PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von Antelin » 28.01.2012, 01:31
Hallo,
ich bin neu hier. Zunächst einmal vielen Dank für all die hilfreichen Informationen. Diese haben mir bereits sehr viel geholfen um einen ersten Überblick zu erhalten.
Ich plane eine kleine Solaranlage und möchte nach Möglichkeit in der ersten Phase vorhandene Komponenten einsetzen. Es soll zunächst so eine Art Notversorgung für einen A+++ Kühlschrank und eine Ölheizung (die bei Abwesenheit nur mit sehr geringen Temperaturen läuft) werden.
Vorhanden sind:
1 Tristar TS-MPPT-60 Solarladeregler 1 weiterer Laderegler für Netzbetrieb 24V/25 A 2 Winner Hercules Gel Batterien je 12 V / 230 Ah 1 altes Dieselaggregat ist auch noch vorhanden (nur manueller Anlaßbetrieb) 3 Online USV Efekta je 1000VA
Ich möchte ein 24V System aufbauen und habe ein paar Fragen an Euch.
Aus dem Datenblatt des TS-MPPT-60 werde ich nicht ganz schlau. Einmal ist da eine Kennlinie die von 100 bis 150 V geht, abfallend bei 140 V, dann weitere Kennlinien bezgl. der 24 V. An verschiedenen anderen Stellen lese ich man sollte mit der Modulspannung bei MPPT Reglern nie unter der Batteriespannung liegen. An anderer Stelle lese ich man sollte auch kaum darüber liegen, da dann die Effizienz sinkt. Ich möchte nach Möglichkeit das Modul EGing – EGM-195W Mono einsetzen, da der Preis zur Zeit super ist. Dachneigung 11 Grad, Geplant sind ca. 10 oder 12 Module. (Werde im Sommer evtl. ein paar abklemmen, wenn ich über die 1600 W komme)
Kurzschlußstrom: 5.87 A, Leerlaufspannung: 44.14 V, MPP-Spannung: 35.77 V, MPP-Strom: 5.45 A
1. Wieviel Module würdet Ihr jeweils in Reihe schalten? Ich möchte nicht zu viel Verkablungsaufwand betreiben. Die Effizienz soll ebenfalls noch vernünftig sein. Wäre evtl. ein anderes Modul sinnvoller wenn auch 20 % höherer Preis?
2. Weiter würde ich gerne am Anfang eine USV nur als Wechselrichter benutzen. USB-Batterien raus und dann die USV direkt an die GEL Batterien anschliessen. Wie ist Eure Meinung dazu? Effizienz ist hier am Anfang nicht so wichtig. Aber werden die USV´s das mitmachen?
3. Arbeitet der Morningstar problemlos auch mit GEL Batterien zusammen.
Die Batteriekakazität soll später evtl. erweitert werden und der Netzladeregler durch einen Phönix Multiplus ersetzt werden.
Vielen Dank für Eure Hilfe
Antelin
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von Retrerni » 28.01.2012, 04:47
Hm, wenn ich das so richtig überfliege hat das Modul eine MPP-Spannung von 31 V bei 70°C Modultemperatur. D.h. mit einem einzelnen Modul kannst Du eine Batterie, die ja bis ca. 28 V haben kann, zu fast jeder Zeit voll laden bei nur einem Modul pro String (respektive alle Module parallel, so der Regler die Summe der Kurzschlußströme kann). Da die Differenz zwischen MPP-Spannung und Batteriespannung so gering ist, dürfte sogar schon ein Shunt-Ladegerät ausreichen.
Ciao
Retrerni
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von kalle bond » 28.01.2012, 09:31
Hallo Antelin,
auf der Seite von Morningstar direkt rechts neben dem MPPT Regler findest du einen String Calculator. Einfach deine Moduldaten eingeben (EGing geht nur bis 185 Wp) und optimale Configuration ablesen - grüner Bereich. Hier also 2 Module in Serie x 4 Strings parallel = 1.560 Wp. Bei 195 Wp deiner Module. Um zu sagen, was die Module wirklich bringen, müsstest du deinen Standort nennen. Wäre auch noch sehr hilfreich für die Auslegung, wenn du deinen Tagesverbrauch (Kühlschrank + Ölheizung) ausrechnen könntest Verbraucher (Watt) x Betriebsstunden (h) = Tagesverbrauch (Wh = Wattstunden). Falls deine Anlage in DE steht, kann man jetzt schon sagen, das der Anstellwinkel von 11° im Herbst/Winter sehr ungünstig ist.
