Welche Batterie-Hersteller und Typen?

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon Arlen » 24.06.2011, 14:40

In deinem Eingangspost schreibst du
juliusb hat geschrieben:Liebe Gemeinde,
[...] Zu diesem Zweck ergänzen wir die PV mit dem SMA Backup System, [...]


anschließend allerdings
juliusb hat geschrieben:[...]Dabei sind es keine echten Inselanlagen, sondern immer netzparallele.[...]


Soweit ich weiß ist das sunny backupsystem, wenn es sich denn aktiviert, ein reines inselsystem.
Deshalb kann ich deinem aufbau nicht ganz folgen...

Wieso hat eigentlich eine ganz interessante rechnung aufgemacht,
die mit den aktuellen preisen recht deutlich zeig was zur zeit sinnvoll ist.
Die opzs akkus sind nur halb so teuer wie die lifepo aus dem oben genannten link.
33x Sanyo (7,92kWp) an 2x SMA SB4000TL-20
Benutzeravatar
Arlen
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 166
Registriert: 08.04.2011, 21:44
Wohnort: Dresdner Umland
PV-Anlage [kWp]: 8
Info: Betreiber

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon dridders » 24.06.2011, 14:49

ok, ich merk schon, ich steh auf einer globalen Ignore-Liste ;-) Oder der Wirkungsgrad interessiert keinen weil keiner die komplette Rechnung sehen will...
Klar, wenn das Backup sich aktiviert weil kein Netz da ist, dann ist es ein Inselsystem... wo ist jetzt der Widerspruch? Wenn ein Netz da ist und PV-Ueberschuss oder Batterieladestandsmangel vorliegen, dann wird auch das Netz genutzt, entweder um Energie aus dem Netz der "Insel" zuzufuehren, oder um Energie aus der "Insel" ins Netz abzufuehren.
dridders
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 545
Registriert: 28.09.2009, 21:26
Wohnort: Weidenbach
PV-Anlage [kWp]: 19.35
Info: Betreiber

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 24.06.2011, 14:52

Arlen hat geschrieben:In deinem Eingangspost schreibst du
juliusb hat geschrieben:Liebe Gemeinde,
[...] Zu diesem Zweck ergänzen wir die PV mit dem SMA Backup System, [...]


anschließend allerdings
juliusb hat geschrieben:[...]Dabei sind es keine echten Inselanlagen, sondern immer netzparallele.[...]


Soweit ich weiß ist das sunny backupsystem, wenn es sich denn aktiviert, ein reines inselsystem.
Deshalb kann ich deinem aufbau nicht ganz folgen...

Wieso hat eigentlich eine ganz interessante rechnung aufgemacht,
die mit den aktuellen preisen recht deutlich zeig was zur zeit sinnvoll ist.
Die opzs akkus sind nur halb so teuer wie die lifepo aus dem oben genannten link.


Das SMA Backup schaltet entweder automatisch zwischen Netz- und Inselbetrieb um, wenn der Strom ausfällt (was ja in Österreich lt. Statistik nur 40min/a der Fall ist). Interessanter wird es jedoch, wenn der Kunde auf Autarkie und/oder Sicherheit für einen möglichen Krisenfall steht. Dann wird im Regelfall händisch der Inselbetrieb aktiviert, und man "lebt" quasi nur von der PV-Anlage und den Batterien. Überschüssiger Strom kann aber weiterhin ins Netz eingespeist werden. Natürlich macht dies alles nur Sinn, wenn jemand das unbedingt so möchte, ist also keine 08/15 Lösung. Innerhalb dieser Sonderlösung versuche ich aber trotzdem die Kosten / Lebensdauer zu optimieren.

