Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon erwinruhl » 11.08.2012, 19:21

Danke Peter für die Tips.
Das könnte ich schon mit dem Schütz und einem allstromsensitiven RCD machen.

Ich bin aber davon abgekommen und werde Netzparallelbetrieb machen.

Von meiner Überwachung kann ich bei gutem Sonnenschein , denke so 50 % Leistung ein Relais schalten lassen, das dann die Heizung dreiphasig zuschaltet. Da habe ich auf der Leitung (60 m) weniger Verluste und speise bei geringer Leistung ins Netz ein.

Ich werde wohl einen dreiphasigen Wechselrichter nehmen müssen, der vom VNB konzessioniert ist.
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon 49167 » 24.12.2012, 22:17

Hallo und guten Nabend allerseits.
Der Beitrag schien mir so interessant, daß ich mich sogleich in diesem Vorum angemeldet habe.

Genau über das gleiche Problem, der Inselversorgung einer reinen E-Heizung direkt vom Solarpanel habe ich mir auch Gedanken gemacht und bin schon richtig tolle vorangekommen. Ziel ist es mir die Übergangszeit im Frühjahr und Herbst gut abzufedern als Ergänzung zum bereist vorhanden SolarthermiZeugs. Fürs Einspeisen gibt es eh nix mehr, noch ein Gewerbe anmelden wegen Stromerzeuger habe ich keine Lust und auf den Behördenkram und Einspeisezähler erst recht nicht.
Auf dem Dach sind vom Klempner installiert 3 gleiche Strings mit gesamt ca 5KW Solarplatten. Die Leerlaufspannung in Parallelschaltung der drei Gruppen beträgt ca390V Kurzschlusstrom 16 A und die Nennspannung sollte bei ca 321V liegen.
Jetzt ist in meinem Heizungspuffer einer 3x2 KW Heizpatrone (wahlweise klemmbar je nach Bedarf). Da wir nun alle wissen, daß nur bei Nennspannung der Panels die maximale Leistung mit ca 18,5% Wirkungsgard abgezapft werden kann, habe ich mir einen Solarregler selbst zusammengebaut, dessen Aufgabe es ist, bei unterschiedlicher Sonneneinstrahlung genau diese 321V konstant zu halten und den überschüssigen Rest incl. Strom in die Elektropatrone zu schaufeln. Das Ding funktioniert prinzipiell perfekt bei ca 10% Leistung, mehr kommt gerade von der Sonne nicht, kann also erst im Frühjahr richtig getestet werden. Habe es jetzt bis 100V an einer 2,1 KW Schleife geschaff.
Prinzip meiner Kiste ist eine Pulsweitenregler mit einem Sägezahngenerator und zwei Operationsverstärkern, der letzte von beiden dient als Trigger, ersterer massiert den Sägezahn entsrechend der Regelgröße . Als Leistungsendstufe kommt ein N-kanal MG300Q1US11 IgFET Transi zum Einsatz, der mit ca 2 KHz Takfrequenz, eben unterschiedlicher Breite auf- oder zugemacht wird. Mit ausgegrabenen Rechteck + - 20 V am Gate sollte der Kerl im sauberen Schaltbetrieb gefahren werden. Zur Freude aller Spulenfeinde, ist der Wechselrichter völlig induktionsfrei aufgebaut.
Leider ist mir die Kühlfläche etwas zu klein geraten und braucht bei den 500Watt einen Lüfter. Das ist aber bestimmt noch hinzukriegen.

Jetzt zur Sicherheit: Jungs mit Gleichspannung ist nicht zu spaßen!!!. Ein Zundfunke von 0,5mm und ein Abrissfunke von 8 cm, direkt an den Solardrähten, mir blieb der Athem weg. Ohne einen geziehlten Cat an richtiger Stelle ,nur Halbleiterstrecken dazwischen, brennt da alles weg was im Wege ist. Von RS Components gibts einen Feuerwehrnotschalter zzgl. Bedienpult, der im Crashfall einen Motroschalter im EX-Gehäuse für max 3 Strings bis 1KV auf dem Dachboden betätigt und auch über einen Sicherheitstemperaturbegrenzer abgeschalten werden kann. Einschalten nur wieder über Schlüsselschalter. Das Ding hat sogar eine kleine USV und dreht nach 15 sec Netzausfall seiner 24V Hilfsspanungsversorgung ebenfalls die Spannung vom Dach wech. Das Ding kost zwar gesamt 1200 Euro, aber einen Brand im Keller, oder Dach will ich mir nicht unbedingt antun.

Wer auch in die Richtung was gemacht hat , darf sich gerne hier melden.

