PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von beiti » 12.01.2012, 18:56
Hallo Forum, hallo Expertinnen und Experten,
ich werde in Kürze nach Liberia/Westafrika ausreisen und dort ein Sozialprojekt mit Kindern und Jugendlichen fortführen, das seit einigen Jahren recht gut läuft. Meine Vorgänger hinterlassen mir ein kleines Häuschen mit festem Dach und einen Generator - Stromnetze sind dort nicht wirklich existent. Meine Vorgänger waren allerdings technische Nieten und haben den Generator quasi rund um die Uhr laufen lassen - das ist mir nicht nur zu laut, sondern auch zu teuer, und außerdem reichlich unökologisch.
Als ehemaliger Amateurfunker bin ich immer für technische Spielereien zu haben, jedoch in der Solarwelt überhaupt nicht zu Hause.
Ich plane also, mir 2-3 Autobatterien anzuschaffen, einen vernünftigen Laderegler, einen Inverter und ein paar Solarmodule, um - so weit wie möglich - unabhängig vom Generator zu werden/bleiben. Nun gehört Liberia zu den immerfeuchten Tropen, d.h. neben allgemeinem Regen, der sowieso immer fällt, gibt es auch noch eine Regenzeit, dann fällt besonders viel Regen. Daraus resultiert ein Sonnenstundendurchschnitt von 5-6,5h in der Trockenzeit (Nov-Mai) und 3-4h in der Regenzeit (Jun-Okt). Insgesamt kann man etwa 5500mm Niederschlag aufs Jahr erwarten.
Mein gesamtes Equipment messe ich bei 230V mit einer Spitzenbelastung von 300W/h, wobei das bedeuten würde, dass ich alles gleichzeitig benutze. Der Regelfall wäre eher 150W/h - wegen des Kühlschranks. Für den Fall, dass ich mal eine Bohrmaschine nutzen muss, bleibt ja noch der Generator.
Könntet ihr mir freundlicherweise ein paar Tipps geben, welche Module ihr für meinen Zweck empfehlen würdet? Der Markt an 12V-Modulen scheint mir recht unüberschaubar, oder hat jemand einen Tipp, wo man gute Informationen darüber finden kann?
Herzlichen Dank im Voraus! Sebastian
Zuletzt geändert von eggis am 13.01.2012, 08:24, insgesamt 1-mal geändert.
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von Mr.10.000Volt » 12.01.2012, 21:53
Hakuna matata Ist bei soviel Regen den nicht was mit Wasserkraft zu machen?
Wer, wenn nicht wir....
wann, wenn nicht jetzt?????
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von Mühli » 12.01.2012, 22:36
Erste Frage: Bist du da schon unten? Hast du Zugriff auf Material deiner Wahl? Wenn ja, nimm keine Autobatterien, die halten nicht lange. Solarbatterien heißen nicht umsonst so 12 Volt-Module müssen nicht sein. Du kannst herkömmliche nehmen, die gibts öfters günstig als Restposten von Projekten etc. Dann brauchst du aber einen Mpp-Laderegler, der kostet etwas mehr, ist auch effizienter. Vernünftiger Inverter: Wenn du einen Kühlschrank bzw. "drehende" Geräte dranhängen willst, muss es ein Sinus-Wechselrichter sein (relativ teuer) Für normale Geräte, Glühbirnen, Laptop etc. tuts auch ein günstigerer mit Rechteck/Trapez/Sinusähnlich Ich weiß ja nicht, welchen Kühlschrank du nehmen willst und welche Geräte du sonst noch dauerhaft betreiben willst, evtl. kannst du auch einen anderen Kühlschrank nehmen, Camping etc. der gleich mit 12V arbeitet, das ist eine Ausfallquelle weniger (kein Inverter) wobei die oftmals mehr Strom brauchen Wasserkraft...ja, lass mal mehr hören, ginge da evtl. was? Da gibts interessante kleine Turbinen, wenn man Wasser anstauen kann, evtl. auch mit Spitzenlast, also Hahn aufdrehen Gruß
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von beiti » 12.01.2012, 22:54