Bei mir zuhause möchte ich dieses System allein schon aus Forschungszwecken anwenden, um die verschiedenen Aspekte der Dimensionierung, Wartung, Zuverlässigkeit, Lebensdauer usw. persönlich zu erproben. In wenigen Jahren ist die Netzparität gegeben (genau genommen ist sie es jetzt schon, wenn man einen fairen Vergleich mit Ökostrom anstellt, der bei ca. 24Cent liegt), und dann will ich bereits mit einem Praxisvorsprung von erprobten Lösungen berichten können. Ich probiere fast alles selber aus, was ich meinen Kunden empfehle, und das kommt gut an.

LG Julius
juliusb
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 13
Registriert: 18.09.2010, 12:05
Info: Berater

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon Ruparnovic » 24.06.2011, 14:53

Arlen hat geschrieben:Soweit ich weiß ist das sunny backupsystem, wenn es sich denn aktiviert, ein reines inselsystem.
Deshalb kann ich deinem aufbau nicht ganz folgen...

Ich hab mal bei SMA nachgefragt, die wollen ihren Backup-WR noch Ende dieses Jahres so weit nachrüsten, dass er zur Erhöhung des Eigenverbrauchs dient, also wirklich Netzparallel läuft. Kann sein, dass der Threadersteller darauf hinaus wollte.

dridders hat geschrieben:ok, ich merk schon, ich steh auf einer globalen Ignore-Liste ;-) Oder der Wirkungsgrad interessiert keinen weil keiner die komplette Rechnung sehen will...

Selbstverständlich spielt der Wirkungsgrad eine wichtige Rolle, nur sind LiFePO's halt wirklich sehr teuer. Man müsste sich das mal genau ausrechnen, um zu wissen, was sich lohnt. Dazu wär aber eben die Angabe über die Zyklen wichtig (die einen geben bis zu 8000 an, die anderen 2000, womit kann man jetzt wirklich rechnen?) und über die Lebensdauer.
Ruparnovic
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 333
Registriert: 29.12.2010, 18:29
PV-Anlage [kWp]: 1,62
Info: Betreiber

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 24.06.2011, 15:00

dridders hat geschrieben:ok, ich merk schon, ich steh auf einer globalen Ignore-Liste ;-) Oder der Wirkungsgrad interessiert keinen weil keiner die komplette Rechnung sehen will...
Klar, wenn das Backup sich aktiviert weil kein Netz da ist, dann ist es ein Inselsystem... wo ist jetzt der Widerspruch? Wenn ein Netz da ist und PV-Ueberschuss oder Batterieladestandsmangel vorliegen, dann wird auch das Netz genutzt, entweder um Energie aus dem Netz der "Insel" zuzufuehren, oder um Energie aus der "Insel" ins Netz abzufuehren.


Hallo dridders, warum fühlst Du Dich ignoriert? Gut Ding (=Antwort) braucht eben ein wenig Weile...

Du hast schon Recht, es zählt das Gesamtergebnis inkl. aller Faktoren. Nur haben wir bei den hochwertigen OPzS Lösungen nicht 40% Lade/Entladeverluste, sondern 20-30%. Bei Hoppecke gibt es eine Elektrolytumwälzung, welche den Stromverbrauch (bzw. die Verluste) beim Laden minimieren. Und hochwertige Ladegeräte (wie das SMA Backup) haben auch nicht mehr so hohe thermische Verluste wie früher. Und die 10% der Lithium Technologien glaube ich erst, wenn ich es selber gemessen habe (Papier ist geduldig), oder einer von Euch das seriös nachgemessen hat.

Ich habe ja selbst nach alternativen Technologien gefragt, aber bei so hohen Investitionen ist es einfach ein ko-Kriterium, ob es seriöse Garantien und technische Daten gibt. Bei Einhaltung dieser Kriterien bin ich sehr offen und dankbar für Praxis-Tipps!

LG Julius
juliusb
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 13
Registriert: 18.09.2010, 12:05
Info: Berater

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon wieso » 24.06.2011, 15:04

hallo Julius

Wie war nochmal die Vergütung von eingespeisten PV Strom in Österreich , oder gibts dort nicht einfach nur einen Zuschuss ?
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
Benutzeravatar
wieso
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 4161
Registriert: 12.08.2008, 08:21
Info: Betreiber

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 24.06.2011, 15:30

wieso hat geschrieben:hallo Julius

Wie war nochmal die Vergütung von eingespeisten PV Strom in Österreich , oder gibts dort nicht einfach nur einen Zuschuss ?