Beim nächsten Sonnenhimmel gibts weiteres Neues :-)
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon erwinruhl » 25.12.2012, 07:42

Natürlich kannst Du Deine Insel bauen wie Du willst.
Aber da die herkömmlichen Wechselrichter (für Netzparallelbetrieb) alle optimal auf MPP arbeiten, würde ich mir die Bastelei nicht antun.
Ich hätte z. B. einen Delta SI 5000, den ich Dir für 450,- verkaufen würde.
Den kannst zwar nicht mit einem ofiziellen Einspeisezähler betreiben, weil er die neue Norm nicht macht.
Aber sicherer und efizienter als Deine Bastellösung ist er allemal.

Du bräuchtest dann halt eine Überwachung, die die Last nur bei genügend Einstrahlung anschaltet. (auch wieder Bastelei).
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon einstein0 » 25.12.2012, 08:52

erwinruhl hat geschrieben:Kann denn der Thermostat am Heizstab auch Gleichstrom schalten? Ich denke da gibt es große Funken, die ihn zerstören.

Vielleicht schalte ich die Last über ein Schütz. Das könnte gehen.

Ja, ich denke das mache ich.

Dann also die Module direkt über ein Schütz an die Heizstäbe.

Nein, mechanisch ist eigentlich Gleichstrom so hoher Spannungen nicht so einfach zu schalten. Aber ich kann Dir dazu ein Halbleiterrelais empfehlen z.B. hier: http://www.productselection.net/table.p ... FAMILY=000
Schade, was machst Du im Sommer mit dem Strom? Ich würde ihn einspeisen...
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon erwinruhl » 25.12.2012, 09:12

Ja, Einstein, ich bin ja von der Insellösung abgekommen - wegen der technischen Schwierigkeiten - und mache Netzparallelbetrieb. Ich denke, es rechnet sich auch besser, den Überschuss einzuspeisen.
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon 49167 » 25.12.2012, 09:35

@ erwinruhl
Da ich mich mit den handelsüblichen Wechselrichtern nicht all zu tolle mit dereen Einsatzmöglichkeiten auskenne die Frage jetzt...
Dein angebotener Wechselrichter macht also aus Solarstorm vom Dach einen schönen lastverdächtigen 50 Hz Sinus (1 oder 3phasig) den der auch zur Verfügung stellt, wenn kein Netzstrom vorhanden ist.(?) Wenn Das so ist, könnte ich die Heizung direkt dran schalten. Was is nun aber wenn die Last meiner gesamt 6KW (oder in Teilschritten schaltbar 2-2-2KW) Heizung zu groß wird? Die Heizungswendel dann manuell umschalten, oder geht die Ausgangsspannung von 230V U-wechsel in die Knie, oder jongliert der Wechselrichter dann mehr die Netzleistung in die Heizung anstelle die Sonnenleistung vom Solardach?
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon erwinruhl » 25.12.2012, 10:15

Der Si 5000 ist kein Inselwechselrichter und braucht Netzspannung um zu arbeiten.
Ich habe schon mal bei Delta gefragt, ob man ihn umbauen könnte, habe aber zur Antwort bekommen, es wäre zu aufwändig.

Wenn man ihn denn netzparallel beetreiben würde, würde er die erzeugte Energie einspeisen.
Wenn kein separater Einspeisezähler installiert ist, kann es sein, daß der normale Zähler rückwärts läuft. Jedenfalls wenn er keine Rücklaufsperre hat.

Wenn denn die Anlagen parallel angeschlossen wären, würdest Du für Deine Zusatzheizung bei schlechtem Wetter Energie vom EVU beziehen. Darum müsste sichergestellt werden, daß die Heizung nur bei Sonnenschein läuft. Dies ginge mit meiner Überwachung zu machen. Man kann da bei einer bestimmten Leistung (z.B. 50 %) ein Relais zuschalten lassen.

Der Wechselrichter ist nur einphasig. Ein amtlicher 'Elektriker wird ihn Dir wohl nicht anschliessen, da er die AR 4105 nicht hat.
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Re: Wechselrichter für Inselanlage Heizungsunterstützung

Beitragvon bernd2013 » 25.12.2012, 10:32

Hallo Erwin,hatte ähnliches Problem wie Du,war deswegen bei SMA und bei Schüko,mit el.heizen tun sich alle noch sehr schwer.Mein Elektriker hat bei Gleichstromheizung die Arbeit verweigert,1000 Volt müssen ja auch im Ernstfall schnell weggeschalten werden können.Habe jetzt 44KWp im Netzparallelbetrieb,das eigentliche Problen besteht darin,bei häufiger Sonne Wolkenwechsel,müssen die Heizparonen im Sekunden Takt rein oder raus.Ein studierter Elektroniker hat mit mir zusammen die notwendige Schaltung entworfen,die lautet,minimale Einspeisung,Versorgung im Haus zuerst und den Überschuss in die el. Heizung und das ganze in einer Minute von Hand programmierbar,je nach Bedarf,geile Sache würde ich als Patent betrachten.Gruss Bernd
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