein. Was ist mit Deta, Sonnenschein, Exide und den üblichen Verdächtigen? Wie viele Zyklen schaffen die bei 50% Entladetiefe bei 5h Entladedauer?

- Mein 2. Ansatz: Wenn man Batterien um ca. den halben Preis bekommt, die ca. 1.000 Zyklen aushalten, hätte man das selbe Preis-Leistungs-Verhältnis wie bei Hoppecke (halber Preis, halbe Zyklen). Dann hätte ich die Alternative mit entweder ca. 5 oder ca. 10 Jahren Lebensdauer. Und wer weiss, was es in 5 Jahren gibt, ich hoffe bis dahin auf neue/bessere Batterien mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher hätte ich gar nichts dagegen, wenn die Lebensdauer nur ca. 5 Jahre wäre - bei entsprechendem Preisvorteil natürlich. Kann mir jemand einen Tipp in dieser günstigeren Kategorie geben?

- Dann noch die Frage, ob Ihr andere wie Blei-Säure-Batterien empfehlen könnt, z.B. NiCd? Konkrete Lieferanten? Mir geht es hauptsächlich um den niedrigst möglichen kWh-Preis. Die Batterien alle paar Jahre austauschen zu müssen wäre als Konsequenz ok. Von Lion mag ich noch gar nicht reden, IMHO kann man da noch nicht von Preis-Leistung reden. Oder doch? Im Keller eines typischen Einfamilienhauses sollte Platz für die sperrigeren Bleibatterien sein, die höhere Energiedichte der Lion ist da nicht so das Argument, wenn die so viel teurer sind.

- Es gibt einen Photon-Artikel http://www.energy3000.at/web/UserFiles/File/Photon_D.pdf, in dem behauptet wird, dass mit der speziellen Ladetechnik "StratExplus" der Fa. "Energy 3000" normale, günstige "Autobatterien" 1.000 Zyklen schaffen würden anstatt ca. 50. Da diese Batterien nur einen Bruchteil kosten, sollten die kolportierten 12Cent/kWh möglich sein. Dem möchte ich nachgehen. Wenn wir wirklich 12Cent/kWh schaffen (anstatt 20-30 wie mir bisher bekannt), würde dies der PV bzw. den Speichersystemen und der Leistbarkeit von autarken Lösungen einen ungemeinen Schub in der Verbreitung geben, so glaube ich. Hat jemand Erfahrungen mit Energy 3000? Was machen die genau? Nur spezielle Ladetechnik, oder auch modifizierte Batterien? Hab von denen noch keine Antwort auf meine Anfragen bekommen.

- Empfehlt Ihr generell die Variante mit freiem, ungebundenen Elektrolyt ("nasse" Batterie), oder jene mit gebundenem Elektrolyt (Gel, Vlies/AGM)? Letztere sind ja deutlich teurer, und sollen für Ausgleichsladungen bei hoher Spannung nicht so gut geeignet sein. Aber dafür angeblich höhere Zyklen / weniger Wartungsaufwand. Wo liegen aus Eurer Sicht die Stärken/Schwächen in der Praxis?

- Hat jemand einen Link oder ein Dokument zu einer Untersuchung unterschiedlicher Solarbatterien, in der die tatsächlichen Ladezyklen/Kapazitäten bei unterschiedlichen Entladetiefen festgestellt worden sind? So fände ich es total interessant, wenn man die verschiedenen Technologien (nass, Gel, AGM) verschiedener Lieferanten auf Ihre Zyklenfestigkeit bei 80, 50 und 30% Entladung in 20, 10 und 5h prüfen würde. Das wäre ein guter Test auf die zu erwartenden echten kWh-Preise und Lebensdauern...

Freue mich auf Eure Tipps und verbleibe

mit sonnigen Grüßen! Julius aus Salzburg
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon Olliver » 23.06.2011, 18:56

Hallo Julius,

am besten geeignet sind dafür wohl Panzerplatten - Akkus. Gibts als ortsfeste Variante oder beweglich im Stahltrog z.B. in Gabelstaplern. Wir setzen in unserer Insel eine OPzS von Fiamm ein. 490 aH c10 @48v. Mit Batteriegestell und Verbinder inklusive Anlieferung hat das gute Stück ca. 2500-2600€ gekostet ( Netto)

Weitere gute Hersteller die mir jetzt noch einfallen waeren BAE, Hawker, Exide und Moll ( bin mir nicht sicher ob die OPzS anbieten).


Grüße Olli

P.S. Erfahrungen mit Gel Batterien habe ich selber noch keine gesammelt, aber mehrere Bekannte mit etwas größeren Yachten wechseln regelmäßig alle 2-3 Jahre ihre Gel Batterien aus. Warum die immer sterben weiss ich nicht, war für mich aber ein Grund nicht auf Gel zu setzen sondern auf die OPzS.
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon wieso » 23.06.2011, 19:13

Hallo

um was für eine grösse Backup gehts , oder wie gross solldie Batterie sein ?

