Hallo und guten Nabend allerseits.
Der Beitrag schien mir so interessant, daß ich mich sogleich in diesem Vorum angemeldet habe.
Genau über das gleiche Problem, der Inselversorgung einer reinen E-Heizung direkt vom Solarpanel habe ich mir auch Gedanken gemacht und bin schon richtig tolle vorangekommen. Ziel ist es mir die Übergangszeit im Frühjahr und Herbst gut abzufedern als Ergänzung zum bereist vorhanden SolarthermiZeugs. Fürs Einspeisen gibt es eh nix mehr, noch ein Gewerbe anmelden wegen Stromerzeuger habe ich keine Lust und auf den Behördenkram und Einspeisezähler erst recht nicht.
Auf dem Dach sind vom Klempner installiert 3 gleiche Strings mit gesamt ca 5KW Solarplatten. Die Leerlaufspannung in Parallelschaltung der drei Gruppen beträgt ca390V Kurzschlusstrom 16 A und die Nennspannung sollte bei ca 321V liegen.
Jetzt ist in meinem Heizungspuffer einer 3x2 KW Heizpatrone (wahlweise klemmbar je nach Bedarf). Da wir nun alle wissen, daß nur bei Nennspannung der Panels die maximale Leistung mit ca 18,5% Wirkungsgard abgezapft werden kann, habe ich mir einen Solarregler selbst zusammengebaut, dessen Aufgabe es ist, bei unterschiedlicher Sonneneinstrahlung genau diese 321V konstant zu halten und den überschüssigen Rest incl. Strom in die Elektropatrone zu schaufeln. Das Ding funktioniert prinzipiell perfekt bei ca 10% Leistung, mehr kommt gerade von der Sonne nicht, kann also erst im Frühjahr richtig getestet werden. Habe es jetzt bis 100V an einer 2,1 KW Schleife geschaff.
Prinzip meiner Kiste ist eine Pulsweitenregler mit einem Sägezahngenerator und zwei Operationsverstärkern, der letzte von beiden dient als Trigger, ersterer massiert den Sägezahn entsrechend der Regelgröße . Als Leistungsendstufe kommt ein N-kanal MG300Q1US11 IgFET Transi zum Einsatz, der mit ca 2 KHz Takfrequenz, eben unterschiedlicher Breite auf- oder zugemacht wird. Mit ausgegrabenen Rechteck + - 20 V am Gate sollte der Kerl im sauberen Schaltbetrieb gefahren werden. Zur Freude aller Spulenfeinde, ist der Wechselrichter völlig induktionsfrei aufgebaut.
Leider ist mir die Kühlfläche etwas zu klein geraten und braucht bei den 500Watt einen Lüfter. Das ist aber bestimmt noch hinzukriegen.
Jetzt zur Sicherheit: Jungs mit Gleichspannung ist nicht zu spaßen!!!. Ein Zundfunke von 0,5mm und ein Abrissfunke von 8 cm, direkt an den Solardrähten, mir blieb der Athem weg. Ohne einen geziehlten Cat an richtiger Stelle ,nur Halbleiterstrecken dazwischen, brennt da alles weg was im Wege ist. Von RS Components gibts einen Feuerwehrnotschalter zzgl. Bedienpult, der im Crashfall einen Motroschalter im EX-Gehäuse für max 3 Strings bis 1KV auf dem Dachboden betätigt und auch über einen Sicherheitstemperaturbegrenzer abgeschalten werden kann. Einschalten nur wieder über Schlüsselschalter. Das Ding hat sogar eine kleine USV und dreht nach 15 sec Netzausfall seiner 24V Hilfsspanungsversorgung ebenfalls die Spannung vom Dach wech. Das Ding kost zwar gesamt 1200 Euro, aber einen Brand im Keller, oder Dach will ich mir nicht unbedingt antun.
Wer auch in die Richtung was gemacht hat , darf sich gerne hier melden.
Beim nächsten Sonnenhimmel gibts weiteres Neues
