USV mit Anschluss für ein Solarpanel (altern. Stromquelle)

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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USV mit Anschluss für ein Solarpanel (altern. Stromquelle)

Beitragvon nergal » 02.05.2009, 17:35

Hallo!

Ich bin ein Newbie was Solarengerie betrifft - aber ich würde aber gerne folgendes gerne umsetzen. Ich habe mich etwas mit Photovoltaik beschäftigt - erst ab einer bestimmten Größe der Anlage ist ja die ganze Angelegenheit sinnvoll. Alleinig einige Solarmodule sind ja zuwenig - der Strom will ja auch eingespeist werden. Die Technik dahinter ist ja nicht unbedingt billig - und muss/sollte auch vom Fachmann abgnommen werden.

Was mir eigentlich vorschwebt ist eine Art Insellösung:

1 x Server (PC) der inklusive der Infrastuktur (Router/Switches) durchschnittlich 120 Watt benötigt. Der Server und der Router hängen an der USV - sollte der Strom kurzfristig ausfallen - ist der Server/Internetbetrieb gesichert.

Meine Idee wäre folgende - eine USV an der man zusätzlich eine alternative Stromquelle anschließen könnte - z.b Solarpanels - z.B 100W.
- 100 W ist ja der Idealfall - aber eine USV mit Akku (Gleichstromquelle) wäre duch prädestiniert den Strom von einer alternativen Stromquelle aufzunehmen. In diesem Fall wäre ja das Solarpanel eine unterstützende Energiequelle.

Ich habe im Internet nach einer USV gesucht, die den Anschluss einer alternativen Energiequelle erlaubt. Nichts gefunden. Wenn man nach PC + Solarpannel sucht - findet man meistens nur reine Insellösungen - PC + Batterie + Solarpanel


Peter
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Beitragvon Holter » 02.05.2009, 19:09

Hi,

es genügt eine USV, die den Ladezustand der Akkus nur über die Spannung und nicht über die Lademenge ermittelt.
Außerdem muss es eine online-USV sein, bei der der gesamte Strom über den Gleichspannungskreis läuft. Optimalerweise müsste sich dann noch die "Ladespannung" der USV einstellen lassen, so dass der Strom aus der Sreckdose erst gebraucht wird, wenn der Akku nur noch 80% Restkapazität hat oder so.
Also alles in allem relativ kompliziert, mit schlechtem Wirkungsgrad und schwer (wenn überhaupt) zu finden.
Reine Inselsystem könnten da interessanter sein: Wenn hier der Strom vom Akku direkt mit DC-DC Wandlern für PC und Peripherie bereitgestellt wird, dann spart man sich einen Großteil der Verluste von Wechselrichter und Netzteil.
Wenn man bei einem solchen System noch ein Konstantspannungsnetzteil an den Akku hängt, hat man das gesuchte System zusammen.
Billig ist so etwas natürlich nicht, und es ist auf jeden Fall günstiger, wenn man zuerst Energiesparende Technik (wenn möglich mit Gleichspannungseingang) anschafft und danach erst ein deutlich kleineres "Inselsystem mit USV" holt.

bis dann
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Beitragvon linga » 04.05.2009, 19:37

Die USV kannst du dir doch selbst bauen. PV Modul, Laderegler, Akku, Wechselrichter, Automatischer Netzumschalter, Server. Mehr als 500 Euro muss das nicht kosten. Das PV Modul muss auch keine 100 W haben. Du brauchst es ja eher selten und daher reicht ein kleines Modul, welches viel Zeit hat eine entsprechende Batterie zu laden. Kommt es zum Stromausfall registriert das der automatische Netzumschalter und schaltet auf Batteriebetrieb.

Billiger wäre eine einfache Batterie mit Wechselrichter und Netzladegerät. Dann kannst du die Batterie über die Steckdose laden, was natürlich weniger ökologisch ist.
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Re: USV mit Anschluss für ein Solarpanel (altern. Stromquelle)

Beitragvon mielket » 13.03.2010, 05:39

Bisher war ich nur passiver Nutzer dieses netten Forums. Hallo also bei diese Gelegenheit ersmal!