Grüße Kalle Bond
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von wieso » 28.01.2012, 09:40
Hallo
Ich würde 2 Module in Reihe schalten ,drei in Reihe wird zuviel wenn es kalt ist
Auch würde ich eher an eine 48 Volt Anlage denken (oder später mit dem Victron) da dann ja bis 3200 watt gehen
Die Batterie ist grenzwertig klein und denke nicht für 60 A Ladestrom ausgelegt oder Hohe Entadung auf Dauer
Gruss Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf Irland ;
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von kalle bond » 28.01.2012, 10:30
wieso hat geschrieben:Ich würde 2 Module in Reihe schalten ,drei in Reihe wird zuviel wenn es kalt ist Auch würde ich eher an eine 48 Volt Anlage denken (oder später mit dem Victron) da dann ja bis 3200 watt gehen Die Batterie ist grenzwertig klein und denke nicht für 60 A Ladestrom ausgelegt oder Hohe Entadung auf Dauer
Im Configurator kann man die niedrigsten und höchsten Temperaturen eingeben. Ich hab mich am grünen Bereich orientiert. Sicher, die Batterie sollte anders dimensioniert werden. Entladung ist noch nicht bekannt. Grüße Kalle Bond
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von wieso » 28.01.2012, 10:58
Ja Kalle Ich hatte auch Schwierigkeiten ein 195 watt Edging Modul zu finden hier in der Datenbank Man muss genau auf die VOC des Moduls sehen .......aber das weisst DU ja Einem Insel kollegen in Frankreich ist vor ca 3 Wochen der Morningstar MPPT 60 abgeraucht .......Seine Module waren auf 129 VOC verkabelt , ,jetzt stäubt sich der Lieferant / Morningstar auf Austausch ,weil bei Minus Temperaturen die VOC zu hoch ist , nur hatte er keine Minusgrade Gruss Lars
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von kalle bond » 28.01.2012, 11:08
wieso hat geschrieben:Ja Kalle Ich hatte auch Schwierigkeiten ein 195 watt Edging Modul zu finden hier in der Datenbank Man muss genau auf die VOC des Moduls sehen .......aber das weisst DU ja Einem Insel kollegen in Frankreich ist vor ca 3 Wochen der Morningstar MPPT 60 abgeraucht .......Seine Module waren auf 129 VOC verkabelt , ,jetzt stäubt sich der Lieferant / Morningstar auf Austausch ,weil bei Minus Temperaturen die VOC zu hoch ist , nur hatte er keine Minusgrade
Ja klar, deshalb hab ich auch geschrieben - 2 in Serie! Ohne Kenntnis des Standortes würd ich nichts anderes sagen, da muss uns Antelin mit ein paar Angaben helfen. Will hier nichts einkreuzen - aber so ist das im Feld, wenn die Sachen erst mal installiert sind, stellen sich die Hersteller zunächst immer quer mit der Garantie - ist nicht leicht, gute Nachweise zu bringen, das man unschuldig ist (wie im richtigen Leben) Grüße Kalle Bond
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von Antelin » 29.01.2012, 23:31
Vielen Dank für Eure Hinweise. Den Konfigurator bei Morningstar hatte ich noch nicht entdeckt.
Hier noch ein paar Angaben. Die 11 Grad sind ist in der Tat unsinnig, da die Anlage ja gerade im Winter optimal ausgerichtet sein soll. Ich werde daher die Panels wohl im Garten oder an der Hauswand mit dem idealen Winkel für November bis Januar ausrichten. Dann habe ich noch Platz für eine evtl. größere Anlage auf dem Dach.
Gem. dem Konfigurator komme ich bei 2 in Serie und 3 Parallel nur auf 1110 Watt, bei 7 Parallel nur auf 1295 Watt. Irgendwie merkwürdig wenn der Laderegler doch eigentlich 1600 Watt bei 24 Volt schaffen soll?! Hm. Aber da der maximale Ladestrom für die Batterie nur bei ca. 40 A liegt werde ich ohnehin weniger Panels nehmen können.