50 % entladen auf einer täglichen basis :juggle: , bei uns sinds seit April so ca 10-20 %

Hätte ich mir vor 3 Jahren eine Hoppecke OPzS 800 ah @24 volt für 3500 Euro gekauft , wärens 30-50 %

Deshalb habe ich mich erstmal für eine Gabelstaplerbatterie mit doppelter Grösse und ähnlichen Daten , jedoch gebraucht entschieden .... aber nur 1200 Euro

Keine Ahnung wie lange die noch hält , jedoch bin ich recht angetan und wenn ich mir die Lebenserwartungskurve anschaue von OPzS ( ähnlich/ baugleich ) dann sagt die mir , je weniger entladen umso mehr Zyklen

Aber ein Traum sind OPzS schon (

hopp2.jpg


Hier was zum Lesen http://www.studer-innotec.com/upload/te ... igrids.pdf

Natürlich ist es schwer Kunden sowas vorzuschlagen ..... :mrgreen: :juggle:



Gruss Lars
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon wieso » 23.06.2011, 19:16

Warum die immer sterben weiss ich nicht, war für mich aber ein Grund nicht auf Gel zu setzen sondern auf die OPzS.


:mrgreen: Hatte auch Gel am Anfang der Insel , klein und teuer und gleich hin , ist mir natürlich als Anfänger als super Batterie verkauft worden ...
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 23.06.2011, 20:04

Olliver hat geschrieben:Wir setzen in unserer Insel eine OPzS von Fiamm ein. 490 aH c10 @48v. Mit Batteriegestell und Verbinder inklusive Anlieferung hat das gute Stück ca. 2500-2600€ gekostet ( Netto)


Hallo Olliver, danke für Deine Rückmeldung! Mit diesem Preis sind Eure Fiamm bereits rund 20% günstiger als die "Hoppecke 5 OPzS 520". Wobei dieser Preisvergleich sich auf die nackten Batterien bezieht, dh. der Preisvorteil ist noch deutlich höher. Weisst Du, wie viel bei Euch die Batterien, und wie viel das Gestell + die Verbinder gekostet haben?

Mittlerweile habe ich auf der Hoppecke-Website gelesen, dass für die OPzS 1.500 Zyklen bei 80% Entladetiefe angegeben werden. Das lässt schließen, dass bei 50% deutlich mehr als 2.000 Zyklen möglich sein sollen. Das sind gute Aussichten, wie ich finde.

=> Kennst Du die diesbezügliche Spezifikation Eurer Fiamm Batterien?
=> Weisst Du, wo die hergestellt werden?
=> Verrätst Du mir Euren Händler?

Danke und liebe Grüße! Julius
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon Olliver » 23.06.2011, 20:21

Also die Spezifikationen sind mit den von Hoeppecke vergleichbar. 1500 Zyklen bei 80% Entladung. Hier gbts ein PDF dazu http://www.interstatepowercare.com/PDF/ ... looded.pdf Auf deutsch gibts das auch noch, steht nur etwas weniger drin....http://www.peesgmbh.de/uploads/media/OP ... zellen.pdf.

Unser Händler sitzt in Split in Kroatien, dürfte dir nicht so viel bringen. Fiamm sitzt in bella Italia in Vicenza. Den Preis ohne Gestell kann ich dir leider nicht sagen. Da dass aber lediglich 3 Füße, ein paar Schrauben und 12 gummierte Träger sind wird das nicht allzu viel sein. Bei den Batterien muss teilweise aber gut Luft sein, da ich zu erst bei einem anderen Händler bestellen wollte dann aber unsere Händler die 20% di er teurer war als das andere Angebot und noch etwas dazu gelegt hat. Die Batterien kamen direkt aus Italien.

Grüße Olli
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 23.06.2011, 20:27

Hallo Lars, danke für Deinen Beitrag! Meine Kommentare:

wieso hat geschrieben:um was für eine Grösse Backup gehts, oder wie gross soll die Batterie sein?

Die nutzbare Kapazität soll zwischen 5 und 20kWh liegen, je nach Anlage, Kunde und Erfordernis. Dabei sind es keine echten Inselanlagen, sondern immer netzparallele. Mir und meinen Kunden geht es aber tendentiell um die Erhöhung der Autarkie und Krisensicherheit. Das Netz ist also in Wirklichkeit das Backup, und die Inselkomponente der Routinebetrieb. Überschussstrom wird bequemerweise ins Netz eingespeist, und so verdient man noch ein bisschen nebenbei mit seiner PV.