Hi Mühli, danke für die schnelle Antwort. Zur ersten Frage: Nein. Aber ich fliege am 7. Februar. Andererseits kommen noch Projektmitglieder auf einen Kurzzeiteinsatz Ende März. Insofern: Ich kann noch etwas recherchieren und suchen, aber wenn ich es direkt mitnehme, wär's netter.  Solarbatterien habe ich auch schon gehört, allerdings ist das m.E. ein Problem, die per Luftfracht zu transportieren - da stellen sich die Fluggesellschaften ziemlich an. Und im Koffer glaube ich geht das kaum..., aber ich werde das mal recherchieren. MPP-Laderegler habe ich im Netz gefunden zwischen 150 und 200 Euro - gibt es da für eine kleine Anlage wie meine ein Gerät deiner Wahl? Sinus-Wechselrichter finde ich mit verschiedenen Eingangsspannungen - 12V / 24V, zwischen 100 und 1500 Euro. Zum Verständnis meinerseits: Ich kann also 36V-Module aufs Dach schrauben, über den Mpp-Laderegler meine 12V-Batterien laden, schalte 2 davon hintereinander und habe dann 24V Spannung für den Wechselrichter? Hast du einen Tipp, wo man Restposten erwerben kann? Das mit dem Kühlschrank ist nicht so easy, ich kenne das Gerät leider gar nicht, sondern meine Vorgänger haben es angeschafft... im schlimmsten Fall ist es ein Uralt-Recycling-Afrika-Modell, womöglich mit 110 Volt?  , aber dann werde ich mir glaube ich einen neuen zulegen (müssen). Andererseits sind die Camping-Kompressormodelle zwar ganz nett, aber nicht wirklich groß... und so'n Gebläseteil aus dem Supermarkt für 50 Euro kühlt ja nicht mal bei deutschen Frühlingstemperaturen... wie soll das dann bei dauerhaften 30 Grad werden. Danke schonmal! Sebastian. PS: Mr 10000V: Ich fänd's reizvoll... Mini-Turbinen fürs Fallrohr. Gibts sowas wirklich?
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von diwtmar930 » 12.01.2012, 23:14
Hallo, zum Thema Sinuswechselrichter, hier kannst Du mal schauen, die haben wir in den 1980er in Namibia eingebaut, waren schon sehr gut (96% Wirkungsgrad) und zur damaligen Zeit die günstigsten am Markt. Gruß Dietmar
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von wieso » 12.01.2012, 23:33
Hallo Mein gesamtes Equipment messe ich bei 230V mit einer Spitzenbelastung von 300W/h, wobei das bedeuten würde, dass ich alles gleichzeitig benutze. Der Regelfall wäre eher 150W/h - wegen des Kühlschranks. Für den Fall, dass ich mal eine Bohrmaschine nutzen muss, bleibt ja noch der Generator.
Kannst Du ungefähr sagen was Du so an einem ganzen Tag brauchst an kwh ? Für einen Kühlschrank brauchst Du alleine schon einen unter 800 Watt Inselwechselrichter wirds knapp, wegen des Anlaufstromes Sowas ist zwar teuer aber der integriert auch den Generator ( fals der Generator einigermassen gut ist ) Das heisst zb 1-2 Stunde am Tag laden und 24 Stunden davon leben , jedoch PV natürlich auch mein Favorit http://www.photovoltaik-shop.com/victro ... b203efe545Gruss lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf Irland ;
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von nautica » 13.01.2012, 01:17
Mühli hat geschrieben:Für normale Geräte, Glühbirnen, Laptop etc. tuts auch ein günstigerer mit Rechteck/Trapez/Sinusähnlich
Haben die ganzen offiziellen und privaten Hilfsorganisationen/Vereine inzwischen nicht langsam Erfahrung mit dem Transport/Aufbau von Offgrid-Netzen in Westafrika (und den verwendeten Komponenten)? Liberia fängt auch mit eigenen / internationalen Projekten den Aufbau/Ausbau an - gibt es da Ansprechstellen (zB auch bei Ersatzteilen)? Wenn jedes Haus im Dorf ein anderes Inselnetz bekommt ist das sicherlich nicht schön. Ansonsten ist bei Solarlaternen / Straßenlaternen oder bei normalen LEDlampen sicherlich die Qualität zu beachten. Falls es ein alter Kühlschrank ist, kannst du den vielleicht Umbauen (bzw hier) - in Liberia scheinen jedenfalls Kühlschränke blanker Luxus zu sein (Bsp: LEAP mit Solarkühlschränken in Kliniken)
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von Mühli » 13.01.2012, 01:35