Zur Lage: Das Haus liegt in einem kleinen Ort 30 km östlich von München
Die große Kühl/Gefrierkombination benötigt bei Zimmertemperatur 0,26 kWh in 24 h. Wenn der Raum nur auf 7 bis 10 Grad geheizt wird, dürfte ich deutlich unter 0,2 kWh liegen. Maximal werden 50 Watt im Betrieb benötigt.
Die Heizung benötigt leider sehr viel mehr bei Zimmertemperatur (so ca. 1,7 bis 2,4 kWh) in 24h zur aktuellen Jahreszeit. Da ich aber bei Netzausfällen nur eine Zimmertemperatur von ca. 7 - 10 Grad abdecken möchte (Urlaubsabsenkung), werde ich bei ca. 0,5 bis 0,6 kWh liegen. Die Heizung benötigt maximal 270 Watt im Betrieb. Die Temperatur und die Netzspannung überwache ich bisher aus dem Ausland mit so einem kleinen GPS Gerät, welches mir eine SMS sendet, wenn der eingestellte Bereich verlassen wird. In diesen Fällen kann ich dann ebenfalls per SMS auf Notstrom umschalten.
Die Batterien sind in der Tat sehr knapp bemessen, sollen aber über Netzstrom immer voll gehalten werden. Bei Netzausfall soll dann die kleine Solaranlage die Reserve der Batterie deutlich strecken. Die eine USV wird an die Heizung gehängt, die andere USV an den Kühlschrank.
Die USVs laufen leider nur auf 24 Volt, daher kann ich erst später auf eine 48 V Anlage umsteigen. Dann werde ich wohl eher opZ Batterien nehmen, da ich mit diesen Batterien extrem gute Erfahrungen gemacht habe. Die 2 Batterien dieser kleinen Anlage werde ich wohl später wieder in die Tonne treten müssen. Zumindest kann ich dann noch die restlichen Komponenten verwenden. Es sei denn Ihr seht eine Möglichkeit wie ich die Batteriekakpazität nachträglich aufstocken kann. Normalerweise geht das ja nicht, da das Alter unterschiedlich ist.
Noch eine Frage: Trotz stundenlangem Googeln finde ich einfach keine Stringsammelbox für diesen Zweck. Könnt Ihr mir eine Seite nennen, wo ich so etwas erwerben kann. Oder wäre es evtl. sinnvoller direkt an den Modulen parallel auf einen Hauptstrang zu gehen (evtl. über T-Stücke oder direkt im Modulkasten verdrahtet)?
Die USVs habe ich einmal ausgemessen. Diese schalten erst bei 19,9 V bei kleinen Verbrauchern ab. Bei größeren schon bei 20,3 V. Scheint mir etwas niedrig für eine Blei/Gel Batterie. Gibt es evtl. ein Gerät welches ich zwischen USV und Batterie stecken kann und mit dem ich die USVs bei höheren frei einstellbaren Spannungen trennen kann?
Gruss
Antelin
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von chatfuchs » 30.01.2012, 09:12
Hallo,
ich kenne den Morningstar nur vom hören sagen. Habe ein anderes Modul aus Taiwan. Aber evtl. hat der Morningstar auch mehrere Relais-Ausgänge die frei programmierbar sind? Das ist bei meinem Regler der Fall, so das ich bei Unterspannung z.B. abwerfen kann.
Ich nutze übrigens auch Online-USVs. Allerdings sind die von Haus aus schon für 48V ausgelegt gewesen. Das macht dann auch die Kabel hinterher etwas weniger Dick - wobei ich trotzdem schon einiges an 25qmm² Kabel hier verbaut habe.
Gruß Frank
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von Antelin » 30.01.2012, 11:48
Habe ich das jetzt richtig verstanden, Chatfuchs? Du kannst bei Deinem Laderegler eine fixe Akkuspannung definieren bei der ein Relais aktiviert wird? Mal schauen ob es etwas auch bei dem Morningstar gibt. Werde den Regler ja wohl bald bekommen.
Wie sind Deine Langzeiterfahrungen mit den USVs und größeren Batterien? Normalerweise sind diese ja nur für kurze Laufzeiten ausgelegt.
Gruss
Tim
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