Da ich eine Entladetiefe von max. 50% plane, wird es sich also um Batteriegrößen zwischen 200 und 800Ah bei 48V handeln. Maximal 1.000Ah. (Evtl. lasse ich mich auf ein Experiment ein, doch 80% Entladetiefe anzustreben und die Batterien kleiner zu wählen. Aber die kleineren sind auch relativ gesehen teurer, und ich habe kein so gutes Gefühl bei 80% - mal sehen).

wieso hat geschrieben:50 % entladen auf einer täglichen basis :juggle:, bei uns sinds seit April so ca 10-20 %

Klar, das werden wir nicht immer so hinkriegen. Aber es geht ja um die maximale Entladetiefe, welche die Lebensdauer bzw. möglichen Ladezyklen beeinflusst. Und z.B. von Sterling Power aus GB kommt der Tipp, nie tiefer als 50% zu gehen, weil die typsichen 80% die Lebensdauer stark verkürzen würden.

Ich dimensioniere PV-Anlagen für den Winterbetrieb, in Salzburg (mein Revier) schaffen wir im Dez/Jan ca. 0,6kWh pro kWp und Tag. Für ein Einfamilienhaus mit 3.500kWh Jahresverbrauch und rund 10kWh/Tag ergibt sich für Dezember/Jänner somit eine 17kWp Anlage (10/0,6). Mit ein wenig Sicherheit nach oben wird es dann eine 18-20kWp Anlage. Da dürfen schon größere Akkus verbaut werden. Von Frühling bis Herbst kann mit dem "überschüssigen" Strom entweder eingespeist werden, oder z.B. ein Elektroauto geladen werden. So läuft das dann ab 2013 bei mir zuhause, wenn wir die Generalsanierung machen werden.

wieso hat geschrieben:Hätte ich mir vor 3 Jahren eine Hoppecke OPzS 800 ah @24 volt für 3500 Euro gekauft, wärens 30-50 %

Deshalb habe ich mich erstmal für eine Gabelstaplerbatterie mit doppelter Grösse und ähnlichen Daten, jedoch gebraucht entschieden .... aber nur 1200 Euro. Keine Ahnung wie lange die noch hält, jedoch bin ich recht angetan

Wovon bist Du angetan? Was ist das genau für eine Batterie (Marke / Type / technische Daten)? Wie unterscheidet sich deren Technologie genau von den OPzS Batterien? Was kosten die neu? Welche Ladezyklen werden für diesen Typ neu angegeben? Fragen über Fragen :danke:

wieso hat geschrieben:und wenn ich mir die Lebenserwartungskurve anschaue von OPzS ( ähnlich/ baugleich ) dann sagt die mir , je weniger entladen umso mehr Zyklen. Aber ein Traum sind OPzS schon

hopp2.jpg

Danke für dieses tolle Diagramm! Wenn das stimmt (ist das schon so in der Praxis??), dann ergibt sich ja kein Preisleistungs-Vorteil, wenn man von 80 auf 50 oder gar 30% Entladetiefe geht. Denn Die Zyklen steigen direkt proportional mit der sinkenden Entladetiefe. Spontan glaube ich das nicht. Wenn man bei 80% 1.800 Zyklen hat (lt. Diagramm), müsste man bei 40% oder 20% mehr als das doppelte bzw. vierfache haben. Was meinen die "Gurus"? Einziger Vorteil bei Überdimensionierung wäre die erhöhte Ausfallsicherheit (weniger Stress, Temperaturen und Ausfallrisiko), und längere Wartungsintervalle und Lebenszeit. Aber der kWh-Preis an sich sinkt nicht wirklich. Hm.

wieso hat geschrieben:Hier was zum Lesen http://www.studer-innotec.com/upload/te ... igrids.pdf

Natürlich ist es schwer Kunden sowas vorzuschlagen ..... :mrgreen: :juggle:

Sieht auf den 1. Blick sehr interessant aus, ist aber sehr lange: kannst Du mir grob in ein paar Sätzen zusammenfassen, um was es da geht? Komme erst später zum Studieren.

Danke und LG Julius
juliusb
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon Ruparnovic » 23.06.2011, 21:40

juliusb hat geschrieben:Danke für dieses tolle Diagramm! Wenn das stimmt (ist das schon so in der Praxis??), dann ergibt sich ja kein Preisleistungs-Vorteil, wenn man von 80 auf 50 oder gar 30% Entladetiefe geht. Denn Die Zyklen steigen direkt proportional mit der sinkenden Entladetiefe. Spontan glaube ich das nicht. Wenn man bei 80% 1.800 Zyklen hat (lt. Diagramm), müsste man bei 40% oder 20% mehr als das doppelte bzw. vierfache haben. Was meinen die "Gurus"? Einziger Vorteil bei Überdimensionierung wäre die erhöhte Ausfallsicherheit (weniger Stress, Temperaturen und Ausfallrisiko), und längere Wartungsintervalle und Lebenszeit. Aber der kWh-Preis an sich sinkt nicht wirklich. Hm