Also da bin ich jetzt überfragt, inwieweit das standardisiert ist. Autobatterien...ich würd die echt nicht nehmen, glaub mir, du wirst nicht viel Freude damit haben. Ob die dort unten die Qualität haben, die wir hier kenne (falls du sie vor Ort kaufst) kann ich auch nicht sagen. Falls es Säurebatterien sind, also "offene" zum befüllen sollte die Luftfracht nicht das Problem sein. Die Säure kann man getrennt transportieren, evtl. auch dort besorgen. Bei geschlossenen kann das mit dem Druck in der Höhe schon Probleme geben. Soweit ich weiß, haben die Jumbos keine Druckkabine im Laderaum (kann mich irren...) Wenn die Fluggesellschaft nein sagt, ist es aber eh keine Diskussion. Wasserturbinen: Es gibt schon Kleinmodelle, aber fürs Fallrohr wär doch bissi übertrieben. Ein paar Meter Höhenunterschied und zumindest 5-10 Liter/Sekunde solltest du schon haben. Vorsetzbecken brauchst du auch, sonst ziehts Steine und sonstiges mit rein, das beschädigt das Ding auf Dauer. Zumindest ein Rechen/Gitter und eine Leitung muss sein und das Wasser muss auch wieder vernünftig abfließen können. Liberia hört sich interessant an, da spielt ja Lord of War, hoffe es ist nur bruchstückhafte Realität, wobei ich eher zweifle...dieses Land wurde schon sehr übel mitgenommen, was da so abgelaufen ist, können wir uns hier nicht vorstellen. Aids soll ja auch sehr übel sein...also lieber vorsorgen, du weißt schon... beiti hat geschrieben:Zum Verständnis meinerseits: Ich kann also 36V-Module aufs Dach schrauben, über den Mpp-Laderegler meine 12V-Batterien laden, schalte 2 davon hintereinander und habe dann 24V Spannung für den Wechselrichter? Hast du einen Tipp, wo man Restposten erwerben kann?
Ja, prinzipiell richtig. Wenn 24 V Inverter, würd ich aber auch einen 24 V Laderegler besorgen. Willst ja nicht täglich zweimal rumklemmen. Sollen ja auch möglichst gleich voll sein. Restposten: Evtl. hier mal im Marktplatz probieren oder mal bei photovoltaik-shops anrufen (findest über google...) Überhaupt sind "normale" Module meist günstiger, werden doch viel öfter hergestellt. Technisch einfacher ist die 12V-Version, auch weil der Laderegler dann primitiv ausfallen kann Befestigen musst du die Module übrigens auch, sollten ja Stürme überleben. Ich möchte dich in deinem Enthusiasmus auch nicht bremsen, aber "einfach" wird das alles nicht. Hoffe du hast genug Schmiergeld und Leidensfähigkeit dabei. Einfach so vom Flughafen abholen zur Uhrzeit XY geht bestimmt nicht. Evtl. hatte das mit dem Generator auch seinen Grund.... Ich kriege jetzt wieder Dresche, wie immer. Vielleicht wäre ein moderner Generator, der leiser und spritsparend ist, eine Alternative. Dazu dann eine Batterie, damit man ihn für ein paar Stunden ausmachen kann. Die Dinger sind heute sehr kompakt und passen eher in ein Handgepäck als Module mit deutlich über einem Quadratmeter. Vergiss nicht, du willst Glasscheiben um die halbe Welt in ein Entwicklungsland schicken und wenn die Straßen nur halb so gut wie unsere Schlaglochpisten zwischen den Orten sind, würde ich eher bezweifeln dass sie heil ankommen. Gruß
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von kalle bond » 13.01.2012, 14:00
beiti hat geschrieben:Hallo Forum, hallo Expertinnen und Experten,
ich werde in Kürze nach Liberia/Westafrika ausreisen und dort ein Sozialprojekt mit Kindern und Jugendlichen fortführen, das seit einigen Jahren recht gut läuft. Meine Vorgänger hinterlassen mir ein kleines Häuschen mit festem Dach und einen Generator - Stromnetze sind dort nicht wirklich existent. Meine Vorgänger waren allerdings technische Nieten und haben den Generator quasi rund um die Uhr laufen lassen - das ist mir nicht nur zu laut, sondern auch zu teuer, und außerdem reichlich unökologisch.
Als ehemaliger Amateurfunker bin ich immer für technische Spielereien zu haben, jedoch in der Solarwelt überhaupt nicht zu Hause.