Ich habe genau wie nergal jahrelang einen 120W Server in der Abstellkammer laufen gehabt, der mich bestimmt schon um die 1000€ für Strom gekostet hat. Anfang des Jahres war der Entschluss gefasst, was für die Umwelt zu tun: Ich hab mir einen gebrauchten CoreDuo Notebook geholt, der sogar leistungsstärker ist, aber mit ausgeschaltetem Display nur 10W (19V=) verbraucht. Dazu zu rechnen sind nochmal je 5 Watt für einen Router (12V=) und ein DSL-Modem (9V~). Als I-Tüpfelchen wollte ich die drei Geräte jetzt mit Photovoltaik boosten. Dachte, das kann man bei gleicher Voltzahl und garantiertem Strombedarf des Verbrauchers, der deutlich unter der Erzeugung der Module liegt, und ohne das Problem von unterschiedlichen Massepotenzialen vielleicht einfach parallel schalten (Ich weiß: die Elektroingenieure hier werden die Hände über dem Kompf zusammenschlagen), und hab mich erstmal auf die Ersteigerung von Modulen bei eBay konzentriert mit der Vorgabe Preis/W < 2€. Das Ergebnis waren 2 amorphe 17W und 2 polykristalline 10W Silizium Module. Nun ergab die Leistungsmessung bei der Paralellschaltung aber eine Stromaufnahme, die der momentanen Sonneneinstrahlung überhaupt nicht entsprach. Der Strom aus der Steckdose scheint wohl vorrang zu haben. :) Überraschenderweise war die Suche nach einer passenden Hardware, also praktisch ein Netzeil mit 2 Eingängen, das Strom aus einem Eingang bevorzugt, komplett erfolglos (abgesehen von ein paar obskuren Patentanmeldungen, die aber keinen praktischen Wert haben). Und ich habe schon einige Stunden recherchiert. Vielleicht kenne ich bloß nicht den richtigen Namen dafür. Vielleicht hat hier jemand den richtigen Fingerzeig? Eine USV ist schon das, was meiner Vorstellung am nächsten kommt. Aber Akkus laden kommt für mich nicht in Frage. Das lohnt nicht, wenn nach ein paar Ladezyklen die Effizienz so einknickt. Will einfach nur das, was ich gerade von der Sonne kriegen kann, direkt in den Verbraucher weiterleiten.

Naja, inzwischen habe ich mal zum Lötkolben gegriffen und im Ansatz einen Spannungsregler gebaut, der das leisten soll. Er soll erstmal nur 19V für das Notebook liefern und besteht aus einem dicken Elektrolytkondensator als Puffer und einer bistabilen Kippstufe (auch Flipflop genannt), die von zwei Sensorschaltungen mit Zenerdioden getriggert wird: die eine triggert bei Unterschreitung der Eingangsspannung von 22V, die andere bei Überschreitung von 24V. (Die Nominalspannung von zwei Modulen in Serie geschaltet ergibt 24V.) Der 24V-Zustand schaltet einen Spannungsregler auf Durchzug und gibt stabile 19V auf den Ausgang, solang der Kondensator mindestens 22V hat. Das Problem ist nur: Ich bin alles andere als ein Virtuose mit dem Lötkolben und die Standard-Lochraster Platine ist jetzt schon bis zum Rand voll mit meinem Gelöt. Und jetzt muss noch die Schaltung drauf, die den Strom aus dem Notebook-Netzteil durchschaltet, während der Solar-Teil den Kondensator wieder lädt. Das alles auf eine größere Platine umzupflanzen ist mir eine Horrorvorstellung, wenn ich mir überlege, wie viel Zeit ich gebraucht habe, um die erste Platine zu debuggen. Also ich wäre wirklich dankbar, wenn jemand einen Hinweis hätte, wo es solch eine -- im Prinzip ja einfache Schaltung -- fertig gibt.
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Re: USV mit Anschluss für ein Solarpanel (altern. Stromquelle)

Beitragvon Retrerni » 13.03.2010, 13:08

Also ich verstehe ja nicht ganz, warum ihr so einen riesen Aufwand treibt. Du willst ja scheinbar ohne Akku-Pufferung (welche optional auch möglich wäre) möglichst viel mit Solarenergie unterstützen. Das geht wohl am einfachsten, wenn Du mittels zweier Schottky-Dioden (mit entsprechender Sperrspannung >=30V) die zwei Quellen parallel schaltest. Dabei liefert das Netzteil z.B. nominal 19 V und das Modul passt sich ohne MPP-Tracker ja automatisch an selbige an (notfalls müsste man hier einen DC-DC-MPP-Wandler mit auf 20 V geregelter Ausgangsspannung zwischen Modul und Lastausgang schalten. Mit den 19 V kannst Du dann direkt in Deinen Laptop gehen, ein weiterer DC-DC-Wandler (Step-Down, kein Linearregler), der auch als Bausatz bei diversen Elektronik-Läden erhältlich sein dürfte, generiert aus den 19 V zusätzlich noch die 12 V, mit denen Du sowohl in Deinen Router als auch das Modem gehst (letzteres erst, nachdem Du überprüft hast, dass direkt hinter dessen Eingang auch ein entspechend leistungsfähiger Gleichrichter liegt. Dann hast Du alles mit relativ wenig aufwand und Kosten versorgt und sparst Dir die ineffiziente AC-DC-AC-Wandlung mittels USV und dergleichen. Auf diese Art kann man i.d.R. auch durch die sog. Pico-Netzteile ganze ATX-Netzteile von PCs ersetzen (natürlich mit angepasster Spannung und parallelem Akku für eine Notstromversorgung) und direkt aufs Mainboard gehen.

Ciao

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Re: USV mit Anschluss für ein Solarpanel (altern. Stromquelle)

Beitragvon mielket » 13.03.2010, 17:02

Wie gesagt, Dachte ich auch: Einfach paralell schalten und gut. Aber es funktioniert nicht. Das Netzteil scheint einen viel geringeren Innenwiderstand zu haben. Stell Dir vor Du hast einen Gartenschlauch und einen Eimer und willst damit gleichzeitig eine Pflanze begießen. Auf dem Gartenschlauch ist vielleicht mehr Druck (Spannung) aber trotzdem kommt das meiste Wasser vom Eimer.
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Re: USV mit Anschluss für ein Solarpanel (altern. Stromquelle)

Beitragvon mielket » 02.05.2010, 08:22

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