Genau so ist es, deshalb versteh ich auch nicht, wieso das immer als so toll empfunden wird, wenn man bei halber Entladung die doppelten Zyklen schafft, und bei einem viertel die vierfachen. In Summe kann ich nicht mehr Energie aus der Batterie rausholen, egal wie tief ich entlade. Ein wirklich entscheidender Vorteil wenn man die Batterien größer dimensioniert ist aber der Strom. Denn Kapazitätsangabe bezieht sich immer auf eine 100- oder 20-stündige Entladung. Entlädtst du die Batterie schneller, ist nur noch ein Bruchteil der Kapazität vorhanden, hast aber trotzdem einen Zyklus gemacht, deshalb haben größer dimensionierte Batterien durchaus einen Vorteil. Aber eben bei weitem nicht so ein großer Vorteil wie das immer dargestellt wird, wenn man nicht so tief entlädt...
Diesen Nachteil mit dem Strom haben LiFE-Akkus nicht, die haben fast immer die volle Kapazität und können daher kleiner dimensioniert werden.
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 24.06.2011, 10:10

Ruparnovic hat geschrieben:
juliusb hat geschrieben:Danke für dieses tolle Diagramm! Wenn das stimmt (ist das schon so in der Praxis??), dann ergibt sich ja kein Preisleistungs-Vorteil, wenn man von 80 auf 50 oder gar 30% Entladetiefe geht. Denn Die Zyklen steigen direkt proportional mit der sinkenden Entladetiefe. Spontan glaube ich das nicht. Wenn man bei 80% 1.800 Zyklen hat (lt. Diagramm), müsste man bei 40% oder 20% mehr als das doppelte bzw. vierfache haben. Was meinen die "Gurus"? Einziger Vorteil bei Überdimensionierung wäre die erhöhte Ausfallsicherheit (weniger Stress, Temperaturen und Ausfallrisiko), und längere Wartungsintervalle und Lebenszeit. Aber der kWh-Preis an sich sinkt nicht wirklich. Hm

Genau so ist es, deshalb versteh ich auch nicht, wieso das immer als so toll empfunden wird, wenn man bei halber Entladung die doppelten Zyklen schafft, und bei einem viertel die vierfachen. In Summe kann ich nicht mehr Energie aus der Batterie rausholen, egal wie tief ich entlade. Ein wirklich entscheidender Vorteil wenn man die Batterien größer dimensioniert ist aber der Strom. Denn Kapazitätsangabe bezieht sich immer auf eine 100- oder 20-stündige Entladung. Entlädtst du die Batterie schneller, ist nur noch ein Bruchteil der Kapazität vorhanden, hast aber trotzdem einen Zyklus gemacht, deshalb haben größer dimensionierte Batterien durchaus einen Vorteil. Aber eben bei weitem nicht so ein großer Vorteil wie das immer dargestellt wird, wenn man nicht so tief entlädt...
Diesen Nachteil mit dem Strom haben LiFE-Akkus nicht, die haben fast immer die volle Kapazität und können daher kleiner dimensioniert werden.


Hallo Ruparnovic,

deswegen schau ich mir auch immer die C5-Angabe einer Batterie an. Das habe ich weiter oben vergessen zu erwähnen.

Wie sieht es mit "Deinen" LiFE Akkus aus, bzgl. Zyklenanzahl und Preis? Hast Du konkrete Erfahrungen damit? Link zu einem Lieferanten?

LG Julius
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Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon Olliver » 24.06.2011, 10:41

Hier gibts noch sehr detaillierte Infos zum Batterieleben, ist allerdings auf englisch: http://www.mpoweruk.com/life.htm

LiFE Akkus sind schon ne feine Sache nur das sie in der benötigten Größenordnung noch nicht bezahlbar sind. Der Preis pro kWh Blei/Säure liegt so ca. bei 100€/kWh und die Lithium Kollegen so eher bei 1000€/kWh.

Außerdem sind die Zyklenangaben doch auch Idealwerte. Die Batterien sind doch aber meistens Temperaturschwankungen ausgesetzt, werden nicht immer gleichmäßig belastet und und und. Der Vorteil von OPzS ist doch, dass man diese Batterien tatsächlich auf bis zu 80% entladen könnte wenn man müsste. Bei vielen anderen Batterien die sich Solarbatterie oder ähnliches nennen macht man das einmal vielleicht zweimal und hat daraufhin 20 oder % der Kapazität der Batterie eingebüßt. Die Betriebssicherheit ist bei diesen Batterien einfach höher.

Grüße Olli
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