Ich plane also, mir 2-3 Autobatterien anzuschaffen, einen vernünftigen Laderegler, einen Inverter und ein paar Solarmodule, um - so weit wie möglich - unabhängig vom Generator zu werden/bleiben. Nun gehört Liberia zu den immerfeuchten Tropen, d.h. neben allgemeinem Regen, der sowieso immer fällt, gibt es auch noch eine Regenzeit, dann fällt besonders viel Regen. Daraus resultiert ein Sonnenstundendurchschnitt von 5-6,5h in der Trockenzeit (Nov-Mai) und 3-4h in der Regenzeit (Jun-Okt). Insgesamt kann man etwa 5500mm Niederschlag aufs Jahr erwarten.
Mein gesamtes Equipment messe ich bei 230V mit einer Spitzenbelastung von 300W/h, wobei das bedeuten würde, dass ich alles gleichzeitig benutze. Der Regelfall wäre eher 150W/h - wegen des Kühlschranks. Für den Fall, dass ich mal eine Bohrmaschine nutzen muss, bleibt ja noch der Generator.
Könntet ihr mir freundlicherweise ein paar Tipps geben, welche Module ihr für meinen Zweck empfehlen würdet? Der Markt an 12V-Modulen scheint mir recht unüberschaubar, oder hat jemand einen Tipp, wo man gute Informationen darüber finden kann?
Hallo ..., bitte den gesamten Energiebedarf je Tag zusammen rechnen, also Verbraucher in Watt x Betriebsstunden = Wattstunden Dann kann man die Anlage leicht berechnen. Wenn du das ganze Jahr Strom von der PV Anlage benötigst, dann am besten den Monat mit der geringsten Einstrahlung zu Grunde legen. Wenn man den Tagesbedarf kennt, kann die Anlage ausgelegt werden. Die Module können am Besten auf ein Hausdach montiert werden, mit ca 100 mm Abstand vom Dach. Tipps zum Diebstahlschutz kann ich gerne geben, falls erforderlich.Der Anstellwinkel beträgt 15°, da Liberia nahe am Äquator liegt. Welche Module man jetzt auswählen soll - es gibt Module mit 36, 72 oder 60 Zellen, die geeignet sind. Zum Beispiel können je zwei Module á 130 Wp in Reihe geschaltet werden und mehrere Strings parallel. Die Module haben Abmessungen von ca 1.6 x 0.8 m und können leicht verkabelt und installiert werden. Der Solargenerator wird an einen Modulverteiler angeschlossen und von dort aus geht es zum Laderegler. Einen 24 V / 230 V AC brauchst du auch noch, die Größe ist abhängig von deinen Verbrauchern. Wie meine Kollegen habe ich Bauchschmerzen mit den Batterien. Würde ich wirklich von abraten und wenn es nicht anders geht, dann die größte LKW Starter Batterie aussuchen. Vielleicht rechnest du erst mal deinen Tagesbedarf (Wattstunden) aus, dann kann man sehen, welche Batterie geeignet ist. Was den Transport betrifft - per Flugzeug ist es oft sehr teuer, manchmal kann man das Equipment in einem Sammelcontainer per Schiff mitschicken. Ein anderer Tipp - die giz in Eschborn fliegt/verschifft ab und an Equipment in verschiedene afrikanische Länder und ich weiß, dass sie lokale Hilftsorganisationen unterstützen, indem sie deren Sachen mitnehmen. Noch ein Tipp - die Fa SolarWorld fördert Projekte von Hilfsorganisationen in Afrika - Solar2World. Da kann man einen Antrag stellen und bekommt bei Bewilligung immerhin die Module gestellt, sowie Unterstützung bei der Anlagenauslegung. Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und alles Gute bei deinem Projekt Grüße Kalle Bond
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von beiti » 13.01.2012, 14:05
Hallo zusammen, danke für die umfangreichen Antworten! Säuren vor Ort ist wohl eher schwierig, aber mir scheint, es könnte gehen, wenn ich Gel-Batterien, die verschüttsicher sind, transportiere. Lithium-Batterien gelten als Gefahrengut, und vor Ort sind Solarbatterien einfach unbezahlbar. Ein Freund hat mich auf Rollstuhl-Batterien hingewiesen - was haltet ihr davon? Sind m.E. auch Blei-Gel-Batterien also geschlossene Bauform; aber ich erkundige mich noch mal genau bei der Spedition, was die davon halten. Mühli hat geschrieben:Hoffe du hast genug Schmiergeld und Leidensfähigkeit dabei. Einfach so vom Flughafen abholen zur Uhrzeit XY geht bestimmt nicht.