Leider lässt sich das nicht richtig beantworten. Österreichs Politiker versuchen sich gegenseitig darin zu übertrumpfen, wer bzgl. der Förderung der Erneuerbaren mehr versprechen und weniger halten kann. Vor ein paar Jahren wurde unser an sich gutes Ökostromgesetz vom damaligen Wirtschaftsminister ruiniert, und seit dem wird nur mehr marginal Ökostrom zugebaut, dafür aber Gas-Kraftwerke. Der gut dotierte Versorgungsposten nach der Politkarriere winkt schon...

Aber zurück zur Frage: eine nenneswerte Förderung gibts im Moment nur für Anlagen bis 5kWp vom Klima und Energiefond (KLIEN), da bekommt man 1.100€/kWp zugeschossen. Und wer flink ist, schafft das jährliche Rennen um die Förderung auch. Dafür darf man dann keine Tarifförderung mehr in Anspruch nehmen. Halte ich für sehr sinnvoll, weil damit die Budgets kalkulierbar werden und sich nicht über Jahrzehnte verteilen, und die Anwender dazu animiert werden, ihren Strom anschließend sinnvoll einzusetzen. Sprich den Eigenverbrauch zu erhöhen, was wiederum die Monopolstellung der EVU reduziert und einen Netzausbau unnötig macht, der ja immer als Argument gegen die Erneuerbaren verwendet wird. Für seinen Überschussstrom bekommt man in diesem Fall rd. 8 Cent/kWh von der ÖMAG - nicht eben viel. Da ich dem Netzstrom einen Wert von rd. 24Cent/kWh gebe (das ist der Tarif der Ökostrom AG, dem einzig "wahren" Ökostromanbieter in Österreich, und übrigens eine Tochter der deutschen Greenpeace Energy), ist die Differenz zwischen Netz- und PV-Strom ca. 16 Cent. Und das bereits heute! Und da in den kommenden 20-30 Jahren (der Lebensdauer der PV-Anlage und evtl. sogar Batterien) diese Differenz noch größer wird, können wir getrost von 20 Cent "Fleisch" ausgehen, sprich Spielraum für die Gesamtkosten einer Speicherlösung.

Bei Anlagen >5kWp wirds kompliziert. Im Moment hätten wir theoretisch einen ÖMAG-Einspeisetarif von 38 Cent, aber der Topf ist so klein, dass man nicht mit einer Förderung rechnen kann. Die Warteliste geht bis 202x. Das Ökostromgesetz 2012 wird gerade novelliert, und soll im Sommer verabschiedet werden. Die Details werden aber noch immer heiss verhandelt, und wir wissen nicht wirklich, ob wir einen für alle verfügbaren Fördertopf bekommen. Im Entwurf habe ich gelesen, es soll einen "Netzparitäts-Tarif" von 18 Cent auf 13 Jahre geben, den man immer bekommen kann, selbst wenn der Topf ausgeschöpft ist. Nicht eben viel - da will sich jemand billig in PV-Strom einkaufen. Man spürt einfach, dass die zuständigen Politiker in Wirklichkeit für die EVU-Lobby arbeiten, und mit allen Mitteln versuchen, den Ökostrom-Ausbau maximal zu bremsen. Die Investitionsbereitschaft in Österreich wäre sogar noch höher als in der BRD, wo es ja bei Wind und PV einen extremem Boom in den letzten Jahren gegeben hat.

