Bisher war ich nur passiver Nutzer dieses netten Forums. Hallo also bei diese Gelegenheit ersmal!
Ich habe genau wie nergal jahrelang einen 120W Server in der Abstellkammer laufen gehabt, der mich bestimmt schon um die 1000€ für Strom gekostet hat. Anfang des Jahres war der Entschluss gefasst, was für die Umwelt zu tun: Ich hab mir einen gebrauchten CoreDuo Notebook geholt, der sogar leistungsstärker ist, aber mit ausgeschaltetem Display nur 10W (19V=) verbraucht. Dazu zu rechnen sind nochmal je 5 Watt für einen Router (12V=) und ein DSL-Modem (9V~). Als I-Tüpfelchen wollte ich die drei Geräte jetzt mit Photovoltaik boosten. Dachte, das kann man bei gleicher Voltzahl und garantiertem Strombedarf des Verbrauchers, der deutlich unter der Erzeugung der Module liegt, und ohne das Problem von unterschiedlichen Massepotenzialen vielleicht einfach parallel schalten (Ich weiß: die Elektroingenieure hier werden die Hände über dem Kompf zusammenschlagen), und hab mich erstmal auf die Ersteigerung von Modulen bei eBay konzentriert mit der Vorgabe Preis/W < 2€. Das Ergebnis waren 2 amorphe 17W und 2 polykristalline 10W Silizium Module. Nun ergab die Leistungsmessung bei der Paralellschaltung aber eine Stromaufnahme, die der momentanen Sonneneinstrahlung überhaupt nicht entsprach. Der Strom aus der Steckdose scheint wohl vorrang zu haben.

Überraschenderweise war die Suche nach einer passenden Hardware, also praktisch ein Netzeil mit 2 Eingängen, das Strom aus einem Eingang bevorzugt, komplett erfolglos (abgesehen von ein paar obskuren Patentanmeldungen, die aber keinen praktischen Wert haben). Und ich habe schon einige Stunden recherchiert. Vielleicht kenne ich bloß nicht den richtigen Namen dafür. Vielleicht hat hier jemand den richtigen Fingerzeig? Eine USV ist schon das, was meiner Vorstellung am nächsten kommt. Aber Akkus laden kommt für mich nicht in Frage. Das lohnt nicht, wenn nach ein paar Ladezyklen die Effizienz so einknickt. Will einfach nur das, was ich gerade von der Sonne kriegen kann, direkt in den Verbraucher weiterleiten.
Naja, inzwischen habe ich mal zum Lötkolben gegriffen und im Ansatz einen Spannungsregler gebaut, der das leisten soll. Er soll erstmal nur 19V für das Notebook liefern und besteht aus einem dicken Elektrolytkondensator als Puffer und einer bistabilen Kippstufe (auch Flipflop genannt), die von zwei Sensorschaltungen mit Zenerdioden getriggert wird: die eine triggert bei Unterschreitung der Eingangsspannung von 22V, die andere bei Überschreitung von 24V. (Die Nominalspannung von zwei Modulen in Serie geschaltet ergibt 24V.) Der 24V-Zustand schaltet einen Spannungsregler auf Durchzug und gibt stabile 19V auf den Ausgang, solang der Kondensator mindestens 22V hat. Das Problem ist nur: Ich bin alles andere als ein Virtuose mit dem Lötkolben und die Standard-Lochraster Platine ist jetzt schon bis zum Rand voll mit meinem Gelöt. Und jetzt muss noch die Schaltung drauf, die den Strom aus dem Notebook-Netzteil durchschaltet, während der Solar-Teil den Kondensator wieder lädt. Das alles auf eine größere Platine umzupflanzen ist mir eine Horrorvorstellung, wenn ich mir überlege, wie viel Zeit ich gebraucht habe, um die erste Platine zu debuggen. Also ich wäre wirklich dankbar, wenn jemand einen Hinweis hätte, wo es solch eine -- im Prinzip ja einfache Schaltung -- fertig gibt.