 Netter Hinweis! Schmiergelder habe ich nicht in rauhen Mengen zur Verfügung, aber die Erfahrungen meiner Vorgänger hat gezeigt, dass Liberia in solchen Dingen mit Mitarbeitern der Kirchen seeehr zuvorkommend umgeht - sprich, man unterscheidet wohl auch am Zoll zwischen "ex-pats" und "missionars" (obwohl ich gar kein Missionar bin, sondern Berufsschullehrer, aber das ist wohl nicht so entscheidend). nautica hat geschrieben:Haben die ganzen offiziellen und privaten Hilfsorganisationen/Vereine inzwischen nicht langsam Erfahrung mit dem Transport/Aufbau von Offgrid-Netzen in Westafrika (und den verwendeten Komponenten)?
Liberia fängt auch mit eigenen / internationalen Projekten den Aufbau/Ausbau an - gibt es da Ansprechstellen (zB auch bei Ersatzteilen)? Wenn jedes Haus im Dorf ein anderes Inselnetz bekommt ist das sicherlich nicht schön.
Tja, das ist so ein Punkt... ich weiß, dass die GTZ das Kraftwerk in der Hauptstadt wieder aufbauen will, da sind kürzlich ein paar Euros bereitgestellt worden. Ich werde allerdings im Landesinneren wohnen - heißt: knapp 80km von Monrovia entfernt. Da ist man noch jahrelang von irgendwas, das auch nur annähernd an Stromversorgung erinnert, entfernt. Aber falls du mal irgendwo was gehört hast, bin ich für jeden Hinweis dankbar! Andererseits: Ich könnte das Thema im Laufe der nächsten Jahre mal einspeisen; sicherlich wäre man vor Ort an einer funktionierenden, günstigen Stromversorgung interessiert... Siehe aber für mein aktuelles Projekt folgenden Teil: wieso hat geschrieben:Kannst Du ungefähr sagen was Du so an einem ganzen Tag brauchst an kwh ?
Wenn ich's mal übertrieben schätze, würde ich sagen, 1kWh für den Kühlschrank und für mich folgende Überschlagsrechnung: Notebook 10h = 300Wh Techn. Ausrüstung 5h = 300Wh Kleinere techn. Dinge 3h = 100Wh Licht 10h = 200Wh Wasserpumpe 1h = 30Wh Sagen wir mal, max. 2,5kWh, das ist deutlich übertrieben geschätzt. Ich will ja nicht die ganze Umgebung mit Strom versorgen, sondern meine eigene Technik am Laufen halten. Also halte ich fest: 1000W Sinus sollte minimum geleistet werden vom Wechselrichter, in Ordnung. Wie lange zieht denn der Kühlschrank den Anlaufstrom erfahrungsgemäß? Reden wir hier von ms, oder Minuten? Es gibt ja schon faszinierende Geräte, danke @lars, @nautica, @mühli, spannend, dass es Laderegler mit Eingang für den Generator gibt. Ein neuer Generator würde meine Organisation nicht anschaffen, weil der alte noch funktioniert, aber Solarmodule etc. sind mir schon zugesichert worden. @dietmar: Danke für den Hinweis. Da hole ich mir mal eine Quote. Wenn ich mir beim photovoltaik-shop die Modulliste anschaue, finde ich Hunderte... welche Firmen empfehlt ihr? Danke erneut! Sebastian. Nachtrag: kalle bond hat geschrieben:Welche Module man jetzt auswählen soll - es gibt Module mit 36, 72 oder 60 Zellen, die geeignet sind. Zum Beispiel können je zwei Module á 130 Wp in Reihe geschaltet werden und mehrere Strings parallel. Die Module haben Abmessungen von ca 1.6 x 0.8 m und können leicht verkabelt und installiert werden.
Ok, siehe oben, da habe ich mal was ausgerechnet - gehen wir im schlimmsten Fall mal von 4 Sonnenstunden aus. In puncto Batterien mache ich mich mal schlau, was da geht. Dazu nächste Woche mehr. Und danke für die Tipps mit giz und solar2world! Ich rede mal mit meinem Chef - könnte mittelfristig sehr spannend sein.
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