Aufgrund dieser jahrelangen "Frotzelei" seitens der Politik bin ich sehr motiviert, mich von deren Gnade oder Willkür unabhängig zu machen. Wenn es gelingt, ein "perfekt" funktionierendes autarkes System auf die Beine zu stellen, dessen Kosten tragbar sind, wird die derzeit sehr mühsame Geschichte wesentlich entspannt. Und man definiert durch diese Investition seinen Strompreis der nächsten 10-30 Jahre, weil es ja fast keine unbekannten Variablen mehr gibt. In Wirklichkeit gibt es nur mehr die Abschreibung der Investitionskosten, und die lässt sich ziemlich genau berechnen. Klar könnte man sagen, ich warte noch 2-5 Jahre, weil dann die PV und Speichersysteme deutlich günstiger sind. Aber ich und meine Kunden zählen zu den "early adopters" und zum Teil Ökofuzzis, und da will man eben gleich handeln, und nicht immer nur auf irgendwas warten.

Liebe Grüße! Julius
juliusb
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 13
Registriert: 18.09.2010, 12:05
Info: Berater

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon dridders » 24.06.2011, 15:39

julius:
weil ichs mehrfach erwaehnt hab und es danach kategorisch ignoriert worden ist bei allen weiteren Betrachtungen ;-)
Die 60-70 bei Blei bzw. 90% bei Lithium sehe ich als Verluste des Akkus selbst, ohne Betrachtung des Ladegeraets... mit Ladegeraet gehe ich von mehr aus, bei einem maximalen Wirkungsgrad des Ladegeraets von 95, eher 90%. Obs beim Ladegeraet noch Unterschiede gibt weiss ich nicht, wenn dann evtl. zum positiven fuer Lithium, falls dort der Ladestrom bis zum Schluss relativ konstant gehalten werden kann und nicht wie bei Blei stark abfaellt... aber Welten werden das nicht sein.
Gibts von Hoppecke Angaben zum Wirkungsgrad der Akkus? Darueber schweigen sich leider die Akkuhersteller selbst meist aus. Erste Praxiserfahrungen sind von Sonnentau hier ggf. demnaechst zu bekommen. Aber ueber Zyklenfestigkeit etc. wird wohl aus der Praxis erst in 10-20 Jahren eine Aussage zu treffen sein, ausser natuerlich das Zeug haelt ueberhaupt nicht was es verspricht. Insofern kann man sich da derzeit nur auf Laboruntersuchungen verlassen und schauen was fuer ein Pruefinstitut etc. ggf. dahinter steckt... das ist halt das Leid der Early Adopters ;-)
dridders
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 545
Registriert: 28.09.2009, 21:26
Wohnort: Weidenbach
PV-Anlage [kWp]: 19.35
Info: Betreiber

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon juliusb » 24.06.2011, 16:53

Ich werde Hoppecke sowieso einige Fragen stellen, und den Batteriewirkungsgrad werde ich auch versuchen zu erfahren. 30-40% allein beim Laden kann ich mir aber nicht vorstellen. Hat jemand anderer dazu konkrete Erfahrungen / Messwerte?

LG Julius
juliusb
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 13
Registriert: 18.09.2010, 12:05
Info: Berater

Re: Welche Batterie-Hersteller und Typen?

Beitragvon wieso » 24.06.2011, 17:15

Woher nimmst Du
60-70 bei Blei


Hier aus diesem Bericht
Bleibatteriespeicher, die derzeit
ausgereifteste Technologie, weisen einen
Wirkungsgrad von 80 bis 90 Prozent auf
und sind nahezu vollständig recyclingfähig.



http://www.conenergy-unternehmensberatu ... icherl.pdf


Andere sprechen sogar von über 90 % wenn die Blei-Batterie bei tief entladener Batterie

These
tests indicate that from zero SOC to 84% SOC the
average overall battery charging efficiency is 91%, and
that the incremental battery charging efficiency from 79%
to 84% is only 55%.


http://www.sandia.gov/pv/docs/PDF/batpapsteve.pdf

Gruss Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
Benutzeravatar
wieso
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 4161
Registriert: 12.08.2008, 08:21
Info: Betreiber

VorherigeNächste

Zurück zu Inselanlagen



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast



 
 
cron